Nikon schließt seine Fertigung in China für Kompaktkameras


Mika

Sehr aktives Mitglied
Nikon lebt auch viel von der Eitelkeit der Endverbraucher. Mit einer D3400, dem neuen Af-P 10-20 VR, dem Af-P 18-55 VR, dem Af-P 70-300 VR und einem SB-700 kann man schon 80% der "normalen" Fotografischen Aufgaben lösen und auch ansprechende Videos für den Hausgebrauch drehen. Alles zusammen wiegt rund 1,8 kg und eröffnet fotografisch einen Bildwinkel von 15-450 mm (gemessen an Kleinbild). Das Ganze zu einem Preis von unter 1300 Euro. Das bietet in dieser Qualität und zu diesem Preis kein anderer Kamerahersteller. (...)
Ja das wird leider oft übersehen, Nikon hat auch im Einsteigerbereich ein sehr attraktives Angebot mit der Möglichkeit, dann mit der D5xxx etc über die Jahre aufsteigen zu können.
 
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Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
Natürlich kann man sich mit dieser "Ausrüstung" nicht unter Hobbyfotografen bewegen, ohne belächelt zu werden: Es gibt Werkzeug mit größerem Freistellungspotential, mit schnellerem Af, mit höherer Auflösung und ....
Das alles wiederum interessiert die "Generation Smartphone" nur mäßig, weil weder Kompakte, noch Handykameras das bieten (spezielle Ausnahmen mal ausgeblendet). Insofern ist das Paket an sich ein ziemlich gutes Kaufangebot. Natürlich kommen dann die Minderwertigkeitskomplexe, wenn die großen Schwadroneure in den Hobbyistenzirkeln/Clubs wieder rumtönen, dass man an sich nur mit FX, RAW und Objektiven >1:2,8 überhaupt gescheit fotografieren kann, aber das gehört vermutlich zum Spiel dazu... :rolleyes:

CB
 
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pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Die Abgrenzung zwischen den Kameraklassen finde ich überhaupt nicht problematisch. Im Gegenteil. Das ist soweit schlüssig. Die Unterschiede in der Bildqualität halten sich in Grenzen, um da Sprünge zu machen, muss man auf ein größeres Format gehen oder mindestens eine Generation überspringen. Und selbst dann halten sich die Verbesserungen bei einem Großteil der Motive auf einem kaum wahrnehmbaren Niveau. Insofern ist es gut und richtig, daß Nikon die mit bestimmten Ausstattungsmerkmalen die Modelle unterscheidet und so Luft auf ein Upgrade macht! Ansonsten sind wir hier sowieso alle bekloppt. Mein Vater, der durchaus mal gerne fotografiert, hat, wie bereits geschrieben, meine D80 bekommen. Das ist seine vierte Kamera. Angefangen mit ner Voigtländer in den 60ern. 1977 dann eine Canon AT-1. Seit etlichen Jahren eine Fuji Bridgekamera. Eine Kompakte und ne Polaroid zählen wir mal nicht mit, die hat Arbeitgeber für Baustellen-Doku bezahlt. Und ich? Den größten Teil der Kameras in der Vitrine hinter mir hatte ich aktiv im Gebrauch (wenn auch nicht immer das gleiche Exemplar). Ich habe seit 2005 (oder 2006) vier DSLR angeschafft, vorher zwei Olympus Digis. Und mit solchen "Karrieren" bin ich kein Einzelfall, ich glaube sogar, die Mehrheit der Foristen hier hat seine Kohle ähnlich konsequent investiert. Wenn der Normalo-Kunde auch so drauf wäre, wie wir, dann hätten die Foto-Hersteller manche Sorge weniger...
 
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Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
Wenn der Normalo-Kunde auch so drauf wäre, wie wir, dann hätten die Foto-Hersteller manche Sorge weniger...
Der "Normalo-Kunde" hat halt meist Kinder, ggf. eine Immobilie zum Abzahlen am Hals und will der Bagage und sich selbst 1-2x im Jahr einen netten Urlaub finanzieren, so dass die Prioritäten unter Berücksichtigung mittlerer Einkommen zumindest für einen gewissen Lebensabschnitt etwas anders gelagert sind als auf dem steten Erneuerungs- und Erweiterungsdrang der Fotoausrüstung. Das scheint mir eher ein Hobby der gut betuchten Rentner mit hübschen Erbschaften oder üppigen Betriebsrenten zu sein, die zwar fotografisch aufgrund zunehmender geistiger Erstarrung nicht mehr wirklich vorankommen, aber ihre Freude aus stetigen Neukäufen teurer Komponenten beziehen. Eigentlich gut für die Hersteller, schaut man sich den steigenden Strom an Renteneintritten der "Babyboomer"-Generation an, die ihre Kohle ja nicht nur auf Kreuzfahrten verpulvern können. ;)

CB
 
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Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
Wobei die Fotografie sicher nicht das schlechteste Mittel ist, diese geistige Erstarrung ein wenig aufzuhalten. ;)
Kann sein - ich erlebe allerdings konkret auch "Erstarrung" der Art, dass sich nur noch auf bekanntem Terrain bewegt wird und nichts wirklich Neues ausprobiert wird (wobei es dann Gleichaltrige >70J im gleichen Umfeld gibt, die durch sprühende Kreativität und Ausprobieren ein völliges Gegenbild abgeben). Aber das ist dann doch mehr OT...

CB
 
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VisualPursuit

Sehr aktives Mitglied
Das Foto-Magazin meldet heute daß in dem Werk in Wuxi Coolpix und Nikon 1 gefertigt wurden.

Was aus Nikon 1 jetzt wird, scheint sich damit noch klarer abzuzeichnen.
 
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Jakker

Sehr aktives Mitglied
Dass sie die Produktion von Kompaktknipsen damit quasi einstellen, wenn juckt das wirklich? Braucht kein Mensch, wenn ich mir die heutigen Kameras in den Smartphones ansehe.
Für mich, mit D700, D800 und D5 habe ich alles was ich die nächsten 30 Jahre fotografisch abdecken möchte, könnte, wollte, erledigt und werde keine Kamera mehr kaufen. Und, schlecht für Nikon, ich sehe auch mittelfristig keinen Grund, meinen Entschluss zu ändern. Ich werde also voraussichtlich auch in 30 Jahren (da bin ich 84! ;-) ) mit diesen Gerätschaften Bilder machen, soweit die Teile dann noch funktionieren... (und ich ebenfalls...)

Es ist also nicht ein Problem der Kompakten versus Smartphone.
Vielmehr ist es ein weiter reichender Umstand, der Nikon die nächsten Jahre Probleme machen wird: der Wegfall der geburtenstarken Semiprofessionellen, die keine High-End-Kamera mehr brauchen und die Bildreporter, die mehr und mehr mit Smartphones knipsen.
 
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Jakker

Sehr aktives Mitglied
:hae:

was issn das? du meinst, die fotoindustrie hat ein demografisches problem? weltweit?
:hehe::D

War wohl ein wenig unglücklich formuliert. Ich meinte die geburtenstarken Jahrgänge, die bisher viel Geld für ihr Geraffel ausgegeben haben und wahrscheinlich, so wie ich, für den Rest des Lebens versorgt sind, was das fotografische Zeugs angeht.

Und was kommt denn nach "Uns"; die Jahrgänge ab den 70ern und später, stemmen heute schon enorme Lasten und sind mit einer Teuerung konfrontiert bei gleichzeitig schlechteren Löhnen, was bei manchem der Kauf teurer Fotoausrüstung unmöglich macht.
Es kommt also zu den weniger werdenden potentiellen Käufern auch noch der Umstand hinzu, dass sie auch weniger für solche Hobbys ausgeben können.

Also ich sehe schwarz für Nikon und Co.
 
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Hanner B.

Administrator
Teammitglied
du meinst, das gilt weltweit? auch die dritte welt, brics-staaten, ostasien? die haben alle den gleichen demografischen verlauf wie deutschland? oder beziehst du dich nur auf deutschland? dann wird das nikon herzlich wenig interessieren.
 
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Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
War wohl ein wenig unglücklich formuliert. Ich meinte die geburtenstarken Jahrgänge, die bisher viel Geld für ihr Geraffel ausgegeben haben und wahrscheinlich, so wie ich, für den Rest des Lebens versorgt sind, was das fotografische Zeugs angeht.

Und was kommt denn nach "Uns"; die Jahrgänge ab den 70ern und später, stemmen heute schon enorme Lasten und sind mit einer Teuerung konfrontiert bei gleichzeitig schlechteren Löhnen, was bei manchem der Kauf teurer Fotoausrüstung unmöglich macht. Es kommt also zu den weniger werdenden potentiellen Käufern auch noch der Umstand hinzu, dass sie auch weniger für solche Hobbys ausgeben können.

Also ich sehe schwarz für Nikon und Co.
Ich nicht, denn z.B. die 1,2Mrd. Chinesen fangen gerade erst richtig mit dem Konsumieren an, gut erkennbar an den Mondpreisen, die man für Leica-Ware über ebay in China erzielen kann, und da spielt es herzlich wenig eine Rolle, ob in Deutschland 10.000 Kameras weniger pro Jahr abgesetzt werden können.

Zum Thema "Teuerung und schlechtere Löhne": Gefühlte Wahrheiten sind genau das, aber nicht die Realität. Wer von wirklich existentiell relevanter Lohnstagnation betroffen ist, verdient so wenig, dass er früher schon keine teuren Kameras kaufen konnte. Die "Mittelschicht" derjenigen, die immer noch Auto und Immobilie gut finanzieren können, hat im Gegenteil eher Einkommenszuwächse - a) durch unfassbare Summen, die aktuell oder demnächst vererbt werden, b) durch die positiven Einkommensentwicklungen bei gut Qualifizierten (im Mittel, bitte jetzt nicht wieder mit dem Einzelbeispiel des seit 10 Jahren arbeitslosen Ingenieur-Schwippschwagers kommen, den irgendwie jeder zweite zu haben vorgibt). Heisst: Es ist sehr wohl Geld da. Es ist so viel Geld da, dass die Leute massenweise Luxusgüter wie neue iPhones kaufen, obwohl es irrational ist. Die Teile werden aber eben nicht vorwiegend von der Generation 60+ gekauft.

Ich glaube Dir übrigens nicht, dass Du die nächsten 30 Jahre noch die D700 nutzen wirst, weil die Elektronik gar nicht mehr so lange durchhalten wird. ;-)

CB
 
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