Mit dem Rad durch den Südwesten Europas

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Haryboo

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Nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit hier nichts mehr gepostet habe, will ich hier, mit der Hoffnung auf reichlich Feedback, mal wieder von einer meiner
Touren berichten. Vor 8 Jahren musste ich die Firma aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen und arbeite seit dem nur noch in Teilzeit. Neben
den Finanziellen Nachteilen habe ich jetzt den Vorteil, das auch längere Touren von z.B. 6 Wochen möglich sind. In den letzten 7 Jahren habe ich Radtouren durch ganz Europa mit bis jetzt 116000 km unternommen.

Beginnen möchte ich mit einer Tour, die mich im Frühling dieses Jahres von meiner Haustür bis zum Westlichsten Punk Europas und wieder zurückführen sollte. Für die ca. 7000 km hatte ich 6 Wochen veranschlagt.



Gruß

Haryboo
 
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Da es dieses Jahr Richtung Südwest ging und nicht wie letztes Jahr in den hohen Norden, konnte ich schon Mitte April die Tour starten. Die Sachen hatte ich abends vorher innerhalb von 30 Minuten zusammengepackt, so dass ich noch vor Sonnenaufgang vor meiner Haustür starten konnte.

Das erste Fernziel war laut ursprünglichem Plan immer möglichst dicht der Atlantikküste folgend der Wallfahrtsort Santiago de Compostela. Von da aus weiter nach Portugal nach Cabo da Roca dem westlichsten Punkt Europas. Dann durchs Landesinnere auf kürzesten Weg wieder nach Hause. Doch es sollte wie so oft alles ganz anders kommen.

Der erste Tag bescherte mir neben viel Sonnenschein auch jede Menge Rückenwind. Nach 194 km, 34 km mehr als der erforderliche Durchschnitt, und dreimaligem überqueren der Deutsch/Niederländischen Grenze konnte ich am frühen Abend in den Niederlanden mein erstes Nachtquartier
aufschlagen.

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Das Wasserschloss Ahaus im Münsterland.



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Über die Rheinbrücke Emmerich. Sie ist mit 803 m die längste Hängebrücke Deutschlands und hat mit 500 m die größte Stützweite einer Brücke in Deutschland.


Gruß
Haryboo
 
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Bevor es hier richtig weitergeht müsste ich erst einmal wissen wieso ich hier die Bilder nicht hochgeladen bekomme. Früher war das kein Problem. Laut Bild Metadaten unter 200 KB und beim hochladen sind es über 777 KB. Wo ist der Fehler, oder bin ich nur zu doof? :(

Gruß
Haryboo
 
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Hast du dir das schon durchgelesen?
 
1 Kommentar
Haryboo
Haryboo kommentierte
1000 Dank (y) Jetzt bekomme sogar ich das hin.:77:
 
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2.Tag

Auch der zweite Tag bescherte mir wieder viel Sonnenschein und Rückenwind und das ohne nennenswerte Steigungen. Schon am späten Vormittag erreichte ich Belgien. Am Nachmittag erreichte ich mit Antwerpen die erste größere Metropole auf meiner Tour. Früher habe ich um jede größere Ortschaft einen Bogen gemacht, aber mittlerweile sind grade die Großstädte recht Fahrradfreundlich geworden. Mein erstes Hindernis, welches denn doch keins war, war die Schelde. Ich erwartete eigentlich eine Brücke oder wenigstens eine Fähre über den Fluss. Aber nichts dergleichen war zu sehen. Es dauerte eine ganze Weile bis ich das Gebäude mit dem Fahrstuhl zum Tunnel enddeckte. Kurz vor Gent fand ich einen ruhigen Zufluchtsort für die Nacht.


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4: Park Rivierenhof kurz vor Antwerpen. Noch zeigen die Bäume kaum Grün. 3 Wochen später fotografierte ich abgeerntete Getreidefelder.


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5: Fahrradhighway durch Antwerpen.


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6: Fahrradhighway durch Antwerpen.


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7: Der Aufzug zur Tunnelunterführung war leider außer Betrieb. Mit dem Fahrrad runter war kein Problem, wieder rauf schon.


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8: Cortewalle Castle ist ein wunderschönes Wasserschloss aus dem 15. Jahrhundert, das sich in einem 10 Hektar großen Park im Zentrum der flämischen Gemeinde Beveren befindet.


Gruß
Haryboo
 
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Lange Tour. Ich nehme an, Du hast draussen geschlafen?
 
asaerdna
asaerdna kommentierte
ab und zu wirst du schon irgendwo übernachten müssen, wo es Strom gibt - und wenn es nur um Handy oder Garmin aufladen ist. Richtig?
 
Haryboo
Haryboo kommentierte
Das Handy ist nur kurz abends um 21:00 Uhr an damit ich meinen Standort durchgeben und eventuell ein kurzes Gespräch führen kann. Der Akku von dem Garmin hält mindestens sagenhafte 6 Tage und das obwohl er von morgens 6 Uhr bis Abend 20:30 läuft. Mit meinen 3 Powerpacks kann ich Handy und Navi x mal nachladen so das ich mir da selbst nach 6 Wochen keine Gedanken machen muss. Für die Nikon 810 habe ich auch genug Ersatz Akkus dabei.
Wenn ich frühestens nach 7 Tagen eine Unterkunft oder auch nur einen Campingplatz ansteuere geht es tatsächlich in erster Linie um eine Dusche. :hehe: Letztes Jahr auf dem Weg in den Hohen Norden war tatsächlich noch alles geschlossen. Erst nach 19 Tagen 25 km vor dem Nordkap gab es die erste Dusche. Doch dazu später in einer anderen Reportage.
 
huckabuck
huckabuck kommentierte
Ich hab eine Fahrradlampe mit USB Anschluss, da kann ich das Handy beim Fahren laden. Die Ladeleistung ist nicht überragend, gleichzeitig navigieren verbraucht mehr Strom als nachgeladen wird, aber ansonsten funktioniert es ganz gut.
 
cjbffm
cjbffm kommentierte
Der Akku von dem Garmin hält mindestens sagenhafte 6 Tage und das obwohl er von morgens 6 Uhr bis Abend 20:30 läuft.
Mein Garmin 830 hält ungefähr 10 Stunden durch, dann ist sein Magen leer. - Was hast Du da für ein Wundergerät?
 
Haryboo
Haryboo kommentierte

An meinem Pegasus Rad habe ich so ein Fahrradlicht von Busch&Müller was ganz gut funktionierte. An dem Rennstahl Rad habe ich das Plug III in Kombination mit Smart Power Pack II was nie richtig funktionierte. An dem Falkenjagd hatte ich das Nachfolgemodell mit integrierter Elektronik für damals 200 € . Leider war das nie wirklich wasserdicht und ist inzwischen wieder ausgebaut. Es gibt noch andere Lösungen, die sich für mich aber erledigt haben seid ich das neue Navi habe.


Seit 18 Monaten habe ich das Garmin 1040 ohne Solar. Wenn man alle Optionen auf Sparmodus stellt hält der Akku bei mir 6 Tage bei einer Tageslaufzeit von ca. 14 Std.
 
3.Tag

Auch der 3te Tag verlief wieder relativ unspektakulär. Noch vor Sonnenaufgang saß ich wieder im Sattel. Nach 65 km fuhr ich über den Fluss Leie - La Lys über die Belgisch-Französische Grenze. Dem Fluss mal auf der einen mal auf der anderen Uferseite folgend fuhr ich immer wieder über die Grenze. Erst nach 23 km und 12 weiteren Grenzüberschreitungen war ich endgültig in Frankreich. Der Rückenwind bescherte mir auch am 3ten Tag wieder reichlich km. Nach 20:00 Uhr baute ich mein Zelt am Rande einer Obstplantage auf.

Meine Reisen plane ich mit Komoot. Wenn man bei Sportart die Option Reiserad wählt, meidet das Programm weitestgehend stark befahrene Hauptstraßen und unbefestigte Trampelpfade die man nur mit einem Mountainbike ohne Gepäck bewältigen kann. Es geht fast ausschließlich über Radwege, ruhigen Nebenstraßen, ehemaligen Bahntrassen usw. Natürlich gibt es bei jeder längeren Tour auch böse Überraschungen, doch dazu später.

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9: Das Zelt hatte ich kurz vor Gent unweit von einem Gehöft in einem Waldstück aufgebaut.

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10: Die Altstadt von Gent am Fluss Leie.

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11: In Frankreich haben auch kleinen Ortschaften oft recht imposante Sakralbauten.

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12: Andere Länder, andere Bestattungskultur.

Gruß
Haryboo
 
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Ich war lange nicht hier im Forum. Und spontan auf Dein Radreisebericht gestoßen. Bin gespannt, wie es weitergeht und besonders auf Portugal.
 
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Mir geht das eher etwas zu schnell. Bei dem Tempo wird an Land und Leuten nur vorbeigehuscht.
Sorry mit Respekt vor dieser enormen und für mich fast nicht vorstellbaren sportlichen Leistung!
 
4 Kommentare
Haryboo
Haryboo kommentierte
Von vorbeigehuscht kann keine Rede sein. Ich fahre ja nicht mit einem Motorrad oder sitze in einem Reisemobil. Wenn man von der Landschaft möglichst viel sehen will und trotzdem eine große Strecke zurücklegen will, gibt es kein besseres Fortbewegungsmittel als das Rad. Sicher bleibt bei einem Schnitt von 160 km am Tag nicht viel Zeit für Musenbesuche oder dergleichen. Bei so einer Tour gilt immer: „Der Weg ist das Ziel“. Und bei keiner anderen Fortbewegungsart kommt man so leicht und schnell in Kontakt zu anderen Leuten. Besonders wenn man allein unterwegs ist. Man braucht nur anzuhalten um einen Keks zu essen, schon wird man angesprochen ob man Hilfe braucht. Und wenn ich erst einmal Vollzeitrentner bin, nehme ich mir für so eine Tour sicherlich auch 2 bis 4 Wochen mehr Zeit.
 
G
Gianty kommentierte
Finde das toll was Du machst!

Sollte ich mit 75 mal in den Ruhestand eintreten können, wäre das auch mein Ziel.
 
Lydian
Lydian kommentierte
@Kay: Ernsthaft? Das schreibt ein Motorrad- und Womo-Fahrer?
 
Kay
Kay kommentierte

Wenn ich pro Tag mit dem Motorrad, oder mit dem Wohnmobil pro Tag oft auch nicht viel mehr als 200km fahre,
kann ich mit normalem Tempo fahren und trotzdem ab und zu anhalten und fotografieren, oder einen Kaffee trinken.
Mit dem Fahrrad wäre das für mich unvorstellbar - entschuldigt mich alten Knacker - zurück zum Thema!
 
4.Tag

Bei jeder längeren Tour gibt es auch Tage die man einfach abhakt. Der 4te Tag war so einer. Das Problem war das mein Navi Garmin 1040 keine Satelliten finden konnte. Auch wenn es dicht bewölkt war, daran konnte es nicht liegen. Neustart, Gerät zurücksetzen, nichts half. Für solche Fälle habe ich von allen Ländern die auf meiner Route liegen Atlanten im Maßstab 1:300000 dabei. Leider sind in solchen Karten nur Hauptstraßen verzeichnet. Alle 2 Std habe ich das Navi gestartet aber es weigerte sich partout irgendwelche Satelliten zu erfassen. Erst am späten Nachmittag wusste das Navi wie durch ein Wunder auch bei dicksten Wolken plötzlich wo wir waren. Ich war nur wenige 100 Meter von der geplanten Route entfernt. Das war das einzige Mal seit jetzt ca. 18000 km das das Gerät nicht richtig funktionierte. Mit Navi ist es doch ein ganz anderes Radeln. Statt dauernder Sucherei einfach die Landschaft genießen. Da weiß man erst wie wertvoll solche Geräte sind.

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13: Auf einer Wiese, dessen Gatter offen war, fand ich hinter einer Hecke einen ruhigen Flecken für die Nacht.

Gruß
Haryboo
 
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5.Tag

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188 km, 977 Höhenmeter, 25 km bergauf, 10:56 Std

Das Navi funktionierte innerhalb von Sekunden so wie es sollte. Mein erstes Ziel für den Tag war Abbaye de Jumièges die auch als „schönste Ruine Frankreichs“ bezeichnet wird. Ich erwartete von dem alten Benediktinerkloster jede Menge interessante Fotomotive und war gerne bereit einen Umweg von 24 km zu fahren. Leider war die Ruine umringt von meterhohen Mauern und alle Eingangstore waren verschlossen. Die 7€ Eintrittsgeld wären es mir wert gewesen, aber bis 14:30 Uhr wollte ich nicht warten.

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14: Leider waren alle Tore zur Klosterruine noch verschlossen.

Das nächste Highlight war nur 63 km entfernt. Der Pont de Normandie ist eine Schrägseilbrücke, die mit 856 m die größte Spannweite in Europa besitzt. Sie überquert die Seinemündung in 56m Höhe und verbindet Le Havre auf dem rechten Ufer im Norden mit Honfleur auf dem linken Ufer im Süden. Die Brücke wurde in den Jahren 1988 bis 1994 gebaut und am 20. Januar 1995 eingeweiht. Insgesamt hat der 23,60 m breite Brückenzug eine Länge von 2141,25 m. Über sie verläuft die A 29/E 44 und ist für motorisierte Fahrzeuge mautpflichtig. Das Überqueren mit dem Rad ist ein einzigartiges Erlebnis.

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15: Schon mit dem PKW ist Überquerung der Brücke etwas Besonderes. Mit dem Fahrrad ist es fast ein Abenteuer.

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16: Für schwache Nerven kann es etwas beängstigend sein. Man sollte bedenken, dass es eine Autobahn ist, die auf Tuchfühlung neben einem vorbeiführt.

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17: Die beiden Pylonen der Schrägseilbrücke sind 214,77 m hoch und tragen je 4×23 Kabel.

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18: Schon 3 Jahre zuvor auf einer 2500 km Frankreichtour mit Jenny hatten wir die Brücke überquert.

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19: Der schmale Radweg vermittelte Jenny damals nicht wirklich ein Sicherheitsgefühl. Sie bevorzugte den Bürgersteig.


Die nächsten 50 km ging es an der Atlantikküste weiter. Am Canal de Caen a la Mer ging es wieder ins Landesinnere. 10 km hinter Caen schlug ich am Fluss L Orne mein Zelt auf.

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20: Vieux port d'Honfleur et sa Lieutenance an der Atlantikküste.

Gruß
Haryboo
 
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C
Camper kommentierte
Hallo Harryboo,
Respekt vor Deiner Kilometerleistung pro Tag mit Gepäck auf einem MTB. Als begeisterter Freizeitrennradler kann ich nur den Hut ziehen.
Du scheinst eine mächtige Konditonsmaschine zu sein (mein Neid ist Dir sicher :)).
Auf dem Bild 20 ist übrigens Honfleur abgebildet und nicht Trouville (Besserwissermodus wieder aus ;) ).

Gruß und vielen Dank für die schönen Bilder,
Friedrich
 
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Kiboko
Kiboko kommentierte
Hallo Haryboo,
vielen Dank für die Fotreportage.
Ich bin schon beim virtuellen Mitradeln außer Atem.
Ich bin erstaunt, wie weit Du am 5. Reisetag schon gekommen bist.

Im Herbst war ich zwei Wochen auf einer ähnlichen Route unterwegs.
Caen war bei mir der Wendepunkt.
Ich habe also pro Tag weniger Strecke im Auto gmacht, als Du mit dem Fahrrad. Repekt!

Ich beneide Dich um die Aussicht von der Brücke.
Ich musste mich auf den Verkehr konzentrieren und mit Anhalten war da nix.
Da reichte es gerade mal so für einen Sekundenblick.

Einige Sehenswürdigkeiten musste ich ebenfalls liegen lassen, da manche nur nachmittags oder nach langen Mittagspausen geöffnet waren.
Da habe ich mich auch oft mit Außenansichten begnügen müssen.

Ich kann bestätigen. Bild 20 ist aus Honfleur.

Ich freue mich auf die nächsten Etappen
Bernd
 
Haryboo
Haryboo kommentierte
Vielen Dank für die Hinweise. Habe Bild 20 entsprechend geändert. Leider kann die 810 nicht die Koordinaten speichern. Die neue Z8 leider auch nicht.
 
Haryboo
Haryboo kommentierte

Nach 5 Tagen waren es insgesamt 905 km. Davon 100 km bergauf mit 3343 Höhenmetern. Die Entfernungsangaben passen annähernd 100%. Bei den Höhenangaben kann es bei wechselndem Wetter zu Ungenauigkeiten kommen, was sich bei einer längeren Tour aber wieder ausgleicht. Ich meine auf den letzten Cent kommt es auch nicht an.

Gruß
Haryboo
 
B
Brunke kommentierte
@Haryboo Die Option mit Snapbridge Koordinaten einzubinden kennst Du sicher. Wenn Du Deine Reise getrackt hast, dann kannst Du die Daten verwenden und über das Aufnahmedatum und -uhrzeit die Koordinaten zuordnen.
 
6.Tag

Die ersten 26 km folgte ich dem Fluss L Orne. Dann wurde es zum ersten Mal auf der Tour etwas bergiger. Im ständigen rauf und runter ging es auf fantastischen Rad-, Forst- und Feldwegen mit vielen kleinen und kleinsten Ortschaften im Zickzack quer durch die Normandie. Nach 120 km war ich wieder an der Atlantikküste. Schon wenig später erblickte ich die Silhouette des nächsten Highlights. Auch wenn ich schon vor 3 Jahren mit Jenny das Monument besuchte, Mont-Saint-Michel ist immer eine Reise wert. In der Bucht des Mont Saint-Michel herrschen die stärksten Gezeiten Europas. Alle 18 Jahre, wenn Sonne und Mond in einer Linie stehen, kommt es zu einem besonders hohen Tidenhub (um 15 Meter). Aber auch an manch anderen Tagen ist die Flut so hoch das man für ca. 1 Stunde den Weg zur Klosterinsel nicht begehen kann.

Trotzdem war ich froh nach einiger Zeit den Touristentrubel wieder zu entfliehen. Es ging wieder in südlicher Richtung ins Landesinnere. Nach 173 km fand ich am See Etang de Boulet einen erstklassigen Platz zum Zelten.

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6. Tag 173 km, 1492 Höhenmeter, 36,65 km bergauf, 10:31 Std Fahrzeit

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21: Schon viele km vorher sieht man die Silhouette vom Weltkulturerbe Mont-Saint-Michel

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22: Die alte Deichstraße wurde durch einen 2 km langen Holzsteck ersetzt, so dass der Berg nun wieder komplett umspült werden kann und die Versandung sich allmählich selber wieder Abbaut.

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23: Die Zugbrücke zur Klosterinsel.

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24: Heute leben auf der Insel nur noch ca. 30 Einwohner.

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25: Natürlich gibt es hier auch einen Friedhof.

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26: Innenhof eines Restaurants.

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27: Leider konnte ich die Klosterkirche nicht von innen besichtigen da schon geschlossen.

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28: Die gesamte Insel ist wie eine Festungsanlage aufgebaut.

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29: Blick durch eine Schießscharte.

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30: Am See Etang de Boulet habe ich das Zelte aufgeschlagen.

Gruß
Haryboo
 
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7. Tag

Nach einer sehr geruhsamen Nacht ging es am anderen Morgen in aller Frühe weiter. Zuerst ging es immer am Canal d Ille-et-Rance entlang. Nach 30 km erreichte ich den etwas größeren Ort Rennes wo ich den ersten Supermarkt ansteuerte.

Während der gesamten Tour versorge ich mich fast ausschließlich aus Supermärkten. Restaurants dauern zu lange und Schnellimbisse, sofern man solche im Ausland findet, sind auch nicht das wahre. Es ist auch nicht gut gezwungener maßen eine größere Portion auf einmal zu verschlingen. Besser ist es in kurzen Zeitabständen von ca. 2 Std immer nur eine Kleinigkeit zu essen. Es radelt sich dann einfach besser.

Ab Rennes folgte ich dem Fluss La Vilaine. Irgendwann kam mir die Idee nicht mehr den weiträumigen Schleifen des Flusses zu folgen, sondern schnurstracks Richtung Süden zu fahren. Die Idee erwies sich als nicht so gut. Nachdem ich mich 3-mal total verfranzt hatte (auf der Karte zu erkennen) hielt ich mich wieder an die Vorgabe von meinem Navi. In Nantes wollte ich eine feste Unterkunft suchen. Schließlich war die erste Woche um und eine Dusche war fällig. Ich bevorzuge Pensionen oder Motels. Das erste was ich mitten in der Großstadt mit 320000 Einwohnern antraf war ein Campingplatz. Da ich keine Lust auf weiteres suchen hatte, war das ok. Der Campingplatz war genau doppelt so teuer wie eine Woche später die Pension in Spanien.

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7. Tag 175km, 957 Höhenmeter, 28 km bergauf, 10:36 Std Fahrzeit.
1. Woche 1253 km, 5792 Höhenmeter, 164 km bergauf.

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31: Am am Canal d Ille-et-Rance.

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32: Am Fluss La Vilaine

Gruß
Haryboo
 
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