Nikon will spiegellose Kameras bringen?

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Irgendwo hier im Forum gab es bereits vor gut einem Jahr jemanden der ein Nikon-Patent für ein F0.95 50 ausgegraben hatte.
 
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Aus Sicht eines Nikon-Aktionärs wäre aber eine sauteure und nur wenig nachgefragte Neukonstruktion eines Objektivs, nur um übersteigerte Erwartungen zu befriedigen, kontraproduktiv.

Wenn es denn ein bestehendes Objektiv für den neuen Mount gäbe, wäre das sicher richtig. Da es aber das erste 50mm bzw 35mm für den kolportierten Z-Mount sein dürfte, kann das schon sinnvoll sein.

Vor 10 Jahren hat doch kaum einer über Portraits mit f1.4 gesprochen, heute kann man aufgrund der ganzen YT-Blogger zu dem Schluss kommen, dass ohne f1.4 kaum noch sinnvolle Portraits möglich sind. Das Internet generiert Hypes und Nachfrage und Nikon ist offenbar gewillt, diese Nachfrage zu bedienen und gleichzeitig eine Nische zu besetzen. Autofokus mit f0,9 anyone?

Ich bin mir fast sicher, dass Nikon sich nicht mehr vor Bestellungen wird retten können, wenn sie zu der Mirrorless zwei oder drei Linsen mit f0.9 bis f1.2 rausbringen. Die YT Propheten werden Loblieder singen, die Gearheads werden kaufen. Als Aktionär wäre ich beunruhigt, wenn Nikon mit dem neuen Mount nicht alle Chancen nutzen würde, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Wer nur rational an die Sache rangeht, hat heute eine Kamera der vorherigen Generationen, die seine Bedürnisse befriedigt wie eine z.B. eine D3/D4, eine D800/D800E oder eine D610/D750. Thom Hogen nennt das das "good enough" Phänomen. Das hilft den Nikon Aktionären auch nicht weiter. Die brauchen genau solche Leute wie Stefan, der große Beträge in sein Hobby und in die für ihn zu dem Zeitpunkt gefühlt richtige Marke investiert. Davon gibt es mehr als genug, wahrscheinlich sogar deutlich mehr als Profis. Nur leider haben die in den letzten Jahren bei Sony, Fuji und Olympus gekauft - die gilt es nun zurück zu gewinnen und weitere von anderen Marken weg zu locken.

Bessere Bilder werden die wenigsten mit ihrem neuen Equipment machen, aber sie haben ein gutes Gefühl mit dem neuen Geraffel
 
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Bessere Bilder werden die wenigsten mit ihrem neuen Equipment machen, aber sie haben ein gutes Gefühl mit dem neuen Geraffel



Da stimme ich Dir völlig zu, bin ich gutes Beispiel für

Beim Rest tauge ich nicht als Beispiel, ich habe bisher 2x komplette Systemwechsel vollzogen vor ziemlich glatt 30 Jahren von Canon zu Nikon und nun den zu Sony.

Die neue Nikon werde ich mir mit Sicherheit auch mal anschauen, kaufen aber eher nicht. Ich habe derzeit ein rundes System, mit dem ich alles machen kann, was ich möchte. Die nächste Neuanschaffung wird nur noch was in Richtung RX100 für die Filmerei, die bei mir einen immer größeren Anteil einnimmt.
 
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Inwiefern das denn? Was spricht gegen abblenden und Gleichstand?

Ich bin auch gespannt, was Nikon da so zaubert, allerdings fürchte ich, dass das neue Bajonett die aktuellen Objektive so unzureichend unterstützt (ob absichtlich oder nicht besser machbar, sei dahingestellt), dass man neu kaufen muss. Das Geschäft lässt sich ja keiner entgehen.
 
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(...) dass das neue Bajonett die aktuellen Objektive so unzureichend
unterstützt (ob absichtlich oder nicht besser machbar, sei dahingestellt),
dass man neu kaufen muss. Das Geschäft lässt sich ja keiner entgehen.

Das wäre kein Geschäft, das wäre Selbstmord.

Wenn sich rumspräche daß die neue Knipse den F-Mount nur
unzureichend unterstützt, würden erst mal die Verkäufe einbrechen.
Niemand will in ein totes System investieren.

Genug neue Objektive kann es zu Anfang nicht geben, also kann das
die Verkaufseinbrüche nicht auffangen.

Die Vorstellung daß jeder ein neues Objektiv kaufen würde wenn die
alten nicht mit voller Funktion adaptiert werden können ist naiv.
 
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In meiner grenzenlosen Naivität habe ich mich unscharf ausgedrückt: sicher werden die bisherigen Objektive voll unterstützt, aber es wird - vermutlich - neure geben, die besser mit dem Body harmonieren. Diese werden nicht billig sein und ich kann mir gut vorstellen, dass die "Alten" mit Absicht nicht die Leistung der "Neuen" erreichen werden (z. B. AF-Geschwindigkeit, etc.).
Ob das Preis-/Leistungs-Verhältnis passt, wird sich zeigen.

Und warum sollten Kunden nicht zum neuen System auch neue Objektive kaufen? Käufer der kleineren Nikon-EVIL haben genau das getan. Kunden kaufen alle möglichen Gimmicks mit Erscheinen einer jeden neuen Kamera und versenken Unmengen an Geld dafür (L-Winkel, Akkus, Batteriegriffe, etc.).
 
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(...) ich kann mir gut vorstellen, dass die "Alten" mit Absicht nicht die
Leistung der "Neuen" erreichen werden (z. B. AF-Geschwindigkeit, etc.).

Diese Absicht wäre strunzdumm, wenn es sie so gäbe.

Die alten Objektive sollten im AF an der neuen wenigstens das bringen
was sie an einer D850 bringen. Bringen sie weniger, wird das gravierende
Folgen haben. Wie ich an anderer Stelle schon sagte: Der Adapter wird
das wichtigste Stück Technik das Nikon je gefertigt hat.

Weit mehr noch als die Kamera wird seine Funktion und Leistung über
das weitere Schicksal von Nikon entscheiden.

Und warum sollten Kunden nicht zum neuen System auch neue Objektive kaufen?

Das werden sie. Aber nicht soviele um die Einbrüche bei den alten wettzumachen,
sollte der Adapter nicht die bislang gewohnte AF-Performance liefern können.

Käufer der kleineren Nikon-EVIL haben genau das getan.

Nur leider so wenige, daß Nikon die Nikon 1 mittlerweile beerdigt hat.
Sonst wäre das sicher ein schönes Argument gewesen.
 
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in ca 14 Tagen wissen mir mehr. Ich hoffe nur, dass man die alten Objektive verwenden kann, der AF spielt bei mir keine Rolle, da kann ich auf eine FX zurückgreifen. Lieber wäre mir ein Sucher wie in der Leica SL und ein kleines Zoom 24-90 sonst kann man gleich bei der Spiegelreflex bleiben.
Bei der 1er hat man den grossen Fehler gemacht, dass man auf einiges verzichtet hat, damit die Leute nur 1er Objektive kaufen würden. Focus peacking oder wenigstens bei manueller Entfernungseinstellung auf 100% zoomen(bei manuellen Objektiven von Fremdherstellern ausgeschlossen) das war der Anfang vom Ende. Vielleicht wird man etwas schlauer .....
sollte man aber diese Politik, wie bei der 1er weiter verfolgen, dann wird die Kamera zurecht ein absoluter flopp, auch wenn das System noch so gut ist.

Wolfgang
 
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allerdings fürchte ich, dass das neue Bajonett die aktuellen Objektive so unzureichend unterstützt (ob absichtlich oder nicht besser machbar, sei dahingestellt), dass man neu kaufen muss. Das Geschäft lässt sich ja keiner entgehen.

Genau so wird es sicher werden . . .

Aber das wird offiziell nicht unter Marketing-Gesichtspunkten erfolgen, sondern weil das neue Bajonett und die neue Technologie Dingen den Weg öffnet, die vorher nicht möglich waren . . . Das stimmt ja teilweise auch und der Kunde, der in aller Regel kein Experte ist, wird es fressen und sich auf die neue Technologie stürzen, zumindest wenn es ein echter Fotofreak ist. Ein Problem wäre erst, wenn Nikon, um die"Neue" zu protegieren, das FX-DSLR-System abspeckt oder gar auslaufen lassen wird.
 
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Bezüglich Adapter wäre meine Erwartung, dass ein Objektiv an der D750/D850 gleich gut in allen Belangen auf der Mirrorless funktioniert.
Weil dann
  • können Leute ein Objektiv an beiden Kameratypen verwenden
  • können Leute aktuelle Objektive auch für die Mirrorless kaufen
  • kann Nikon auch DSLR Nutzer mit neuen Objektiven in Zukunft glücklich machen

Objektive rein für Mirrorless würden dann nur punktuell eingeführt werden, immer dann wenn
  • Objektiv besonders klein sein soll
  • maximale Blende
  • Powerzoom

Schauen wir mal. Wenn der Adapter natürlich so ist, dass aktuelle DSLR Objektive nicht einmal so gut funktionieren wie auf einer aktuellen DSLR, wäre das nicht so schön. Und für mich ein Grund nicht so enthusiastisch zu sein.
 
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Wieso? Ein Mittelformatsensor ist doch auf Grund der sich erhärtenden Fakten, wie größerer Bajonettdurchmesser, zumindest für die Zukunft im Rahmen der Möglichkeiten und nicht mehr nur reine Spekulation.

Einfach mal die Pressemitteilung von Nikon vom 25. Juli 2018 (www.nikon.de) lesen:


Vollformat (d.h. 24x36mm) - nix Mittelformat.
 
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Einfach mal die Pressemitteilung von Nikon vom 25. Juli 2018 (www.nikon.de) lesen:



Vollformat (d.h. 24x36mm) - nix Mittelformat.

Das Nikon Management hat mal in einem Interview gesagt, dass Nikon keine Mittelformatkamera auf den Markt bringen wird, da dies ein sehr kleiner Markt ist. Leider finde ich das Interview nicht mehr. Denke, es war bei IMAGING RESOURCE oder DPReview.
 
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So rein theoretisch sollte sie mit einem AF-S Objektiv schneller und präzisieren focussieren können als eine D-SLR.

Ich gehe von einer Kombination aus Phasen-AF für die schnelle Grobfocussierung und Kontrast-AF für die Feinocussierung aus. Zudem fällt dann auch das Gehampel mit den Focuskorrekturen in der Kamera raus.
 
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Einfach mal die Pressemitteilung von Nikon vom 25. Juli 2018 (www.nikon.de) lesen:



Vollformat (d.h. 24x36mm) - nix Mittelformat.

ich gebe Dir zwar grundsätzlich recht was die Wahrscheinlichkeiten für einen Sensor größer Kleinbildformat in der avisierten neuen NIKON anbetrifft. Ansonsten gilt für Pressemitteilungen erfahrungsgemäß, dass sie genau solange gelten bis jemand was anderes erzählt - und das könnte in diesem Fall durchaus auch noch am 23.08. sein.

Pressemitteilungen sind im Grunde nie mehr wert als eben .... Mitteilungen für die Schreiberlinge .... können dazu dienen Informationen herauszugeben oder auch genau dies verhindern ...

Davon mal ganz abgesehen wäre eine moderate Vergrößerung der Sensorfläche ein gangbarer Weg, bei gleichen Eigenschaften in Empfindlichkeit, Dynamik usw. wie z.B. bei der 850er die Pixelzahl signifikant zu erhöhen. Ein solcher Sensor schließt das KB-Format ja mit ein und im Gegensatz zu einer Spiegelkamera könnte man einen sehr hochwertigen Sucher einer spiegellosen Kamera so programmieren dass er bei Benutzung eines "alten" KB-Objektivs nur den vom Objektiv genutzten Sensorausschnitt zeigt, eben FX - und das bei vollem Sucherbild ohne jede Einschränkung - und bei Nutzung der "neuen" Linsen eben den ganzen Sensor. Dann hätte man sehr wohl die FF-(FX) Kamera- Pressemitteilung erfüllt, als auch etwas ganz neues geschaffen, was außerdem dem Käufer die Anschaffung neuer Objektive nahelegt, aber die alten kompromisslos weiter nutzbar ließe. Da brauchte man auch nicht künstlich irgendwelche Eigenschaften wie o.a. AF mit leicht angezogener Handbremse zu fahren um Käufer vom neuen Objektivprogramm zu überzeugen. Ich hielte ein solches Vorgehen - also die volle Nutzung der neuen Kamera nur mit neuen Linsen - auch nicht für verwerflich. Analog dazu konnte man beispielsweise mit Erscheinen der AF-Kameras deren neue Eigenschaften auch nur dann voll nutzen wenn man die damals neuen AF-Objektive dazu erwarb.

Auch wenn ich das für eher unwahrscheinlich halte - ich fände eine solche Lösung - quasi durch umlegen eines Hebels eine Mittelformatkamera mit den Eigenschaften einer D850 zu bekommen - nicht schlecht .... Hirngespinste, klar....

MfG Wolfgang
 
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