Produktfotografie: Tipps und Tricks! Wie macht ihr es?

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Swisshead

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Hier sticht vor allem @svantevit und @Christian B. und auch andere mit hervorragenden Fotos hervor. Mein Gebiet war es bisher nicht, möchte mich hier aber verbessern. Mein Ziel wäre es, auch mal Modelleisenbahn-Modelle Spur 1 in Szene zu setzen oder eben auch Kamera-Schätzchen.

Daher, wie macht ihr das? Erzählt mal..

- Welche Hilfsmittel wie Beleuchtung und anderes nutzt ihr? Denke vor allem Beleuchtung ist wichtig. Ebenso gibt es ja auch im Handel so spezielle Gestelle mit Kunststoffplatten, damit man fliessenden Hintergrund erhält. Aber wie macht ihr das, dass es schwarz wird?
- Welche Objektive, wie fotografiert? Fokus-Stacking?
- Anderes, was man speziell beachten muss?

Für Tipps bin ich sehr dankbar, wirklich ein Thema, das mich interessiert. Vorab schon mal vielen Dank.
 
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Neben @svantevit (der sich nicht gern in die Karten schauten lässt :) ) ist hier @VisualPursuit auf diesem Gebiet sehr bewandert. Ich bin noch Anfänger in diesem Gebiet und habe u.a. ihm viele gute Tips zu verdanken, die seinerzeit zu den gezeigten , noch nicht perfekten Bildern geführt haben. Im Moment ist der Raum für mein Tabletop-„Homestudio“ leider umständehalber als Rumpelkammer zweckentfremdet. Ich würde aber auch gern mehr dazu lernen.
 
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volkerm
volkerm kommentierte
Ein paar Sätze zum Setup wären trotzdem fein, welcher Untergrund/Hintergrund usw. (y)
 
C
Christian B. kommentierte
Lieber Volker, wenn Du mich meinst: Ich habe seinerzeit als Untergrund eine schwarze Plexiglasscheibe und als Hintergrund ein schwarzes Seidentuch verwendet. Und dann mit einem Hauptlicht mit Softbox und mehreren ein oder zwei kleineren Blitzen für die Kontur (Trennung schwarzer Body vom schwarzen Hintergrund) bzw. für die Aufhellung der Schatten (dies durch eine weiße Plexiglasscheibe) belichtet. Ich muss aber selbst noch viel lernen. Ich würde zum Beispiel gern wissen, wie man interessante Verläufe im Licht hinbekommt. Da gibt es ein großartiges Beispiel von @svantevit.
 
volkerm
volkerm kommentierte
Danke, Christian, du warst gemeint. Dein Ergebnis mit der Spiegelung hat mir gut gefallen, darum die Frage.
 
Daher, wie macht ihr das? Erzählt mal..
Ich finde das Thema sehr spannend und bin ebenfalls interessiert.
Selber habe ich mal ein Kaiser Lichtzelt gekauft, da ist dann eine Grau/Schwarze "Matte" dabei die man wie eine Hohlkehle formen kann.

Damit gelingen neutral belichtete Fotos ganz gut.
Aber natürlich keine schönen Stilleben.

Wenn man schöne Stilleben machen will wäre zuerst mal eine höhenverstellbare tiefe Arbeitsplatte mit vielen Befestigungspunkten (für Licht, Hintergründe, Reflektoren etc) wertvoll. Bzw. ein flexibles und doch stabiles Befestigungssystem.
In meinem Fall müsste es dann auch noch faltbar sein, so dass ich es wegräumen kann.

Dazu dann noch ein Stativ für die Kamera.
Licht oder Blitz ist dann noch die Frage.
Eigentlich kann man ja beliebig lange belichten, in so fern wäre Dauerlicht eine Option.
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Auf dem Esstisch mit Fensterlicht kann man auch mal machen…

1739277022527.jpeg


… aber dann sehen ja alle Bilder gleich aus.
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Ja denke da auch an LED Dauer-Beleuchtung. Blitz passt mir jeweils vom Licht her nicht so sehr. Mit Dauerlicht auch einfacher zu belichten. Muss mich wohl auch mal in Fokus-Stacking einarbeiten, noch nie genutzt. LED Lichter hab ich bisher nur 2 ganz kleine, aber die reichen einfach nicht für eine anständige Beleuchtung.

Wegen Zelt, möchte auch was, das abräumbar ist, da kein freies Zimmer, um ein Studio einzurichten, würde sich auch nicht lohnen. Hatte früher auch mal so ein Gestell mit weisser Matte für ebay Produktfotos.. aber war mühsam, um das Ding immer aufzubauen und abzubauen. Irgendwann hats wohl meine Frau mal entsorgt.. jedenfalls nicht mehr zu finden..
 
MOS2000
MOS2000 kommentierte
... Irgendwann hats wohl meine Frau mal entsorgt.. jedenfalls nicht mehr zu finden.. ...
Na zum Glück nicht andersrum :)

Ich mache auch relativ viel Tabletop, vor allem um das Thema Vinyl/HiFi herum - Platz ist (für mich) das A und O - bei Uhren/Schmuck muss für Verkauf das gesamte Motiv scharf sein (Bilder mit Bokeh sind trotzdem auch schön.) - also Stacking - die einfachste Art das zu erreichen ist mit einer Kamera mit Stacked-Sensor - die allerdings alle eher zur aktuellen Generation gehören, und daher das Budget schnell ausreizen.

Als Hintergünde eignen sich viele Dinge, und ich beleuchte mit den seltsamsten Funzeln und Reflektoren - folge da gar keiner Regel außer der mir privat und zeitgeistig gefallenden. Dauerlicht finde ich seit es LED Leuchten in vernünftig gibt eigentlich optimal - früher, bei Halogen-Leuchten, ist man schon mal fast geschmolzen.

Aber keine der wie auch immer erreichbaren Arten macht Spaß, wenn man keinen Platz hat - der Hintergrund wird umso diffuser und austauschbarer je weiter man sich von ihm wegbewegen kann - was natürlich bedeutet, dass man ziemlich viel Fläche haben muss, bei der möglichst nichts stört, wobei man stehen kann und kleine Dinge auf einer angenehmen Höhe hat - oder eben über einen ext. Monitor direkt "draufschauen" kann.

Das Thema wird jedenfalls recht "technisch" - da bei gestackten Aufnahmen möglichst nichts verwackeln darf, die Lichtsituation konstant bleiben sollte (das kann bei AL auf dem Esstisch schon ein Problem werden wenn draußen die Wolken nur halbwegs schnell ziehen) und man mit verschiedensten Größen bei den Objekten zu tun hat - kommt man bei kleinen Dingen in den 1:1 oder größer Bereich, dann sieht man sofort jedes Staubkorn, jeden Mikrokratzer oder jede noch so kleine Farbveränderung, daher empfiehlt es sich zu fotografierende Objekt möglichst penibel vorzubereiten und zu säubern - sonst sitzt man ewig an der BEA (das tut man ohnehin - kann aber auch was kontemplatives sein :) )
 
Bezüglich Kratzern und Staubpartikeln kann ich @MOS2000 bestätigen. Das kann bei der Bearbeitung am PC richtig mühsam werden, ganz besonders bei glänzenden Oberflächen.

Um konkreter zu werden, hier die Teile, die ich für meine Aufnahmen der ‘Kleine Leute’ verwende:
  • Der Aufbau erfolgt auf einem ganz herkömmlichen Sitzungstisch
  • Unterlage kann je nach Motiv unterschiedlich sein (Schieferplatte, Glasplatte, Fotokarton in schwarz oder grau, …)
  • Als Hintergrund verwende ich jeweils einen Papierhintergrund auf Rolle. Diesen montiere ich mit Hilfe eines C-Stand.
  • Zwei Schwanenhälse für das Licht mache ich jeweils am C-Stand, Tischbein oder der Tischplatte fest.
  • Als Lichtquellen sind ein Godox M1 und zwei kleine LED-Lämpchen von Litra im Einsatz. Auch Reflektoren sind hilfreich. Oft hilft mir auch das Tageslicht durchs Fenster. Wenn das zu viel Licht ist, warte ich die Nacht ab.
  • Die Kamera (D850) kommt natürlich (tethered) auf ein Stativ mit einem Getriebeneiger.
  • Als Objektiv verwende ich das alte AF MICRO NIKKOR 60mm 1:2.8.
  • In der Regel werden die Aufnahmen mit Hilfe von HeliconRemote gemacht. Mit HeliconFocus werden dann die einzelnen Aufnahmen zusammengeführt.
Ich bin natürlich gespannt, was andere Leute auf welche Art verwenden. Besonders bei Lichtquellen und Lichtsetzung kann ich noch sehr viel lernen.
 
Kommentar
Wollte mal üben mit Fokus-Stacking.. Bilder wären so nicht schlecht geworden, als Hintergrund die FA Anleitung. Mit Z6ii und Sigma 105 Makro. Ist aber zu viel. Muss es mit weniger Brennweite versuchen. Stacking aufnehmen NULL Problem. Hab elektronischen Verschluss genommen. 2 LED Leuchten und Ringleuchte über dem Objektiv. Beleuchtung so ausreichend.

Aber ja, seit einer Stunde übe ich die Bilder zusammen zu setzen. LrC kann es nicht. Nur HDR oder Panorama. Muss markieren und Export in Photoshop. Dort komme ich aber auch nicht mehr weiter. Die super Nikon-Software NX Studio kann es auch nicht. Nur Pixelverschiebung. Verdammt noch mal, was überlegen die sich eigentlich? Denke schiebe mal das Projekt beiseite bis die Olympus OM-3 eintrifft. Die verrechnet die RAW gleich alle in der Kamera und spuckt 1 Stück RAW aus. Warum kriegt das keine andere Kameramarke hin? Selbst Pixelverschiebung verrechnet die und sogar mit Handaufnahme möglich, davon kann man bei anderen Herstellern echt nur träumen. Naja, ist mir jetzt gründlich "verleidet"!

So sah mal der prov. Aufbau aus.. hat noch massiv Luft nach oben. Aber Beleuchtung reicht so völlig aus. Muss noch mit verschiedenen Perspektiven pröbeln.

IMG_0205 (1).jpeg
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Bezüglich Start- und Endpunktfestlegung verweise ich hier auch gerne nochmal auf Helicon Focus bzw. das "Tochterprogramm" Helicon Remote, das es auch als Smartphone-App gibt, wo man eben genau Start- und Endpunkt festlegt, worauf dann die Software anhand von Brennweite und Blende die ideale Schrittweite und Bildanzahl ermittelt und selbsttätig durchfotografiert. Meine diversen im Forum gezeigten Stackingbilder habe ich so erzeugt, Kamera per Kabel am PC angeschlossen und von dort per Helicon Remote gesteuert. Per WLAN verbunden via Smartphone draußen im Wald geht genauso gut (per Kabel habe ich es mit dem Smartphone noch nie probiert, fällt mir gerade auf).
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
bikehomero
bikehomero kommentierte
Wenns günstiger als Helicon sein soll, empfiehlt sich Affinity Foto. Ich meine, das funktioniert schon sehr gut.

52934650982_819f7e2c3d_k.jpg
[/url]DeLuca by Jürgen Faber, auf Flickr
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Habs jetzt auch mit Helicon gemacht.. wirklich tolles Programm, schnell und effizient! DNG Export und dann in LrC noch fertig bearbeiten. Geht wirklich razfaz! Danke @Christoph Blümer für den Tipp! Ja viel gelernt heute, spannend! (y)
 
bikehomero
bikehomero kommentierte
Hattest du das schon, oder hast du es direkt gekauft?
 
Ich arbeite gerne im Haus mit dem Walimex Aufnahmewürfel:


Er kann platzsparend zusammengeklappt werden, bringt genügend LED-Licht, das manchmal noch zur Schattenwirkung mit zusätzlichen LED-Leuchten (für die Konturen und den Kontrast) ergänzt werden kann wie mit meiner Filmleuchte von Godox:
Je nach Aufnahmesituation können die LED-Leuchten im Aufnahmewürfel nur aus der Kamerarichtung (um das Objektiv herum) strahlen, oder nur von oben. Die seitliche, silberner Reflektorfolie kann variiertes Licht simulieren. Mittels einem montierbaren Diffusor kann man auch hervorragend eine weichere Beleuchtung erzeugen.
Aber auch draußen nutze ich Podeste, Pfähle, Mauerflächen, Spiegel oder gerne auch das (reflektierende) Glasdach von Autos als Unterlage bzw. Stellplatz. Für den Aufnahmewinkel achte ich dann darauf, ob der Hintergrund dunkel, farbig oder neutral sein soll.
Als Objektiv nutze ich das Z MC 105mm/2,8 VR S an meiner Z8 und oft auch das Stackingprogramm von Helicon, das schon oben erwähnt wurde.
Als Stativ habe ich je nach Situation entweder mein kompaktes Tischstativ
oder draußen das größere Reisestativ von Rollei:

Hier mal ein Beispiel von einer meiner E-Zigaretten (mit einem farblich mit Hitze temperierten Akkuträger und dem vergoldeten Verdampfer draufgeschraubt), wo ich als Untergrund Küchen-Alufolie genutzt habe:

Kopp_8.jpg
 
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calc
calc kommentierte
Ich habe einen ähnlichen Würfel, der etwas grösser ist. Meine Frau hat ihn für ihre Bastelarbeiten entdeckt. Sie macht die Fotos mit dem Samsung Handy und hat so Bilder, wo man nicht sofort glauben würde, dass die von einem "Laien" sind.
Ich leuchte oft seitlich mit 1000 Watt Halogen hinein ... . Geht auch einwandfrei um Film zu belichten.
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Also das mit der Alufolie echt super Tipp, werde ich auch mal probieren! (y) Bild wirkt echt genial! (y)
 
So, mit Helios gehts.. zusammengesetzt und dng in LrC schnell bearbeitet. Kamera gestochen scharf von vorne bis hinten, Hintergrund habe ich absichtlich unscharf gelassen.

Foto hat noch ziemlich Luft nach oben.. Licht und Kameraausrichtung muss verbessert werden. Kamera etwas höher und mit Lichtern muss ich noch üben wegen Reflexionen.. ja braucht noch viel Übung. Aber ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber die Richtung stimmt jetzt mal.

Aber die Idee mit dem Bild auf dem Monitor gefällt mir noch.. kann man mit anderen Motiven noch verbessern.

Und ja, an Fokusstacking führt kein Weg vorbei.. ist mir gerade noch in den Sinn gekommen, dass irgendwo noch eine TS Linse rum liegt. Werde es auch mal noch mit Tilten versuchen.

2025-02-11 17-27-16 (B,R8,S4).jpg
 
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Swisshead
Swisshead kommentierte
Irgendwie finde ich die farbigen "Zahnräder" in der Linse noch witzig! ;)
 
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C
Christian B. kommentierte
Ist doch schonmal super. Vielleicht kannst Du die Stativplatte mit "Gitzo" drauf wegretuschieren?
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Ja oder auf eine Seite drehen ohne Namen drauf.. sind so Details, wo ich noch arbeiten muss. Auch der Bildschirmrand unten stört!
 
mit der KISS Regel - so einfach wie möglich: diffuses Sonnenlicht vom Fenster und Aufheller auf meinem Bastelschreibtisch

Anhang anzeigen 960538

D700 mit AI 2/50
 
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Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Der Deckel links unten stört allerdings doch etwas, ebenso das angeschnittene Objektiv. So richtig schöne Schärfe ist auch nicht drin.
 
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Hab Ihn abgeschnitten, danke für den Hinweis, Schärfe liegt an kleinem nicht nachgeschärften JPEG... :cool:
 
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Dampfloks sind ähnlich schwierig schwarz wie manche Kameras (hier eine BR52 mit Kabinentender der ÖBB):

Anhang anzeigen 960529
Diffuses Sonnenlicht (durch Vorgang aus dünnem weißen Stoff) und Aufheller 60cm. Verkaufe derzeit meine Loksammlung und muß daher viele Fotos machen, da spielt die Zeit auch eine Rolle...
Fuji X-E2 mit XF 2,8/27mm, 1.000 ASA, f/8 aus der Hand, 1/40sec. +1EV Korrektur, manuell gemessen, derzeit ist mein Wintergarten das beste Studio, weil er hat das beste Licht zwischen 11-15 Uhr
 
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Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Mit nur wenig mehr Aufwand vor allem beim Hintergrund ließen sich deutlich ansprechendere Bilder als diese erzeugen. Da genügt schon ein als Hohlkehle gelegter matter DIN A2-Bogen Tonpapier (überall zu bekommen, wo es Schreibwaren gibt, auch in Drogeriemärkten mit etwas Sortiment) als neutraler Hintergrund, und das Bild gewinnt massiv.
 
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Das ist mir bewußt, aber die Märklin Liebhaber wollen die Originalverpackungen als HG sehen, das ist so eingebürgert unter denen die Loks verkaufen und kaufen wollen. Ich "muß" meine riesige Sammlung so langsam über die nächsten Jahre verkaufen, irgendwann werden wir uns kleinersetzen, dann kommen auch die Musikinstrumente dran und als letztes die Kameras... Das ist der Lauf der Welt! LEIDER!
Primär kommt es auf die Detailsichtbarkeit derModelle an.
 
svantevit
svantevit kommentierte
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Anders als bei vielen anderen Gelegenheiten kann man bei der Tabletop Fotografie die totale Kontrolle über das Licht haben. Man kann das Licht im Raum auf ein Minimum reduzieren. Kamera auf dem Stativ in den M-Modus und Iso-Automatik aus. Dann die Kamera so einstellen, dass man so eben ein fast dunkles Bild erhalten würde. Dann fängt man, an Licht zu setzen. Das geht heute mit Dauerlicht ganz gut, allerdings sind die günstigen im Farbspektrum fehlerhaft. Ich nutze aber gerne Blitze, weil die Farbtemperatur besser ist.
 
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Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Es gibt doch LED-Dauerlichter, bei denen die Farbtemperatur in einem recht weiten Bereich regelbar ist, und die sind gar nicht teuer.
 
B
Brunke kommentierte
Die Temperatur kann man regeln, aber das Farbspektrum ist häufig eingeschränkt gegenüber dem Tageslicht. Ein Foto, das man bei diesem Licht macht, kann nicht farbrichtig sein. Bei LEDs wird das mit dem CRI-Wert, dem Farbwiedergabeindex, angegeben. Das ist besonders bei Leuchten unter denen gearbeitet wird wichtig. Ich achte darauf, dass ein CRI von mindestens 90 angegeben ist.
 
Daher, wie macht ihr das? Erzählt mal..
- Welche Hilfsmittel wie Beleuchtung und anderes nutzt ihr? Denke vor allem Beleuchtung ist wichtig. Ebenso gibt es ja auch im Handel so spezielle Gestelle mit Kunststoffplatten, damit man fliessenden Hintergrund erhält. Aber wie macht ihr das, dass es schwarz wird?
- Welche Objektive, wie fotografiert? Fokus-Stacking?
- Anderes, was man speziell beachten muss?
Ich hatte kürzlich im Modelleisenbahn-Thread ein Bild einer Dampflok gezeigt, das ich so erzeugt habe:
1. Ein flach als Tasche zusammenfaltbarer Lichtkubus (vorne offen) von PEARL, ca. 40-50 cm Kantenlänge. Hintergründe sind mit Klettleiste oben zu befestigen, so dass man sie als Hohlkehle legen kann
2. Der kam mit ringförmigen Röhrenlampen links und rechts, die ich durch regelbare LED-Panels von Rollei augetauscht habe; die scheinen jeweils durch die weiße Diffusorseitenwand.
3. Lichtakzente von vorne setzt ein silberner Reflektor oder ein weiteres LED-Licht von vorne
4. Fotografiert habe ich stackend, aber man kann natürlich auch Gewünschtes als Einzelaufnahmen machen.
5. Nach ein bisschen Nacharbeit des "Rohbildes" kam das heraus:

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Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Ich habe beispielhaft mal wirklich quick&dirty eine Lok, die ich mir am Wochenende hergebracht habe, so fotografiert, wie ich sie zum ebay-Verkaufen (was ich nicht vorhabe, die hatten mir meine Schulkameraden zusammen zum 12. Geburtstag vor 100 Jahren geschenkt) ablichten würde. Netto-Zeit pro Bild, ohne "Anheizen" des Systems, was ja nur einmal pro Session nötig ist: keine 2 Minuten inklusive Nachbearbeitung. Die sind mit f/22 gemacht, single shot.

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Und, ja, ein tadellos sauberes Verkaufsprofil hilft sehr viel auf den Plattformen. Ich selbst würde nie bei einem Anbieter kaufen, der schon eine eher kleine Anzahl an seine Zuverlässigkeit in Frage stellenden Bewertungen hat. Entweder ist man ordentlicher Verkäufer oder eben nicht.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Noch ein schnelles Beispiel - hier habe ich das Gehäuse erst noch in lauwarmem Wasser von etwas Staubschmodder befreit. Es ist kein Vitrinenmodell, wurde immer viel "bespielt", und das immerhin, seit ich es mit 4 oder 5 Jahren von meiner Oma geschenkt bekam, mein erstes eigenes Märklin-Teil.

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achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Also soweit abblenden klappt offenbar. Das hab ich nie gemacht, wegen der eintretenden Beugungunschärfe, werde ich probieren! Danke für den Tipp...
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Die beiden Aufnahmen sind mit dem Z 4/24-70 gemacht, also nicht mal mit einem Makroobjektiv. Der Schärfeverlust durch Beugung bei f/22 ist an sich nur durch allgemein etwas flaueren Kontrast (bei stärkerer Vergrößerung!) sichtbar, aber beim Schärfen des großen Bildes und dann der Kanten-Nachschärfung nach Batch-Verkleinerung (macht ACDSee bei mir in einem Standard-Rutsch mit allen fürs Forum nötigen Bearbeitungsschritten) ist in der Forengröße nichts mehr davon zu sehen. Beugungsunschärfe wurde und wird gerne auch mal etwas dramatisiert dargestellt, so als kämen bei f/22 Flaschenboden-Bilder heraus - dem ist absolut nicht so.

Man sieht aber hier gut, dass selbst f/22 beim Schienenbus bei 47 mm an FX nicht für die volle Ausdehnung ausreichend war, und das Modell ist ja jetzt nicht allzu groß. Scharfgestellt hatte ich auf die Stelle "BD Stuttgart", und die rechte Tür ist schon in der Unschärfe, das vorderste Positionslicht allerdings ganz leicht ebenfalls (war nur im Originalbild bei 100%-Vergrößerung deutlich sichtbar)
 
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Anmerkung: vor Jahren 2012 habe ich mal ausprobiert, welche Auswirkungen Diffraktion praktisch hat http://www.antarktis-arktis.de/Megapixel.htm
Aus diesem meinen Test habe ich "messerscharf" geschlossen nicht weiter als f/11 abzublenden. Ans Nachschärfen habe ich dabei gar nicht gedacht.
Anhang anzeigen 960707
Flechte mit f/22, Ergebnis ist ziemlich matschig... aus oben verlinkten Beitrag.
 
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VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Oh je.....
 
1bildermacher1
1bildermacher1 kommentierte
Guten Morgen Chris,
verwendest du die App von Nanlite zum steuern der Lampen? Gruss Wolfgang
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Die kann man einschalten und ausschalten.
Dafür braucht man keine App.

Das sind sehr schlichte Schreibtischlampen mit fester Helligkeit und Lichtfarbe, plus einem Bogen Tonpapier oder Folie.
 
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Nikon FM auch mit Z6ii und Sigma Makro 105
 
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C
Christian B. kommentierte
Wow! Von heute morgen an ziemlich steile Lernkurve!
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
Ja euch allen vielen Dank! (y) Gab mir viel wichtigen Imput! Wenn ich nicht weiss wo anfangen, lieber mal fragen und dann probieren. Hab bereits ein paar Ideen für die nächsten.. wenn mal Zeit, weiter machen.
 
Swisshead
Swisshead kommentierte
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Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Interessante Idee, aber das Licht von unten her finde ich wegen der Schatten auf dem "Nikon"-Schriftzug unvorteilhaft.
 
Es ist verblüffend wie schlecht unsere, nein Entschuldigung, meine Produktfotos sind, wenn man sich das mal objektiv anschaut.
Die Lok von @Christoph Blümer in #14 ist ein löbliches Gegenbeispiel.

Ein gemeinsamer Versuch besser zu werden, das wäre doch eine gute Sache.
 
1 Kommentar
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Das Licht macht es im Wesentlichen, wie so oft. Lichtsetzung ist gleichzeitig nicht trivial, ausser für so schlicht gleichmäßig ausgeleuchtete "Verkaufsprospektfotos".
 
Ich hatte hier mal ein Bild meiner damaligen Neuanschaffung im betreffenden Thread gepostet. War ein Stack mit 60 Bildern aufgenommen in meinem vom großen Fluß gekauften Lichtzelt beleuchtet durch 2 dazugehörige LED Lampen durch die weißen Seitenwände:

PIC064-25. Juli 2024.jpg

Nutze ich vor allem, wenn ich etwas verkaufen möchte in einer Größe, welches noch in diese 40x40cm große Fotobox reinpasst. Meistens nehme ich den weißen dazugehörigen Backdrop. Es ist aber auch noch ein beiger/hellbrauner und eine schwarzer Hintergrund dabei. Für damals nichtmal 34€ ein guter Kauf.
 
1 Kommentar
volkerm
volkerm kommentierte
Ernst gemeint: für sowas ist ein iPhone Pro auch gut geeignet, da braucht‘s kein Stacking und die Bildqualität ist fein schon „out of the box“.
Wichtig ist der Rest, der Lichtaufbau.
 
Productphotography, oh ja, da hab ich so einiges "durchgemacht".

Es gilt neben den Grundlagenwissen, einiges an "Experimenten" zu machen.

Wenn dann nicht die Darstellung auf rein weissem Hintergrund gefragt ist, sind die meisten Belichtungen kein wirkliches Problem und man kann sich auch mit Montagen kreativ ausleben - und wenn´s dem Kunden gefällt, dann ist es gut:
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