Sie haben beide einen Ultraschallantrieb, aber
denselben sicherlich nicht. Die Hardware ist anders, und die Softwareprotokolle sicherlich auch.
volkerm schrieb:
Bei den "elektronischen" Konvertern hängt sich die Konverterelektronik in die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv, verändert die Daten (z.B. Blenden- und Brennweitenumrechnung) und verändert das Timing der elektronischen AF-Ansteuerung.
Genau genommen nicht
zwischen Kamera und Objektiv, dort sitzt der Konverter nur physikalisch. Er kommuniziert nur mit dem Objektiv. Wenn man mal genau hinschaut, sieht man, das die Objektive mehr Kontakte haben als die Kameras, und die Konverter objektivseitig eben auch. Diese zusätzlichen Kontakte sind für die Kommunikation zwischen Objektiv und Konverter da, während die anderen 8 Kontakte praktisch durchgeschleift sind. Das Objektiv fragt den Konverter, wenn es einen sieht, was der denn für Umrechnungswerte für Offenblende und Brennweite hat, und das Objektiv meldet dann entsprechend modifizierte Werte direkt durch zur Kamera.
Wenn dann Objektive mit Konvertern konfrontiert werden, die Daten nennen, die sie nicht kennen, gibt's halt unvorhergesehene Ergebnisse. Und bei der Unzahl möglicher Kombinationen von Herstellern und Modellen ist es kein Wunder, wenn Sigmas nur mit Sigmas richtig wollen und Nikons nur mit Nikons. Daß der Kenko so gut funktioniert, ist ein kleines Wunder, aber auch der hatte in der vor-DG-Version seine Probleme.
Was mit dem AF passiert, weiß ich nicht im Detail, aber ich vermute, daß die Kommandos direkt durchgeschleift werden, jedoch das Objektiv dann u.U. je nach den Parametern, die der Konverter ihm genannt hat, Fehlverhalten zeigt.
Kleine Probleme mit der Kompatibilität gibt's auch Nikon-intern, z.B. zeigt mein AF-S 300/2.8 von 1996 mit dem TC17E eine Brennweite von 700mm statt 510mm, weil die Firmware des Objektivs den TC17E halt nicht kennt und das falsch umrechnet, denn der TC17E existierte damals noch nicht, und neuere Software hat Nikon für das Objektiv dann nicht mehr gebracht. Das 300/2.8 VR hingegen zeigt 500mm statt 510mm - einfach gerundet. Da sieht man ganz gut, dass das Objektiv selbst mit den Daten vom Konverter frei entscheidet, was es macht und an die Kamera meldet.
Maik