Nikon schließt seine Fertigung in China für Kompaktkameras


nikcook

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Nikon schließt seine Fertigungstätte in China:





Und wo kommen in Zukunft die Objektive her, die Nikon dort gebaut hat ?

Wurde die Nikon1 nicht auch in China produziert ?
 
Zuletzt bearbeitet:

Stefan M.

NF Team
AW: Nikon schließt seine Fertigung in China

Schick, dann werden "Made in China"-Linsen ja zu gesuchten Sammlerobjekt(iv)en :frech:
 
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Christoph Blümer

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AW: Nikon schließt seine Fertigung in China

Und wo kommen in Zukunft die Objektive her, die Nikon dort gebaut hat ?
"Nikon Imaging (China) Co., Ltd. (NIC) was established in June, 2002 in Wuxi City, Jiangsu Province, China, and manufactured digital cameras and lens units for digital cameras. In recent years, however, due to the rise of smartphones, the compact digital camera market has been shrinking rapidly, leading to a significant decrease in operating rate at NIC and creating a difficult business environment. ..."

--> Weil die Smartphones zusehends den einfachen Kompaktkameras das Wasser abgraben, hat man dort Überkapazitäten.

"Moreover, besides NIC, the rest of the Company’s manufacturing and sales subsidiaries in China remain in full operation, and continue proactively developing business and services in China."

--> Die Produktion in China abseits der Kompaktkameras ist von der Entscheidung nicht direkt betroffen.

CB
 
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Didgeridoo

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Fraglich dennoch, wie Nikon zukünftig auf die branchenübergreifende Krise des DSLR-Marktes reagiert? Mehr Pixel bei steigenden Preisen dürfte kaum eine Lösung sein ...
 
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Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
Fraglich dennoch, wie Nikon zukünftig auf die branchenübergreifende Krise des DSLR-Marktes reagiert? Mehr Pixel bei steigenden Preisen dürfte kaum eine Lösung sein ...
Solange "mehr Pixel" immer noch ein Kaufargument für all die Leute ist, die Sensorauflösungen unter 100 MPix als Zumutung empfinden oder für die Naivlinge, die ihre Computer immer schon nach dem Kriterium "je mehr Megahertz, desto besser!" auswählten, ist auch da noch Luft nach oben. Allein das wird aber nicht reichen; DSLR im unteren Segment werden mehr dem Smartphone entlehnte "Spielfunktionen" brauchen und mittelpreisige DSLR werden in den Feldern besser werden müssen, wo heute die DSLM ihre Stärken haben (u.a. Video), mit dem Vorteil, dass sie eben auch noch einen hochwertigen Echtzeitsucher ohne Stromfresserei etc. haben (siehe all die Diskussionen zum Thema). Dann haben auch DSLR noch eine Zukunft im Markt.

Allerdings nähern wir uns anscheinend erneut einem Endpunkt wie schon in den frühen 90ern bei den analogen SLR, weil schlicht immer weniger Kaufanreiz für die neueste Generation vorhanden war/ist. Warum soll der Besitzer einer D5300 eine neue Kamera auf ähnlichem Größen-, Preis- und Funktionsniveau kaufen, solange sie nicht der Tod eines Bauteils zum Totalschaden macht? Welchen Nutzen hat er davon für seine Bilder? Die Frage müssen die Kamerahersteller sinnvoll beantworten.

CB
 
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Didgeridoo

Sehr aktives Mitglied
Warum soll der Besitzer einer D5300 eine neue Kamera auf ähnlichem Größen-, Preis- und Funktionsniveau kaufen, solange sie nicht der Tod eines Bauteils zum Totalschaden macht? Welchen Nutzen hat er davon für seine Bilder? Die Frage müssen die Kamerahersteller sinnvoll beantworten.

CB
Schlimmer noch. Vor einem Jahr hatte ich mir eine D700 in einem Anfall von "möchte auch mal FF haben" zugelegt. Einmal angetestet und seither steht sie in der Ecke. Meine DSLR-Favoriten sind weiterhin Fuji S5 und D70 für IR. Ungeachtet dessen verwende ich zunehmend Nobelkompakte, die es inzwischen gebraucht für'n Lau gibt. :fahne:
 
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VisualPursuit

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Gleichzeitig haut Canon eine G-Serie Kompakte nach der anderen raus.
Ob das wirklich der Markt allgemein ist, oder ist Nikon allgemein glückloser?
 
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pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Allerdings nähern wir uns anscheinend erneut einem Endpunkt wie schon in den frühen 90ern bei den analogen SLR, weil schlicht immer weniger Kaufanreiz für die neueste Generation vorhanden war/ist. Warum soll der Besitzer einer D5300 eine neue Kamera auf ähnlichem Größen-, Preis- und Funktionsniveau kaufen, solange sie nicht der Tod eines Bauteils zum Totalschaden macht? Welchen Nutzen hat er davon für seine Bilder? Die Frage müssen die Kamerahersteller sinnvoll beantworten.

CB
Das ist wirklich ein berechtigter Einwand. Allerdings sprechen wir von der Einsteiger-Linie. Diese Kameras werden zu 95% von Leuten benutzt, die nicht in der Lage sind, die Kamera auszureizen. Klingt hart, ist aber so. Bei den Profis oder engagierten Hobbyfotografen, die in der Praxis schon einen deutlichen Unterschied zwischen einer D810 und der D850 feststellen, sieht die Sache schon etwas anders aus. Aber auch hier nähern wir uns langsam aber sicher Limits. Wo mehr physikalisch nicht mehr geht und brauchen tut´s auch keiner mehr.
Als ich meine D80 vor 12 Jahren bekam, war dies für mich die erste Digitalkamera, mit der ich praktisch auf hohem Niveau fotografieren konnte. Zumindest hat mich die Kamera nicht daran gehindert :D. Die D80 habe ich neulich meinem Vater überlassen, der damit eh nur Schnappschüsse und Urlaubsbilder fotografiert. Wirklich nix, was hohe Iso braucht. Alles andere an dieser Cam ist echt ok.
Ich behaupte sogar, diese Kamera übersteigt die Qualitätsansprüche aller Leute, die nicht fortgeschrittene Amateuere oder Profis sind. Funktionell ist das Teil auch schon vollgepackt mit drahtlosem Blitzsystem etc. Da ist es echt schwer, mit technischen Argumenten was neues zu verkaufen. Die nächsten Kameras habe ich jedenfalls nicht gekauft, weil die Leistung zu gering war.
Die Fuji S5 kam als Auslaufmodell, weil ich ne zweite Kamera dazu wollte. Die D7000 habe ich wegen Video angeschafft. Sicherlich: Beide Kameras sind in der Haptik ein deutlicher Fortschritt gegenüber der D80. Aber darüber hinaus wüßte ich ehrlich gesagt nicht, welcher Grund sonst zum Neukauf hätte führen können.
Zum Glück sind Spiegelreflexkameras auch nicht von der Obsoleszenz anderer Elektronikartikel betroffen. Kein Vergleich mit Handys und Tintenstrahldruckern.
 
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Didgeridoo

Sehr aktives Mitglied
Jahresbericht 2016 vorgelegt: Mieses Jahr für Canon:

"Besonders hart trifft Canon die weiter stark sinkende Nachfrage nach Kompaktkameras, deren Verkäufe sind auf die Hälfte des Vorjahresniveaus zurückgegangen."
 
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Christoph Blümer

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Gleichzeitig haut Canon eine G-Serie Kompakte nach der anderen raus. Ob das wirklich der Markt allgemein ist, oder ist Nikon allgemein glückloser?
Oder die Verantwortlichen bei Canon machen es wie einst Nokia mit der schier undurchschaubaren Flut an neuen Handys ohne jede erkennbare Systematik in der Modellbezeichnung, um die Illusion eines boomenden Markts zu erzeugen und so ein ständiges "das muss ich auch haben"-Gefühl bei den Konsumenten zu erzeugen. Vielleicht ist Nikon diesmal auch nur etwas cleverer als Canon, ganz nach dem Motto "Wenn Du erkennst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab!"..?

CB
 
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schachspieler

Sehr aktives Mitglied
Bei den Profis oder engagierten Hobbyfotografen, die in der Praxis schon einen deutlichen Unterschied zwischen einer D810 und der D850 feststellen, sieht die Sache schon etwas anders aus.
Die Profis nahm ich mal aus, aber die meisten engagierten Hobbyfotografen reizen ihre Kamera doch auch nur technisch aus ...
*duckundweg*
 
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nikcook

Registrierte Benutzer_B
Vielleicht ist Nikon diesmal auch nur etwas cleverer als Canon, ganz nach dem Motto "Wenn Du erkennst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab!"..?

CB
Wenn man die Nikon-Brille aufhat, kann man das so sehen, mit der Realität hat das aber nichts zu tun:

"Canon announced their quarterly results. Imaging sales up 9%, Imaging operating profit up 31.1%. They specifically indicated increases in compact camera sales in the GX line (take that Nikon DL ;~). Overall, they believe demand will contract in lower-cost products, but continue strong in higher-cost camera models."



Im Gegensatz zu Nikon (Werksschließung) scheint Canon eine Vorwärtsstrategie zu haben:

"Canon will ab 2019 Digitalkameras wieder verstärkt in Japan produzieren. Dazu soll eine möglichst weitgehend automatisierte Fabrik in der Präfektur Miyazaki entstehen."

 
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pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Vielleicht liegt es auch einfach daran, daß Nikon bei digitalen Kompakten nie ein Händchen bewiesen hat. Schon vor 10, 12 Jahren griffen genug Foristen bei Kompakten eher zu Fuji, wie ich mal erstaunt bei einem Forumstreffen beobachtet habe. Ich selbst hatte mal ne 100-Euro-Digi für Reisen. Mal aus einer Laune heraus gekauft. Das Teil war nicht einmal bei freundlichen Wetterverhältnisse einigermaßen in der Lage, ansehnliche Bilder zu machen. Zum Vergleich: Kurze Zeit später bekam ich mein nächstes iPhone, diesmal mit eingebaute Leuchte. Das hat die Nikon dann entgültig abserviert. Da ist es doch kein Wunder, daß kein Mensch Bock auf diesen Kram hat.

Und bei höherpreisigen Produkten hat Nikon sich mit seiner Modell- und Designpolitik selber abgeschossen. Die 1er waren ganz coole Kameras. Ok, hab meine auch nur aus dem Ramschverkauf, aber die Leistung ist für ne Kompakte echt ansprechend. Nur die Bedienung ein Witz, wenn man damit ernsthaft fotografieren will. Schon bei DSLRs könnte man die Menüführung verbessern, aber was Nikon bei den 1ern abgeliefert hat, ist eine Beleidígung für jeden, der selbst gerne an Blende und Zeit schraubt. Dennoch unterm Strich ganz brauchbare Kameras.

Alles in allem verstehe ich bei den Systemkameras weder Nikon noch Canon. Es hängt nicht an der Technik, auch nicht an den Objektiven. Es hängt einfach daran, daß Sony und Fuji, selbst Olympus, einfach zu fairem Preis gute bis sensationelle Produkte bieten, die auch Emotionen ansprechen. Mit überzeugenden Konzepten. Damit kann man dann Kasse machen. Ersatzlos streichen kann schnell und einfach. Das ist keine Kunst. Und dass außer 7jährigen heute keiner mehr Digi-Kompakte braucht, liegt auch auf der Hand. Und selbst da habe ich so meine Zweifel... Nikon soll mal ne DX-Kompakte bauen. Mit elektronischem Sucher. Und edlem Design. Egal ob Optik wechselbar oder nicht. Ich bin sicher, die verdienen sich dumm und dämlich damit. Aber sie wollen nicht. Was soll man da machen...
 
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Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
Wenn man die Nikon-Brille aufhat, kann man das so sehen, mit der Realität hat das aber nichts zu tun:
"Canon announced their quarterly results. Imaging sales up 9%, Imaging operating profit up 31.1%. They specifically indicated increases in compact camera sales in the GX line (take that Nikon DL ;~). Overall, they believe demand will contract in lower-cost products, but continue strong in higher-cost camera models."
Der oben zitierte Geschäftsbericht spricht von einem Minus von 13% bei Kompaktkamers im FY16, und da ist mir dann recht egal, was Thom Hogans Sicht darauf ist, wenn Canon was anderes mitteilt.

Dass sie den Markt noch nicht aufgeben wollen und daher nochmal - u.a. mittels kostengünstigerer Fertigung - einen "Angriff" starten wollen, ist Canons freie unternehmerische Entscheidung. Die Smartphones nehmen dennoch immer mehr Raum in dem Markt ein und Nikon hat anscheinend entschieden, sich von seiner eh' schwachen Position in dem Markt zurückzuziehen. Dafür muss ich keine Nikon-Brille abnehmen, sondern nur lesen und verstehen, was geschrieben wird und nicht jede Entscheidung Nikons per se als dumm oder Versagen ansehen...

CB
 
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Didgeridoo

Sehr aktives Mitglied
Alles in allem verstehe ich bei den Systemkameras weder Nikon noch Canon. Es hängt nicht an der Technik, auch nicht an den Objektiven. Es hängt einfach daran, daß Sony und Fuji, selbst Olympus, einfach zu fairem Preis gute bis sensationelle Produkte bieten, die auch Emotionen ansprechen.
Um nur mal das Beispiel Olympus zu nennen:

t

"Wie praktisch alle Kamerahersteller will sich auch Olympus den hochwertigen und damit hochpreisigen Produkten zuwenden, um den Profit zu steigern."
 
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Didgeridoo

Sehr aktives Mitglied
Sowie das Pendant von Fuji ...

: Mit analoger Fotografie zum Erfolg

"Ein Sorgenkind ist dagegen inzwischen das Geschäft mit Digitalkameras. Dessen Rückgang wird mit den üblichen Argumenten begründet, an erster Stelle mit dem Wegbrechen der Kompaktkameras. Begegnen will Fuji dem zukünftig mit der noch stärkeren Hinwendung zu hochwertigen (und damit hochpreisigen) Produkten."

Nachtrag:



"Auch Digitalkameras laufen gut bei Fujifilm, hervorgehoben werden im Geschäftsbericht die Mittelformatkamera GFX 50S sowie die X-T20."

:fahne:
 
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Didgeridoo

Sehr aktives Mitglied
" , erwartet aber für das gesamte Geschäftsjahr ein etwas besseres Ergebnis als zuletzt prognostiziert."


Tja, ...
 
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peterkdos

Sehr aktives Mitglied
Tut mir leid, die Wertung ist ein Wischversehen....kann man sowas löschen?

Gruß

Peter
 
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Furby

Nikon-Clubmitglied
Nikon lebt auch viel von der Eitelkeit der Endverbraucher. Mit einer D3400, dem neuen Af-P 10-20 VR, dem Af-P 18-55 VR, dem Af-P 70-300 VR und einem SB-700 kann man schon 80% der "normalen" fotografischen Aufgaben lösen und auch ansprechende Videos für den Hausgebrauch drehen. Alles zusammen wiegt rund 1,8 kg und eröffnet fotografisch einen Bildwinkel von 15-450 mm (gemessen an Kleinbild). Das Ganze zu einem Preis von unter 1300 Euro. Das bietet in dieser Qualität und zu diesem Preis kein anderer Kamerahersteller.

Natürlich kann man sich mit dieser "Ausrüstung" nicht unter Hobbyfotografen bewegen, ohne belächelt zu werden: Es gibt Werkzeug mit größerem Freistellungspotential, mit schnellerem Af, mit höherer Auflösung und .... Für Nikon, aber auch für die Objektivhersteller ist es natürlich das tägliche Brot, dass gegen erhebliche Aufpreise und die Akzeptanz erheblich höheren Gewichts alles noch besser geht. Ähnlich wie bei Pkw ist die Ausrüstung bei Fotoamateuren ein Statussymbol, es muss nicht nur immer das her, was in Fotozeitschriften und Fotoforen als das Beste gilt, es muss auch immer das Neueste her, weil das ja automatisch auch besser ist, als der Vorgänger. Daher setzen die Hersteller auch nicht immer -auch zum Unbehagen der Konsumenten - alles um, was sie eigentlich könnten, um sich für die nächste Generation etwas in der Hinterhand zu halten. Das ist durchaus legitim. Problematisch ist, dass dennoch die Vorteile der neueren Generation immer marginaler werden, die Preise jedoch von Generation zu Generation kräftig anziehen. Außerdem kommen bei diesem schnellen Generationenwechsel immer mehr fast neuwertige und prima funktionierende Gebrauchtteile auf den Markt. Mit dieser Sättigungsphase im Segment der wertigen Produkte haben alle Hersteller immer mehr zu kämpfen. Auf der anderen Seite ermöglichen Mobiltelefone und Tablets immer bessere Fotos auf relativ einfachem Wege, so dass sie "Fotoapparate" (Ich benutze mal dieses unschöne aber gebräuchliche Wort) immer mehr überflüssig machen. Die fetten Jahre des digital-Foto-Hypes sind vorbei. Es kommen schwere Zeiten auf die Hersteller zu.
 
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