Nach einer alten Faustregel sollte man immer nur die Hyperfokaldistanz für die nächstgrößere Blendenöffnung ausnutzen. Wenn man also z.B. die Blende auf "8" eingestellt hat, sollte man höchstens die Hyperfokaldistanz ausnutzen, die für Blende "5.6" graviert ist.
Das liegt nicht daran, dass Nikon oder die anderen Hersteller die Objektive falsch graviert hätten, sondern an den Normen, nach denen die Hyperfokaldistanz bzw. die Schärfetiefentabellen festgelegt werden. Es gilt immer noch der Ansatz von Oskar Barnack, dem Erfinder der Leica. Er ging davon aus, dass ein Abzug der Größe 13 x 18 cm bei Betrachtung aus 20 cm Entfernung scharf erscheinen sollte. Da wir unsere Bilder heutzutage aber nicht mehr auf 13 x 18 cm Papierbildern, sondern auf großen Flachbildschirmen betrachten, haben wir wesentlich höhere Ansprüche an die Bildschärfe.
Gestern habe ich eine D700 bestellt ... Mal sehen, was das Nikkor 4/18 mm AI an diesem Gehäuse bringt ....
Grüßle
Uwe