Ja, was ist denn nun ein Portrait? Die Beschränkung des Ausschnittes auf den Kopf? Darf die Brust mit abgebildet werden? Oder darf ich, weil ich meinen Hund so toll finde, das prachtvolle Tier in seiner Gänze zeigen?
Die Wikipedia-Definition des Begriffes Portrait kennen wir nun alle bzw. haben diese zur Kenntnis genommen.
Die Bilder hier, aber auch in der Menschen-Sektion zeigen, dass nicht jeder die gleiche Definition von "Portrait" pflegt.
Gut, oder nicht gut, da dadurch eine einheitliche Betrachtung schier unmöglich wird.
Ein Portrait ist ein Bildnis, das optisch die wesentlichen Merkmale des oder der Fotografierten spiegelt. Und ein gutes Portrait beschränkt sich nicht lediglich auf die äusserlichen Merkmale des Fotografierten, sondern versucht darüber hinaus die wichtigsten und wesentlichen Wesensmerkmale mit zu erfassen und die typische Ausstrahlung mit abzubilden. Ein Portrait spricht mit dem Betrachter!
Ein gutes Portrait gewährt dem Betrachter einen Blick auf das Charisma des Modells, so es ein solches besitzt.
Ob und in wieweit so etwas gelingt, hängt sicherlich sowohl vom Model als auch vom Fotografen ab. Sensibilität ist in diesem Zusammenhang ein Stichwort wie Geduld und Gleichmütigkeit.
Also kann ein "Kopfbild" durchaus kein Portrait sein, wenn es lediglich platt durch den Druck auf den Auslöser entstanden ist. Ein Ganzkörperbild kann in die Sparte Portrait eingeordnet werden, wenn es nur durch diesen gewählten Ausschnitt das Wesen oder den Charakter des Abgebildeten wiedergibt.