Erst einmal: Vielen Dank an die early Adopter für die Bilder!
Das Objektiv ist wirklich eine Wucht - sehr scharf schon bei Offenblende mit einem fantastisch cremigem Hintergrund. Man sieht aber schon an den wenigen Bildern in diesem Thread, wie schwierig es ist, mit der geringen, dann aber sehr deutlich herausgezeichneten Schärfenebene umzugehen. Mir ist klar, dass dies hier überwiegend auf die Schnelle produzierte Bilder zum ersten Zeigen sind, und deshalb will ich auch nicht auf alles eingehen, was mir aufgefallen ist, und dies ist auch nicht überzubewerten. Aber als Beispiel: Rein von der Komposition her stören mich die unscharfen blauen Blümchen im Vordergrund des ansonsten rattenscharfen Hasi in #5 . Und beim Portrait #8 verläuft das Sofa zwar schön weich im Hintergrund. Trotzdem wäre es für eine harmonische Bildwirkung aus meiner Sicht vorzugsweise gewesen, es aus dem Hintergrund herauszuhalten oder anders zu platzieren.
Wie gesagt, das soll weder eine Kritik am Fotografen, noch am Objektiv sein, sondern nur auf die gestalterischen Herausforderungen hinweisen, die auch dieses großartige Objektiv an uns Fotografen stellt.
(Und bevor mir jemand eine Neidkampagne vorwirft oder dass ich das Objektiv madig machen wolle: Nichts liegt mir ferner; ich habe es selbst.)
Nimm eine Skatkarte und lege sie vom Contax zum Biotarschriftzug.
Das ist dein Sensor. Deine Schärfeebene. Die Dicke der Skatkarte entspricht übertrieben f1.2. Nun nimm Stapel von 50 Skatkarten.
Entspricht f4.5 oder mehr. Verständlich?
Mit Tiltobjektiv geht das auch von Aufnahmestandpunkt weiter unten. Dazu kippst du die Karten an. Der gleiche Effekt.