Nikon will spiegellose Kameras bringen?

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Da bin ich komplett bei Dir, hatte ich hier auch schon mehrfach geschrieben. Der Mirrorless-Zug ist IMHO schon viel zu weit weg, als das Nikon da jetzt noch aufspringen könnte.

Moin,

es sei denn, NIKON bringt da etwas, was so noch kein Mitbewerber anbietet. Beispielsweise ein Vollformat-Kamera mit solider Stromversorgung, 70MP und einer handlichen Größe (handlich, nicht klein!), die es auch erlaubt, voluminöse Linsen ausgewogen zu handhaben. Dazu bei allen Neuerungen möglichst voll kompatibel zu den alten Objektiven, d.h. möglichst auch Springblenden Aktivierung. Vielleicht versüßt mit einer auch ruppige Behandlung klaglos überstehende Aufhängung eines Klapp-Displays? Dazu ein Spitzen-Sucher mit mindestens den Qualitäten des Leica SL-Suchers. Verbunden mit einem Bedienkonzept, dass die Anzahl der Menue-Ebenen möglichst noch reduziert (wobei ich zugeben muss, dass ich auch mit dem jetzigen schon ganz gut arbeiten kann, aber einfacher ist immer besser, finde ich)

Das sowas dann leider nicht für 5,95€ zu bekommen ist scheint mir logisch. Würde mich aber auch nicht stören wenn dafür Gutes geliefert wird.

Freundliche Grüße

Wolfgang
 
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Moin Herbert,

ein gelungenes Spinnenbild, ohne Frage!

Allerdings keines, was man nicht schon mit einer beliebigen analogen Nikon hätte machen können, auch bei den von Dir beschriebenen widrigen Umständen.

Schon für die Nikkormat FT gab es Winkelsucher, und natürlich kann man eine Spinne manuell fokussieren.

Wo Du Recht hast: Nie war es bequemer ein solches Bild zu erzielen und nie günstiger, die erforderliche Technik zu erwerben.

Dass Leute unserer Sozialisation - aufgewachsen mit den Widrigkeiten des Diafilmes - und Generation 50+ - ermüdet vom Schleppen und bei schwindender Augenfähigkeit - sich einer leichten, aber feinen Systemkamera zuwenden, ist logisch. Aber man sollte die Bedeutung dieser Zielgruppe nicht überschätzen.

Ich persönlich bin - noch - bereit, körperlich zu leiden, um mit einem optischen Sucher und lichtstarken Objektiven meinem Hobby nachgehen zu können. Keine der Spiegellosen der anderen Hersteller hat mich im Vergleich dazu wirklich überzeugt (im Handling, die Bildergebnisse sind gut). Wenn es nur etwas zu dokumentieren gibt , habe ich die famose Nikon1 V3 mit 10-100. Aber ich kann auch jeden verstehen, der jetzt schon auf "klein aber fein" setzt.
 
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Da hatte niemand einen 1-Zoll-Sensor, wenn ich recht sehe. Das war alles 1/2,3-Zoll, bestenfalls.

Und da bestehen zum FX-Format schon ganz erhebliche Unterschiede im rein technischen Bildergebnis (Freistellung, CAs, Schärfe, Rauscharmut).
 
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Das ist ja was ich meinte: Bridge ist heute nicht mehr gleich Bridge.

Da gibts die Mini-Sensor Dinger mit Monsterbrennweiten, die natürlich jeder DX hoffnungslos unterlegen sind und die 1" mit moderatem Zoombereich (aktuell 24-600) die einer beliebigen APS-C (die D500 bei höheren ISO vielleicht mal ausgenommen) mit xx-300 min ebenbürtig sind.
 
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...vor lauter hoffen und warten sollten wir das Fotografieren nicht vergessen ...

Sam, bitte, quäl uns nicht, das ist kurz vor: "Das Bild entsteht hinter der Kamera." Oder: "Der Fotograf ist der limitierende Faktor, nicht die Kamera." Oder: "Geht raus und fotografiert." Oder... Feine Grüße, Sans Ear
 
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Ich hätte dazu noch einen anderen Vorschlag:

Nicht ständig über den Kauf einer neuen Kamera nachdenken, sondern zur bestehenden Kamera ein neues, sehr gutes Objektiv kaufen...

...und schon hast du das Gefühl, eine ganz neue, noch bessere Kamera zu besitzen.

Gruß
Hans
 
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Man kann also mit einer DSLR nicht auf den Punkt genau fokussieren? Interessant. Ich schicke Dir gerne Aufnahmen meines herum"zappelnden" 3jährigen Patenkinds, das ich mit einer D7200 und einem 17-70 bei ISO 1600 und Blende 2,8 oder 4 aber sowas von auf den gewünschten Punkt auf dem Auge fokussieren kann, dass Du Dich wundern würdest. Kontrollieren kann ich das direkt danach in großer Vergrößerung auf dem Monitor. Solche Ausführungen halte ich für schlichten Humbug.

Diese Aufnahme hätte ich mit einer Nikon-Kamera nicht machen können.
Sei Dir sicher, dass andere Leute keine Probleme hätten, diese Aufnahme mit einer Nikon-DSLR zu machen. Aber es freut mich, dass die DSLM Dir persönlich einen Fortschritt in Deinem fotografischen Schaffen ermöglicht hat und Du aufschließen konntest.

Erforderlich hierzu war wegen der räumlichen Enge und Bodennähe ein Klappdisplay (Suchereinblick unmöglich), Touchscreen und schneller Autofokus.
Was davon bieten aktuelle DSLR nicht?

ungewöhnliche Bilder zu liefern?
Herbert, bei allem Respekt: das gezeigte Bild ist gut, aber nicht überragend (der Schärfeverlauf gefällt mir nicht wirklich) und keineswegs "ungewöhnlich". Sowas gab es schon tausendfach zu sehen, und zwar mit allen möglichen Kamerawerkzeugen. Man muss wissen, wie man solche Aufnahmen macht, dann ist das Werkzeug nachrangig.

CB
 
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Bei dem Spinnenbild fällt mir automatisches Focus Stacking ein.

Für dieses Jahr ist eine KB eingeplant, eine A7 II ist zumindest bei Sucher und Sensor nur Mittelmaß aber leider existiert ja keine Alternative.
 
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Bei dem Spinnenbild fällt mir automatisches Focus Stacking ein.
Zweifelsfrei etwas, das sich mit einer DSLM aktuell leichter umsetzen lässt, weil es dort als USP angepriesen wird, aber sehr einfach per Software auch in einer DSLR implementierbar wäre, wenn die Hersteller es tun würden. Auch hier also weniger eine technische Frage, sondern eine Frage des Wollens...

CB
 
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Also DIESEN entscheidenden Vorteil sehe ich jetzt gar nicht, und die Spinne hätte die D500 auch gekonnt.

Wenn Du meinst. Das Bild stammt aus dem Jahr 2014. Und wann tauchte eine D500 auf dem Markt auf?
Der Rücken der Spinne zeigt zu einer Mauer, deren Reflexlicht das Tier aufhellt. Die Aufnahme wurde vom Stativ gemacht,
fokussiert und ausgelöst über das Touchdisplay. Die Spinne war in Aktion.
Vielleicht kannst Du mir bestätigen, dass der Kontrast-AF der D500 so flott wie der, der hier verwendeten Olympus E-M10, arbeitet?

Viele Grüße
Herbert
 
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...wäre... wenn die Hersteller es tun würden. ...sondern eine Frage des Wollens...

Richtig.

Die Wahl für ein System/Hersteller hat viele Gründe, manchmal sind es nur Kleinigkeiten. Ich finde es daher müßig über Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme diskutieren zu wollen. Wie man allgemein sieht, erzeugt das oft nur Widerspruch.

Ich kann verstehen, dass jemand lieber mit einer DSLR arbeiten und den OFV benutzen möchte. Dazu sehe ich auch praktische Gründe für die Verwendung einer DSLR, bspw die AF-Performance.

Was ich allgemein nicht verstehe, ist die (subjektiv wahrgenommene) Ablehnung gegen eine Nikon DSLM?
 
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Nun, Christian, diese Bild hätte ich mit meiner Nikkormat FT2 nicht machen können, auch nicht mit Winkelsucher. Denn mit meinem Kopf hätte ich das Spinnennetz
zerstört. Selbst für die Kameramontage einer kleinen DSLR, wir haben auch eine D5100, zwischen Netz und der dahinter liegenden Mauer, hätte der Platz nicht
gereicht. Und eine in Aktion befindliche Spinne mit manueller Fokussierung bei diesem Abbildungsmaßstab auf den Punkt zu treffen und in dieser Position
dicht am Boden wäre wohl niemandem gelungen.



Ich bin demnächst auch wieder mit vielen Nikon-Kilogrammen unterwegs und dennoch begleitet mich zusätzlich eine kompakte MFT-Ausrüstung. Kameras sind Werkzeuge, die man
sich für den jeweiligen Aufnahmezweck aussucht. Auch bei Kameras gibt es nicht die eierlegende Wollmilchsau. Nur frage ich mich, warum ich zig Nikkore an spiegellose Kameras fremder Hersteller adaptieren muss um deren konstruktionsbedingte Vorteile nutzen zu können, weil Nikon bislang keine anbietet.

Viele Grüße
Herbert
 
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Wenn Du meinst. Das Bild stammt aus dem Jahr 2014. Und wann tauchte eine D500 auf dem Markt auf?
Die Aufnahme hätte ich Dir mit meiner D90 anno dazumal schon ohne größere Probleme erzeugen können. Was ist denn an der Auslösung per Touchdisplay so Besonderes gegenüber einem Funkfernauslöser, bei dem ich nicht mal die stativgesicherte Kamera ins Wackeln bringen muss?

CB
 
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Blinde Ablehnung kann ich so nicht erkennen.

Bevor ich einen Systemwechsel vornehme, will ich die für und wider genau für mich Klar haben.

Mal gesetzt den Fall, ich würde von Nikon zu Sony gehen, müsste ich richtig viel Geld in die Hand nehmen, mit der Ungewissheit ob der Schritt richtig war.

Hingegen, wenn Nikon eine DSLM anbieten würde und ich könnte alle meine Scherben behalten und weiter verwenden, wäre das schon mal was anderes!
 
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Habe ich "Blind" geschrieben? Die genauen Worte waren "allgemein" und "subjektive Wahrnehmung" Vielleicht liege ich ja auch falsch.
 
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