nach digital wieder mal analog

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balise schrieb:
ist das die SL66 mit "Entzerrung nach Scheimpflug?"
Hallo Bernd,

ja, das ist die SL66. Entzerrung nach Scheimpflug ja, aber nicht zu vergleichen mit den Kameraverstellungen einer Großformatkamera, oder aber auch dem Hasselblad Flexbody. Andererseits 8 Grad reicht bei Landschaftsphotographie meist aus.

Michael, ich glaube nicht, dass es hier in diesem Thread um was ist besser geht, das kann ja jeder für sich entscheiden. Hier geht es den Leuten doch im Prinzip darum mit welchem Gerät habe ich wieviel Spass beim Fotografieren, und das hat doch nur vordergründig mit analog oder digital zu tun. Und schon gar nicht mit sachlicher Argumentation.

Für mich stellt sich das immer so dar, mit der D70 kann man tolle Bilder machen, hat die auch immer gleich zum Ansehen auf dem Rechner, aber mit der D70, oder auch mit der FM-2 oder der F4 habe ich immer das Gefühl vom Rande aus zu beobachten, sehe ich jedoch durch den Lichtschacht meiner alten Blechkiste, dann habe ich das Gefühl mittendrin zu sein. Und wenn die digitale Aufzeichnung noch so viel besser ist, das spielt für mich manchmal eben überhaupt keine Rolle, denn es geht nicht nur ums Bild. Und wenn es dann doch ums Bild geht, dann liefert mir die SL66 (vielleicht formatbedingt) eine ganz andere Qualität (ich sage ausdrücklich anders und nicht besser oder schlechter), die ich mit der D70 und mit KB einfach nicht erreiche, aber dennoch haben will.

Und so viel Segen die Digitaltechnik uns auch bringt, manchmal denke ich - brauch ich's? Und wenn ich mir dann eine ehrliche Antwort gebe: Ich als Freizeitknipser eigentlich nicht. Aber verkauft wird die D70 dann doch wieder nicht.

Langer Rede kurzer Sinn - lass doch die Leute in ihren analogen Erinnerungen schwelgen, morgen wird ja doch wieder auf den Sensor aufgezeichnet

Grüße
-- Rüdiger

Jetzt wollte ich von einem besser/schlechter ablenken - und dann kam Sehlax ...
 
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Ja nu ... Rüdiger, ich stimme Dir gern zu. Du hast gute, erweiternde Worte gefunden, die ich unterschreibe !

:up:
 
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Halöle,

Sehen ist ein menschlicher Sinn - genauso wie fühlen.

Die analoge Fotografie verbindet beides in vollkommener Harmonie.

Die digitale Fotografie ist... dagegen praktisch und modern.

Beides muss sich ja nicht ausschließen. Jeder von uns ißt wahrscheinlich öfter mal Junk Food, nicht weil es schmeckt, sondern weil es bequem ist und schnell geht. Das ist digital.

Wenn wir etwas für das Ambiente und für die Sinne tun wollen dann gehen wir ab und an aber auch gerne mal bei Kerzenlicht und stilvoller Musik dinieren, lassen uns Zeit und Leben den Augenblick. Das ist analog.

...
 
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Genauso ist das. Die ganze Diskussion ist aus meiner Sicht eine liebenswert nostalgische.

Besser oder schlechter ? Allein die Frage ist mir wurscht. Rational trifft wohl nicht mal das Argument der Projektion zu.

Aber bei den meisten dürfte es doch wohl so sein, dass sie schon sehr jung erste Kontakt mit der Fotografie hatten und nun auf jahre- / jahrzehntelange Erinnerungen zurückblicken können. Da fühlt man sich ja auch ein wenig sicherer.

Gänzlich zurück zur Analogen ? Nein, dass möchte ich nicht. Aber wehe, es kommt wer in die Nähe meiner alten analogen Kameras, dann werde ich sauer, selbst wenn sie, gut verpackt zwar, verstauben.

Das ist wie alte Autos, oder alte Flugzeuge. Es gibt eben Dinge, die sind einfach nur noch schön, weitab von jeder Zweckmäßigkeit, nur schön und das ist gut so.

lg
ManzelMoxe
 
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@ Rstobbe:

"Hallo Bernd,

ja, das ist die SL66. Entzerrung nach Scheimpflug ja, aber nicht zu vergleichen mit den Kameraverstellungen einer Großformatkamera, oder aber auch dem Hasselblad Flexbody. Andererseits 8 Grad reicht bei Landschaftsphotographie meist aus."

Heute nachmittag stelle ich hier ein Bild mit einer SL66 ein, Irland '73 - nur für Dich!

Gruß
Bernd
 
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balise schrieb:
... Heute nachmittag stelle ich hier ein Bild mit einer SL66 ein, Irland '73 - nur für Dich!
Hallo Bernd,

da bin ich jetzt gespannt wie vor Weihnachten

Grüße
-- Rüdiger
 
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Das Bild wird der Kracher , glaube mir.

Soviel vorweg: Nur vier Akteure, s/w, hinreißende Schönheit, begnadeter Künstler (nicht ich), makelloses Blech.....

Du willst endlich wissen, wie es weiter geht? Renn zum Kiosk

Gruß
Bernd
 
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Knipskasten schrieb:
Sehen ist ein menschlicher Sinn - genauso wie fühlen.

Die analoge Fotografie verbindet beides in vollkommener Harmonie.
Ja, ich erinnere mich gut an das Gefühl:

Diafilm belichtet: bei jedem Bild ein bisschen zweifelnd, ob man auch alles richtig gemacht hatte oder ob nicht doch besser eine Blende mehr oder weniger...
Diafilm abgegeben: ein bisschen zweifelnd, ob das Labor ja auch keine Telefondrähe "einbelichtet" oder gar den Agfa Scala in E6 entwickelt (im Fachlabor passiert)...
Diafilm abgeholt: die Spannungsspitze, Puls erhöht, Finger und Augen unruhig! Noch auf dem Laden-Tresen auf dem Leuchtpult unter teurer Schneider-Lupe die Streifen gesichtet und - tief Luft holend - abgeschnauft... soweit alles o.k. :winkgrin:
 
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MartinF schrieb:
Ja, ich erinnere mich gut an das Gefühl

ich auch, gestern abend Überblendprojektion mit 460 Südafrika-Bildenr eines guten Freundes. Wenn man ein paar Aussetzern bei Magazintransport abzieht, der springenden Schärfe und Randunschärfen trotzt CF Objektiv, dann war es klasse.
 
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Ja, und dieses Gefühl gibt einem die Digitalfotografie doch auch, nur eben verdichteter und Bild für Bild Manchmal denke ich sogar, die Unsicherheit und die Zweifel bei jedem Bild haben mit der Digitalfotografie noch zugenommen. Abdrücken - Display an - Verwackelt, weil die Kamera zu schnell vom Auge genommen wurde um das Ergebnis zu prüfen. Wenn ich mit der D70 unterwegs bin schaue ich auch immer mal wieder auf das Display um die Belichtung zu prüfen. Fast Zwanghaft, manchmal komme ich mir dabei vor wie ein Neurotiker, digitaler Waschzwang ... Bin ich mit den analogen unterwegs stimmt die Belichtung hinterher auch, ganz ohne diesen Zwang der Überprüfung. :winkgrin: Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen?

Grüße
-- Rüdiger
 
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volkerm schrieb:
ich auch, gestern abend Überblendprojection mit 460 Südafrika-Bildenr eines guten Freundes. Wenn man ein paar Ausetzern bei Magazintransport abzieht, der springenden Schärfe und Randunschärfen trotzt CF Objektiv, dann war es klasse.
Hallo Volker,

Heul doch!

Sieh es doch mal so, springende Schärfe oder Ploppen hast Du doch nur wenn Du Dir ein Bild zu lange anschaust, das ist doch in unserer schnelllebigen (ist das jetzt reformdeutsch rechtgeschrieben?) Zeit nicht mehr angesagt, da schreit es doch nach schnellen Bildwechseln und dann fällt Dir auch die Randunschärfe nicht mehr auf.

Grüße
-- Rüdiger
 
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Das mit dem auf dem Monitor schauen nach jedem Bild ist schon wichtig....

Auf einem Pferdeturnier, wo auch eine Firma fotografierte, wurde ich von einem Zuschauer ernsthaft gefragt, warum ich nicht auf meinen Monitor schauen würde….

Habe ihm dann den Monitor meiner F6 gezeigt und geantwortet, ich hätte noch ein altes Modell mit einem Schwarzweiß-Monitor und das die Kontrolle nicht so gut wäre…..
 
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rofl

die selbe frage, wie bei mir neulich, dslr, weshalb ich durch den sucher fotografiere und nicht über den monitor, sei doch viel besser. ich sollte mir doch mal eine anständige cam kaufen, die seien auch kleiner und praktischer.

naja, ich habs ihm dann erklärt und gezeigt, was der unterschied ist!

grüsse raf
 
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volkerm schrieb:
ich auch, gestern abend Überblendprojektion mit 460 Südafrika-Bildenr eines guten Freundes. Wenn man ein paar Aussetzern bei Magazintransport abzieht, der springenden Schärfe und Randunschärfen trotzt CF Objektiv, dann war es klasse.

Ja, ja, alte Leier... Die beste Kamera und der beste Film drinn, aber wieder am Projektor und den Magazinen gespart und an der Rahmung sowieso weil ohne Glas...
Muß alles nicht sein. Auch wenn man die Dias "nur" Freunden (oder gerade dann - wenn sie welche bleiben sollen) zeigt.

Für mich ist dagegen eine Betrachtung am Monitor oder Fernseher ein Graus... Brrrr.... Guter Digitalprojektor geht gerade noch hart an der Kotzgrenze vorbei.

Grüße - Bernhard
 
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BernhardJ schrieb:
Ja, ja, alte Leier... Die beste Kamera und der beste Film drinn, aber wieder am Projektor und den Magazinen gespart und an der Rahmung sowieso weil ohne Glas...

Ich bin für Verbesserungsvorschläge offen, Bernhard. Ehrlich!

Projektoren waren Kindermann silent, die sind zumindest nicht so ganz billig. Ob sie was taugen, das weiß ich nicht. Rahmen ohne Glas, aber mit Rähmchen, die zumindest besser zu den CF Optiken passen als die vom Labor fertig gerahmten Dias.

Was kannst Du empfehlen?
 
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zurück zum Thema, er hat sich in eine M6 verliebt, ein mechanisches Präzissionsinstrument (sieht man von der Belichtungsmessung ab).

Ich denk, wenn er die sich holt ist der erneuerungs Faktor um Potenzen kleiner, als wenn er sich für die paar Franken eine DSLR kauft.
Der Wertverlust ist vorbei, die 1200 Fr. bekämme er auch noch in ein paar Jahren wieder dafür.
Daher würde ich zum Kauf raten, auch wenn er keine 100 Filme damit belichten wird.
Die Ms oder auch Ss von Nikon, all die guten Filmbelichtungsklappmechanismen haben Geschichte geschrieben und stecken voll Erinnerungen an vergangenes.
Eine DSLR wird dieses Aha Erlebenis auch eines Tages erzeugen, nur das dauert noch ein wenig. Achtlos weggestellt und tausendfach erneuert verstauben sie.
Ich erinnere mich noch gut an die ersten Bilder der Sony Mavica, oder wie immer sie auch geheisen hatte. Bilder auf Diskette in der Kamera gespeichert, fast wie eine Polaroidkamera.
Wäre doch spassig mal mit sowas wieder loszuziehen....
Oder die Urlaubsbilder mit der Olympus 2000, 4 Wochen Schottland und ich hatte extra noch ein Autoladegerät für die NIMH Akkus gebastelt. So schlecht waren die Klicks auch nicht.

Die Prag Negative aber, die bei der ersten Reise mit der M6 entstanden sind, sind auch heute durch nichts zu toppen. Belichtet auf Barytpapier, Selengetont und gut ausgewässert verzücken sie mich immer wieder.

Nehmen wir die Kameras für das was es Sinn macht, spielen wir mit Motiven und testen dies digital aus. Entdecken wir die Welt der Farben und Spielmöglichkeiten und krönen das ganze mit einem ordentlich belichteten Negativ.

Schön, dass die Objektive der Nikons auf die (F601), F3, F5 und D2H passen.
 
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Hallo Volker. Zu Projektion:

Mittelformat oder Kleinbild-Fitzliputzli?

Mittelformat: Hasselblad PCP 80 (Rundmagazine) oder Rollei Rolleivision 66 dual P für Längsmagazine (gibt es von Rollei auch koppelbar) je nach Vorliebe - beides ist gut und zuverlässig.

Kleinbild: Kodak Ektapro sind neu leider nicht mehr Lieferbar. Aber die Leica RT Serie hat teils die Technik übernommen und sind jetzt die Nummer Eins. Natürlich Rundmagazine. Klemmer gehören dann der Vergangenheit.

Die Pradovit PC / IR (die früher P600 bzw. Zeiss Zett Royal hießen) sind die besten für Längsmagazine. Mit LKM- und Standard-Magazinen habe ich in all den Jahren (mindestens 15) vielleicht 3-4 Klemmer gehabt.

Rähmchen: Für Vorführungen oder Überblendschauen nur geglaste Antinewton Gepe oder Wess. Autofokus kann und muß man dann getrost abschalten.

Dann noch ein paar gescheite Projektionsobjektive, richtiges Überblendgestell, Überblendgeräte von Stumpfl oder Bässgen, gescheite Aktivboxen (z.B. Bose), ein Computer mit guter Soundkarte oder ein 4-Spur Rekorder (z.B. Vestax), von mir aus auch digital und fertig ist die Laube.

Dann fehlt nur noch viel viel Arbeitsaufwand, der aber auch Spaß macht.

Wir fotografieren auch richtig, deswegen sollte man auch richtig Projizieren.

Naja, digital ist sowieso alles besser, biliger und einfacher...


So, jetzt muß ich aber schnell nach Norwegen... Schöne Ferien noch Euch allen wünscht

Bernhard
 
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volkerm schrieb:
Ein Jahr nach dem Umstieg auf Digital (D100) hatte ich mal nostalgische Gefühle und bin für ein paar Filme zu analog zurückgekehrt, aber das war schnell wieder vorbei.
Ja, das legt sich vermutlich schnell wieder...
Hin und wieder überlege ich auch, ob ich mir für teuer Geld nochmal ne gut erhaltene F2 hole (mein Vater wird mir seine sicher nie abtreten ) und schaue, ob man irgendwo noch nen Kodachrome bekommt.

Aber ich glaube auch, dass einem der Umstand der Filmentwicklung und die Wartezeit auf das Ergebnis schnell wieder zur DSLR bringt...
Alte Nikkore "richtig" nutzen zu können, wäre aber dennoch reizvoll...

Cheers,
Arvid
 
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balise schrieb:
Hatte vor einer Woche eine D200 in der Hand - kein Kribbeln, keine feuchte Finger - bin ich etwa schon tot?

Bernd, und die Leica M digital zur photokina 2006?

Schöne Grüße,
Kai
 
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