Sabine und Sam, eine Bilderfreundschaft – 2022

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Manchmal sind die Eindrücke s/w, manchmal überwiegen die Farben. Ein Grashalm, ein kleiner Hügel reicht um meine Aufmerksamkeit zu wecken....



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Kiel, 2. November 2022​
Lieber Sam,

danke für Deine neuen Postkarten! Das Morgenlicht kommt auch sehr gut in Farbe, finde ich. Wunderschön und bei Deiner Postkarte #1083 muss ich bei dem Himmel gleich an Honig denken. :D Und Du schreibst vom Honig für deine Seele ... Na, das passt doch.

Herzlich willkommen zum neuen Gast und alles Gute für Euch zusammen! Dann verstehe ich nochmal mehr, wieso Deine Zeit so vollgepackt ist.

Mein Tag heute war mittel-voll. Nach dem Frühstück habe ich mich brav an den Papierkram gesetzt und als Belohnung bin ich anschließend zur Bünte, um ein paar Äpfel einzusammeln.

Guck, welch ein Unterschied inzwischen zu Postkarte #1079 vom 11. Oktober! Die Hütte hat jetzt keine Chance mehr, sich hinter der Zierquitte zu verstecken.


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Immer den Durchblick behalten. Bei all dem Gewirr.
Ich finde es außerdem bemerkenswert, mit welcher Kraft sich die letzten Quitten auch jetzt noch am Strauch halten.

In diesem Sinne, behalte Deinen Durchblick und finde immer wieder Kraft für den Alltag!
Ich bin übrigens nicht nur gespannt, was Du in Kiel sehen würdest und was + wie Du es fotografieren würdest, sondern auch wie + was Dich in unserer Bünte "anspringen" würde ...

Herzlich,
Sabine


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Riniken, 3. November 2022​

Liebe Sabine

Herzlichen Dank für deine Bünten-Postkarten. Du weisst dass ich mich immer freue von eurer Bünte zu lesen und zu sehen. Die Bünte, als magischer und inspirierender kleiner Ort um loszulassen und aufzutanken.
Wir haben unsere Bünte in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Aus zeitlichen Gründen. Dennoch sind wir mit dem Bünten-Jahr zufrieden. Gestern haben wir noch Peperoni geerntet und wir sind wohl durch den ganzen Winter mit Federkohl versorgt.

Ich verabschiede mich für diese Woche mit ein paar weiteren Postkarten aus dem Jura. Am Freitagabend verreisen wir erneut ins Ferienhaus mit Susanne, unsere liebe Freundin aus dem Tessin. Sie hat sich ein Wochenende freigeschaufelt, um unser Ferienhaus das erste Mal zu besuchen. Und ja, Tina und das Hühnchen kommen auch mit ... wir sind also rundum beschäftigt.



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Ja, was ich wohl in Kiel und in eurer Bünte fotografieren würde ...
Ich wüsste es nicht und ich denke, dass ich mich von Motiven - wie immer - fangen lassen würde. Ich hoffe, dass nächstes Jahr etwas mehr Ruhe und Gelassenheit einkehren wird und ich vielleicht die Möglichkeit habe, nach Kiel zu kommen.

Und nun zu Tina. Letzthin habe ich wieder daran gedacht, wie Tina Fortschritte gemacht hat. Im Alltag vergesse ich das immer wieder, aber mir wurde gerade letztes Wochenende wiederum bewusst, wie sehr dass sie sich entwickelt hat.

Sie wird schon noch hie und da getriggert, aber es hat sich massiv verbessert. Begegnungen mit anderen Hunden, die Angst vor Autos aller Art, Begegnungen mit fremden Menschen ... all diese Stressfaktoren haben nachgelassen.



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Und manchmal schaut sie so urkomisch, dass ich laut lachen muss.
Ich bin überzeugt, dass sie unsere Zuneigung zu ihr spürt. Und letzthin hat mich jemand gefragt, was wir mit Tina machen, dass sie sich so toll entwickelt hat. Und ich habe spontan gesagt, dass wir sie kübelweise mit Liebe überschütten.



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Riniken, 7. November 2022​

LIebe Sabine

Ich hoffe Du hattest ein schönes Wochenende.
Wir genossen das Wochenende mit Susanne aus dem Tessin sehr. Wenn dann nicht diese Geschichte mit dem Büsi gewesen wäre. Ich habe Dich ja informiert.

Wir haben definitiv entschieden, dass wir sie operieren lassen und lege hier eine Röntgenpostkarte und ein Bild in der Narkose bei, auch wenn es nicht üblich ist, Röntgenbilder als Postkarte zu versenden ...

Der Himmel hat uns das ganze Wochenende fasziniert und irgendwie erschien mir dieses Motiv doch sehr sinnhaft. Wege finden, Entscheidungen treffen.

So beschliesse ich für heute, liebe Sabine und wünsche Dir einen ganz tollen Start in die Woche ....
Herzlich. Sam



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Ja, hier also unser "Schnäuzelchen". Sie hat ganz böse ein Hinterbein gebrochen. Es gibt eine gute Chance, das Bein mit einem Nagel zu fixieren. Das Kostendach beträgt CHF 1'500.-. Wir haben entschieden, das zu stemmen, wider wohl Vernunft, aber mit der festen Überzeugung, Leben eine Chance zu geben, gerade in diesen schwierigen Zeiten. Wer sich - auch andere Leserinnen und Leser - daran beteiligen möchte, der darf mir eine PN schicken, dann kann ich die Bankdaten durchgeben.

Morgen wird sie operiert, dann muss sie für vier Wochen in einer Hundebox leben, so dass alles gut zusammen wachsen kann.

Ja, so war das Wochenende schön, und emotional aufwühlende ....



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M. Höhne
M. Höhne kommentierte
Auha, da hoffen wir, dass es dem kleinen Fellknäuel besser geht. Das ist ja schon eine ordentliche Fraktur. Alle Pfoten sind ganz dolle gedrückt. :oops:
 
Lithographin
Lithographin kommentierte
Alles Gute für Eure Fellnase.
 
sam25
sam25 kommentierte
Danke allen für die Teilnahme…
OP geglückt, liegt noch in der Narkose und unter Beobachtung…
Wird erst morgen in die Reha zu uns kommen 😀
 
Captn Marc
Captn Marc kommentierte
Gute Besserung auch von der Küste.

LG Marc
 
matthiasgt
matthiasgt kommentierte
Alles Gute und viel Kraft für das Pelzi.
 
Riniken, 8. Novmember 2022​

Liebe Sabine

Was für ein Tag. Ab heute Abend werden wir wieder "Full-house" haben und Claudia und ich sind an allen Ecken und Enden gefordert. Gestern Abend ist unser neues Pflegekin bei uns eingetreten. Und heute Nachmittag um 15 Uhr wird die unser kleines Sorgenkind operiert. Danach hole ich sie ab und sie kommt zu uns in den obersten Stock, wo sie ein warmes Zimmer zur Verfügung hat und gut gepflegt wird.

Ich lasse in solchen Momenten immer schöne Momente vor meinem inneren Auge Revue passieren. Immer in der Hoffnung, dass alles gut kommt.



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Für das (finanzielle) Mittragen bedanke ich mich schon jetzt und ich weiss, dass es "Schnäuzelchen" und vor allem auch wir zu schätzen wissen.

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass wir zuhause eine internationale Gemeinschaft leben. Und irgendwie geht es. Vom Balkan über Frankreich bis hin zu einer Insel im Atlantik. Tier und Mensch, unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Geschichten und Belastungen. Und irgendwie geht es.
Und es erscheint mir, wenn ich mir die Himmelswege vom letzten Wochenende im Jura betrachte, dass es immer einen Weg miteinander gibt....



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So wird diese Woche intensiv und voller Aufgaben und Herausforderungen sein. Wege finden sich nicht nur im Himmel, sondern auch am Boden. Im Wissen darum, dass wir nicht perfekt sind, werden wir uns aber wie immer grosse Mühe geben, diese Gemeinschaft zu erhalten ....

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen guten Start in den Tag.
Herzlich. Sam



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Riniken, 9. November 2022​

LIebe Sabine

Gespannt warten wir nach der geglückten OP von Schnäuzelchen auf ihr Befinden. Der Tierarzt beobachtet sie noch und wir werden sie heute zu uns nehmen.

Es sind emotionale Tage, nicht nur wegen Schnäuzelchen ... ein Thema nach dem anderen und ich versuche den Kopf hoch zu halten ... Die vielen "Himmelswege" vom Wochenende helfen, den Blick nach oben zu halten ...



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Wir, Susanne und Claudia und ich, waren gleichermassen begeistert von diesem Spaziergang. Die landschaftliche Weite hat sich am Himmel wieder gespiegelt und für ein Mal waren mehr Wege am Himmel als am Boden auszumachen.

Vielleicht, so habe ich gedacht, könnten es auch Engel sein, welche auf einem Ausflug waren und Spuren hinterlassen haben ...



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Kiel, 9. November 2022​
Lieber Sam,

danke für deine vielen Postkarten vom Jura!
Was für ein Wochenende! Ich hoffe, dass es Schnäuzelchen jetzt nur noch immer besser gehen wird. :love:
Wie Michael schon weiter oben schrieb: Alle Pfoten sind gedrückt!
In diesem Sinne auch meine Postkarte von heute mit Grüßen und guter Energie von Tier zu Tier. :D

Neuigkeiten von hier gibt es auch ein paar. Im Schnelldurchlauf war es so: Freitag weitere Unterlagen für Versicherung zusammengesucht, dazwischen zur Physio; Wochenende krank; Montag ging es etwas besser; abends mit Sandra und Freundinnen zur Mahnwache, die relativ spontan stattfand, weil es in Kiel am Wochenende einen Vorfall von – sehr wahrscheinlich – queerfeindlicher Gewalt gegeben hatte; sehr bedrückend, aber gleichzeitig auch stärkend, weil wirklich viele Leute zur Mahnwache gekommen sind; gestern ein mega anstrengender "Besuch" bei meiner Hausärztin; heute Psychotherapie und endlich mal wieder Bünte, bisschen Fallobst gesammelt, nur kurz, weil es schon dunkel wurde.
Viele Wege, viel kreuz und quer, viel Anstrengung. Irgendwie wird es schon Sinn machen.

Ich schicke ganz liebe Grüße an Euch alle und drücke die Daumen für einen guten Start mit Eurem neuen Pflegekind
(und damit meine ich nicht die Katze, die kommt gleich),
herzlich, Sabine


Mit den allerbesten Genesungswünschen ans Babybüsi von Lügnez aka Schnäuzelchen

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Riniken, 10. November 2022

Liebe Sabine

Vielen Dank für deine Nachrichten und der wunderbaren Postkarte.... :love:
Ich bin sehr berührt über die vielen herzlichen Zusprüche und die persönlichen Nachrichten. "Leben eine Chance geben", ein Satz, auch wenn es eben nur ein Büsi ist, welcher mich sehr begleitet in dieser Zeit.

Und so gibt es das erste Bild - zwar Handy - von Schnäuzelchen und einen Rapport. Die Kleine scheint die OP gut überstanden haben. Gemäss Tierarzt hätte der Knochen gut fixiert werden können. Und lebt sie in einer grossen extra gekauften Hundebox und einem kleinen Katzenreisekorb bei uns in meinem Musikzimmer. Wir haben zum Glück die notwendigen Räumlichkeiten, in den wir sie von unseren anderen tierischen Bewohnern abschotten können. Da die Kleine ja ausschliesslich draussen lebt ist sie sehr ängstlich was andere Tiere und vor allem auch Menschen betrifft.

Wenn wir ihr Essen bringen, lässt sie sich aber trotzdem etwas berühren und streicheln. Einen guten Appetit hat sie dennoch und wir staunen, wie gut sie frisst. Jeweils morgens kriegt sie ein Schmerzmedikament ins Futter, so dass sie nicht so viel spürt.



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Der Kragen um den Hals verhindert, dass sie sich an der Wunde leckt. Wenn die Wunde gut verheilt ist, dann können wir ihn abnehmen.
Da sie noch immer sehr scheu ist, wird es schwierig die Wunde zu kontrollieren. Da müssen wir uns noch etwas einfallen lassen. Tragen können wir sie nicht, das wird noch eine Herausforderung....

Nun ja, liebe Sabine, da sind ja noch andere tierische und menschliche Mitbewohner...
Claudia meinte gestern, nachdem sie sich etwas von ihrer Migräne erholt hat, dass unser - als ehemaliges Gasthaus - nun wieder gut besetzt sei. Mit drei Pflegekindern, einer kranken Katze und einem Hühnchen sind wir von morgens bis abends beschäftigt ...

Wir versuchen uns so gut wie möglich zu organisieren. Und ein wenig auszuruhen, wenn es geht. So wie eben Charlotta, wenn sie bei Claudia auf der warmen und weichen Decke liegen darf ...



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