Riesen Enttäuschung !!! Neue Mattscheibe + Zeiss Distagon 25

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Heiko71

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Ich weis nicht, ob ich wütend, enttäuscht oder einfach nur traurig bin.
Heute habe ich meine 200D von Service abgeholt und bin sehr enttäuscht.

Aber der Reihe nach:
Ich hatte mich entschieden das Neue Zeiss Distagon 25 in Verbindung mit der Mattscheibe, für manuelle Fucussierung, von KatzEye zu kaufen.
Ich habe die Scheibe bei Phtoshoppro bestellt. Natürlcih die Version mit OptiBright.
Das Zeiss habe ich beim Nikon Service in Dreseden bestellt.
Der Service sollte auch die Scheibe einbauen.

Heute wollte ich Beides abholen, aber:

Wenn ich manuell Focussieren Möchte mit angesetztem Zeiss Distagon (=ZD), kann ich die bei weiten Objekte die Paralaxe gar nicht in Übereinstimmung bringen.
Das Objektiv ist schon an der unendlich Begrenzug angekommen, obwohl das Bild noch nicht genau scharf ist.
Ich habe es an einer Hauskante probiert die ca. 150 meter entfernt ist.
Diese Häuserkante bekomme ich auf der mattscheibe nicht übereinander gelegt.

Übrigens ich zweifle in keinster weise an der Fachkenntnis des Nikon Service in DD.
Die Mitarbeiter scheinen ein sehr fundiertes Fachwissen zu haben.
Meine 200D hat einen perfekten AF und keinerlei Problem.
Dies wurde auch nochmals überprüft.

Jetzt haben wir ein anderes Objektiv angesetzt:
Mal ein 50er AIS, mal das 17-55 2,8 etc.
Bei diesen Objektive klappt das manuelle Scharfstellen ohne Probleme.
Die Parralaxe lässt sich sogar noch etwas über die gewünschte vertikale Übereinstimmung hinaus einstellen.

Dann haben wir eine D2Xs genommen.
Das Gleiche Problem. Die D2Xs hat zwar die KatzEye Mattscheibe nicht, aber ich bekomme nicht mal ein scharfes Sucherbild hin.
Das verhindert der Anschlag bzw. die Unendlich-Einstellung am Focusring.
Ich wünschte, ich könnte noch ein bischen weiter drehen.

Bei nahen Objekten klappt das manuelle Focussieren.
Aber bei einer geschätztren entfernung von 80cm steht die Entfernungseinstellung am ZD auf ca. 1,5 Meter.
Das wäre ein fehlere von 100 prozent.

Das Objektiv habe ich erst mal im geschäft gelassen.
Der Händler wollte sich kümmen und bei Zeiss mal nachfragen.

Problem Nr. 2.

Die neue Mattscheibe sitzt nicht genau mittig im Sucherbild.
Laut Aussagen des Nikon-Service ist aber kein mechanisches Spiel vorhanden, welches die Scheibe außer Mitte postieren könnte.
Kann die falsch eingebaut sein?


Ich weis nicht weiter...
Bitte helft mir !

objektive Grüße von Heiko
 
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volkerm schrieb:
Hallo Sven,

nun wird's interessant. Darüber hatte ich mit Heiko am Telefon gesprochen als mögliche Quelle für die Schärfeabweichung, die er zwischen Sensor und Sucherbild hat. Aber ob die Distanzscheiben bei der D200 nun auch verbaut sind, das wusste ich nicht und Heiko meinte gelesen zu haben, daß es die dort nicht gibt. Wenn es sie eben doch gibt, dann würde ich vermuten, daß0 der Nikon Servicepoint beim Einbau der Scheibe mit den Distanzscheiben was falsch gemacht hat. Siehst Du das auch so?

Hallo Volker,

Deine Vermutung ist absolut korrekt - die Distanzrähmchen unter der Mattscheibe werden benötigt um bei scharfem AF Punkt auch ein scharfes Sucherbild auf der Mattscheibe zu haben.
In den meisten D200ern sind 2 unterschiedlich dicke Distanzrähmchen verbaut, ich hatte aber auch schon welche mit nur einem oder drei dieser Rähmchen, sogar eine Kamera mit 3 gleich dünnen Rähmchen hatte ich schon auf dem Tisch. Eine Kamera ohne Rähmchen ist mir bisher noch nicht unter gekommen.

Es ist also durchaus denkbar, das die Dicke der Katzeyescheiben minimal variiert oder das es Kameras gibt, deren Tolleranz hier zu gering ist ... das würde jedenfalls für die fehlenden Rähmchen sprechen bzw. sie erklären.

Wenn jedenfalls ein Distanzrähmchen beim Einbau vergessen wird - oder sogar jemand auf die Idee kommt, die Rähmchen zwischen Mattscheibe und Haltebügel zu montieren ... wird man ein scharfes Sucherbild nur bekommen wenn die Optik aus der Schärfeebene fokussiert ist (Front- oder Backfokus).
Das kannst Du bei Deiner D200 selbst ausprobieren - welche Mattscheibe Du nutzt, spielt dabei keine Rolle.

Zu Heikos Kamera - wenn er mutig ist, kann er ja mal nachsehen ob sie jetzt vielleicht wundersamer Weise doch Distanzrähmchen hat *zwinker*

Gruß Sven
 
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Sven Schneider schrieb:
In den meisten D200ern sind 2 unterschiedlich dicke Distanzrähmchen verbaut, ich hatte aber auch schon welche mit nur einem oder drei dieser Rähmchen, sogar eine Kamera mit 3 gleich dünnen Rähmchen hatte ich schon auf dem Tisch. Eine Kamera ohne Rähmchen ist mir bisher noch nicht unter gekommen.

Es ist also durchaus denkbar, das die Dicke der Katzeyescheiben minimal variiert oder das es Kameras gibt, deren Tolleranz hier zu gering ist ... das würde jedenfalls für die fehlenden Rähmchen sprechen bzw. sie erklären.

Grüß Dich Sven,

bei mir waren es ja zwei Distanzscheiben und vergessen wurden die ja hoffentlich nicht beim Einbau ;) . Ich denke aber Deine Vermutung mit der Tolleranzgrenze liegt schon ganz gut.
Aus einem Nachbarforum (nicht dem von mir geposteten) berichten allerdings User, dass Distanzscheiben bei der KatzEye beigelegt wurden. Es kann aber sein, dass es bei den KatzEye-Scheiben für die D50 war, das weiß ich nicht mehr :confused:
Na ja, wie gesagt ich lebe wieder ganz gut ohne KatzEye :)


Gruss Olaf
 
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ich danke Euch vielmals für die Antworten zum Problem "Matte Scheibe".
Da die Kamera beim Service ist, kann ich eigene Test nicht dürchführen.
Deshalb kann ich keine genaue Auskunft über enthaltene Rähmchen bzw. noch einmal Probeaufnahmen durchführen.

Da ich dem Service, den Link zu diesem Beitrag nicht vorenthalten haben, hoffe ich dass ich morgen Antwort bekomme.

Viele Grüße von Heiko
 
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Sven Schneider schrieb:
Hall Heiko,



Da ich schon viele Katzeye Scheiben eingebaut habe, kenne ich diese Probleme mittlerweile zur Genüge - auch die falsch justierten Unendlich Endanschläge bei Objektiven sind kein seltener Fehler ... bei einem neuen und teuren Zeiss Glas allerdings ein echtes Ärgernis.

LG Sven
:nixweiss:

Schon viele Scheiben eingebaut ? Suche jemanden, der mir sagt, ob der Einbau einer Katzeye Scheibe in eine D40 problemlos selbst gemacht werden kann ? Und wie geht das ? Gibt es vielleicht auch Professionelles, die das
preiswert machen ?
Danke:)
 
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Hallo,

Ich möchte Euch folgende Infos nicht vorenthalten.
Die KatzEye Scheibe ist definitiv nicht kompatibel mit meiner D200.
Das heist ich habe Sie zurückgegeben und bekomme mein Geld wieder.
Das Zeiss würde gegen ein anderes getauscht.
Leider zeigte auch dieses erhebliche Mängel.
Es hatte eine erheblichen Backfocus von ca. 5cm im Nahbereich.
Für meinen Teil bin ich absolut geheilt von "guten" Zeiss-Objektiven.
So ein Teil kommt mir nicht mehr ins Haus.
Ab jetzt nur noch Nikore !!!


Vielen Dank noch einmal für die tatkräftige Unterstützung!

mfg Heiko

P.S. Ich werde jetzt das 24 2.8 von Nikon ausprobiren
 
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Heiko71 schrieb:
Hallo,

Ich möchte Euch folgende Infos nicht vorenthalten.
Die KatzEye Scheibe ist definitiv nicht kompatibel mit meiner D200.
Das heist ich habe Sie zurückgegeben und bekomme mein Geld wieder.
Das Zeiss würde gegen ein anderes getauscht.
Leider zeigte auch dieses erhebliche Mängel.
Es hatte eine erheblichen Backfocus von ca. 5cm im Nahbereich.
Für meinen Teil bin ich absolut geheilt von "guten" Zeiss-Objektiven.
So ein Teil kommt mir nicht mehr ins Haus.
Ab jetzt nur noch Nikore !!!


Vielen Dank noch einmal für die tatkräftige Unterstützung!

mfg Heiko

P.S. Ich werde jetzt das 24 2.8 von Nikon ausprobiren

Hallo Heiko,

Wie kann ein manuelles Objektiv einen Backfokus haben?
Ist das Sucherbild unscharf wenn die Schärfeindikator-LED leuchtet?

Ich habe stark den Verdacht, dass der Spiegel oder die Mattscheibe falsch justiert sind. Dafür spricht auch, dass das ganze mit der Katzeye nicht funktioniert hat.

Grüßle Michel
 
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Also,

Ich habe mal einen Schärfetest durchgeführt.
Einmal mit meinem 17-55 da lag die Schärfe laut AF genau da wo ich Sie haben wollte.
Beim Zeiss lag Sie immer viel zu weit hinten, obwohl das Sucherbild schärf ist und auch der Focusindikator perfekt sitzt.
Mein 70-200 2,8 und das 12-24 passen auch wunderbar.
Deshalb kann ich mir eine schlechte Justage nicht vorstellen.
Dies wurde aber Durch den Service kontolliert.
Sie sagen, dass die Kamera vollkommen in Ordnung ist.

Gruß Heiko
 
Kommentar
Heiko71 schrieb:
Also,

Ich habe mal einen Schärfetest durchgeführt.
Einmal mit meinem 17-55 da lag die Schärfe laut AF genau da wo ich Sie haben wollte.
Beim Zeiss lag Sie immer viel zu weit hinten, obwohl das Sucherbild schärf ist und auch der Focusindikator perfekt sitzt.
Mein 70-200 2,8 und das 12-24 passen auch wunderbar.
Deshalb kann ich mir eine schlechte Justage nicht vorstellen.
Dies wurde aber Durch den Service kontolliert.
Sie sagen, dass die Kamera vollkommen in Ordnung ist.

Gruß Heiko

Seltsam, wenn es im Sucher scharf ist und es bei allen anderen Linsen auch passt muß es auch beim Zeiss passen. Wenn die Kamera richtig justiert ist dann ist der Abstand Mattscheibe und der Abstand Sensor gleich und es muss wenn es im Sucher scharf ist auch auf dem Sensor scharf sein.

Grüßle Michel
 
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Hallo 'Heiko71',

...leider sind die Gehäuse (Toleranzen!) der AF-Kamerabodies (außer bei den ProfiModellen) nicht mehr für austauschbare Sucherscheiben ausgelegt. Benutzt man Fremdanbieter-Mattscheiben mit Scharfstellhilfe(Schnittbild / Prismen), so muß man deshalb (leider!) mit problematischer Distanzierung und zudem mit Dezentrierung (aufgrund mangelnder Fertigungsgenauigkeit) rechnen.

Zu Deinem Beispielbild #1 (testuf8):
Es ist (mir) anhand der Bildgröße keine abschließende Bewertung der Schärfeleistung möglich, das wäre nur mit einem Bild in Originalgröße bzw.100% Crop der Fall. Mein Eindruck in diesem Zusammenhang ist, daß möglicherweise auch ein Schärfeverlust durch die komprimierung (ohne die hierzu notwendige Nachschärfung) entstanden ist. Es ist mit Blende 5,6 aufgenommen, sodaß wirklich alles ab 2 m im hyperfokalen Bereich und daher "scharf" erscheinen müßte. Das gesamte Bild erscheint aber tatsächlich nicht hinreichend "scharf" für diese Grundeinstellungen. Anzumerken ist jedoch, daß die anfokusierte Auto-Antenne (verdrillter, mit schwarzem Kunstsioff beschichteter Hartdraht) ein harter Brocken für jedes AF-Modul ist .... :)


Zu Deinem Bild #2 (test1vn6):
Hinsichtlich der Bildgröße gilt Gleiches wie zu Bild #1. Es wurde offensichtlich auf die erste Gebäudekante fokusiert, und mit Offenblende (f2,8) aufgenommen - letzteres bringt natürlich (selbst bei Zeiss!) noch kein Schärfe-Optimum. Daß das Bild generell flauer wirkt als #1 dürfte zumindest z.T. auf die verwendeten ISO 640 zurückzuführen sein.

Allgemein:
WW-Objektive sind zwar zumeist im Nahbereich brauchbar, ihre Abbllddungsleistungen sind aber in diesem Bereich (0,5-2m) nicht optimal - und bei Offenblende schon gar nicht. Hunderte von DSLR-Usern haben schon über adaptierte, "grottige" Leitz WW-Elmarite und Zeis-Contax Distagons geflucht - sie hatten damit Zeitungsseiten aus 1 - 1,5 m Distanz abgelichtet ..... :)

Objektivfehler:
wenn das erste ZF 25/2,8 bei f/5,6 ab 2m in "unendlich"-Stellung des Fokusringes nicht scharf abbildete (unabhängig vom Schärfeeindruck im Sucher) - so stimmte das Auflagemaß nicht - entweder das des Objektivs oder das der Kamera. Da die Fokusierschnecken der meisten Objektive (auch
von AF-Objektiven!) es zulassen daß sie etwas über die "unendlich" - Endstellung hinaus gedreht werden können, ist eine Kaschierung geringer Auflagemaß-Toleranzen somit möglich.
Wenn dann das zweite Objektiv (Austauschobjektiv) weiter entfernte Objekte ("unendlich" -Fokussstellung) scharf abbildete, so scheint mir der dann reklamierte "Backfokus" eindeutig auf einen Fokusierfehler hinzuweisen.

Der AF der D200 in der (MF-) Praxis:
dieser ist (zumindest bei meinem Exemplar) erfrischend flott und genau, sodaß ich mit dem ZF 35/2,0 keinerlei Probleme habe mit dem Fokusindikator scharf zu stellen - sogar bei sehr mäßigem Licht. Auch die Distanzskala stimmt dann recht genau mit der Motiventfernung überein. Das mir am häufigsten unterlaufende MF-Problem - das zu Ausschuß führt! - ist jedoch mein "herausbewegen" aus der Fokusebene (z.B. leichtes Vor-und Zurückneigen des Oberkörpers) im Nahbereich, nachdem ch scharfgestellt habe. Da entscheiden dann schon wenige cm über "scharf" und "unscharf".

ZF 35/2 #1
Small_DSC_0209.jpg

ZF 35/2 #2
Small_DSC_0212.jpg

ZF 35/2 #3
Small_DSC_0215.jpg


Es ist nicht alles schlecht, was etwas teurer ist .... :)
 
Kommentar
Hallo,
Das mit dem leichten bewegen des Oberkörpers kann ich nur bestätigen.
Macht besonders bei Makroaufnahmen viel kaputt.
Ein Stativ ist häufig sehr sinnvoll :)
Gut Licht
Friedhelm

PS
Schöne Produktaufnahmen
 
Kommentar
SCFR schrieb:
Das mit dem leichten bewegen des Oberkörpers kann ich nur bestätigen. Macht besonders bei Makroaufnahmen viel kaputt. Ein Stativ ist häufig sehr sinnvoll :)

Hallo Friedhelm,

Makro + Stativ: ja, wenn immer nur möglich. Aber auch bei der "normalen" Fotografie ist halt beim MF die Zeit zwischen "Scharfstellen" und "Auslösen" erheblich länger als beim AF - und bei weit aufgerissener (Offen-) Blende ist man schnell wieder aus dem DOF-Bereich 'raus.... :)

SCFR schrieb:
PS
Schöne Produktaufnahmen
Danke für die Blumen - bin noch am üben - habe die 200er erst seit ein paar Tagen..... :D
 
Kommentar
MichelRT schrieb:
Wie kann ein manuelles Objektiv einen Backfokus haben?
Ist das Sucherbild unscharf wenn die Schärfeindikator-LED leuchtet?

Ich habe stark den Verdacht, dass der Spiegel oder die Mattscheibe falsch justiert sind. Dafür spricht auch, dass das ganze mit der Katzeye nicht funktioniert hat.
Er wird den Fokustest ja wohl mit Offenblende gemacht haben. Der Fokusindikator (bzw. das AF-Modul) mißt bei Blende 5,6. Wenn das Objektiv im Nahbereich beim Abblenden den Fokus verschiebt kann das auch dieses Problem erklären.

Im Übrigen sehe ich einen Nutzen der Katzeye-Scheibe eigentlich nur bei Teles. Genau wie der AF der Nikons ist die Katzeye-Scheibe etwa für Blende 5,6 ausgelegt. Bei lichtstarken Objektiven hat sie also nicht die optimale Einstellgenauigkeit. Die Altmetallsammler unter uns (Volkerm?) werden sich sicher daran erinnern daß es in den guten alten Zeiten Schnittbildscheiben speziell für bestimmte Lichtstärken gab.

Grüße
Andreas
 
Kommentar
AndreasH schrieb:
Die Altmetallsammler unter uns (Volkerm?) werden sich sicher daran erinnern daß es in den guten alten Zeiten Schnittbildscheiben speziell für bestimmte Lichtstärken gab.

Bin schon da :hallo:

Mit WW oder Normalbrennweiten ist der angezeigte Versatz der Katzeye-Scheibe nicht sehr groß, das ist sicherlich ein Zugeständnis an die Funktion bei geringer Lichtstärke.

In diesem Punkt sind meine Erfahrungen anders als die von Andreas:

AndreasH schrieb:
Im Übrigen sehe ich einen Nutzen der Katzeye-Scheibe eigentlich nur bei Teles.

Ohne Mattscheibe mit Scharfstellhilfe ist es gerade bei lichtstarken WW oder Normalbrennweiten ganz schön mühsam, den Fokuspunkt zu finden. Vor allem auch mit der D200, die anstelle der Fokuswaage der D1/D2 nur den Leuchtpunkt als elektronische Fokusanzeige hat. Da empfinde ich die Katzeyescheibe schon als sehr hilfreich, gerade auch mit Objektiven wie dem 35/1.4 oder 50/1.2. Bei denen hat sich meine Ausbeute an richtig fokussierten Bildern bei offener Blende sehr deutlich verbessert mit der Katzeyescheibe. Man muß zwar genau hingucken, um wirklich den Fokupunkt zu treffen, weil der Versatz klein ist, aber trotzdem funktioniert es (für mich) viel besser als ohne Katzeye.
 
Kommentar
AndreasH schrieb:
Er wird den Fokustest ja wohl mit Offenblende gemacht haben. Der Fokusindikator (bzw. das AF-Modul) mißt bei Blende 5,6. Wenn das Objektiv im Nahbereich beim Abblenden den Fokus verschiebt kann das auch dieses Problem erklären.

Hallo Andreas,

das AF-Sensorarray mißt immer bei Offenblende, es kann die Messung auch nur so durchführen, denn das Objektiv wird während der Messung nicht abgeblendet - das Sucherbild verdunkelt sich dem entsprechend auch nicht kurzzeitig während des Meßvorganges.
Daß der AF "bei f/5,6" mißt, ist daher eine Legende. Fakt ist, daß durch die Position der AF-Sensoren im Gehäuse dort ein gewisser Lichtverlust mit entspr. Kontrastminderung auftritt - mehr nicht. Auch die Vorstellung, der AF "arbeite mit einem Teil des Strahlengangs, der f/5,6 entspricht", ist eine Mär - das widerspricht ganz einfach der Physik.

AndreasH schrieb:
im Übrigen sehe ich einen Nutzen der Katzeye-Scheibe eigentlich nur bei Teles. Genau wie der AF der Nikons ist die Katzeye-Scheibe etwa für Blende 5,6 ausgelegt. Bei lichtstarken Objektiven hat sie also nicht die optimale Einstellgenauigkeit. Die Altmetallsammler unter uns (Volkerm?) werden sich sicher daran erinnern daß es in den guten alten Zeiten Schnittbildscheiben speziell für bestimmte Lichtstärken gab.

Alle Sucherscheiben mit Schnittbildindikator / Prismen profitieren erheblich von lichtstarken Optiken - denn bei besagten f/5,6 tritt - je nach Lichtverhältnissen - i.d.R. bereits eine unangenehme Verdunkelung / Schwärzung der Einstellhilfen auf, die diese so ziemlich unbrauchbar machen kann. KEO bietet deshalb die optionale "OptiBrite" Vergütung an, die dieses Problem mildert - was wiederum nicht heißt, daß die "Standard" - Scheiben "auf f/5,6 optimiert" sind. Sie funktionieren allenfalls bis f/5,6 noch zufriedenstellend, darüber hinaus eben nicht mehr.
Es ist daher zweifelhaft, daß derartige Sucherscheiben ideal für Teleobjektive sein sollen, da diese mit zunehmender Brennweite zwangsläufig immer lichtschwächer werden. Somit sind diese Sucherscheiben eher für lichtstarke Objektive geeignet - mit Offenblende 2,8 und besser. Die meisten "längeren" Teleobjektive sind halt nicht so lichtstark....
 
Kommentar
Nik O'Louse schrieb:
das AF-Sensorarray mißt immer bei Offenblende

Vordergründig betrachtet ja. Aber ich gebe zu bedenken: AndreasH ist derjenige hier im Forum, der sich wahrscheinlich am tiefsten in die Materie eingearbeitet hat, mit Hilfe von Detailunterlagen zum Aufbau der AF Sensoren.

Nik O'Louse schrieb:
Daß der AF "bei f/5,6" mißt, ist daher eine Legende.

Es beschreibt jedenfalls phänomenologisch zutreffend, was man in der Praxis bei einigen lichtstarken Objektiven beobachtet, bei denen die AF Genauigkeit durch sphärische Aberration gestört wird.

Nik O'Louse schrieb:
i.d.R. bereits eine unangenehme Verdunkelung / Schwärzung der Einstellhilfen auf, die diese so ziemlich unbrauchbar machen kann. KEO bietet deshalb die optionale "OptiBrite" Vergütung an, die dieses Problem mildert

Das ist falsch. Optibrite hat keinerlei Auswirkung auf die Scharfstellhilfen. Das schreibt auch Katzeye ausdrücklich so. Optibrite betrifft nur und ausschließlich die Helligkeit der umgebenden Mattscheibe.
 
Kommentar
Nik O'Louse schrieb:
Daß der AF "bei f/5,6" mißt, ist daher eine Legende. Fakt ist, daß durch die Position der AF-Sensoren im Gehäuse dort ein gewisser Lichtverlust mit entspr. Kontrastminderung auftritt - mehr nicht. Auch die Vorstellung, der AF "arbeite mit einem Teil des Strahlengangs, der f/5,6 entspricht", ist eine Mär - das widerspricht ganz einfach der Physik.

Der AF arbeitet bekanntlich mittels Phasenverschiebung, daher sitzt vor den eigentlichen Sensoren ein Phasenteiler und Linsen, die das Licht dann auf die Sensoren fokussieren. Die muss man aber nun mal in einem bestimmten Winkel anordnen, und damit im Strahlengang einer bestimmten Blende. Und da nimmt man eben eine, die möglichst alle AF-Objektive bieten, auch wenn das weniger Lichtausbeute bedeutet als lichtstärkere Objektive bieten könnten.

Die Canon 1DIII hat unterschiedliche Sensoren als Marktneuheit eingeführt, die teils mt f/5.6 und teils mit f/2.8 arbeiten. Letztere können dann das hellere Licht nutzen, funktionieren aber nicht mit lichtschwächeren Objektiven. Wenn das mit dem Sachverhalt, den wir hier lapidar unter "Strahlengang" zusammenfassen eine "Mär" wäre, wieso haben die das denn dann wohl so gemacht?

Maik
 
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volkerm schrieb:
Aber ich gebe zu bedenken: AndreasH ist derjenige hier im Forum, der sich wahrscheinlich am tiefsten in die Materie eingearbeitet hat, mit Hilfe von Detailunterlagen zum Aufbau der AF Sensoren.
... ich auch ... :)

volkerm schrieb:
Es beschreibt jedenfalls phänomenologisch zutreffend, was man in der Praxis bei einigen lichtstarken Objektiven beobachtet, bei denen die AF Genauigkeit durch sphärische Aberration gestört wird.

Bei den Semipro-Bodies liegt die Problematik - bei Verwendung lichtstarker Objektive - häufig ganz einfach an "zu viel Licht". Beobachte mal, wie sehr z.B. Streulichteinfall durch das Sucherokular den AF irritiert - und Du wirst Dich wundern.

volkerm schrieb:
Das ist falsch. Optibrite hat keinerlei Auswirkung auf die Scharfstellhilfen. Das schreibt auch Katzeye ausdrücklich so. Optibrite betrifft nur und ausschließlich die Helligkeit der umgebenden Mattscheibe.

Ich hatte schon Telefonate mit Rachael Katz geführt - u.A. wg. "Optibrite" und Belichtungsmeßfehlern in diesem Zusammenhang. Quintessenz der Gespräche und der prakt. Erfahrungen: KEO "garantiert" keine Verbesserung der Einstellhilfen-Abdunklung über f/5,6 hinaus (wie sollten sie auch - die wissen ja nicht, ob ein User das im Dustern ausprobiert), aber man gewinnt etwas mehr Spielraum (ca. f/6,3).
 
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Maik Musall schrieb:
Der AF arbeitet bekanntlich mittels Phasenverschiebung, daher sitzt vor den eigentlichen Sensoren ein Phasenteiler und Linsen, die das Licht dann auf die Sensoren fokussieren.

So weit, so gut ... :)

Maik Musall schrieb:
Die muss man aber nun mal in einem bestimmten Winkel anordnen, und damit im Strahlengang einer bestimmten Blende.

Den "Strahlengang einer bestimmten Blende" bekommt man nur dann, wenn man das Objektiv auf diese "bestimmte Blende" abblendet. Genau das passiert beim Fokusieren aber nicht.

Maik Musall schrieb:
Und da nimmt man eben eine, die möglichst alle AF-Objektive bieten, auch wenn das weniger Lichtausbeute bedeutet als lichtstärkere Objektive bieten könnten.

Siehe meine vorherige Einlassung. Wenn nicht abgeblendet wird, gibt's auch keinen "abgeblendeten Strahlengang". Es bleibt bei der Helligkeit und den (Streu-) Lichtverhältnissen der Offenblende.

Maik Musall schrieb:
Die Canon 1DIII hat unterschiedliche Sensoren als Marktneuheit eingeführt, die teils mt f/5.6 und teils mit f/2.8 arbeiten. Letztere können dann das hellere Licht nutzen, funktionieren aber nicht mit lichtschwächeren Objektiven.

Das ist nicht erst seit (und nur bei) der 1D.MIII so. Auch bei den "normalen" (Prosumer) DSLR arbeitet der zentrale Kreuzsensor nur als solcher bei Offenblende f/2,8 oder besser, ansonsten wird er zum normalen H - bzw. V - Liniensensor. Und bei f/5,6 ist Schluß mit dem AF - er wird abgeschaltet, wenn das Objektiv dem Body einen schlechteren Offenblendenwert signalisiert. Bei MF-Objektiven kann man mit einem entspr. programmierten AF-Adapterchip dese Mimik "überlisten", dann geht's auch über f/5,6 hinaus.
Allerdings: die Sensorarrays der IIIer sind neu, aber auch die zentralen Kreuzsensorfelder der IIer gingen bereits bis f/8.

Maik Musall schrieb:
Wenn das mit dem Sachverhalt, den wir hier lapidar unter "Strahlengang" zusammenfassen eine "Mär" wäre, wieso haben die das denn dann wohl so gemacht?
Ganz einfach: das Sensorarray ist realiter kleiner als das im Sucher sichtbare, es müssen mit entspr. vorgesetzten Linsen pro Sensor genau die Strahlengänge erfaßt werden die dort eintreten, wo auch die Suchermarkierung den Ort des AF-Sesnors lokalisiert. Folglich mißt ein einzelner AF-Sensor nur "seinen" Ausschnitt des Bildfeldes - also nur den dortigen Lichteinfall / Kontrast, d.h. einen Bruchteil des gesamten Bildfeldes. Um dies z.B. für einen AF-Sensor zu realisieren der am Bildrand messen soll, muß er mittels (desachsierter) Vorsatzlinse in diesen Bereich "hineinschielen".

Wenn es zu Problemen mit dem AF kommt, so ist im WW-Bereich i.d.R. eine mangelnde planare Abbildung des Objektivs beteiligt - die AF-Randsensoren ermitteln dann andere Werte als die zentraler Angeordneten.
Hinzu kommt, daß bei spärisch unvollkommen korrigierten Objektiven der Fokuspunkt mit der Blende "wandern" kann. Im Klartext: der AF mißt bei Offenblende, der Fokus stimmt aber bei der "Arbeitsblende" nicht mehr, mit der das Bild aufgenommen wurde. Und noch klarer: die meisten AF-Probleme lassen heftigst darauf schließen, daß selbst teuere Objektive (optisch) häufig nicht so gut sind, wie sie eigentlich sein sollten..... :) Und genau da liegen auch alle "Strahlengang"-Probleme ....
 
Kommentar
Nik O'Louse schrieb:
Siehe meine vorherige Einlassung. Wenn nicht abgeblendet wird, gibt's auch keinen "abgeblendeten Strahlengang".

Das stimmt nur dann, wenn im optischen Weg bis zum AF-Sensor nicht auch eine blendenartige Begrenzung wäre. Was nach dem, was ich bisher an Skizzen gesehen habe (finde sie leider gerade nicht mehr) aber der Fall ist.

Auch bei den "normalen" (Prosumer) DSLR arbeitet der zentrale Kreuzsensor nur als solcher bei Offenblende f/2,8 oder besser, ansonsten wird er zum normalen H - bzw. V - Liniensensor.

Also, meine D70 fokussiert auch mit f/5.6 Objektiven mit dem mittleren Sensor auf ausschließlich vertikale wie auch ausschließlich horizontale Strukturen, während die äußeren Sensoren jeweils nur auf die eine oder andere reagieren, genauso wie bei f/2.8 Objektiven.

Und bei f/5,6 ist Schluß mit dem AF - er wird abgeschaltet, wenn das Objektiv dem Body einen schlechteren Offenblendenwert signalisiert.

Auch nicht richtig. Canon macht das, aber Nikon nicht. Mein Sigma 50-500/4-6.3 fokussiert auch bei Offenblende f/6.3 mit allen Nikon DSLRs. Nur in der Canon-Variante meldet das Objektiv einen Offenblendenwert von f/5.6, um das zu umgehen.

Wenn man das aber mit f/8 Offenblende probiert, aber die Kamera nichts von f/8 weiß (z.B. mit einer Konverterkombi, die nicht die Blendenwerte umrechnet), dann versucht der AF es immer noch, tut sich aber sehr schwer und meistens funktioniert das nicht mehr. Obwohl bloß eine Blende Licht fehlt. Wenn ich hingegen auf das normale Objektiv einen Graufilter drauf setze, der 8,5 Blenden Licht schluckt (ND400), hat der AF keine Probleme. Am Lichtmangel liegt es also nicht, woran denn dann?

Maik
 
Kommentar
Maik Musall schrieb:
Das stimmt nur dann, wenn im optischen Weg bis zum AF-Sensor nicht auch eine blendenartige Begrenzung wäre. Was nach dem, was ich bisher an Skizzen gesehen habe (finde sie leider gerade nicht mehr) aber der Fall ist.

Halo Maik,

...ja, eine "blendenartige Begrenzung" des Lichtpfades (und allerlei Begrenzungen mehr) gibt es tatsächlich (und zwangsläufig) im opt. Weg zwischen dem Objektiv und den AF-Sensoren, denn:

- die Sensoren müssen außerhalb des Strahlenganges angeordnet sein, also nicht zwischen Objektiv und Bildsensor;
- hierzu wird das Licht, das durch den teildurchlässigen Hauptspiegel (Lichtverlust!) kommt, durch einen zweiten Spiegel auf das AF-Sensorarray gelenkt - sofern sich dieses am Kameraboden befindet;
- befindet es sich nicht dort, sondern in Höhe der Sucherscheibe, so geht der Lichtweg über 2 Spiegelumlenkungen: 1. Hauptspiegel, 2. Ablenkspiegel zum Sensorarray;
- alle diese Anordnungen bewirken (SLR-Bauart prinzipbedingt) einen gewissen Lichtverlust, können jedoch bei Offenblende keineswegs eine Kontraststeigerung emulieren, wie dies das tatsächliche Abblenden des Objektivs auf f/5,6 bewirkt.

Hierzu ein Link mit Skizzen:
http://digitalkamera.image-engineering.de/downloads/Color_Foto_09_2004_Autofokus Wissen.pdf

Maik Musall schrieb:
Also, meine D70 fokussiert auch mit f/5.6 Objektiven mit dem mittleren Sensor auf ausschließlich vertikale wie auch ausschließlich horizontale Strukturen, während die äußeren Sensoren jeweils nur auf die eine oder andere reagieren, genauso wie bei f/2.8 Objektiven.

Es wurde von mir im vorigen Beitrag Bezug auf den Canon-AF genommen, den Du selbst angeführt hast (1D.MIII) - bei Canon scheint der AF dann limitierter zu sein als bei div. Nikon-Bodies.

Maik Musall schrieb:
Auch nicht richtig. Canon macht das, aber Nikon nicht. Mein Sigma 50-500/4-6.3 fokussiert auch bei Offenblende f/6.3 mit allen Nikon DSLRs. Nur in der Canon-Variante meldet das Objektiv einen Offenblendenwert von f/5.6, um das zu umgehen.

Siehe meine vorige Einlassung - ich habe durchgängig Bezug auf den Canon-AF genommen - und somit stimmen meine Angaben.

Maik Musall schrieb:
Wenn man das aber mit f/8 Offenblende probiert, aber die Kamera nichts von f/8 weiß (z.B. mit einer Konverterkombi, die nicht die Blendenwerte umrechnet), dann versucht der AF es immer noch, tut sich aber sehr schwer und meistens funktioniert das nicht mehr. Obwohl bloß eine Blende Licht fehlt. Wenn ich hingegen auf das normale Objektiv einen Graufilter drauf setze, der 8,5 Blenden Licht schluckt (ND400), hat der AF keine Probleme. Am Lichtmangel liegt es also nicht, woran denn dann?

Durch das Einfügen eines Konverters in den Lichtweg verdoppelt sich nicht nur der Blendenwert (bei 2x-TK also f/8 statt f/4), sondern auch der Transmissionsgrad wird durch die zusätzlichen opt. Elemente verringert.
Ein ND-Filter hingegen verringert nur den Transmissionsgrad.
Das kann in grenzwertigen Bereichen schon zwischen "AF / kein AF" entscheiden.
 
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