Sabine und Sam, eine Bilderfreundschaft – 2022

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Im Bienenhaus in den alten Bienenkästen habe ich diese Holzrahmen entdeckt. Die meisten hatten ein Glas davor. Ich fand heraus, dass sie diese "Dinger" vor die Waben stellten. Wieso weiss ich nicht genau, da ich nicht weiss wie die Waben in diese Kästen gestellt werden.

Die Holzrahmen haben zwei Grössen und alle sind ziemlich alt. Ich habe begonnen, einige zu säubern und zu schleifen. Das Glas habe ich herausgenommen, sofern es dann noch ganz war.

Und so sehen dann die leicht behandelten Rahmen aus ...



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Komischerweise bin ich letzte Woche auf die Idee gestossen, aus alten Schranktüren Bilderrahmen zu machen. Und siehe da: es sind keine Schranktüren, aber andere "Türen"...

Zwei Stück habe ich mit nach Hause genommen und mit Bildern meines "Künstlers" ausprobiert. Und das ist das Resultat. Das Glas fehlt noch, aber sieht jetzt schon gut aus. Es liegen noch viele Rahmen im Bienenhaus. Und so werde ich sie nach und nach abschleifen und sie als Bilderrahmen weiter verwerten. So müssen wir sie nicht fortwerfen und das Holz erhält eine neue Aufgabe ...

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen guten und kreativen Start in den Tag.
Herzlich. Sam

PS: Verzeih' mir die "Doppelpostkarten" ....




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Kiel, 23. März 2022​
Lieber Sam,

danke für deinen zweiten und dritten Schwung an Jura-Postkarten!

Dass Ihr jetzt das Wichtigste an den Arbeiten am und im Haus fertig habt, ist bestimmt ein gutes Gefühl. Nun könnt Ihr die Ruhe und Stille beim Ferienhaus auch "einfach nur mal so" genießen. Gerade in Hinblick darauf, dass du demnächst von 80% auf 100% hochgehst bei deiner Arbeit, ist das doch eine schöne Aussicht. Wenn du am Wochenende doch mal (körperliche) Arbeit zur Ablenkung brauchst, wird sich sicher immer etwas finden. :D

Ja, die Ukraine und alles andere in der Welt ... Ich muss mich auch immer wieder davon abgrenzen und gleichzeitig gucke ich, was ich nach meinen Möglichkeiten tun kann, um wenigstens ein bisschen zu helfen. Für Susannes Flohmarkt wünsche ich viel Erfolg!

Meine letzten beiden Postkarten (der blaue Fotorucksack an der gelben Holzwand und die Postkarte "Laube, Liebe, Hoffnung") gehören übrigens zu einer kleinen Serie, die ich letzte Woche Freitag und Samstag in der Bünte fotografiert habe. Hintergrund ist der, dass ich am Freitag ein Telefonat mit meiner Betreuerin hatte und sie mir am Schluss eine Art Hausaufgabe mitgegeben hat: zu "Trost" und zu "Gelassenheit" zu fotografieren.

Hier kommen nun die anderen Postkarten aus dieser Serie. Angefangen habe ich mit einem tröstlichen Reiswaffel-Riesengebirge.


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In der Chronologie der Aufnahmen kommt hier die Postkarte "Laube, Liebe, Hoffnung". Anschließend habe ich wieder draußen fotografiert.

Tee steht für mich für beides, sowohl für Trost als auch für Gelassenheit.


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Am Samstag habe ich noch ein paar Fotos zu der gestellten Aufgabe gemacht. Angefangen mit dem Fotorucksack (s.o.), danach die folgenden zwei.

Pflanze in der Abendsonne. Sowas von im Hier und Jetzt. Ein Vorbild an Gelassenheit und irgendwie hat es für mich auch etwas Tröstliches.


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Diese acht Trost-und/oder-Gelassenheit-Postkarten, die ich dir nun geschickt habe, habe ich mir ausgesucht und bin damit am Montag zu unserem Fotoladen um die Ecke, wo ich sie mir auf Papier habe abziehen lassen. Auch ein schönes Gefühl, mal wieder Papierbilder in den Händen zu halten.
Vielleicht werde ich mir das eine oder andere davon zuhause aufhängen (in Postkartengröße 10 x 15 cm).

Apropos Aufhängen: Deine Bienen-Rahmen finde ich wunderschön! :love:

Ja, eine Postkarte extra kommt noch für dich: kurz nach Sonnenuntergang in der Bünte, auch von Samstag.
Dort will ich demnächst auch noch hin. Noch ist es schön sonnig bei uns und mit 13 Grad auch schon sehr gut draußen auszuhalten.

Liebe Grüße und hab' noch eine gute Woche,
herzlich,
Sabine


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Riniken, 28. März 2022​

Liebe Sabine

Ganz herzlichen Dank für deine wunderschönen Postkarten und deine Geburtstagswünsche für mich und Claudia. Und ja, wir hatten ein wunderschönes Wochenende im Jura.
Am Freitag waren Claudia und ich allein mit Tina, am Samstag kamen dann noch Susanne und Andy und haben uns am Abend wunderbar bekocht.... :)

Ja, wir genossen es sehr. Claudia hat sich eine Schreibstube zwischen den Obstbäumen aufgestellt. Und ich habe - ausser drei Bäumchen gepflanzt, nicht gemacht. Dafür habe ich viel fotografiert. Und so werde ich wohl wieder die ganze Woche brauchen, Dir die Postkarten in Etappen zu schicken.

Aber nun schön der Reihe nach ....



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Wir hatten fast sommerliche Temperaturen. Aber man merkt der Luft an, dass sie sehr, sehr trocken ist und es nun endlich Zeit ist, dass es regnet. Am Mittwoch bis Ende Woche ist Regen angesagt und alle sind sehr froh ...



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Uns erstaunt es schon, wie die Gemeinden in dieser Gegend ihre Waldhäuser/hütten (so sagen wir diesen Häusern, welche von der Bevölkerung gemietet werden kann) zur Verfügung stellen. Sie sind alle offen und jedermann und jedefrau kann einfach hingehen, ein Feuer machen und einen schönen Tag oder Abend verbringen.
Wir trafen bei keiner solcher Hütte je eine Sauerei, kein Abfall, die Tische waren sauber, alles tiptop. Es scheint, dass die Menschen wissen, dass sie den Ort sauber hinterlassen müssen, so dass diese Grosszügigkeit auch weiter bestehen kann ...



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Soweit zur ersten Etappe ...
Claudia hat von Susanne einen "Gnom" geschenkt bekommen. Und zufälligerweise habe ich mein Glas Wein daneben gestellt. Beides zusammen steht auf der Erde der Hängeweide, welche Claudia und ich uns zum Geburtstag geschenkt haben ...

Sie stehe nun eingepflanzt im Garten unseres Ferienhauses ... und wir können Sie immer betrachten, wenn wir dort sind...

So wünsche ich Dir einen guten Start in die Woche. Trage Sorge auf Dich.

Herzlich. Sam



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Riniken, 29. März 2022​

Liebe Sabine

Ich hoffe Du hattest eine schönen Tag gestern und wie versprochen fahre ich weiter mit Postkarten aus dem Jura.
Letzte Woche bin ich über die Geschichte des kleinen Jungen gestolpert, welche mit seiner Mutter aus der Ukraine geflüchtet ist. Er spricht nicht mehr, seit der Krieg begonnen hätte. Aphasie bei Menschen kommt in den allermeisten Fällen dann vor, wenn das Hirn geschädigt wurde durch einen Unfall oder durch Krankheit. Es kann aber auch, wie bei dem kleinen Jungen vorkommen, dass man die Sprache verliert, aus psychischen Gründen.

Beim Fotografien bei uns im Garten des Ferienhauses habe ich viel darüber nachgedacht ...



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Es sollte für uns Erwachsene höchst alarmierend sein, wenn wir Kinder in Situationen bringen, dessen Folge die Sprachlosigkeit des Kindes ist. Vielleicht ist es die direkteste und ehrlichstes Antwort auf das, was passiert. Kein Wort kann das umschreiben, was den Menschen angetan wird, kein Wort ist geboren um das zu beschreiben, was dem Jungen widerfährt...



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Ich fand mich in der eigenen Sprachlosigkeit immer wieder. Das langsame Gehen durch den Garten im Jura tat mir gut und ich fand zwar die Sprache nicht, aber ich entdeckte überall kleine Farbtupfer....



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Und ich habe mich an jenen Jungen erinnert, welcher dazumal bei uns in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie gewesen war und auch nicht sprach. Ich habe dazumal das ganze zusammen mit einem Kinderpsychiater geleitet. Alle Fachleute haben sich erdenkliche Mühe gegeben, den Jungen wieder zum Sprechen zu bringen. Eines Tages kam eine Psychologin zu mir und fragte mich um Rat. Sie wisse nicht mehr was zu tun, der Junge würde einfach nicht sprechen.
Ich habe schon lange beobachtet, dass der Junge immer zu meiner Berner Sennenhündin kam. Meistens vor der der Schule. Er kniete vor ihr nieder und hat sie gestreichelt. Ich habe das oft nur von meinem Schreibtisch aus beobachtet, aber mir war klar, dass Sally, unser Berner Sennenhündin, der Schlüssel sein konnte. So fragte mich die Psychologin, ob ich eine gute Idee hätte.

Ich beschloss, mit dem Jungen und der Berner Sennenhündin Spaziergänge zu machen.



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Gesagt, getan. Ich ging mit dem Jungen spazieren mit der Haltung, dass nicht ich sage, wann und ob er spricht, sondern dass er dies selbst entscheidet. Ich habe ihn mehr oder weniger ignoriert und mich meiner Hündin zugewandt. Ich machte mit ihr Übungen, Sitz, Platz und Baumstämmeklettern und ich merkte schon sehr bald, dass der Jungen auch gerne mit ihr solche Übungen machen würde. Ich wartete noch eine Weile, bis ich mir sicher war ...



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