Nikkor z 14-30/4 Verzeichnungskorrektur Spielereien

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Wuxi

NF-Platin Mitglied
Platin
Registriert
Ich hab mal herumgespielt weil ich neugierig war.

Ich habe ja das Nikkor z 14-30/4 hatte es auch im Einsatz und bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen!

Jetzt habe ich verschiedentlich über die Verzeichnungkorrektur gelesen und dass diese neuen Objektive so gerechnet sind, dass Verzeichnung und Vignettierung akzeptiert werden (da sie herausgerechnet werden können) und man daher lieber Formfaktor und Schärfe optimiert.

Schön ist ja dass man davon gar nichts merkt!

Ich mache ein Foto, lade das NEF in Capture One Pro und dann sieht das Ergebnis so aus:

vz-02.jpg
z 14-30/ bei 14mm
(Freihand, sorry schief und auch kein bisschen bearbeitet)

Na ja, jedenfalls ist da am unteren Bildrand keine Tonnen- oder Kissenverzeichnung zu erkennen.
 
Anzeigen
EDIT: Fehler meinerseits! Siehe Post 5!
Tja und dann hab ich das Bild in C1P mal gecloned, bin in die Funktion Objektivkorrektur und hab die mal abgeschaltet.

vz-03.jpg
Gleiches Bild wie oben, jedoch mit abgeschalteter Verzeichnungskorrektur

Da wird das Bild zum Kissen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
EDIT: Fehler meinerseits! Siehe Post 5!
Dann gibt es noch eine weitere Funktion die es erlaubt die Bildteile zu zeigen die im rechteckigen Zuschnitt nicht sichtbar sind.

Das sieht dann so aus:
vz-04.jpg
Bild von oben mit Ansicht aller Bildinformationen.

Das verstehe ich nicht!
Wie kann es sein dass der Bildsensor ein Kissen liefert?
Versteht das jemand?
 
Zuletzt bearbeitet:
3 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
Bild 1 zeigt das Bild nach kamerainterner Korrektur der Objektiv-Verzeichnung.
Bild 2 zeigt das Bild ohne diese Korrektur.
Bild 3 ist etwas ganz anderes. Die Software (das haben Lightroom und Photoshop auch) kann Dein Bild automatisch gerade richten; das ist eine Funktion, die man auch für andere Dinge verwenden kann, z.B. wenn man die Kamera beim Fotografieren verkanntet hat; dabei schneidet es die durch die Entzerrung und Geraderichtung entstehenden krummen Bildteile am Rand automatisch ab. Man kann diese aber auch anzeigen lassen.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Wenn ich dieses Kissen zum Rechteck zerre würde das Motiv tonnenförmig verzerrt sein.

Hat das 14-30 bei 14mm nun eine kissenförmige oder eine tonnenförmige Verzeichnung?
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Bei 1 und 2 völlig einverstanden.
Bei 3 bin ich nicht mit der Erklärung zufrieden.

Ich habe auch keine automatische Korrektur aktiviert.

Bild 2 und 3 sehen am Bildschirm beide identisch aus also wie wie 3, nur dass man beim Croppen erst dann weiter öffnen kann wenn man eine Einstellung wegnimmt die die Anzeige von leeren Bildbereichen verhindert..
 
Und zuletzt habe ich mich gefragt: "warum sieht man im Sucherbild eigentlich die Verzeichnung nicht?"
vz-01.jpg

Logisch eigentlich: weil schon das Sucherbild ein korrigiertes Bild anzeigt.

Man kriegt also im normalen Workflow die unverzerrte Darstellung gar nie zu sehen.

(Will man auch lieber nicht, könnte einen schwindlig machen ;-))


Entschuldigt die schlechten Bilder, es war nur ein Q&D Experiment weil ich es mal sehen wollte.
 
2 Kommentare
Sans Ear
Sans Ear kommentierte
...und in der Wiedergabe ein ebenso korrigiertes jpg, oder?
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Ja auch in der Wiedergabe. Da war es klar.

Aber dass das bewegte Sucherbild laufend errechnet wird war mir nicht bewusst.
Ist aber eigentlich logisch: wenn man ein Movie dreht muss ja auch ständig jeder einzelne Frame entzerrt werden!
 
Ahhh, ich habe einen Fehler gemacht. In Bild 2 und 3 war der Verzeichnungsregler auf 100% und ich dachte das muss so.

Aber nein: 0% wäre richtig!
Und dann sieht das Bild so aus:


vz-05.jpg

Jetzt ist die gesamte Bildinformation drauf und zwar im Rechteck.

Ist schon der Hammer was die Automatik ausgleicht.

Das 14-30 wäre ohne das fast schon unbrauchbar....
 
1 Kommentar
C
Christian B. kommentierte
Tonnenförmig ist auch logisch und bei WW üblich.
 
Das ist bei meinem nicht gerade billigem Nikon 16-80 nicht viel anders. Anfang und Ende das Zooms
haben erhebliche Verzeichnungen. Habe beim ARC die automatische Verzeichniskorrektur immer auf ein.
Geht gar nicht anders. Ja ... schon fast unbrauchbar .
 
1 Kommentar
Wuxi
Wuxi kommentierte
Das hab ich ja auch.
Gerade mal durchgeguckt:
- Verzeichnung ist nicht so schlimm wir hier oben (aber fast)
- Verzeichnung im Sucher sichtbar (LOGISCH!)
- Verzeichnung im Live-View auch sichtbar! (vielleicht habe ich eine Option verpasst)
- Verzeichnung im Bild (JPG) weggebügelt.
 
Und jetzt die Preisfrage:
Ist Bild #1 14mm Brennweite oder ist Bild #5 14mm Brennweite?
 
1 Kommentar
P
pulsedriver kommentierte
In der Regel halten sich die Herstelelr daran, dass die Brennweite nach der Korrektur genommen wird. gerundet wird trotzdem, 14mm kann auch effektiv 14.5mm sein. Das ist aber auch bei rein optischer Korrektur so.
Ich nutze den Effekt aktuell gerne bei meinem 24-105 Canon. Das verzeichnet recht stark am kurzen Ende, grade wenn man was breiteres Bildformat wählt als 3:2 und somit die dann kritischen Ecken loswird, geht da mit RAW (das schwarze Ecken hat!!) und manuell entzerren einiges mehr an Breite drauf, schätze ca. 22.5mm!
 
Da sieht man sehr deutlich, dass die heutigen Objektive was manche optische Eigenschaften der Hardware alleine betrifft, ziemlich schlecht sind.
Dazu zählt nicht nur die Verzeichnung, Vignettierung, Kontrast und Farbwiedergabe, sondern auch CA und Koma. Der Verdacht liegt auch nahe, dass vielleicht auch hier und da an der Schärfe nachkorrigiert wird.
Viele dieser Objektive wären zu analogen Zeiten testmäßig verrissen worden und umgehend in der Tonne gelandet.

Da bin ich oft froh, dass ich vorwiegend gute Objektive aus diesen analogen Zeiten verwende. Die nativen Ergebnisse sind nicht so extrem "verbeult" und lassen sich auch von Hand noch mit vertretbarem Aufwand korrigieren.

Diese Entwicklung erschwert auch zunehmend die Verwendbarkeit von Objektiven an anderen Systemen als dem originalen. Aber das ist wiederum im Sinne der Hersteller.

Grüße - Bernhard
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Die AF-Super-Weitwinkel die ich verwende kommen alle von Sigma (3,5/14, 4,5-5,6/12-24, 2,8-4,0/17-35) und verzeichnen nicht annähernd so stark wie das hier gezeigte Z Nikkor. Zudem habe ich noch 20-mm-Festbrennweiten: Sigma 1,8/20 AF, Soligor 2,8/20 und ein symmetrisches Russar 10/20, die ebenfalls alle verzeichnungstechnisch sehr gut sind.
Die anderen optischen Eigenschaften sind gut bis sehr gut (ausgenommen das 72 Jahre alte Russar) und prima von Hand nachkorrigierbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
C
Christian B. kommentierte
Das Sigma 3.5/14mm AF habe ich auch mal gehabt, das war noch schlechter als das Nikkor 2.8/14mm AF-D. Das 4.5-5.6/12-24mm hatte ich auch, das war recht gut - aber dem 2.8/14-24mm AF-S doch unterlegen, weshalb ich es auch verkauft habe.

Bei der Verzeichnung muss man wie bei der Vignettierung beachten, dass sie im Nahbereich und Fernbereich sehr unterschiedlich ausfallen können. Vignettierung ist häufig im Nahbereich besser korrigiert als im Fernbereich, bei der Verzeichnung ist es häufig anders herum. Deshalb muss man auch aufpassen, wie man vergleicht. Bei dem Beispiel von Wuxi ist man ja ziemlich dicht dran. Ich verwende das 14-30mm meist für Landschaften, und da ist es ausgezeichnet.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Um Missverständnissen vorzubeugen:
Ich behaupte nicht, dass die Ergebnisse aus den neuen Objektiven und Kameras NACH den Software-Korrekturen schlechter wären als die unkorrigierten Ergebnisse der "analogen" Objektive.
Bei den hier gezeigten Bildern liegt nur der Verdacht nahe, dass die neuen "digitalen" Objektive als "nackte", unkorrigierte Hardware nicht nur bei der Verzeichnung einigen älteren Objektiven nachhinken.
Ein direkter Vergleich ist hier dadurch schwierig, weil man kaum unkorrigierte Daten der digitalen Neuheiten zu sehen bekommt.
Deswegen finde ich es interessant, was @Wuxi hier gezeigt hat.
 
C
Christian B. kommentierte
Ja, das ist ja auch bekannt und wird nicht bestritten. In den anderen Disziplinen sind die neuen Objektive aber den alten weit voraus. Vignettierung und Verzeichnung - für Dia-Fotografen ein No-Go und Horror sind plötzlich lässliche Sünden, die man zu Gunsten von Kontrast, Schärfe, Vermeidung von Koma und CA etc. vernachlässigen kann, weil sie sehr gut zu korrigieren sind.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Mindestens auch CA wird ebenfalls bei vielen Kombis im Gerät selbst korrigiert. Ich vermute, dass an den anderen Parametern auch fleißig gedreht wird, auch wenn man es nicht direkt nachprüfen kann.
Wieso auch nicht, wenn's schön macht...
Aber nur Vorteile hat das wie gesagt nicht. Denn ein Objektiv kann nativ gut softwaremäßig auskorrigiert sein, aber an einem "fremden" Gehäuse wird es vielleicht schon etwas hapern.
 
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wird in Darktable und RAW Therapie die Daten erst mal ohne Objektiv korrekt angezeigt. Die interne Korrektur der RAW's wird meiner Meinung nach hier nicht angewendet
 
1 Kommentar
Wuxi
Wuxi kommentierte
Das Verhalten kann man in Capture 1 Pro einstellen.

Aber der Default ist, dass die vom Kamerahersteller empfohlene Korrektur angewendet wird.
 
Sorry, vielleicht etwas zu spät im Thread. Nach langem Abwägen hab ich mir erst im Sommer '21 (viel zu spät!!!) das Objektiv gekauft - es ist echt gut, mit wenig Gewicht und kleinen Abmessungen eine derart hohe Leistung zu bekommen. Natürlich habe ich auch das Spiel "mit / ohne Korrektur" betrieben. Wie in einigen Tests zu erfahren, erfolgen die Korrekturen hauptsächlich im Bereich von 14 bis knapp 16 mm Brennweite, bei Brennweiten ab 16 bis 17 mm sind die Korrekturen nicht mehr intensiv. Bisher hatte ich als kürzeste Brennweite 20 mm Festbrennweite zur Verfügung und ich wollte einfach sehen, wie Bilder mit noch kürzeren Brennweiten gestaltet werden können... das ist nochmals eine neue Art zu fotografieren! Auch bei Bildern mit vielen geraden Linien - bisher keine Probleme mit diesem Objektiv. Was wirklich anders ist: stürzende Linien können nicht endlos (per Bildbearbeitung / Perspektiv-Ausgleich) parallel gezogen werden, da geht die Bildabsicht oft verloren, auch wenn es bei der Aufnahme anders gedacht war. Es ist eine andere Herangehensweise erforderlich und ich fange an mit dem 19 mm mit Perspektiv-Korrektur-Objektiv zu liebäugeln... leider außerhalb der Sparschweinbäuche... also die optische Achse nicht so weit nach oben ziehen und das untere Bilddrittel hinterher beim Beschnitt abkoppeln. Da bin ich mit 24 MPix Sensor dann bei ca. 16 oder evtl. auch nur 12 MPix, aber besser als keine Möglichkeit für die Bild-Idee.
 
1 Kommentar
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Am besten eine Stehleiter mitführen. Ich sehe Brennweiten unter 18mm auch als problematisch an und nutze ein 14er nur zu Doku Zwecken. Bei geometrischen Linien ist der Standpunkt das A und O, und trotzdem geht in der Nachbearbeitung meistens mehr verloren wie gewollt.
 
…sehr interessant, wie die Ansichten mit der Zeit den vorhandenen Tatsachen angepasst werden, vilen Dank für das Zeigen.

Ich kann mich noch erinnern, wie der 4.0/24-120 „verrissen“ wurde. Auch heute noch gehört er zu „schlechten“ Linsen, zumindest hier im Forum.

Ich benutze ihn sehr gerne.
 
Kommentar
Da sieht man sehr deutlich, dass die heutigen Objektive was manche optische Eigenschaften der Hardware alleine betrifft, ziemlich schlecht sind.
Dazu zählt nicht nur die Verzeichnung, Vignettierung, Kontrast und Farbwiedergabe, sondern auch CA und Koma. Der Verdacht liegt auch nahe, dass vielleicht auch hier und da an der Schärfe nachkorrigiert wird.
Viele dieser Objektive wären zu analogen Zeiten testmäßig verrissen worden und umgehend in der Tonne gelandet.

Da bin ich oft froh, dass ich vorwiegend gute Objektive aus diesen analogen Zeiten verwende. Die nativen Ergebnisse sind nicht so extrem "verbeult" und lassen sich auch von Hand noch mit vertretbarem Aufwand korrigieren.

Diese Entwicklung erschwert auch zunehmend die Verwendbarkeit von Objektiven an anderen Systemen als dem originalen. Aber das ist wiederum im Sinne der Hersteller.

Grüße - Bernhard

Koma kann man digital kaum wegkorrigieren. CA nur in Grenzen. Irgendwann kostet sie einfach auch Schärfe.
Kontrast und Farbwiedergabe sind an einer digitalen Kamera nun wirklich kein Problem und problemlos einstellbar.
Gut korrigierbar sind Verzeichnung und Vignettierung in einem gewissen Rahmen. 5 Blenden Vignettierung korrigieren, das geht nach hinten los, erst recht bei hohen ISO. 2 Blenden hingegen gehen problemlos, evlt auch noch 3, wenn man sie nicht völlig rausholen muss sondern eine leichte Restvignettirung lässt.
Verzeichnung korrgieren per Linsen kostet übrigens auch Auflösung. Wie auch bei der Vignettierung ist die Stärke der Verzeichnung das Kriterium 5% rausrechnen ist in der Regle noch nicht schlimm für die Auflösung. Ein Fisheye entzerren kostet hingegen massiv Auflösung.

Bis zu 3 Blenden vignette (ab 1 Blende abgeblendet noch maximal 2) und maximal 5 bis 6% Verzeichnung finde ich OK, wenn man damit die Linsen lichtärker oder leichter oder viel günstiger bauen kann.

Ich entwickle mit Caputre One. Das hat zwar Verzeichnugskorrektur, aber grade meine ältere Version 10 hat viele Objektive gar nicht mit genauem Profil. Da geht dann nur das generische. Wo man selber einstellen muss. Für viele Bilder mache ich das nicht, bei Architektur lohnt es sich. Auch 1 bis 2% Verzeichung (ein sehr gut korrigiertes manuelles AI Objektiv im WW bereich zum beispiel) stören mich da.
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten