Nikkor 2.8/45 "Pancake"

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Stefan_W

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Ich interessiere mich derzeit aufgrund der (reisetauglichen) Größe für ein 2.8/45 Pancake (nicht GN) und möchte es sowohl Digital an der D810/Df als auch Analog an der F3/F6 nutzen. Leider habe ich von dem Objektiv, abgesehen Aussehen, keine Vorstellung über die bildliche Qualität.

Es wäre daher schön, wenn mir jemand Bilder aus der D800 (gerne auch Df) oder einer analogen im Forum zeigen und/oder auch bzgl der Abbildungsqualität berichten könnte. :)
 
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die Performance an der D800 dürfte neu zu beurteilen sein. ;-)

EDIT:
Hab mir gerade selbst eine Antwort recherchiert. ;-)

Nun ja, Ken Rockwell schreibt sehr unterhaltsam, aber sein Gesamturteil über das Nikkor 2.8/45 "Pancake" halte ich für zu oberflächlich. Ich habe mal meine Beobachtungen zusammengestellt und hinzugefügt, was andere so sagen. Ich nutze das Objektiv sehr gerne.

Laut http://www.photosynthesis.co.nz wurden von Nikon 23,556 Exemplare in Silber und 11,470 Exemplare in Schwarz hergestellt, damit handelt es sich um ein eher seltenes Objektiv.
Das Objektiv ist sehr kompakt, 17mm dünn und nur 120g schwer und damit das leichteste und kompakteste der modernen Nikkor-Objektive. Dennoch ist es eine sehr solide Konstruktion und wirkt wie aus einem Metallblock gefräst. Es ist kompatibel mit sämtlichen ab 1977 gebauten Nikon-Kameras und dank seiner eingebauten Elektronik (CPU) sollte es an allen digitalen Nikons volle Automatik, Belichtungsmessung und Darstellung der EXIF-Daten bieten. Die Blende kann über das Einstellrad der Kamera angewählt werden. Die Blendenkonstruktion besteht aus sieben gerundeten Lamellen.
Die manchmal geäußerte Kritik, man könne aufgrund der kurzen Bauweise leicht den Fokussierring mit dem Blendenring verwechseln, kann ich nicht teilen. Der Fokussierring ist vom Durchmesser her kleiner und lässt sich leichter bewegen als der Blendenring. Wer also in den Fingerspitzen nicht völlig taub ist, kann mit etwas Fingerspitzengefühl hier kaum Probleme bekommen.
Das Objektiv bildet nahezu verzeichnungsfrei ab und auch CAs spielen keine Rolle. Der Fokussierweg ist sehr kurz, so dass das Fokussieren sehr schnell und leicht von Unendlich bis zur Naheinstellungsgrenze von 45 cm gelingt. Diese Eigenschaft und seine Unauffälligkeit prädestinieren dieses Objektiv für den Reportageeinsatz. Da die Frontlinse beim Fokussieren nicht rotiert, lässt sich ein Polarisationsfilter problemlos einsetzen.
Die zugehörige Streulichtblende H-35 ist so konstruiert, dass die mitgelieferte Kappe sich problemlos auf die Streulichtblende aufsetzen lässt.
Das Nikon Super Integrated Coating bietet laut Nikon eine gleichermaßen effektive Reduzierung der Reflexe über einen großen Bereich des Spektrums, eine hervorragende Farbneutralität und somit eine erstklassige Abbildungsleistung. http://www.nikon.de/de_DE/product/nikkor-lenses/glossary

Nikon-Guru Ken Rockwell http://www.kenrockwell.com/nikon/45.htm kann mit diesem Objektiv nicht viel anfangen, obwohl er an den optischen Leistungen nur wenig auszusetzen hat, scheint es für ihn eher ein Spielzeug zu sein. Bjørn Rørslett http://www.naturfotograf.com/index2.html dagegen empfiehlt dieses Objektiv wegen seiner superben Farbwiedergabe, seinem hohen Kontrast und dem guten Bokeh. Er hält es auch für Infrarotfotografie hervorragend geeignet.
Der bekannte Fotograf Ming Thein empfiehlt das Nikkor 45/2,8 AI-P für die Verwendung an der Nikon D8XX mit 8/10 Punkten und bedauert lediglich, dass die Lichtstärke nicht höher ist, während er die Bildfeldwölbung als Teil der Persönlichkeit dieser Linse versteht, deren Zentrum stets scharf abbildet, während Abblenden auf 5.6 Schärfe über das ganze Bild liefert.
http://blog.mingthein.com/equipmentdatabase/

Im unteren Drittel der folgenden Seite lassen sich einige Bildbeispiele mit diesem Objektiv an einer D800 finden:
http://www.fredmiranda.com/forum/topic/929565/3388#11938600D800 with the 45/2.8P

Fotos mit diesem Objektiv an verschiedenen Kameras:
http://www.flickriver.com/lenses/nikon/45mmf28pais/

Viele Infos sind hier zu finden:
http://www.mir.com.my/rb/photography/companies/nikon/nikkoresources/50mmnikkor/index9.htm
 
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Von den Silbernen gibts doppelt so viele? Tatsächlich? Gebraucht scheints zurzeit andersrum zu sein.
 
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Komisch, Albert, ich hatte den Eindruck nicht. Schwarze sieht man wirklich sehr selten und dann meist zu absurden Preisen.
 
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Komisch, Albert, ich hatte den Eindruck nicht. Schwarze sieht man wirklich sehr selten und dann meist zu absurden Preisen.

250 Euro für ein perfektes Exemplar allerdings ohne Originalverpackung, Beutelchen und Filter waren mir für mein schwarzes Exemplar nicht zuviel. Schließlich will ich es zum Fotografieren und nicht zum Sammeln nutzen.:)
 
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Ich mag silberne Objektive, hab bislang nur eines an meiner M2. Für Nikon gibts da nicht viel Auswahl.

Meine letzte Suche nach dem 45er ist allerdings schon ein Jahr her.

...


Jou, 500 Schleifen für ein gutes, Schwarzes, mit Beutelchen. Ist mir grad zu happig.
 
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250 Euro für ein perfektes Exemplar allerdings ohne Originalverpackung, Beutelchen und Filter waren mir für mein schwarzes Exemplar nicht zuviel. Schließlich will ich es zum Fotografieren und nicht zum Sammeln nutzen.:)

Damit hast Du sicher einen guten Fang getan. Ich habe 49,- EUR + Versand mehr bezahlt. OVP ist dabei, wäre mir aber egal gewesen, wenn es 49,- EUR weniger gekostet hätte...
 
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Nun ja, Ken Rockwell schreibt sehr unterhaltsam, aber sein Gesamturteil über das Nikkor 2.8/45 "Pancake" halte ich für zu oberflächlich. Ich habe mal meine Beobachtungen zusammengestellt und hinzugefügt, was andere so sagen. Ich nutze das Objektiv sehr gerne.

Laut http://www.photosynthesis.co.nz wurden von Nikon 23,556 Exemplare in Silber und 11,470 Exemplare in Schwarz hergestellt, damit handelt es sich um ein eher seltenes Objektiv.
Das Objektiv ist sehr kompakt, 17mm dünn und nur 120g schwer und damit das leichteste und kompakteste der modernen Nikkor-Objektive. Dennoch ist es eine sehr solide Konstruktion und wirkt wie aus einem Metallblock gefräst. Es ist kompatibel mit sämtlichen ab 1977 gebauten Nikon-Kameras und dank seiner eingebauten Elektronik (CPU) sollte es an allen digitalen Nikons volle Automatik, Belichtungsmessung und Darstellung der EXIF-Daten bieten. Die Blende kann über das Einstellrad der Kamera angewählt werden. Die Blendenkonstruktion besteht aus sieben gerundeten Lamellen.
Die manchmal geäußerte Kritik, man könne aufgrund der kurzen Bauweise leicht den Fokussierring mit dem Blendenring verwechseln, kann ich nicht teilen. Der Fokussierring ist vom Durchmesser her kleiner und lässt sich leichter bewegen als der Blendenring. Wer also in den Fingerspitzen nicht völlig taub ist, kann mit etwas Fingerspitzengefühl hier kaum Probleme bekommen.
Das Objektiv bildet nahezu verzeichnungsfrei ab und auch CAs spielen keine Rolle. Der Fokussierweg ist sehr kurz, so dass das Fokussieren sehr schnell und leicht von Unendlich bis zur Naheinstellungsgrenze von 45 cm gelingt. Diese Eigenschaft und seine Unauffälligkeit prädestinieren dieses Objektiv für den Reportageeinsatz. Da die Frontlinse beim Fokussieren nicht rotiert, lässt sich ein Polarisationsfilter problemlos einsetzen.
Die zugehörige Streulichtblende H-35 ist so konstruiert, dass die mitgelieferte Kappe sich problemlos auf die Streulichtblende aufsetzen lässt.
Das Nikon Super Integrated Coating bietet laut Nikon eine gleichermaßen effektive Reduzierung der Reflexe über einen großen Bereich des Spektrums, eine hervorragende Farbneutralität und somit eine erstklassige Abbildungsleistung. http://www.nikon.de/de_DE/product/nikkor-lenses/glossary

Nikon-Guru Ken Rockwell http://www.kenrockwell.com/nikon/45.htm kann mit diesem Objektiv nicht viel anfangen, obwohl er an den optischen Leistungen nur wenig auszusetzen hat, scheint es für ihn eher ein Spielzeug zu sein. Bjørn Rørslett http://www.naturfotograf.com/index2.html dagegen empfiehlt dieses Objektiv wegen seiner superben Farbwiedergabe, seinem hohen Kontrast und dem guten Bokeh. Er hält es auch für Infrarotfotografie hervorragend geeignet.
Der bekannte Fotograf Ming Thein empfiehlt das Nikkor 45/2,8 AI-P für die Verwendung an der Nikon D8XX mit 8/10 Punkten und bedauert lediglich, dass die Lichtstärke nicht höher ist, während er die Bildfeldwölbung als Teil der Persönlichkeit dieser Linse versteht, deren Zentrum stets scharf abbildet, während Abblenden auf 5.6 Schärfe über das ganze Bild liefert.
http://blog.mingthein.com/equipmentdatabase/

Im unteren Drittel der folgenden Seite lassen sich einige Bildbeispiele mit diesem Objektiv an einer D800 finden:
http://www.fredmiranda.com/forum/topic/929565/3388#11938600D800 with the 45/2.8P

Fotos mit diesem Objektiv an verschiedenen Kameras:
http://www.flickriver.com/lenses/nikon/45mmf28pais/

Viele Infos sind hier zu finden:
http://www.mir.com.my/rb/photography/companies/nikon/nikkoresources/50mmnikkor/index9.htm

Stephan, herzlichen Dank für Deine ausführliche Darstellung über das Objektiv.

Ich habe das Objektiv gebraucht in der Bucht in einem neuwertigen Zustand (bis auf den fehlenden Objektivdeckel für die Geli) in schwarz erworben und verwende es sehr gerne an der F6, FM3a, Df und D810 weil es einfach leicht und unkompliziert in der Handhabung ist, dabei gute Bildergebnisse bringt und als "immerdrauf" einfach viel Spaß macht! Mittlerweile bin ich auch froh um jedes Gramm, was ich bei Wanderungen nicht mehr schleppen muss und ich brauche für meine Art der Fotografie auch nicht mehr soviel Brennweiten, sondern nutze lieber eine ausgiebig. ;)
 
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