Riesen Enttäuschung !!! Neue Mattscheibe + Zeiss Distagon 25

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Heiko71

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Ich weis nicht, ob ich wütend, enttäuscht oder einfach nur traurig bin.
Heute habe ich meine 200D von Service abgeholt und bin sehr enttäuscht.

Aber der Reihe nach:
Ich hatte mich entschieden das Neue Zeiss Distagon 25 in Verbindung mit der Mattscheibe, für manuelle Fucussierung, von KatzEye zu kaufen.
Ich habe die Scheibe bei Phtoshoppro bestellt. Natürlcih die Version mit OptiBright.
Das Zeiss habe ich beim Nikon Service in Dreseden bestellt.
Der Service sollte auch die Scheibe einbauen.

Heute wollte ich Beides abholen, aber:

Wenn ich manuell Focussieren Möchte mit angesetztem Zeiss Distagon (=ZD), kann ich die bei weiten Objekte die Paralaxe gar nicht in Übereinstimmung bringen.
Das Objektiv ist schon an der unendlich Begrenzug angekommen, obwohl das Bild noch nicht genau scharf ist.
Ich habe es an einer Hauskante probiert die ca. 150 meter entfernt ist.
Diese Häuserkante bekomme ich auf der mattscheibe nicht übereinander gelegt.

Übrigens ich zweifle in keinster weise an der Fachkenntnis des Nikon Service in DD.
Die Mitarbeiter scheinen ein sehr fundiertes Fachwissen zu haben.
Meine 200D hat einen perfekten AF und keinerlei Problem.
Dies wurde auch nochmals überprüft.

Jetzt haben wir ein anderes Objektiv angesetzt:
Mal ein 50er AIS, mal das 17-55 2,8 etc.
Bei diesen Objektive klappt das manuelle Scharfstellen ohne Probleme.
Die Parralaxe lässt sich sogar noch etwas über die gewünschte vertikale Übereinstimmung hinaus einstellen.

Dann haben wir eine D2Xs genommen.
Das Gleiche Problem. Die D2Xs hat zwar die KatzEye Mattscheibe nicht, aber ich bekomme nicht mal ein scharfes Sucherbild hin.
Das verhindert der Anschlag bzw. die Unendlich-Einstellung am Focusring.
Ich wünschte, ich könnte noch ein bischen weiter drehen.

Bei nahen Objekten klappt das manuelle Focussieren.
Aber bei einer geschätztren entfernung von 80cm steht die Entfernungseinstellung am ZD auf ca. 1,5 Meter.
Das wäre ein fehlere von 100 prozent.

Das Objektiv habe ich erst mal im geschäft gelassen.
Der Händler wollte sich kümmen und bei Zeiss mal nachfragen.

Problem Nr. 2.

Die neue Mattscheibe sitzt nicht genau mittig im Sucherbild.
Laut Aussagen des Nikon-Service ist aber kein mechanisches Spiel vorhanden, welches die Scheibe außer Mitte postieren könnte.
Kann die falsch eingebaut sein?


Ich weis nicht weiter...
Bitte helft mir !

objektive Grüße von Heiko
 
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volkerm schrieb:
Auch das ist haarsträubender Unsinn.

... schön, daß Du Dir das so sicher bist!


Sorry, wenn Dich die Thematik etwas durcheinander gebracht haben sollte.. Deshalb helfe ich Dir in puncto "Brennweite" (dem "haarsträubenden Unsinn") gerne "aus dem großen Topf" etwas auf die Sprünge ....

Die Brennweite ist bei der Abbildung der Abstand eines Brennpunktes
von einer Hauptebene. Werden parallele Lichtstrahlen durch eine Sammellinse
geschickt, bricht sie die Strahlen so, dass sich alle in einem Punkt sammeln:
dem Brennpunkt. Oder - noch genauer: Von der Gegenstandsseite links laufen Lichtstrahlen parallel auf die Sammellinse zu. Die Linse bricht die Strahlen und vereinigt auf der Bildseite alle in einem Punkt, den Brennpunkt.
Der Abstand von der bildseitigen Hauptebene bis zum Brennpunkt ist immer die bildseitige Brennweite, die bei allen Objektiven angegeben ist. Hier mit Bild:



Die Brennweitenangabe eines Objektivs ist aber ohne Bezug auf das Gesamtsystem "Objektiv + Kamera" wertlos - das kann jeder feststellen, der Probleme mit dem Auflagemaß bei der Adaption von Fremdlinsen bekommt. Ist das Auflagemaß der Fremdlinse nämlich zu groß, wirkt es wie ein Auszug und das Gesamtsystem kann nicht mehr auf weiter entfernte Objekte scharfgestellt werden. Benutzen wir mutwillig eine Auszugsverlängerung (Zwischenring, Balgen) zwischen Kamera und Objektiv, so hat das die selbe Konsequenz: wir kriegen zwar eine tolle Vergößerung, aber nur noch in einem wesentlich verringerten Abstand zum Motiv, und eine scharfe Abbildung desselben kriegen wir nicht - als "Tele" taugt die Konstruktion also nichts!
Aber in diesem Nahbereich können wir immerhin den Vergrößerungsfaktor nutzen, um damit tolle "Macro"-Aufnahmen zu machen. Beispiel anhand eines 50mm-Objektivs mit 100mm-Auszug:

Vergrößerungsfaktor = Auszug^2 : Brennweite^2 = 100mm^2 : 50mm^2 = 4

Das funktioniert deshalb, weil wir die Abbildungsseitige Brennweite unseres Gesamtsystems "Objektiv + Kamera" mittels Auszug verlängert haben. Daß dies auf Kosten der gegenstandsseitigen Brennweite (vor dem Objektiv!) geht, soll hier aber nicht verschwiegen werden.

Alternativ zum Auszug kann man für Makro-Aufnahmen natürlich auch eine Nahlinse verwenden, diese jedoch verkürzt die Brennweite des Gesamtsystems!

Um unserer verlängerten Brennweite zu Tele-Fähigkeiten zu verhelfen, gibt
es mehrere Wege:

a) wir modifizieren das Objektiv, indem wir seinen "unendlich-Anschlag" entfernen. Dies dürfte aber ein herkömlichen Linsensystemen ein hoffnungsloses Unterfangen sein, da weder deren optische Elemente, noch deren Tuben und Verstellmechanismen für derartige Moifikationen gerechnet wurden.

b) wir modifiezieren das Gesamtsystem "Objektiv + Kamera", indem wir in den Auszug an der Stelle der Brennebene des Objektives ein optisches Korrekturelemente (z.B. eine Barlow-Linse) einbringen - und voilà, wir haben einen einfachen Telekonverter! Damit können wir eine sogar bei der Brennweitenverlängerung noch ordentlich was zulegen.

c) .. aber HALT! Die Modifikation wie unter a) geht natürlich doch - wenn wir z.B. ein Reflektorobjektiv (Spiegeltele) dazu nehmen - denn dessen Brennweite wird lediglich durch den Abstand zwischen Fang- und Hauptspiegel bestimmt. Verlängern wir diesen Abstand, so legen wir damit die Brennebene (Brennpunkt) weiter nach "hinten", und wir können uns die Korrekturelemente im Auszug sparen - eine verhältnismäßig einfache Modfikation - wie sie z.B. Teleskop-Service für die "Russentonnen" (MTO 10/1000) u.A. durchführt.



Ich hoffej jetzt nur, damit nicht den nächsten Wutanfall provoziert zu haben ...... .
 
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Nik O'Louse schrieb:
Werden parallele Lichtstrahlen durch eine Sammellinse geschickt, bricht sie die Strahlen so, dass sich alle in einem Punkt sammeln: dem Brennpunkt.

Eben. Parallele Lichtstrahlen. Die Brennweite ist nichts weiter als die Brechkraft der Linse bzw. bei Objektiven des ganzen Linsensystems, und die verändert sich nicht durch Auszug. Daß der Fokuspunkt weiter nach hinten wandert, je näher man den gegenstandsseitigen Fokuspunkt von unendlich in Richtung Linse verschiebt, funktioniert nur deshalb so, weil die Brennweite eben konstant bleibt.

Durch dieselbe Linse fallen ja immer gleichzeitig Lichtstrahlen, die von diversen verschiedenen Dingen gegenstandsseitig ausgehen. Wenn die in unterschiedlichen Abständen liegen, werden die alle gleichzeitig auch durch die Linse scharf abgebildet, nur eben in unterschiedlichen Abständen hinter der Linse. Daß da nun irgendwo der Sensor sitzt und eine bestimmte Ebene herausgreift, tangiert die Brennweite des optischen Systems überhaupt nicht.

Du hast da ein fundamentales Mißverständnis drin.

Das optische System hat eine konstante Brennweite. Ein 30mm Objektiv hat 30mm Brennweite, egal ob es an einer Kamera angeschlossen ist oder nicht.

Maik
 
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Lies doch einfach noch mal die Begriffe Brennweite, Gegenstandsweite und Bildweite nach.
Deren Zusammenhang und die Funktion des Zwischenrings erschliessen sich dann auf einfache Weise mit der Linsengleichung.
 
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Maik Musall schrieb:
Das war nicht abwertend gemeint, sondern scherzhaft, sorry. Es sind halt viele Fakten, die wir eigentlich alle kennen, und deren direkte Relevanz zur Klärung der Frage mit dem 5.6 Problem ich nur bedingt erkennen kann.

OK, alles klar.....


Keine Ursache! Ich denke, wir haben uns in eine ganz lustigen Verwirrungsgrad hineingesteigert, und z.T. "aneinander vorbei geredet". Ist aber IMHO besser als gar nicht reden, oder? Ich denke daher, daß wir der Sache irgendwann auf die Spur kommen - Deine ND-Filterexperimente sind dazu ja der frappanteste und beste Denkanstoß.

Maik Musall schrieb:
Ich hatte den Eindruck, daß mindestens Volker und ich die eine These vertreten, und Du die andere.

Ich weiß nicht so recht ... ich vertrete ja keine These, sondern lehne eine ab - nämlich die dies bei allen Objektiven - ungeachtet deren Lichtstärke - erzeugten "AF-Strahlengangs bei Blende f/5,6". Aber egal - irgendwie kommt's auf fast dasselbe 'raus....

Maik Musall schrieb:
Kann ich auch nicht genauer, wie Du merkst. Ich hoffe, daß sich AndreasH nochmal äußert.

Wir stehen vor dem selben Problem ....

Maik Musall schrieb:
Was ist denn an einer Blende, die unten im AF-System sitzt, so anders, daß sie das nicht könnte?

Es ist eine zusätzliche Blende, und ihre Abdunkelung addiert sich zur tatsächlichen objektivseitigen Offenblende auf.

Maik Musall schrieb:
Wie ich oben schrieb: Sigma 50-500/4-6.3, wobei ich dort zusätzliche elektrische Probleme mit dem Kenko-Konverter nicht ausschließen kann, daher die Anregung.

Die Anregung ist gut. Ich hatte mal den "Schummel-Kenko" (S.H.Q. 1,4x DG, der sich der Kamera nicht offenbart) am 50-500er (EX DG HSM), da hat der AF nur 'rumgedruckst und nix Brauchbares mehr gemacht (EOS 5D). Mit dem ("wahrheitsliebenden") Kenko 300 1,4x DG PRO (der sagt, daß er da ist und eine Blende klaut) blieb der AF dann gleich ganz tot. Logisch.

Der AF der D200 hat IMHO wirklich ordentliches Potential - ich habe damit schon im fast völlig Stockdusteren herumfokussiert / geknipst und er hat eigentlich immer exakt getroffen! und auch auf's AF-Hilfslicht kann man sich wirklich verlassen. Verblüffend, das kannte ich bislang so nicht. Aber ich denke, wir kommen da noch dahinter ....
 
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volkerm schrieb:
Lies doch einfach noch mal die Begriffe Brennweite, Gegenstandsweite und Bildweite nach....

Warum? Das kann ich denn doch getrost den in den Foren immer zahlreicher vertetenen Datenblatt-Vorlesern, "Wikipedia"- und Marketing - Gläubigen überlassen, deren "Fachwissen" einzig und allein aus der wortwortlichen Reproduktion (unverstandener) Zusammenhänge und "Fakten" besteht ...
 
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