Partnerschaft mit Content Authenticity Initiative (CAI) ermöglicht mehr Sicherheit für digitale Bilder
Nikon trat als erster Kamerahersteller überhaupt im Oktober 2021 der Content Authenticity Initiative (CAI) bei. Vor wenigen Tagen hat sich nun auch Leica der Initiative angeschlossen.
Die CAI wurde 2019 von Adobe, Twitter und der New York Times ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, die Zunahme an Desinformation zu bekämpfen. Hierzu soll unter anderem ein internationaler Standard für Metadaten eingeführt werden. Damit soll es möglich sein, die Herkunft der Bilddatei zu bestimmen und generell digitale Daten sicher zuzuordnen. Eine von der CAI entwickelte Sicherheitsfunktion soll zum Schutz des geistigen Eigentums beitragen – und zwar direkt durch Implementierung in eine Kamera.
Warum ist das wichtig?
Leica beschreibt das Problem in seiner Pressemitteilung gut verständlich:Digitale Produkte und Services sind selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens. Neben allen Vorteilen, die sie bieten, können digitale Inhalte jedoch auch leicht manipuliert werden. Desinformationen breiten sich in der gesamten Medienlandschaft aus und entziehen das Vertrauen – auch in die Berichterstattung. Fotografinnen und Fotografen können kaum noch beweisen, dass sie Urheber ihrer eigenen Aufnahmen sind, was bei Konsumenten Zweifel an der Richtigkeit von Inhalten und Quellen hervorruft.
Wie sieht die Umsetzung aus?
Mit der Einführung der Sicherheitsfunktion wird automatisch jede Aufnahme mit einer fälschungssicheren Signatur versehen. Darin enthalten sind z.B. Informationen über Kameramodell und Bildinhalte. Diese Daten sollen über frei zugängliche Open-Source-Tools für jede und jeden einsehbar sein. Erkennbar wäre dann auch, ob die Aufnahme das Original ist oder ob sie bearbeitet wurde. So sollen Bildfälschungen und unerlaubte Nutzung erkennbar sein. Darüber hinaus wäre so auch ein Faktencheck von mit dem Bild zusammen verbreiteten Informationen möglich (Aufdeckung von „Fake News“).Leicas Entwicklerteam hat die Funktion im September 2022 erstmals in einer Leica M11 getestet. In der Pressemitteilung heißt es, dass die ersten Leica Kameras mit dem neuen Standard für 2023 geplant sind.
Nikon präsentierte die neue Technologie erstmals öffentlich auf der ADOBE MAX 2022 Creativity Conference in Los Angeles in einer Nikon Z 9, schränkt aber zur Vermeidung von Missverständnissen in einer Fußnote wie folgt ein:
Bei der Präsentation geht es Nikon darum, die derzeit in Entwicklung befindliche Funktion zur Bestimmung der Bildherkunft vorzustellen. Die Verwendung der Nikon Z 9 bei dieser Präsentation bedeutet nicht, dass dieses Modell künftig mit dieser Funktion ausgestattet wird.
Beide Unternehmen wollen die Sicherheitsfunktion für ihre Kameras weiterentwickeln und in Zukunft implementieren. Ob davon alle Kameramodelle betroffen sind oder nur einige und ab welchem Zeitraum genau diese Kameras erhältlich sind, bleibt zunächst offen.
Zur Webseite der Content Authenticity Initiative (CAI):
Content Authenticity Initiative
Join the movement for content authenticity and provenance. The CAI is a global community promoting adoption of the C2PA Content Credentials standard.
Quellen: Pressemitteilung Leica, Pressemitteilung Nikon
Bildnachweis: ©Leica
Was ich an Daten produziere, versuche ich tatsächlich so
datensparsam wie möglich zu tun.
Kartenzahlungen vermeide ich soweit möglich, ich kaufe
wann immer machbar mit Bargeld ein.
Man kann das nicht vollständig umgehen, aber der Punkt ist
daß ich in jedem Fall bewusst Daten generiere. Das ist bei den
Druckerpunkten oder steganographischen Kameramarkierungen
eben nicht der Fall. Da werden meine Lebensäusserungen ggf
gegen meinen erklärten Willen markiert und nachverfolgbar
gemacht.
Die Erfahrung zeigt daß jede Datensammlung irgendwann
missbraucht wird. Am besten legt man sie gar nicht erst an.
Gletschergrab
Nach der Lektüre zieht man sich - wie die Hauptperson - nur in eine Wolldecke gehüllt auf eine einsame Insel im Südwest-Antlantik zurück und lebt von Wasser aus einer Quelle.
Wer hier jetzt den gläsernen Bürger vermutet, sollte sich hier im Forum abmelden, denn eine Public-Key-Signatur wird auch von dem Webserver verwendet, um die Verbindung zu sichern. Wer sich mal damit beschäftigt hat, weiß daß das Verfahren im Prinzip genau so wie bei Signaturen funktioniert, nur umgekehrt. Ein Bild wird mit dem öffentlichen Schlüssel eines Empfängers signiert, und der Empfänger kann mit seinem geheimen Schlüssel feststellen, daß ein signiertes Bild nicht manipuliert wurde.