Carbonteufel schrieb:Nähme man die Bildkritik-Foren aus dem Board, beraubte man es m. E. eines wichtigen Unterscheidungsmerkmals zu manch anderen Plattformen rund um die Fotografie.
Natürlich muß Bildkritik differenziert und möglichst präzise erfolgen, doch darf es m. E. nicht in wohlwollende Weichspülerei ausarten. Andersherum hätte ich selbst nichts davon, wenn zu milde (oder gar nicht) Kritik geübt würde. Wie bitteschön soll ich Fehler vermeiden, wenn sie nicht benannt werden?
Der Umgangston in der Bildkritik macht aber auch viel aus. ......
Eine Fotografie ist ein Ausdruck einer Stimmung, einer Absicht, sagt manchmal mehr als viele Wörter oder sogar Worte. (!) Es wäre geradezu verwerflich, sie nicht zu zeigen oder völlig unkommentiert zu lassen. Bilder sind Leben.
Und dann noch: Warum sollte man Leute mit einer anderen Meinung einfach ignorieren? Kann man denen nicht ihre Meinung lassen, es steht doch meist nicht fest, wer wirklich Recht hat.
PeMax schrieb:Aber ich habe hier noch selten (eigentlich gar nicht) beleidigende Kritik gelesen.
habedehre schrieb:Geht das überhaupt? Dann könnte man ja gleich alles löschen lassen, was einem nicht passt.
Gruß
Christoph
Forsch schrieb:wurde alles gesagt...und schließe mich dem an
...deshalb ganz kurz und knapp...
.....................DAS FORUM LEBT....................
deshalb sind diskussionen
... fehlinterpretationen
... und der hat mich nicht verstanden
das normalste in der Welt
und wirds zu flach dann schalten wir ab
Gruß
Forschi
pdc.h schrieb:Indem ich mich entschließe, diese „Entdeckung“ anderen zu zeigen, lasse ich sie hieran teil haben und bin offen für deren Rückmeldungen, auch in Form der Interpretation des Dargestellten. Allein der Schritt des Veröffentlichen ist bemerkenswert, denn für manch’ einen bedeutet dies das „Überspringen einer Hürde“, es gewagt zu haben.
Tinker schrieb:Ich denke die Qualität, der Erfolg einer Fotografie liegt darin, ob der Autor damit ein Gefühl ausdrücken und dem Betrachter vermitteln kann. Alles andere ist m. E. sekundär. Die Gefühle z. B. können Staunen, Rührung, Ehrfucht vor der Natur, der Schönheit eines Mädchens, Mitleid, Zorn über Ungerechtigkeiten, Anklagen, Langeweile, Hingabe, Verliebtheit, Bewunderung, Stille, Leidenschaft und vieles andere sein.
Tinker
In diesem Punkt halte ich es einfacher: Es mag zwar für eine Beurteilung eines Bildes hilfreich sein, wenn ich weiß was der Fotograf eigentlich aussagen wollte, d. h. ob er seine Absicht für mich als Betrachter umsetzten konnte oder nicht. Aber eigentlich ist mir das egal, denn entweder ein Bild spricht mich an, oder es spricht mich nicht an. Dabei spielen natürlich die Bildgestaltung und auch die technische Umsetzung eine Rolle. Wenn z. B. bei einem Sonnenuntergang 50% der Bildfläche einfach nur schwarz ist, spricht es micht nicht an und es handelt sich hier um den klassischen "technischen" Fehler in der Bildgestaltung.Tinker schrieb:M. E. ist es nicht möglich, die Qualität einer Fotografie zu beurteilen, ohne die Absicht des Autors zu suchen und zu versuchen sie nachzufühlen.
PeMax schrieb:Ob die Qualität der Bilder insgesamt nachgelassen hat, kann ich als relativer Neuling nicht beurteilen. Dass die Qualität unterschiedlich ist, finde ich logisch, schließlich gibt es hier absolute Profis, die Ihr Geld mit Fotografie verdienen bis zum totalen Neuling, der zum ersten mal bewusst fotografiert. Und es ist toll von den Profis, dass sie den Anfängern helfen und zeigen wie es geht, und toll von den Anfängern, dass sie sich trauen, ihre Bilder hier zu zeigen (wobei der Anfänger nicht per se schlechte Bilder macht).
Tinker schrieb:Ich würde mir mehr Bilder-Diskussionen wünschen und einen freundlicheren Ton. Mein Eindruck ist, dass zu oft eine rein technische Betrachtung vorherrscht und viele Bilder mit den immergleichen technischen Kriterien bewertet werden.
Tinker schrieb:Dabei entsteht oft der Eindruck, als gäbe es nur eine einzige richtige Auffassung eines Motivs, die rein technisch definiert wird ohne zu fragen, was der Fotograf eigentlich _ausdrücken_ wollte. Ich denke die Qualität, der Erfolg einer Fotografie liegt darin, ob der Autor damit ein Gefühl ausdrücken und dem Betrachter vermitteln kann. Alles andere ist m. E. sekundär.
Tinker schrieb:Die Gefühle z. B. können Staunen, Rührung, Ehrfucht vor der Natur, der Schönheit eines Mädchens, Mitleid, Zorn über Ungerechtigkeiten, Anklagen, Langeweile, Hingabe, Verliebtheit, Bewunderung, Stille, Leidenschaft und vieles andere sein. Das ist wichtig und ich würde mir wünschen, den Autoren von hier vorgestellten Fotografien zu sagen, ob ihnen die Vermittlung dieser Gefühle gelungen ist. Konnte das Bild in mir etwas auslösen und welche Gefühle hat ein vorgestelltes Bild in mir hervorgerufen? Feststehende technische Lehrsätze führen m. E. zu schlechter Qualität in diesem Sinne. Beispiel: "Leg den Horizont nicht in die Mitte, das ist langweilig". Aber was ist wenn der Fotograf Langeweile ausdrücken will? M. E. ist es nicht möglich, die Qualität einer Fotografie zu beurteilen, ohne die Absicht des Autors zu suchen und zu versuchen sie nachzufühlen.
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