Produktfotografie (Schmuck) mit der D3 - bekomme keinen gescheiten Weissabgleich hin


NF Adventskalender 2019

MrMagic

Unterstützendes Mitglied
Hallo,
ich habe mir eine D3 geliehen und möchte in einem Fotozelt diverse Aufnahmen von verschiedenen Schmuckstücken machen. Außerhalb des Zelts stehen im Winkel von ca. 45 Grad zwei 1000W Leuchten auf einem Stativ. Das Schmuckstück selbst liegt auf einer weißen Hohlkehle in dem Fotozelt.
Nun habe ich mir die ersten RAW Aufnahmen angesehen und war entsetzt. Bei einem automatischen Weissabgleich sieht die Aufnahme völlig braun/gelb aus. Wenn ich den Weissabgleich per Hand vornehme, bekomme ich auch nie ein schönes weiss des Hintergrunds hin. Außerdem ist die Aufnahme in meinen Augen ziemlich "matschig" und zeigt nicht wirklich alle Details, die bei einem Makroobjektiv (Nikon 105mm, 1:2.8) eigentlich sichtbar werden sollten. Fotografiert wurde bei einer 125 Sek. und einer Blende 16 vom Stativ im manuellen Modus.
Wie kann ich die Fotos verbessern, so dass zum einen der Hintergrund wirklich weiß oder zumindest fast weiss aussieht und zum anderen das Foto knackscharf wird?

P.S. Ich würde ja gern ein Beispielbild zur Verdeutlichung anhängen, weiß aber nicht wie...:confused:
 
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Nik-Bee

NF Mitglied
Hast Du denn einen manuellen Weißabgleich gemacht oder verlässt Du dich auf die Kameraautomatik? Ich meine damit das Ausmessen mit Graukarte, nicht das Einstellen von Modi, z.B. "Blitz", "Schatten"...

Bilder hochladen geht unter "Alben & Galerien", dort ein Album erstellen und dann Bilder hochladen. Dann den Link, der unter dem Bild angezeigt wird, hier einbinden. Bitte die Größenvorgaben beachten (werden beim Upload angezeigt), sonst wird es durch die Software zermatscht.
 

MrMagic

Unterstützendes Mitglied
Eine Graukarte hatte ich leider nicht, so dass ich mit "manuellem Weissabgleich" meinte, dass ich die Kelvinzahl per Hand eingegeben habe.
 

luckyshot

Sehr aktives Mitglied
...
Wie kann ich die Fotos verbessern, so dass zum einen der Hintergrund wirklich weiß oder zumindest fast weiss aussieht und zum anderen das Foto knackscharf wird?
Bei der RAW-Entwicklung brauchst Du nur einen nachträglichen Weißabgleich zu machen. Dazu gehst Du mit der Pipette auf Deinen weißen Hintergrund, er wird dann von der Software neutral gestellt.
Unter "matschig" kann ich mir wenig vorstellen...
Blende 16 zeigt zwar schon erste Beugungserscheinungen, die aber beim 12 MP-Sensor der D3 nur minimalst zu sehen sein sollten. Ich vermute eher, dass Dein Licht nicht professionell gesetzt ist. Aber damit steht und fällt das Ergebnis bei der Schmuckfotografie... Und: Nein, ein Lichtzelt ist keine professionelle Lichtsetzung... ;)
 

Nik-Bee

NF Mitglied
Eine Graukarte hatte ich leider nicht, so dass ich mit "manuellem Weissabgleich" meinte, dass ich die Kelvinzahl per Hand eingegeben habe.
Und beide Lampen haben dieselbe K-Temperatur? Ich habe keine Erfahrung damit, wie zuverlässig diese K-Angaben bei Lampen sind, aber verlassen würde ich mich nicht darauf.

Nimm statt der Graukarte einfach nur das Lichtzelt und stell manuell den Fokus unscharf. Dann mit der Kamera manuell den Weißabgleich messen ("Pre" nennt die Kamera das):

In der Benutzeranleitung ab S. 143, insbesondere S. 152-157 : http://www.nikonsupport.eu/europe/Manuals/5I12T6z86IK/D3_De_05.pdf

Wobei luckyshot auch sehr recht damit hat, dass du dir bei RAW den Aufwand auch sparen kannst und es nachher per EBV korrigieren kannst.
 

Meddi

Registrierte Benutzer_B - NF-F "proofed"
Klar, RAW etc. ist schön. Aber ich hatte schon vor 25 Jahren ne Graukarte.

Warum nutzt das heute Keiner mehr, wenn doch tatsächlich auftretende Probleme damit einfach lösbar wären?

http://www.amazon.de/dp/B00NNEK4OC/?tag=dasnikonfot02-21

Und, stell doch mal ein Foto ein, welches den "Matsch" zeigt. Ich kann mir das nicht vorstellen.

Meddi
 

MrMagic

Unterstützendes Mitglied
Bei der RAW-Entwicklung brauchst Du nur einen nachträglichen Weißabgleich zu machen. Dazu gehst Du mit der Pipette auf Deinen weißen Hintergrund, er wird dann von der Software neutral gestellt.
Ja, das mit der Pipette und dem weissen Hintergrund sagt sich so leicht. Leider ist ja der Hintergrund ja nicht weiß, sondern braun/gelb, so dass ich nichts habe, womit ich das weiss aufnehmen könnte.
 

luckyshot

Sehr aktives Mitglied
Ja, das mit der Pipette und dem weissen Hintergrund sagt sich so leicht. Leider ist ja der Hintergrund ja nicht weiß, sondern braun/gelb, so dass ich nichts habe, womit ich das weiss aufnehmen könnte.
Du gehst in Deinem Converter in "Farbtemperatur festlegen", dann in "Graupunkt setzen" und klickst dann mit der Pipette auf den Bereich, der nachher weiß bzw. neutral grau sein soll. Wenn Deine Lampen eine konstante und identische Farbtemperatur haben, ist Dein Foto nachher neutral. Sind die Lampen unterschiedlich, dann wirds sowieso schwierig...
 

MrMagic

Unterstützendes Mitglied
Danke, das werde ich gleich mal ausprobieren. Hier ist mal ein Beispielbild, wie es ohne jegliche Bearbeitung aus der Kamera kommt. Sieht doch schrecklich aus...:down:

 

luckyshot

Sehr aktives Mitglied
Das Foto ist mindestens eine Blende unterbelichtet und hat den falschen WA.
Aber es ist leicht zu retten, das ist kein Problem...

Graupunkt setzen und Tonwertkorrektur, dann sieht es so aus:




(Wenn Du nicht möchtest, dass ich die bearbeitete Version zeige, gib mir kurz Bescheid!)
 

MrMagic

Unterstützendes Mitglied
Danke Dir, so habe ich es dann auch softwaremäßig hingebügelt. Aber warum ist es so "matschig"? Eigentlich sollte man bei dem Objektiv doch jede feinste Struktur sehen, oder?
 

MrMagic

Unterstützendes Mitglied
Na ja, vom Stativ aus und mit einer Blende 16 bei üppiger Beleuchtung darf doch eigentlich nichts schiefgehen, oder?
 

Maximilian Weinzierl

Unterstützendes Mitglied
Danke Dir, so habe ich es dann auch softwaremäßig hingebügelt. Aber warum ist es so "matschig"? Eigentlich sollte man bei dem Objektiv doch jede feinste Struktur sehen, oder?
bei glänzendem Schmuck ein perfektes Licht zu setzen ist aufwändig und nicht damit getan, dass man das Teil in ein Lichtzelt wirft. ein Profi kann sich damit tagelang beschäftigen und dann kommt ein Bild heraus (Strukturen, Spiegelungen, Reflexe, Schatten, Transparenzen), wie man es von den Werbebildern der großen Schmuckanbietern her kennt. Licht ist alles, aber alles Licht ist nicht immer das beste. nix für ungut!
 

luckyshot

Sehr aktives Mitglied
Danke Dir, so habe ich es dann auch softwaremäßig hingebügelt. Aber warum ist es so "matschig"? Eigentlich sollte man bei dem Objektiv doch jede feinste Struktur sehen, oder?
Ich kann Dir bestätigen, dass es bei mir mit diesem Objektiv und dieser Blende nicht matschig aussehen würde. Aber an diesem verkleinerten Bild ist nicht erkennbar, woher die leichte Unschärfe kommt.

Das Licht kann eine Rolle spielen,
ein vibrierender Boden kann eine Rolle spielen,
ein eingeschalteter VR kann eine Rolle spielen,
ein wackliger Tisch kann eine Rolle spielen,
ein fehlerhaftes Objektiv kann eine Rolle spielen,
ein fehlender Fernauslöser in Verbindung mit einem wackeligen Stativ kann eine Rolle spielen,

oder mehrere Faktoren, die zusammenkommen, können eine Rolle spielen.
 

MrMagic

Unterstützendes Mitglied
bei glänzendem Schmuck ein perfektes Licht zu setzen ist aufwändig und nicht damit getan, dass man das Teil in ein Lichtzelt wirft. ein Profi kann sich damit tagelang beschäftigen und dann kommt ein Bild heraus (Strukturen, Spiegelungen, Reflexe, Schatten, Transparenzen), wie man es von den Werbebildern der großen Schmuckanbietern her kennt. Licht ist alles, aber alles Licht ist nicht immer das beste. nix für ungut!
Ich verstehe schon, was Du meinst und vermutlich hast Du auch recht damit hinsichtlich der Reflexe, Strukturen usw.. Trotzdem müsste doch das Motiv zu 100% scharf sein. Im übrigen steht das ganze auf einem Tisch, der sich nicht bewegt und die Kamera wird mit Fernauslöser ausgelöst.
 

Molly_1

Sehr aktives Mitglied
Ich verstehe schon, was Du meinst und vermutlich hast Du auch recht damit hinsichtlich der Reflexe, Strukturen usw.. Trotzdem müsste doch das Motiv zu 100% scharf sein. Im übrigen steht das ganze auf einem Tisch, der sich nicht bewegt und die Kamera wird mit Fernauslöser ausgelöst.
Dann stell doch mal mit Lv scharf!
 

Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Hi!
Außerhalb des Zelts stehen im Winkel von ca. 45 Grad zwei 1000W Leuchten auf einem Stativ.
Was sind das für 1000W Leuchten? :confused:
Meinst du etwa Halogen-Baustrahler? :eek:
Falls ja: Abgesehen von der gewaltigen Wärmeentwicklung, die dein Fotozelt ankokeln kann, ist die Lichtfarbe "unmöglich" für Farb-Aufnahmen, es fehlt der Blauanteil.
Lieber Tageslicht-Energiesparlampen in "Foto-Qualität". :up:
Ich weiß, jetzt schreiben sicher Einige, dass deren Lichtspektrum nicht kontinuierlich und daher für Farbaufnahmen mit "echter" Farbwiedergabe auch nicht geeignet ist.
Das ist zwar richtig, im Vergleich zu Baustrahler-Licht aber immer noch besser...
 

jazzmasterphoto

Erfahrenes Mitglied
Das Foto ist mindestens eine Blende unterbelichtet und hat den falschen WA.
Aber es ist leicht zu retten, das ist kein Problem...

Graupunkt setzen und Tonwertkorrektur, dann sieht es so aus:



Mmh, Bernd, bei mir sieht es dann so aus:





Die Vorlage hat übrigens kein Farbprofil eingebettet. :heul:
Jedenfalls hast Du Recht: Es ist leicht zu retten …




 

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