Hughie traf ich im Herbst 2014 bei
Madra in Connemara/Irland (eine der bekanntesten Hunderettungsstationen im Land), und ich konnte nicht allzu viel mit ihm anfangen.
Hughie ist ein sogenannter split faced Border Collie; soll heissen, eine Gesichtshälfte ist weiß, die andere schwarz. Bei ihm setzt sich das sogar in den Vorderpfoten fort.
Er war aus diesem Grunde schlicht und einfach nicht mein Beuteschema. Ich mochte seine Zeichnung nicht, er sah zudem etwas behäbig und dicklich aus. Nun, es stellte sich schnell heraus, dass er, obwohl gedrungen und bei seiner mittleren Größe eigentlich bordertypisch gebaut, ein Energiepaket war und ist und sogar im Gegensatz zu meinem Paddy ausdauernder und kräftesparender haushalten kann.
Im September 2014 nahmen wir ihn aus Irland mit zu uns, eigentlich, um ihn zu vermitteln. Und dann passierte etwas, was ich mir gerade bei diesem Hund nie hätte vorstellen können. Es war seine unbedingte Kooperation, sein Willen, um jeden Preis zu gefallen und seine charmante und geradezu unschuldige Schmiegsamkeit, die zusammen mit seinem Gesicht uns in wenigen Tagen eroberte.
Es war faszinierend für mich war, wie schnell ich mich an dieses ausdrucksstarke Bordergesicht nicht nur gewöhnte, sondern es geradezu als schön und charmant empfand. Er kann zudem ganz viel damit ausdrücken: Ernsthaftig- und Bubenhaftigkeit, Nachdenklichkeit und Konzentration, Zuneigung, Schalk und Freude und Spaß am Leben.
Haben Tiere ein Gesicht? Ja, haben sie und Hunde ganz besonders! In diesem Sinne wünschen Euch ein schönes Wochenende Split-Face Hughie und das Müdgesicht Klaus!