Nikon FE - Belichtungsmesser defekt?

Thread Status: Hallo In diesem Thread gab es keine Antwort mehr seit 30 Tagen.
Es kann lange dauern, bis Sie eine aktuelle Antwort erhalten oder Kontakt mit den relevanten Benutzern aufnehmen werden.

gearhead

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Hallo,
Ich habe folgendes Problem: Im Urlaub habe ich mit meiner FE fotografiert. Im Verlauf eines Filmes sind dann die Batterien leer geworden (waren schon schwach/vier Jahre alt) - soweit alles normal. Daraufhin bin ich dann in einen kleinen Laden im Dorf gegangen. Der Kerl schien nicht viel Ahnung zu haben und gab mir Batterien, die laut Hersteller noch acht Monate haltbar sind und laut ihm passend (und frisch:lachen:) waren. Allerdings waren die ziemlich eindeutig auch schon leer (Belichtungsnadel schnellte ohne Zusammenhang durch den Sucher). Danach ging ich in ein etwas größeres Fotogeschäft. Der ebenfalls etwas ratlose Verkäufer gab mir dreimal teurere Batterien, die aber ziemlich sicher neu und voll waren. Jetzt allerdings war die Nadel nicht mehr wie sonst im oberen linken Bildrand sondern lag immer (mit vollen Batterien!) bei ca. 4 sek. auf der Skala. Die Zeit stand in keinem Zusammenhang mit Blende oder Objekt. Objektive hab ich auch gewechselt, hat aber auch nichts geändert.
Nun meine Frage: Ist es möglich/wahrscheinlich, dass der Belichtungsmesser defekt ist? Ich war nicht gerade vorsichtig mit ihr und einmal war sie unter Umständen etwas arger Feuchtigkeit ausgesetzt (Fenster im Auto offengelassen --> Gewitter --> Kamera auf Sitz :rolleyes:.
Wenn ihr Möglichkeiten kennt, herauszufinden, was defekt ist bzw mir sagen könnt, was ein neuer Belichtungsmesser kosten würde, würde ich mich sehr darüber freuen :)
 
Anzeigen

Axel R.

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Moin,

nein, so als Ferndiagnose ist alles reine Spekulation, allerdings mußt du dich mit dem Gedanken vertraut machen, die Kamera zu wechseln denn Belichtungsmesser der FE werden schon seit Jahren nicht mehr repariert - zumindest nicht von offiziellen Nikon-Service-Points.

lg
Axel
 
Kommentar

Stefan_N

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Hallo,
Ich habe folgendes Problem: Im Urlaub habe ich mit meiner FE fotografiert.

Wenn ihr Möglichkeiten kennt, herauszufinden, was defekt ist bzw mir sagen könnt, was ein neuer Belichtungsmesser kosten würde, würde ich mich sehr darüber freuen :)

Hallo Gearhead,

die FE hat doch eine Batteriekontrolle, die rote Leuchtdiode auf der Rückseite neben dem Sucher zeigt an ob die Batterie noch 'Saft' hat.

für die Belichtungsmessung der FE gibt es keine Ersatzteile mehr. Sollte deine Kamera also nicht nur feucht geworden sein, sieht es schlecht aus. Andererseits gibt es FEs gebraucht inzwischen recht günstig.

Mein Vorschlag wäre, die Kamera mal gründlich zu trocknen und vor allem das Zeitenrad und die Filmempfindlichkeitseinstellung mal häufiger zu bewegen. Evtl. haben sich da Schmutz und Feuchtigkeit angesammelt und sind die Ursache deiner Probleme.

Gruß

Stefan
 
Kommentar

jsc69

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Bevor du das nächste mal wieder eine Odyssee auf der Suche nach Batterien machen mußt.
Die alten Nikons schlucken auch zwei LR44. Werden auch mit der Bezeichnung SR44 oder AG13 verkauft.
Das sind wirkliche Allerweltsknopfzellen, die man eigentlich in jedem Elektronikladen für kleines Geld finden sollten. Zum Beispiel bei Conrad in passenden Zweierpack für 1,32 Euro.
 
Kommentar

gearhead

Unterstützendes Mitglied
Registriert
die FE hat doch eine Batteriekontrolle, die rote Leuchtdiode auf der Rückseite neben dem Sucher zeigt an ob die Batterie noch 'Saft' hat.

Ja, ich hätte vorher loslaufen sollen, weil die kaum noch sichtbar war, allerdings sind diese Dioden bei der FE auch eine echte Schwachstelle, weil die bei einen Wackelkontakt hat und ich das auch schon als Fehler bei so manchen ebay-Auktionen gelesen habe.

Mein Vorschlag wäre, die Kamera mal gründlich zu trocknen

Was genau soll ich denn trocknen? Von außen ist alles sauber und trocken und von wegen aufmachen - das trau ich mich nicht wirklich. Ich bin mir auch nicht sicher, dass sie nass geworden ist.

Bevor du das nächste mal wieder eine Odyssee auf der Suche nach Batterien machen mußt.
Die alten Nikons schlucken auch zwei LR44. Werden auch mit der Bezeichnung SR44 oder AG13 verkauft.
Das sind wirkliche Allerweltsknopfzellen, die man eigentlich in jedem Elektronikladen für kleines Geld finden sollten. Zum Beispiel bei Conrad in passenden Zweierpack für 1,32 Euro.

Danke für den Tip! Der Kerl in dem zweiten Laden hat mir allerdings auch die SR44 verkaufen wollen - von Varta für 5,99 das Stück :eek:
Mein Problem ist eben, dass es bei mir in der Nähe (Marburg) so gut wie keinen Fotoladen gibt, der Ahnung von Kameras hat bzw. speziell von Nikon-Kameras...
 
Kommentar

Stefan_N

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Was genau soll ich denn trocknen? Von außen ist alles sauber und trocken und von wegen aufmachen - das trau ich mich nicht wirklich. Ich bin mir auch nicht sicher, dass sie nass geworden ist.


Zumindest Objektiv runter Rückwand öffnen und an einen möglichst trockenen Platz bringen. Ich habe mit meiner FE noch keine Feuchtigkeitsprobleme gehabt, aber die F301 eines Freundes hat im tropischen Regenwald mal nur durch geringe Feuchtigkeit zu spinnen begonnen. Er hat sich dann auch eine FE zugelegt, dann war Ruhe.

Für den Fall der Fälle, dass die Kamera mal wirklich nass wird: der Kameraboden lässt sich Entfernen ohne dass da schreckliche Dinge passieren. :)


Mein Problem ist eben, dass es bei mir in der Nähe (Marburg) so gut wie keinen Fotoladen gibt, der Ahnung von Kameras hat bzw. speziell von Nikon-Kameras...

Ich muss gestehen, dass ich an meiner FE einen Minolta-Kameragurt dranhabe. :fahne:An dem befindet sich ein kleiner Plastikbehälter in den genau ein (Ersatz-)Batteriesatz reinpasst...

Stefan
 
Kommentar

gearhead

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Zumindest Objektiv runter Rückwand öffnen und an einen möglichst trockenen Platz bringen.

Okay, das probier ich mal. Vorher muss ich nur noch den Film mit M90 und B vollmachen...

Ich muss gestehen, dass ich an meiner FE einen Minolta-Kameragurt dranhabe. :fahne:An dem befindet sich ein kleiner Plastikbehälter in den genau ein (Ersatz-)Batteriesatz reinpasst...

:D hab ich auch! Und jetzt weiß ich auch endlich, wozu dieses "unnütze" Plastikteil gut ist. :) danke!
 
Kommentar

tengris

Sehr aktives Mitglied
Registriert
an einen möglichst trockenen Platz bringen.

Der trockenste Platz der Welt ist ein luftdichter Behälter oder eine Türe, in welche man alles reinpackt, was man so auf die Schnelle an Silica Gel findet. Das sind die kleinen Säckchen mit Granulat, die bei jedem Optik- und Elektronikprodukt in der Verpackung sind. Wenn das Zeug schon länger rum liegt und vielleicht schon Umgebungsfeuchtigkeit aufgenommen hat (wird dann bläulich), kann man es zur Sicherheit vorher im Backrohr trocknen. Damit sollte auch verborgene Feuchtigkeit raus zu ziehen sein.


Da du immer von Batterien in der Mehrzahl sprichst: FE/FM mit oder ohne Zusatzziffern funktionieren auch mit einer einzelnen 3V Lithiumzelle CR-1/3N. Die ist so hoch wie zwei Knopfzellen und daher direkt einsetzbar. Ich habe den Eindruck, dass das Ding länger Saft liefert als 2 Knopfzellen und ziemlich lang lagerfähig ist es auch. Passt auch in die Minoltahalterung.
 
Kommentar

gearhead

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Der trockendste Platz der Welt ist ein luftdichter Behälter oder eine Türe, in welche man alles reinpackt, was man so auf die Schnelle an Silica Gel findet. Das sind die kleinen Säckchen mit Granulat, die bei jedem Optik- und Elektronikprodukt in der Verpackung sind. Wenn das Zeug schon länger rum liegt und vielleicht schon Umgebungsfeuchtigkeit aufgenommen hat (wird dann bläulich), kann man es zur Sicherheit vorher im Backrohr trocknen. Damit sollte auch verborgene Feuchtigkeit raus zu ziehen sein.

Ich schau mal, ob ich sowas noch finde in dem ganzen Verpackungswust um mich herum ;)

Da du immer von Batterien in der Mehrzahl sprichst: FE/FM mit oder ohne Zusatzziffern funktionieren auch mit einer einzelnen 3V Lithiumzelle CR-1/3N. Die ist so hoch wie zwei Knopfzellen und daher direkt einsetzbar. Ich habe den Eindruck, dass das Ding länger Saft liefert als 2 Knopfzellen und ziemlich lang lagerfähig ist es auch. Passt auch in die Minoltahalterung.

Dass sie unter Umständen länger halten, wusste ich nicht, aber dass sie an sich passen, habe ich heute morgen in der Bedienungsanleitung meiner (neuen) FA gelesen. Mal sehen, was ich im Geschäft finde und wies kostenmäßig aussieht...

Edit: Hab noch ein Säckchen Silica-Gel gefunden und die vorne und hinten offene Kamera zusammen damit in eine Tüte gepackt, die luftdicht verschlossen und das in eine ziemlich luftdichte Keksdose gelegt. Wie lange soll ich das so liegen lassen? Eine Woche? Zwei? Länger?
 
Kommentar

tengris

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Keine Ahnung. Aber ich würde sagen, du willst ja keinen feuchten Keller trocken legen. Probier halt nach ein paar Tagen aus, ob sich die Symptomatik der Kamera verbessert hat.
 
Kommentar

gearhead

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Update:
Heute habe ich die Kamera wieder aus ihrem "Trockenraum" geholt und getestet. Seltsam war, dass die Belichtungsmesseranzeige, wenn ich auf den Entriegelsknopf der ASA-Einstellung gedrückt habe, zeitweilig, die Nadel realistische Zeiten angezeigt hat. Allerdings halt relativ kurzfristig immer nur und auch nicht zuverlässig.
Ich bin dann heute in das meiner Meinung nach kompetenteste Geschäft in der Gegend gefahren. Der Mann meinte ersteinmal: "Wackelkontakt klingt schon mal schlecht." Nach längerem ausprobieren kam dann ein ernüchterndes "Die Elektronik ist im Arsch". Schade eigentlich. Er meinte auch, dass eine Reparatur weit über 50,- Euro kosten würde und da eine FE bei ebay ja gerade bei 50,- liegt, beerdige ich meine erste SLR überhaupt irgendwo im Schrank als nutzloses Andenken. Als Ersatz habe ich aber ja glücklicherweise meine FA mittlerweile :).
Danke Euch allen für die Hilfe. :up:
 
Kommentar

tengris

Sehr aktives Mitglied
Registriert

Das ist jetzt ein bekanntes Leiden der Nikon EM, welche in dieser Hinsicht mit der FE/FM nicht baugleich ist:

Bei ersterer ist zur Übertragung der eingestellten Anzahl von Abblendstufen ein simples Potentiometer (leitende Kunststoffbahn, auf der ein Schleifer gleitet, der die Stellung des Blendenrings überträgt). Mit der Zeit verschlechtert sich der Kontakt (gleicher Effekt, welcher bei alten Radios den Lautstärkeregler krachen lässt). Dadurch springt die Nadel des Belichtungsmessers wüst herum (will bei der 1/1000 sec oben raus) und die angezeigten wirren Zeiten werden auch tatsächlich so gesteuert, was zu zufällig unterbelichteten Bildern führt.

Bei der FE ist die Konstruktion anders (statt Schleifer direkt auf der Widerstandsbahn gleitet dieser auf einer Art Kamm aus Goldkontakten), sodass diese Abnutzungsprobleme nicht auftreten sollten. Sollte aber Schmutz in die Kamera kommen, welcher den Kontakt beeinträchtigt, wären ähnliche Effekte denkbar. Probier einmal aus, ob das Problem sich mit der Stellung des Blendenrings ändert, bzw. ob beim Drehen des Blendenrings der Mitnehmer brav nachfolgt. Bei einem Problem in diesem Bereich sollte Ersatz leicht aus einer defekten Kamera zu gewinnen sein. Soferne du feinmechanisch bewandert bist oder einen solchermaßen erfahrenen Freund hast, der dir noch was schuldet. Sobald du die Kamera auch nur zum Zerlegen und Zusammenbauen in eine Werkstatt trägst, kommst du mit 50 Euro wieder nicht weit.
 
Kommentar

skahde

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Da das Problem in direktem Zusammenhang mit dem Gefummel am Batteriefach aufgetreten ist, würde ich ein Problem in dieser Region vermuten. Möglicherweise ist nur der Lötpunkt am Batteriefach korrodiert. Das lässt sich bei abgenommenem Bodendeckel leicht beheben. Irgendwo hab ich auch noch das Servicemanual auf der Platte...

Viele Grüße

Stefan
 
Kommentar

gearhead

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Sollte aber Schmutz in die Kamera kommen, welcher den Kontakt beeinträchtigt, wären ähnliche Effekte denkbar. Probier einmal aus, ob das Problem sich mit der Stellung des Blendenrings ändert, bzw. ob beim Drehen des Blendenrings der Mitnehmer brav nachfolgt.

Danke für die Idee. Aber der Blendenmitnehmer funktioniert (hatte ich auch im Laden probiert). Und es ändert sich nichts am Verhalten, wenn ich die Blende verstelle.
Kann ich die Kamera auch oben aufmachen, ohne Gefahr zu laufen, irgendwas langfristik kaputt zu machen? (Nicht, dass das schlimm wäre...)

Da das Problem in direktem Zusammenhang mit dem Gefummel am Batteriefach aufgetreten ist, würde ich ein Problem in dieser Region vermuten. Möglicherweise ist nur der Lötpunkt am Batteriefach korrodiert. Das lässt sich bei abgenommenem Bodendeckel leicht beheben. Irgendwo hab ich auch noch das Servicemanual auf der Platte...

Okay, ich werde die Kamera aufmachen, sobald ich wieder einen kleinen Schraubenzieher habe/finde... Deine Idee klingt logisch. Denn mittlerweile scheint die gesamte Kamera nicht sicher mit Strom versorgt zu werden: Vorher gingen die elektronisch gesteuerten Zeiten ohne Probleme, mittlerweile klappt der Spiegel hoch, der Verschluss geht auf und - bleibt auf! :eek:
Ich schau mal, was es damit auf sich hat.
 
Kommentar

MarcoL

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Das Problem der Verschluss offen bleibt hatte ich mal bei meiner F3. Irgendetwas im innern war anscheinend abgebrochen. Die beim Service haben das dann repariert.
 
Kommentar
Oben Unten