Produktfotografie: Tipps und Tricks! Wie macht ihr es?

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Swisshead

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Beziehe mich mal als Beispiel auf diesen Thread:


Hier sticht vor allem @svantevit und @Christian B. und auch andere mit hervorragenden Fotos hervor. Mein Gebiet war es bisher nicht, möchte mich hier aber verbessern. Mein Ziel wäre es, auch mal Modelleisenbahn-Modelle Spur 1 in Szene zu setzen oder eben auch Kamera-Schätzchen.

Daher, wie macht ihr das? Erzählt mal..

- Welche Hilfsmittel wie Beleuchtung und anderes nutzt ihr? Denke vor allem Beleuchtung ist wichtig. Ebenso gibt es ja auch im Handel so spezielle Gestelle mit Kunststoffplatten, damit man fliessenden Hintergrund erhält. Aber wie macht ihr das, dass es schwarz wird?
- Welche Objektive, wie fotografiert? Fokus-Stacking?
- Anderes, was man speziell beachten muss?

Für Tipps bin ich sehr dankbar, wirklich ein Thema, das mich interessiert. Vorab schon mal vielen Dank.
 
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Wenn es aber - wie sehr viele es bei den Produktfotos benötigen - es auch die Anforderungen von z.B. Amazon erfüllen muss, dann wird es teils echt spannend bis herausfordernd. Rein weißer HG bei den Bildern geht dann oft nur mit Freistellen und Retuschen/Optimierungen.

Dann noch zum Thema Schärfentiefe: Mit 50mm Makro und f/20 reicht es oft (für) hinten und vorne nicht
und die weißen Borsten auf weißem Grund sind subotimal....

810_2627_productphoto.jpg
 
Kommentar
...daher also das 85mm Tilt nehmen und das Objekt nicht ganz so schräg stellen und dennoch bei f/21 bleiben.
Das objekt muss vom Tisch weg - da hilft auch das Lichtzelt nicht mehr so recht - es schwebt also im freien Raum und der ist dank weißer Decke und Wände ein sehr großes Lichtzelt.
Sieht dann so aus - noch nicht retuschiert, wie an der oberen nicht rein-weißen Kante zu sehen:
810_3009_productphoto.jpg
 
soulbrother
soulbrother kommentierte
Es ist alles scharf (mit dem Tilt) und ich kann entsprechend viele Fotos pro Tag schaffen - was mit Stacking zeitlich unmöglich wäre - in der Qualität.

Hier mal 1zu1 Ausschnitte vorne und hinten:
Klar wäre es mit f/8 noch nen Tick schärfer, aber der Hauptzweck sind Bilder bis max. A4 Größe - da braucht es keinen Mehr-Aufwand zwecks Stacking, das bezahlt auch keiner der "typischen" Kunden, die mit 30 bis 100 Produkten kommen und hoffen es ist nach 2-3 Tagen alles fertig...

810_3010_a.jpg
 

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achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
"Es ist alles scharf (mit dem Tilt) und ich kann entsprechend viele Fotos pro Tag schaffen - was mit Stacking zeitlich unmöglich wäre - in der Qualität."
Das wäre was für meine Lokfotos, habe aber keinen Tiltadapter Nikon F mit Mamiya 645 Objektiv 55 oder 80mm, oder Fuji X mit Nikon F...
Mal gucken was die für Fuji kosten.
 
N
Nicname kommentierte
Ja, der liebe Herr Scheimpflug hat immer noch seine Berechtigung. Da muss ich doch mal wieder mein Nikon-F Bajonettrückteil für die 4x5" Cambo SC aktivieren. Mit dem 150mm Sironar sollte da Einiges gehen. Obwohl, ein 45mm oder 85mm T/S Nikkor haben auch ihre Reize ...
 
B
Brunke kommentierte
Das Balgengerät Nikon PB4 kann auch schleimen hat Tilt. Wäre vielleicht eine günstigere Alternative, wenn man sowieso vom Stativ fotografiert. Wer sowieso eine F-Kamera und ein passendes Objektiv mit manueller Blende hat…
 
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Eins hab ich noch: weisses Produkt vor weissem Grund, das war auch spannend für mich damals:

D83_7443-retusch_productphoto.jpg

Genug für heute, danke für Eure Geduld ;-)
 
1 Kommentar
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Wg. "Geduld": Da Deine Praxisbeiträge immer sehr spannend sind, ist das wohl weniger ein "Endlich ist er fertig!", sondern klar ein "Schade, schon vorbei...".
 
Was Produktfotos betrifft, bin ich eigentlich ‘ne faule Socke.

Die zu fotografierenden Objekte, in meinem Fall ältere Nikon Digitalkameras, auf dem Esstisch
einigermaßen gut positioniert. Als Beleuchtung ein Mix aus der Hängelampe über dem Tisch
und Tageslicht plus einer kleinen Akku-LED Schreibtischlampe.
Aufgenommen habe ich die Fotos mit meiner D5300 mit AF-P DX NIKKOR 10-20mm f/4.5-5.6G VR.
Danach per PSCC den Hintergrund schwarz gemacht, mit dem Weissabgleich gespielt und die
Bilder beschnitten. Das wars.
Mein größter Feind war der Staub. Kaum hat man das Objekt gründlich entstaubt,
hat sich schon irgendwo das nächste Staubkorn niedergelassen.

Hier zwei Beispiele:

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full



Grüße aus HB
Heiner
 
Kommentar
So, meine Ausrüstung ist angekommen. Lampen sensationell, da kann man nicht meckern. Das Gestell, naja, hatte ich früher was besseres. Ebenso muss man ein Papier drüber spannen. Normales Papier. Denke 5x brauchen und es ist durch oder verdreckt. Da muss ich mal noch nach einer besseren Lösung Ausschau halten. Aber sonst gehts gut.

So sieht das ganze aus:

IMG_0207.jpeg

Hier die Ergebnisse. Hoffe ihr könnt sie sehen. Habe sie bei Flickr auf Privat gestellt. Muss ja nicht jeder sehen. Daher, wenn ihr drauf klickt, seht ihr vermutlich nichts.. mal sehen, obs klappt. Aber Bildqualität ist einfach besser wie via Galerie hier.

Hag HO SBB Ae 6/6 TEE by Chris - Swisshead -, auf Flickr

Hag HO SBB Ae 6/6 by Chris - Swisshead -, auf Flickr

Nikon F2 by Chris - Swisshead -, auf Flickr
 
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C
Christian B. kommentierte
… hmm, das Licht ist weicher, aber findest Du das Bild gelungen? Meine unmassgebliche Meinung: Due Schärfe sitzt nicht, links säuft der Kameragriff ab, der Ausschnitt / Stellung der Kamera finde ich nicht harmonisch und die Idee bei der Hintergrundgestaltung verstehe ich nicht. Das Objektivauge wirkt tot.
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Danke für deine Anmerkungen, die sicher alle völlig korrekt sind. Ich möchte aber nochmals betonen, um was es bei mir ging:

1. Bisher habe ich ja solche Fotos in 2 Minuten wirklich auf tiefstem Niveau mit dem iPhone gemacht. Dann gab es klagen im Forum, dass man etwas bessere Fotos für Fotoprodukte erwartet und ja, das wollte ich eigentlich auch, daher bin ich dem mal nachgekommen.

2. Produktfotos sind jetzt nicht an 1. Stelle meiner fotografischen Hobby-Tätigkeit. Heisst mein Ziel ist es nicht, hier jetzt aufs allerhöchste Niveau zu kommen und z.B. mit @svantevit zu konkurrieren oder ihn sogar noch zu übertreffen. Dafür wäre einfach der Aufwand, auch finanziell viel zu hoch für mich. Mein Ziel ist es auch nicht, dass ich Fotos professionell erstelle und dann verkaufe. Bei mir ist Fotografieren ein Hobby, das mir Spass machen soll. Geld muss ich damit zum Glück nicht verdienen. Ist ja nur für mich.

3. Natürlich gibt es da viel bessere Angebote am Markt in Sachen Beleuchtung. Habe mir das angesehen. Für eine Profi-Ausrüstung für perfektes Licht ist man im 4-stelligen Bereich. Das ist es mir nicht wert. Sollte eben günstig sein. Denke auch, für den Preis von 170 für die ganze Ausrüstung hier kann ich leben und erfüllt mehr oder weniger den Zweck für mich.

4. Mir fehlt auch der Platz in der Wohnung für die Einrichtung eines prof. Studio. Heisst es muss relativ schnell aufstell- und abbaubar sein. Der einzige Platz für das ist mein Büro, welches ich sonst zu 100% beruflich nutze. Kann es daher mal übers Wochenende aufstellen und dann muss es wieder weg.

5. Dies war mein erster Versuch und hatte gestern Abend nicht so viel Zeit, daher auch relativ schnell gemacht. Da gibt es sicher noch Luft nach oben, auch in der Nachbearbeitung. Hier habe ich pro Bild vielleicht knapp 2 Min. für die Bearbeitung aufgewendet. Da lasst klar noch Raum für Verbesserungen. Daher sehr dankbar, wenn ihr Tipps für die Bearbeitung habt, um eben noch zu verbessern. Muss auch noch mehr mit Blende, Belichtungszeit usw. pröbeln, auch im Aufstellen der Lampen. Etwas wird man noch rausholen können, auch wenn man damit nicht auf ein absolutes Profiniveau kommt. Ja ich weiss, in diesem Forum hat es Fotografen, die wirklich absolute Perfektionisten sind, wo nur höchste Präzision in Frage kommt und auch entsprechend Aufwand betreiben und auch absolut sensationelle Ergebnisse abliefern. Aber bei mir ist die Zeit relativ beschränkt und wie gesagt, ist ein Hobby, das noch Spass machen soll. Da möchte ich mich jetzt nicht so unter Druck setzen lassen aufs Höchste Niveau zu kommen. Wie gesagt, muss die Bilder nicht verkaufen und Gott sei Dank nicht von Fotografie leben. Ziel war es wirklich nur, ein Produktfoto zu machen, welches ansehnlich ist und das Produkt etwas schöner präsentiert. Denke das ist schon mal erreicht und eine sehr grosse Steigerung zu meinen bisherigen Produktfotos hier. Durfte hier Dank euch schon sehr viel lernen in sehr kurzer Zeit und nehme diesbezüglich sehr gerne weitere Anregungen entgegen und bin euch sehr dankbar dafür. Aber eben, möchte da jetzt nicht noch 4-stellig investieren, sondern mit dem günstigen Equipment auskommen und das beste daraus herausholen.
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Ja eben, das Papier hier ist nicht optimal. Hab mir letzte Nacht überlegt, Stoffe zu besorgen in verschiedenen Farben. Oder eben Plexiglasplatten, ganz dünne, welche biegbar sind. Aber vom Papier muss ich weg.

Danke auch allen für den Tipp mit dem Weissabgleich. Werde mal versuchen den noch zu optimieren. Habe mit der Automatik der Kamera gearbeitet und in LcR keine Anpassung vorgenommen. Bei der Lok scheint das Problem zu sein, weil ich in LrC das Objektiv maskiert habe, dann umgekehrt und den Hintergrund aufgehellt habe. Aber LrC ist nicht perfekt für Objektmasken. Daher hat es den Zwischenraum bei den Stromabnehmern nicht als Hintergrund, sondern als Objekt markiert und dort das weiss nicht angepasst. Bei der Aufnahme hatte ich auch mit positiver Belichtungskorrekt gearbeitet und so aufgehellt, um nachher genug Luft in den Schatten zu haben. War aber gerade bei der Lok zu viel. Eben mit Belichtung muss ich noch pröbeln und eben statt Papier was besseres haben als Hintergrund. Ja, die Lampen sind teilweise fast zu hell und lassen sich nicht dimmen, ebenso wenig die Farbstufe einstellen. Werde mal versuche mit einem sehr dünnen weissen Tuch das ganze angenehmer zu machen.
 
volkerm
volkerm kommentierte
Am konkreten Beispiel zu lernen, was noch besser geht, finde ich super. Auch wenn du nicht alles umsetzen möchtest - vielleicht möchten andere die Extrameile gehen für noch bessere Bilder. Oder es jedenfalls theoretisch nachvollziehen.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Lass mich raten: Du hast bei Frank Castillo nicht reingeguckt bevor
Du den Jammerbeitrag über vierstellige Investition verfasst hast, ja?

Sonst hättest Du jetzt vielleicht drei Keilrahmen mit einem neutralweissen
Duschvorhang von Ikea bespannt rumstehen, dazu drei Klemmlampen,
ebenfalls von Ikea und wärst statt mit 170 Euro mit gut der Hälfte ausgekommen.

Angesichts der Preise bei euch in der Schweiz hättest Du noch Geld
für zwei Tassen Kaffee übrig gehabt.

Und statt langer Nachbearbeitung kämst Du dem Ziel beim Auslösen
bereits sehr nahe. Fix it in pre.

Also gib Dir einen Ruck, guck bei Frank in den Instagram-Account rein und
schau Dir an, wie er seine Streufolien einsetzt, wie Position und Abstand
der Lampen dazu die Reflexe im Material beeinflusst.
 
Leute ! Was ist mit "Zeichnung", was ist mit "Oberflächenstruktur".
Da finde ich @Swisshead 's Versuche noch deutlich am besten. Das Zauberwort heißt "Ausleuchtung".
Bei Produktfotografie geht es doch um Plastzität, um Form- und Materialdarstellung. Nicht ?

full


Nikon D700 | AF-Nikkor 105mm/2.8D bei Blende 22 | 5 Godox Funkblitze mit Einstelllichtern und Lichtformern​
 
Zuletzt bearbeitet:
Parallaxe
Parallaxe kommentierte

Ja, bis vor kurzem hatte ich alle Bilder extern verlinkt. Da mir aber nun zum dritten mal der Bildhoster hops gegangen ist, bin ich reumütig zur Forumsgalerie zurückgekehrt.
 
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Topp ausgeleuchtet, besser gehts nicht,denke ich :cool:
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Doch, siehe @VisualPursuit unter #27.6
Für den Auslöser unten links hätte man etwas weiße Pappe als Reflektor gebraucht.

.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Rasierspiegel oder Lightstream-Reflektoren gehen auch.
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Oder auch eine Kartonage von Schoko-Küssen – gibt's silbern und goldig … :cool:

.
 
Zuletzt bearbeitet:
… hmm, das Licht ist weicher, aber findest Du das Bild gelungen?
Nein, das war ein schnelles Beispiel für weiches Licht. Soll nicht in Konkurrenz zu deinen Aufnahmen gesehenen werden. Ich wurde, nach dem ich die Aufnahe hier unten gezeigt hatte, damals gefragt wie ich 's ausgeleuchtet habe. Es geht ja ums making of, und dich hab nur diese eine Aufnahme mit Softbox und Kamera auf der Platte.

ml1200-jpg.852368

Eine Softbox und Aufhellreflektor. Der Hintergrund wurde dann in PS noch etwas nachgedunkelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
OK, verstanden. Als „Konkurrenz“ zu meinen Bildern sehe ich hier nix, schon gar nicht bei diesem Thema, wo ich selbst nich ein sehr unsicherer Anfänger bin, der auf Tips und Augenöffner für suboptimale Details dankbar ist.
 
C
Christian B. kommentierte
Sehr gelungenes Foto!
 
Bevor man sich an Produktfotografie heranwagt, muss erst mal der Monitor zumindest einigermaßen kalibriert sein (und der Browser).
Die Nachbearbeitung und vor allem die Staubentfernung sind unerlässlich, sonst wird das nix.
Bei Staubkörnern und Fusseln im Bild krieg ich Schnappatmung.
 
Kommentar
4 Kommentare
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Du bist versehentlich auf den Kontrastregler gefallen?
 
dhm
dhm kommentierte
Es muss ja nur Swisshead gefallen - gel?
Soll sicher nicht verkauft werden oder mit abgeklebten Brustnippel auf amerikanischen Plattformen veröffentlicht werden.

Wenn es um "Poduktfotografie" geht ist der Verwendungszweck ausschlaggebend. Da sind ganz klare Anforderungen, wenn man z.B. für einen Shop Bilder erstellt oder eben nur für sich aus Freude am tun.
 
Stefan_N
Stefan_N kommentierte
der Weissabgleich passt! :ROFLMAO:
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Ist Nikon Profil Binär.. manchmal finde ich das noch ganz witzig.
 
4 Kommentare
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Reichlich Siff an der Augenmuschel......

Abmontieren, mildes Spülmittel, anschliessend mit Druckluft trockenblasen statt weiteren Abrieb drauf zu verteilen.

Aber.... Daily Alarm? Das Ding ist ein Wecker?
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Danke dir für den Tipp.. ja muss ich mal machen. Mit einem Lappen kriegt man das einfach nicht weg.. aber ja, Spülmittel gute Idee. (y) Und ja das Rückteil werde ich nie verstehen.. aber war dabei, gekauft hätte ich es nie. Anleitung auch sehr lausig dazu. Aber man muss es ja nicht nutzen.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
"Daily Alarm" ist eine Erinnerungsfunktion, die kombiniert werden kann mit "Belichte zur Weckerzeit das Tagesdatum in die nächste gemachte Aufnahme". "Film Alarm" lässt das Ding piepen, wenn eine bestimmte voreingestellte Bildzahl erreicht ist, z.B. als Warnung vor Spulenende bei Bild 30 oder so. Einfach mal die MF-23-Anleitung lesen, "da werden Sie geholfen".
 
B
Brunke kommentierte
Die kleinen Flusen kann man auch mit Knetgummi entfernen. Es gibt auch spezielle Produkte. Die Uhrmacher verwenden Rodico oder dessen Plagiate. Ist ganz nützlich, wenn man nicht mit Wasser hantieren will oder kann. Auf glasklaren Flächen kann man das evtl sehen.
 

Lass mich raten: Du hast bei Frank Castillo nicht reingeguckt bevor
Du den Jammerbeitrag über vierstellige Investition verfasst hast, ja?

Sonst hättest Du jetzt vielleicht drei Keilrahmen mit einem neutralweissen
Duschvorhang von Ikea bespannt rumstehen, dazu drei Klemmlampen,
ebenfalls von Ikea und wärst statt mit 170 Euro mit gut der Hälfte ausgekommen.

Angesichts der Preise bei euch in der Schweiz hättest Du noch Geld
für zwei Tassen Kaffee übrig gehabt.

Und statt langer Nachbearbeitung kämst Du dem Ziel beim Auslösen
bereits sehr nahe. Fix it in pre.

Also gib Dir einen Ruck, guck bei Frank in den Instagram-Account rein und
schau Dir an, wie er seine Streufolien einsetzt, wie Position und Abstand
der Lampen dazu die Reflexe im Material beeinflusst.
Ich hab mir das mal bei Frank Castillos Reels angesehen. Tolle Aufnahmen. Wenn ich mir so seine Lichtsettings ansehe, wird eine Investition in Licht für Produktfotografie doch etwas mehr sein als ein paar Keilrahmen, Duschvorhänge und Klemmlampen. Es wäre aber bestimmt ein Anfang um zu Expeimentieren.
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Ja Hut ab, das ist absolute Profi-Produktfotografie mit entsprechenden Ergebnissen.. Nur, da ist definitiv nix mit 150 Euro Ausrüstung. Mit den Lampen alleine sind wir da 5-stellig, vermutlich sogar sehr weit. Dann hat er natürlich ganzes Studio zur Verfügung mit viel Platz, wo man alles in Ruhe aufstellen kann und so jederzeit nutzen kann. Das ist einfach ganz anderes Level, wie wir das können. Aber was man mitnehmen kann, sind die Folien, um das Licht zu dämmen und man keine LED Reflexionen in den Produkten hat. Das werde ich mir noch besorgen, das ist clever. Oder eben mit kleinem Strahler gezielt noch für einen bewussten Schatten oder ähnliches zu Sorgen. Ebenso arbeitet er mit Photoshop und ändert dann den Hintergrund. Finde ich auch clever. Aber eben bedingt viel Platz, damit man dort eine weisse Wand montieren kann. Das wäre so bei mir zuhause schlicht nicht machbar. Fehlt der Platz. Ebenso würde ich für 20 Produktfotos im Jahr jetzt eben nicht massiv 5-stellig in Lampen investieren. Aber hat auch gute kleine Ideen, die man mitnehmen und nutzen kann.
 
B
Brunke kommentierte
soulbrother
soulbrother kommentierte
@Brunke Ja , hab ich auch. Man muss aber dazusagen: Die nützen nur als Reflektor, nicht zum Weichmachen beim hindurch Leuchten.
Und bei etwas gröberen Umgang nerven diese Platten und die Brösel sehr bald, da nicht so resistent...
Da gibt es deutlich langlebigere Möglichkeiten...
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Trenn Dich mal von den genauen Geräten, die Du da siehst.
- Die kleine runde Plexiplatte die er links vorstellt und durchleuchtet:
Schneide von einem 5-Liter Putzmittelcontainer Deckel und Boden ab,
schneide den passenden Kurventeil raus - kostet nichts.
- Die Flag Frames:
Keilrahmen aus dem Künstlerbedarf plus Ikea Duschvorhang,
15 Euro/Stück. Keilrahmen weil die vergleichsweise stabil sind
und leicht aufgestellt werden können. Wenn Du fertig bist flach
nebeneinander gestapelt hinter einen Schrank stellen.
- Die Lampen:
Statt einer 300W LED für knapp 1000 Lewonzen nimmst Du eine
Klemmlampe für 10 Euro und belichtest dann eben ein paar
Sekunden pro Schuss.
Bei Dir geht es ja nur um ein Einzelbild, Du musst keine Kollektion
durch schiessen. Das einzige worauf Du achten musst ist
durchgehend die gleiche Farbe im Licht zu haben.
Also alles Halogen-Stiftsockellampen oder 60W Glühbirnen, das
liefert bei manuellem neutralabgleich perfekten CRI bei kleinstem Preis.
- Platzbedarf:
Hast Du einen Esstisch an dem 4 Leute sitzen können?
Steht der so, daß Du an mindestens drei Seiten drum herum
gehen kannst? Dann hast Du genug Platz.

Was Frank vormacht, kannst Du auf deinem Esstisch auch.
Du musst es nur wollen.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Forex, Depafit, Kapa - alles aus dem Künstlerbedarf.
Auch zum Abschatten in Mattschwarz erhältlich.

Professionell (leider teuer) Lightstream/CLRS und Co. - die haben
ein definiertes Streuverhalten. Davon habe ich ziemlich viel
in allen Größen von 7x10cm bis 1x1m.
 
[B]VisualPursuit[/B] hat ja schon gute Tipps gegeben, wie man sein Fotostudio für die Produktfotografie günstig einrichten kann.
Dazu von mir ein paar Vorschläge, welche Hilfsmittel man verwenden kann. Die meisten davon in dieser bzw. vergleichbarer/ähnlicher Art verwende ich selbst. Du müsstest dann gegebenenfalls nach Alternativen in Bezug auf Preis, Größe, Form, Farbe, Leistung usw. suchen.

Raumausstattung:
Fotohintergrund

Tischgestell:
Vierkantrohr Silber eloxiert 20 mm x 20 mm x 2000 mm
XD-Rohrverbinder 90° mit Abgang Schwarz für Ø 20 mm
Verschlussstopfen für Vierkantrohre mit Lamellen Ø 20mm

Auflageplatten:
Acryl Platte Eben 3 mm Glatt diverse Farben 250 mm x 500 mm
Acrylplatte Fotografie schwarz und Weiß

Beleuchtung:
Klemmleuchte für GU10
Osram LED-Leuchtmittel GU10 2,6 W Neutralweiß 230 lm
Bastelkarton Schwarz (Zuschneiden auf 25 x 10 cm, einrollen, mit Gummiband fixieren und als "Spotvorsatz" auf die Klemmleuchten aufstecken)

Wenn Du kräftig in Beleuchtung investieren willst, kannst Du Dir z. B. auch eine Kaltlichtquelle zulegen. Ich verwende die Schott KL1600 mit 2-armigem Schwanenhalslichtleiter.

Das Beispielfoto wurde im dunklen Raum aufgenommen. Verwendet habe ich die o. a. Hilfsmittel (z. B. 3 Klemmleuchten, schwarzer Foto Molton).

Beispielfoto.jpg
 
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