Nepal 2015 - ein Land nach dem Beben

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In Nepal kann man die Höhe grob auch danach abschätzen, wieviele Buddhisten in der Region leben und wieviele Gebetsfahnen, Mani-Mauern und Gompas/Stupas man sieht.
Während in Höhen unterhalb 1500m überwiegend Volksgruppen leben, die in Hindus sind, wird die Anzahl der Buddhisten mit jedem Höhenmeter mehr.

So findet man ab Dharapani (ca. 2000m) deutliche Spuren des Buddhismus. Im Tal von Manang könnte man meinen, sich in Tibet zu befinden und das nicht nur wegen der Landschaften, sondern wegen der zahlreichen kleineren und größeren Klöster und buddhistischen Kultobjekte, denen man auf Schritt und Tritt begegnet.

Stupa von Ngawal (leider nicht ganz symmetrisch)
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by the way: Ich weiß nicht, ob man es in Deutschland derzeit mitbekommt, die Treibstoffsituation und auch die Versorgung mit einigen Medikament ist derzeit angespannt. Nepal hat vor einigen Wochen eine neue Verfassung verabschiedet und dort stark vereinfacht gesagt, das Nepal kein Hindustaat ist. Das hat zunächst Indien dazu bewogen, Treibstoff- und auch andere Lieferungen nach Nepal einzustellen. Zwar ist dieses offizielle Embargo mittlerweile aufgehoben, doch blockieren Teile der im Süden Nepals lebenden Bevölkerung (und damit Hindus) die Grenzenposten zu Indien und damit den Import von Waren nach Nepal. Derzeit wird daher hier Benzin knapp und auch das Gas zum Kochen ist nicht mehr unbegrenzt verfügbar.

Die schwierige Lage Nepals, das zwischen China und Indien eingekeilt ist und in gewisser Weise von beiden abhängig ist, wird derzeit besonders deutlich. Traurig ist, dass damit auch viele Menschen in diesem Land zum zweiten Mal in diesem Jahr gebeutelt sind, erst das große Beben, jetzt eine deutliche Preissteigerung bei Treib- und Brennstoff sowie einigen Nahrungsmitteln und Medikamenten.
 
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Heute mal ein kurzer aktueller Bericht ohne Bilder, bevor es dann mit den Bildern der Annapurna Runde weiter geht.

Vor ein paar Tagen in Pokhara angekommen, musste ich erst mal meine Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen und habe dabei knapp 2 Tage die Füße einfach mal hoch gelegt.

Heute ging es dann mit dem Bus nach Kathmandu, zusammen mit einem Freund aus Pokhara. Wir hatten Glück, Tickets zu bekommen, weil derzeit kaum Treibstoff aus Indien geliefert wird und gleichzeitig der Bedarf an Busreisen hoch ist, weil das höchste Hindufest in Nepal ansteht und viele zu ihren Familien fahren wollen.

Bis Kathmandu war die Straße leer wie noch nie und wir waren dementsprechend schnell. Vom Stadtrand von Kathmandu bis zum Ziel (ca. 15km) haben wir dann 2 Stunden gebraucht, nicht weil der Verkehr so heftig war, sondern weil an jeder Tankstelle Warteschlangen von mehreren hundert Metern waren. Diese stehenden Autos und Zweiräder haben dann die Straße verengt, so dass es zu Staus kam. Die Tankstellen wurden von Polizisten überwacht, damit es dort zu keinen Konflikten kommt. Mein Eindruck war, dass dort einige schon etliche Stunden in der prallen Sonne standen, um ein paar Tropfen Benzin oder Diesel zu ergattern.

In Kathmandu sieht man derzeit wieder deutlich mehr Fahrradrikschas als vor 2 Jahren. Auch das vermutlich eine Konsequenz der Treibstoffkrise hier vor Ort.

Wie wir in den kommenden Tagen weiter Richtung Everest kommen, ist noch nicht ganz klar. Busse sind auf Tage nicht/kaum verfügbar. Taxis derzeit unbezahlbar. Wenn es ganz hart kommen sollte, werde ich mit dem Freund aus Pokhara zunächst Langtang und Helambu wandern, was von Kathmandu aus möglich ist und die Everest Tour dann im November versuchen.
 
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Nun, d.h. vor etwa 2 Wochen, erfolgte dann der Aufstieg zum Thorong La Pass. Vom Tilicho See kommend, mussten wir erst wieder deutlich bergab, um dann in einem anderen Seitental in Richtung Pass wieder aufzusteigen.

Nach einer Übernachtung auf 4100m in Yak Kharka ging es dann weiter in Richtung Thorong Phedi auf 4400m, dem Ausgangspunkt der Passüberquerung. Es gibt aber noch eine etwa 400m Übernachtungsmöglichkeit, das sogenannte High Camp. Wir haben in Phedi zu Mittag gegessen und danach geschaut, wie wir uns fühlen. Da keiner Kopfschmerzen oder andere Symptome der Höhenkrankheit hatte, haben wir beschlossen, weiter oben zu übernachten und so am Folgetag eine Stunde Aufstieg zu sparen.

Bild1: Blick vom Highcamp auf die Annapurna Gruppe (Annapurna III, Gangapurna, Roc Noir)
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Bild 2: Blick ins Tal vom Highcamp
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Morgens um 5 Uhr sind wir nach einem schnellen Frühstück dann losmarschiert. Die Boden war mit Rauhreif überzogen. Die Nacht zuvor unruhig, die Atmung in dieser Höhe ist nicht regelmäßig und ruhig. Aus reiner Gewohnheit, habe ich versucht langsam und tief zu atmen, wie man es eben vor dem Einschlafen tut. Nach ein paar Atemzügen wurde dann die Frequenz aber wieder schneller.

Gegen 7.30 Uhr waren wir dann auf der Passhöhe und haben dort eine Gebetsfahne aufgehängt. Sange hat mit Reis und Wasser eine kleine Puja abgehalten. Wir haben die Aussicht und das gute Wetter genossen, neuen Freunden, mit denen wir die letzten Tage gewandert waren, zur Passbesteigung gratuliert und einen Tee genossen.

Bild 3: Gebetsfahnen am Thorong La
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Die Thorong La Überquerung ist bei gutem Wetter und guter Akklimatisierung kein Problem. Aber wie im Hochgebirge nicht selten, können dort plötzliche Wetterwechsel zum Problem werden. Letztes Jahr sind bei einem Schneesturm auf dem Pass etliche Wanderer ums Leben gekommen.

Der Abstieg zieht sich dann wie Kaugummi. Gut 1600 Höhenmeter muss man ins Tal bis Muktinath. Wir waren froh und glücklich, dort kurz vor Mittag eingetroffen zu sein und den Nachmittag ruhig und relaxt anzugehen.
 
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Ein wunderschöner Bericht, Christoph. Sehr schön bebildert und hoch interessant mit deinen Begleittexten ... :):up::up::up:
 
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Ich war ja dank deiner Mails immer "up to date", Christoph, aber in dieser Form ist der Bericht noch einmal schöner!
Hach, da werden Erinnerungen wach... deine bewegenden Momente kann ich nachvollziehen - wenn der ganze physische Druck abfällt, entlädt sich auch der psychische. :rolleyes:

Und ich wünsche dir, dass dein Trip zum Everest klappt! Falls nicht: auch nicht schlimm... alles überlaufen, das Base Camp ist verlassen und ohne Gipfelblick, und sowieso... :D

Viel Spaß noch und bleib am Ball!
 
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Danke Sam und Daniel.

Nepal macht es einem leicht, interessante Berichte zu schreiben, denn sowohl die Landschaften als auch die Begegnungen mit den Menschen berühren jedesmal aufs Neue.

Menschen, die sich ehrlich über jedes Wort Nepali, das man sich herausquetscht freuen und die auf kleine Gesten des Respekts mit großer Freundlichkeit und Wärme reagieren. So auch dieser Lodgeinhaber in Chomrong, dessen Lächeln und Gesicht mich so fasziniert haben, dass ich ihn auf nepali um ein Foto gebeten habe. Lächelnd hat er "huncha" (was soviel wie ja, gerne bedeutet) gesagt.

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Daniel, wenn der Everest Trek jetzt nicht klappt, so habe ich doch die Hoffnung, dass er 1-2 Wochen später klappen wird. Denn heute laß ich hier erstmals in der Zeitung, dass die Treibstoffknappheit etwas zu entspannen scheint. Und sollte es so sein, dann laufe ich zunächst Helambu-Langtang und zu den heiligen Seen von Gosainkund. Das geht von Kathmandu aus relativ problemlos und ist ruhiger als die Annapurna Runde und das Everest gebiet oberhalb von Lukla.

Oder aber ich schaue mir in der Zeit, bis es Busse nach Jiri gibt hier im Tal die Feierlichkeiten zum Dashain Fest an, das in Nepal für Hindus einen Stellenwert hat wie für uns Weihnachten. Da gibt es zahlreiche Tieropfer, Tänze ... sicherlich viel Spannendes vor der Linse.
 
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In Muktinath am Fuß des Passes hat man die Möglichkeit, einen Ruhetag einzulegen und die nun völlig andere Landschaft zu erkunden. Wir haben uns dagegen entschieden und stattdessen eine nur sehr kurze Tagesetappe für den Tag nach der Passüberquerung eingeplant.

Nachmittags sind wir aber erstmal zu dem Klosterbezirk von Muktinath gegangen, einer Mischung aus Hindutempeln und buddhistischen Klöstern. Für Hindus ein wichtiger Pilgerort sitzen Saadhus (ob echt oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen) am Eingang und bitten um Spenden.

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Auch von Muktinath an rückt nun ein 8000er ins Blickfeld, der die kommenden Tage die Szenerie beherrschen wird. Der Dhaulagiri. Mit gut 8100m zwar bei weitem nicht der höchste, aber bezogen auf die eigene Gesteinsmasse vielleicht der massivste, steht er doch von Süden kommend völlig alleine in der Landschaft und ist nicht, wie beispielsweise der Everest in ein ganzes "Konzert" von Bergen eingegliedert.

Links Dhaulagiri, rechts Tukuche Peak
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Super Bilder.

Das letzte Bild kommt mir extrem bekannt vor, ich glaube ich habe vor über 20 Jahren an derselben Stelle auch den Vollmond geknipst.

Die Serie macht echt mal wieder Lust auf Nepal.

Grüße
abacus
 
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Nach 7 Tagen ohne Internet habe ich heute mal wieder die Möglichkeit, ein paar weitere Bilder vom ersten Trek zu zeigen.

Von Muktinath sind wir über Kagbeni nach Jomsom gewandert. Kurz vor dem Ziel ist das erste Bild entstanden, das ebenfalls den Dhaulagiri zeigt.

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Von Jomson sind wir mit dem Bus bis Tatopani gefahren. Ursprünglich wollten wir das ganze Tal durchwandern, haben uns dann aber dafür entschieden, anstattdessen das Annapurna Base Camp zu besuchen.

So sind wir von Tatopani zunächst bis Ghorepani gewandert und haben uns einen Morgen auf dem Poon Hill gegönnt. Nach der Ruhe auf der Runde war hier deutlich mehr los, und das sollte auch in den folgenden Tagen so bleiben.

Hier zweimal ein Blick vom Poon Hill, der von dort majestätisch wirkende Dhaulagiri war leider in Wolken, so dass die Annapurna South die Szene dominierte.

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Von Ghorepani sind wir durch wunderschöne Rhododendronwälder in Richtung Chomrong und von dort weiter an das Annapurna Basecamp gewandert, das in einem großen Kessel liegt, der von Gipfeln umgeben ist. Hier war, wie oben beschrieben, jetzt deutlich mehr los. Viele chinesische und malaysische Wandergruppen waren unterwegs. Die Nächte in den Lodges daher mitunter etwas lauter.

Der Wald rund um Ghorepani ist wunderbar. Zwar bietet das Frühjahr den Reiz der Blüte der Rhododendronbäume. Aber auch im Herbst wirkt der Wald wie aus einem Märchenfilm.

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Kurz bevor man am Annapurna Basecamp ankommt, bietet sich ein schöner Blick auf den etwa 7200m hohen Annapurna-Südgipfel.

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Hier ein Blick vom Basecamp Richtung Osten auf die Südflanke der Annapurna III.

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Es fällt einem ja zunehmend schwerer Kommentare zu hier gezeigten Bildern zu schreiben, ohne in die üblichen Floskeln zu verfallen. Sei es drum....Danke fürs zeigen!

Nepal ist ein Land das mich jetzt als Reiseziel nicht so unbedingt reizen würde, solche Höhen liegen mir denke ich nicht. Von daher ist es umso schöner deine Bilder hier zu sehen.

Toll fotografiert!

Und ich mag deine...on the go... Reiseberichte!
 
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Herzlichen Dank für die Rückmeldung, wobei der Thread derzeit nicht live ist, sondern etwas hinterher hinkt. Aber ich gebe mir Mühe, das zu ändern.

Das Annapurna Base Camp (von den Nepali kurz ABC genannt, was mich aber eher an die ABC Schützen als an das Base Camp denken lässt) gehört zu den imposantesten Talkesseln im Himalaya. Ich bin es schon mehrfach angelaufen, einmal spielte das Wetter nicht mit (alles in Nebel), einmal der Magen-Darm-trakt (bakteriell bedingter Brechdurchfall), diesmal hatte ich Glück.

Zwar zog es sich nachmittags zu, aber abends zum Sonnenaufgang wurde der Blick auf den Machhapuchare frei, kurz nach Sonnenuntergang wurde dann der Sternenhimmel sichtbar (bei den Gebetsfahnen habe ich mit der Stirnlampe nachgeholfen), morgens war dann der Blick auf die Annapurna I frei, eine der imposantesten Steilwände im Himalaya.

Da mehr los war, war die Stimmung nicht ganz so meditativ, aber dennoch sehr beeindruckend.

Macchapuchare im Abendlicht
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Basecamp nachts
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Annapurna I im Morgenlicht
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Keine Eile, Christoph mit Bilder einstellen ... mir macht es sehr viel Freude immer wieder Neues von Dir zu sehen und hören ... nur Zeit lassen ... :):up::up::up:
 
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Anspruchsvolles Trekking, sehr interessante Reise- und Landbeschreibung, 1A-Fotos. Kann man als Flachländer auch schön mit dem Finger auf der Landkarte nachvollziehen. Tolle Lektüre, vielen Dank!
 
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Hallo Sam. Ich bin wirklich nicht in Eile. Aber heute hat es sich hier früh zugezogen und der wärmste Raum ist der Gemeinschaftsraum und der hat eine stabile Internet Verbindung.

Die letzten 7 Tage war ich ohne Netzanschluss. Selbst das mittlerweile in Nepal allgegenwärtige Handy (auch das meines Freundes aus Pokhara) hatte in den letzten Tagen fast kein Netz. So nutze ich derzeit die Verbindung, um einfach mal Mails zu versenden und ein paar Sachen zu aktualisieren.

Ich versuche mich einmal an einer Überleitung. Vom Annapurna Base Camp sind wir in einem langen Tagesmarsch nach Chomrong zurück gelaufen, wo ich eigentlich ein paar Nachtaufnahmen vom Machhapuchare machen wollte. Leider hat es sich zugezogen. Auch in den beiden letzten Tagen auf dem Trek war es schwülwarm und immer mal wieder am Regnen.

Schön war der letzte Morgen in Pothana, südlich der Annapurna Kette.

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Von Pothana aus sind wir dann hinab nach Pokhara gewandert, die letzten Meter bis zur Straße waren seltsam. In die Geräusche des Waldes mischten sich jene der Straße. Es wurde einem unweigerlich klar, dass diese schönen Tage rund um die Annapurna nun zu Ende gingen.

Für Pokhara hatte ich mir einiges vorgenommen, vieles wurde aber durch die Treibstoffknappheit in Nepal derzeit unmöglich. Taxis (z.B. nach Sarangkot oder nachts zur World Peace Stupa) waren unbezahlbar. Zudem habe ich erstmal einen Magen-Darm-Infet auskuriert. So habe ich in Pokhara lediglich das Waisenhaus besucht, das von meinem nepalischen Freund geleitet wird.

Mit ihm bin ich dann auch weiter nach Kathmandu gefahren und von dort aus zwei Tage später mit dem Bus nach Jiri. Da derzeit Busse Mangelware sind, werden sie entsprechend voll besetzt. Bis unter das Dach und auch auf dem Dach. Die gut 200km nach Jiri haben 13 Stunden gedauert. Alleine 3 Stunden haben wir an einer Tankstelle auf Sprit gewartet, und wir waren sogar unter den ersten, die Diesel tanken konnten.

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In Jiri sind wir in der Dunkelheit angekommen und sind nach dem Essen müde in die Betten gefallen. Der Morgen danach hat dann deutlich werden lassen, dass die Wanderung der nächsten Tage durch das Epizentrum des zweiten Bebens von diesem Frühjahr führen sollte. Viele der Gebäude waren beschädigt oder ganz zerstört, darunter auch viele Klöster oder Kultbauten.

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Und dennoch haben uns die Menschen mit offenen Armen und großer Herzlichkeit empfangen. Zu den ersten Wanderern in dieser Region nach dem Beben gehörend, haben sie uns in Gesprächen erzählt, dass für sie mit den ersten Trekkern auch ein Stück Normalität zurück kommt, zumal jeder Wanderer Geld in die Region bringt.
In den ersten Tagen haben wir ausschließlich in Lodges geschlafen bzw. gegessen, die nach dem Beben neu aufgebaut wurden. Schon alleine deshalb, um die Mühen und Investitionen der Menschen zu würdigen.
 
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Hallo Christoph,
auch wenn ich diese Region in diesem Leben nicht mehr selbst bereisen werde, so zeigt mir Dein Bericht doch sehr eindrucksvoll, was ich verpaßt habe.
Danke für die traumhaften Bilder und die sehr informative Reisebeschreibung.
Ich wünsche Dir einen weiterhin guten Verlauf der Reise und eine gesunde Rückkehr ins "Hinterland"!

Herzliche Grüße
Dieter
 
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