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Hallo Axel, hallo Kranichfreunde!

Vom "alten" Parkplatz "Günzer See" aus gesehen sind die fünf Hütten wie folgt sortiert:

Hütte 5 (Wiese, diese Hütte ist eigentlich nur für Presse reserviert, d.h. in der Regel kann man diese Hütte nicht reservieren)

Hütte 4 (Wiese)

Hütte 3 (Wiese)

Hütte 1 (Maisfeld)

Hütte 2 (Maisfeld)

Ursprünglich gab nur die beiden Hütten 1 und 2, daher ist heute bei den fünf Hütten die o.g. Reihenfolge eigenartig.

Anschl. kam Hütte 3 (früher stand Hütte 3 als Ein-Mann-Hütte ohne Holzfussboden auf der anderen Straßenseite hinter der Baumgruppe, diese Hütte war quasi unsichtbar vom alten Parkplatz.

Dann kam Hütte 4 und vor zwei Jahren wurde die letzte Hütte 5 aufgestellt.

Ich habe zwischen 3.10. und 13.10. die Hütten 1-4 genutzt, es war für mich in diesem Jahr wie andere schreiben das schlechteste Kranichjahr am Günzer See.
Vor allem die Hütten 1 und 2 waren schlecht, da noch der Mais stand.

Zur Wiese kann man von diesen beiden Hütten aus nicht so gut fotografieren wie die Hütten 3 und 4, außerdem ist der Schilfbereich des Günzers See ziemlich dicht an den Hütten 1 und 2, d.h. hier meiden eher die Kraniche diesen Bereich.
Neue Beobachtungsplattform wurde erst am 15.10. eröffnet, daher kann ich keine Bewertung geben.

Hier noch ein Video vom neuem KRANORAMA (neue Beobachtungsplttform) am Günzer See:
https://vimeo.com/142678854
Allerdings finde ich bei diesem Video schlimm - meine persönliche Meinung -, dass die Kraniche und Gänse durch den Quadrokopter gestört werden.

LG Sander!
 
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Das ist nicht nur Deine Meinung - absolut rücksichtslos und hirnrissig!

Also, ich muss da mal jetzt was dazu sagen, auch wenn ich damit vielleicht nicht jedem schön reden werde...
Das war zugegebenermaßen auch mein erster Gedanke...
Aber, ich finde, dass das ganze Getue um die Kraniche manchmal wirklich ganz schön übertrieben wird, jedenfalls dann, wenn die Störung mehr oder weniger ein Einzelfall war. Nur wird diesbezüglich häufig erst gar nicht unterschieden...
Man sollte mal die Kirche im Dorf lassen!
Ich finde es auch nicht gut, wenn die Kraniche häufiger gestört werden, aber man muss da schon auch unterscheiden.
Eine einmalige oder auch nur gelegentliche Störung finde ich persönlich bei weitem nicht so schlimm, wie mancher "Kranichguru" das vielleicht empfindet.
Man darf nicht vergessen, dass einige Kranichfamilien von ihren Schlafplätzen bis zu teilweise 40 km einfach ins Landesinnere fliegen, um nach Nahrung zu suchen.
Das machen sie freiwilig...
Andere fliegen vielleicht 2 km bis an den Günzer See und genießen dort den ganzen Tag den Mais der Ablenkfütterung. Wenn diese ein- oder zweimal aufgeschreckt werden, dann verbrauchen sie garantiert noch immer deutlich! weniger Energie als jene, die sehr weite Strecken fliegen, um abgeerntete Maisfelder zu finden (und das sind sehr viele, ich habe noch nie 40.000 Kraniche am Günzer See gesehen).
Wir haben z.b. ohne zu wissen, wem wir das erzählen am Günzer See berichtet, dass wir mit dem Boot herausgefahren wurden, um die Kraniche an ihrem Übernachtungsplatz zu fotografieren.
Dort waren wir meistens ca. 300 Meter von deren Schlafplätzen entfernt.
Dennoch hat ein Angestellter des Kranich-Informationszentrums (wie ich später erkannt habe), der mir gegenüber stand, sofort losgewettert: "das darf der Kapitän des Bootes nicht, das ist eine massive Störung der Kraniche, das wird Konsequenzen haben".
Solche Leute haben eine rosa Brille auf und sind für vernünftige Argumente nicht zu haben: Wo soll denn da bitte die Störung sein, wenn der Motor aus ist und die Kraniche eh gegen 7 Uhr (also zu der Zeit, wo wir vor Ort waren) ihre Schlafplätze verlassen, um auf Nahrungssuche zu gehen??
Da läuft MIR echt die Galle über, man sollte alles mal ein wenig relativieren!

Sorry für OT, aber das musste mal gesagt werden!

Gruß Axel
 
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Irgendwo muss man dir zustimmen, Axel, zumindest aus einem Grund:

Die Situation an diesem See hat mittlerweile zweifelsohne handfeste touristische Dimensionen angenommen, das Erlebnis, diese scheuen Tiere hautnah erleben zu können, wird vermarktet - auch von den Tierschützern. Damit lässt sich viel Geld einspielen, was schlussendlich in den Kranichschutz investiert werden kann. Abgesehen davon, verhilft es den Vögeln zu guter Publicity und einer starken Lobby - die werden sicher nicht aussterben, sondern in ihren Zahlen steigen.

Genauso verhält es sich mit den Berggorillas, Walhaien und all den afrikanischen Nationalparks. Der Ökotourismus ist die stärkste Kraft im Kampf gegen das Aussterben, und oftmals auch die einzige überhaupt.

Ob die Tiere davon wirklich in relevantem Ausmaß gestört werden, bleibt zu bezweifeln - schließlich werden sie im Gegenzug gefüttert. Sie könnten sich unweigerlich an den Menschen gewöhnen, aber das tun die Geparden der Serengeti auch. Wieviele hundert Tierfilme, allein aus afrikanischen Parks gibt es, in denen tief fliegenden Flugzeuge (!) über davonjagende Tierherden fliegen? Interessiert da jemanden der zusätzliche Stress?

Die Flugaufnahme mag gestört haben, aber sie beeindruckt, wird mehr Fotografen anlocken, mehr Geld für den Schutz einspielen, und wenn die Kraniche in ihrem Bestand schrumpfen, fällt das tausenden Menschen auf.
Ich halte das für ein Opfer, das gebracht werden darf - aber das bleibt ein heißes Eisen. :rolleyes:
 
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Ich hatte auch mal geplant, zum Günzer See wegen der Kraniche zu fahren. So wie sich das hier liest, kann man das jetzt wohl knicken. Schade, das an immer mehr Stellen versucht wird den Naturfotografen die Bilder zu vermasseln. Ist hier bei Münster in den Rieselfeldern auch so. Oft sind das dann die gleichen Organisationen die als erstes zur Stelle sind wenn sie bei den Naturfotografen dann kostenlose Bilder absahnen wollen. Das hier dann auch noch versucht wird, direkt durch generieren von Spenden aus der Situation Profit zu schlagen ist schon krass.
Das einzige was hier noch helfen kann ist wohl wenn man sich bei den verantwortlichen Stellen über die Situation beschwert.

Grüsse
metalorange
 
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Optisch ist es gelungen, aber ich befürchte, dass irgendwann außerhalb der Kranichsaison die Beobachtungseinrichtung - die relativ weit von der Hauptstraße entfernt ist - durch Vandalismus beschmiert oder gar beschädigt wird.
 
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Leider sind die guten alten Zeiten am jetzt gesperrten Parkplatz Günzer See vorbei, wo man früher herrlich Kraniche ablichten konnte. Vom neuen Kranorama sind nun nach meiner Meinung die Bedingungen für Naturfotografen schlecht, u.a tagsüber mehr Gegenlicht, Entfernung größer, ziemlich abfallendes Gelände, wo die Kraniche durch Ablenkfütterung ihre Nahrung aufnehmen.:mad:
 
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Es ist Ende September und vielleicht mag der Eine oder Andere von seinen Erfahrungen rund um den Günzer See in diesem Jahr ja hier noch berichten?!!
Gruß Axel
 
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Es lohnt sich noch immer zum Günzer See zu fahren. Das positive am Kranorama ist das es eben nicht nur Fotografen erreicht, sondern der breiteren Masse einen Zugang ermöglicht und diese in das Bewusstsein rücken. Gerade nachdem die Lufthansa im letzten Jahr noch einen Airbus als Kranichsupport teuer hat streichen lassen und ab diesem Jahr die Spenden für den Kranichschutz eingestellt hat (30% des Etats) ist es um so wichtiger das die breite Bevölkerung hier Bewustsein und Spenden zur Verfügung stellt. Ja, für die Fotografen ist es schwieriger, aber es gelingen trotzdem noch schöne Aufnahmen, auch wenn es bisher keine wundervollen roten Sonnanuntergänge gegeben hat. Die Region lohnt sich immer, das Kranorama bietet Kranichgarantie und in der Mischung mit Grau und Saatgänsen durchaus nettes Spektakel. Also ein Besuch lohnt. Hier vom letzten Wochenende:


dsc_48120hs3s.jpg


dsc_4582was6o.jpg


dsc_35892msby.jpg


dsc_4202mms33.jpg


dsc_4880hwsab.jpg


dsc_5275ais2b.jpg


 
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Es lohnt sich noch immer zum Günzer See zu fahren...Die Region lohnt sich immer, das Kranorama bietet Kranichgarantie und in der Mischung mit Grau und Saatgänsen durchaus nettes Spektakel. Also ein Besuch lohnt. Hier vom letzten Wochenende:...
Vielen Dank für diese positiven Nachrichten.
Es geht hier ja nicht darum, das Kranorama schlecht zu machen, sondern Fotografen die Eindrücke vor Ort zu schildern, die, ähnlich wie ich, einen so weiten Anfahrtsweg haben, dass es sich nicht lohnt, aufs Geatewohl hinzufahren, ohne zu wissen, ob man dort überhaupt noch zu vernünftigen Bildern kommen kann.
Vielleicht kannst Du ja bitte noch die folgenden Fragen beantworten!?

1) Wo sind diese Bilder denn genau aufgenommen worden? Vor dem Kranorama, aus dem Kranorama heraus und wenn ja, aus welchem Stockwerk?
2) Ist die alte Fotoplattform tatsächlich für den "Otto-Normalverbraucher" gesperrt?

Gruß Axel
 
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Hallo Axel,

gerne ein paar Details:

Grundsätzlich ist die alte Plattform geschlossen, die Felder davor sind derzeit sogar voller Futtermais. Die Aufnahmen hier sind aus dem EG gemacht, mit Sigma 300/2,8 plus 1,4 TK. Vor dem Kranorama ist eher schwierig und die Gänse auf dem Feld reagieren darauf sehr allergisch und ziehen dann die Kraniche mit ab. Dann kann man schon mal eine Stunde sitzen bis die Kraniche wieder anwesend sind.

Generell gibt es auch immer noch die Möglichkeit sich einen ganzen Tag in einer der Feldhütten einzumieten. Dort ist dann sowohl das Licht als auch die Objektnähe "optimal" aber es bedeutet auch von vor dem Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang auszuharren.....

Wenn man schon so eine weite Anreise hat sollte man nicht nur die Kraniche im Auge haben. Regionsspezifisch gibt es jede Menge andere schöne Erlebnisse, von Singschwänen bis hin zu Hirschen die über das Wasser laufen. In Deutschland ist die Region und der Günzer See die beste Kranichanlaufstelle. Wenn du aber wirklich "anreisen" willst dann ist der Hornborgasjön in Schweden mit Sicherheit die bessere Alternative und gegebenenfalls ebenfalls erreichbar. Aber alles nur meine Meinung.

Gerne sonst noch mehr Info wenn gewünscht.

LG
Dirk
 
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