Langzeiterfahrungen mit DxO PhotoLab und Affinity Photo gesucht.


NF Adventskalender 2019

K73

NF Mitglied
Ich habe mir vor kurzem die Nik Collection gegönnt um S/W-Bilder zu bearbeiten. Da diese PhotoLab 2 beinhaltet und ich zusätzlich noch Affinity Photo in der aktuellen Version anschaffen mußte, habe ich nun mehr Software als ich eigentlich zur Bildbearbeitung brauche.
Seit Frühjahr nutze ich Lightroom und gelegentlich Photoshop aus dem Adobe Abo, da war bei mir von zusätzlicher Software noch nicht die Rede. Jetzt überlege ich ob man es wagen könnte das Abo zu kündigen. Mit den o.g. Programmen komme ich soweit gut klar, aber ich wollte trotzem mal in die Runde fragen ob es auf Dauer Probleme geben könnte. Sicherlich gibt es viele Funktionen die ich zur Zeit noch nicht genutzt habe, die aber mal interessant sein könnten. So hat man mir z.B. erzählt das die Lichter / Schatten - Entwicklung der RAW-Dateien in Affinity nicht immer gute Ergebnisse bringt und deshalb Lightroom noch die Nummer eins diesbezüglich ist.
Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen mit dem alleinigen Einsatz von DxO oder Affinity? Oft werden diese ja in Kombination mit den Adobe Programmen genutzt.
 
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departure69

Sehr aktives Mitglied
@K73

Hallo.

Nunja, "Langzeiterfahrungen" ist relativ. Ich nutze seit circa einem Jahr DXO PL 2 - ohne die NIK-Collection.

Nachdem ich als junger Kerl mal die klassische Laborarbeit gelernt hab (nicht beruflich, aber in mehreren Kursen), ist DXO PL das Labor für mich. Und dabei geht es mir ausschließlich um die Entwicklung vom Negativ- oder Diafilm (also dem RAW) zum fertigen Abzug (also dem JPG). Und das macht und kann DXO PL meines Erachtens perfekt, auch völlig ohne die Nik-Collection (die ja schon zur Bearbeitung und nicht mehr zur Entwicklung zählt). Ich kriege die Fotos damit so fertig, daß danach im Regelfall keine weitere Bearbeitung mehr notwendig ist. Selten, ganz selten werfe ich danach am fertigen *.jpg nochmal Photoshop an, am häufigsten, wenn es was zu Stempeln gibt.

Deiner Schilderung nach kannst Du ja derzeit softwareseitig aus dem Vollen schöpfen. Ob Du riskieren kannst, das Adobe-Abo zu kündigen, kann ich Dir natürlich nicht zu hundert Prozent sicher beantworten. Aber falls Du mit DXO PL soweit zufrieden bist (ich bin es sehr), und Affinity - für Deine Zwecke und Arbeitsweise - Photoshop ersetzen kann, würde ich behaupten, daß Du die Adobe-Software nicht mehr brauchst.

Hinsichtlich Lightroom: Ich kenne das Programm kaum, hab' noch nie damit gearbeitet (außer mal 2 Wochen Testzeitraum), aber es ist recht häufig zu lesen, daß beispielsweise die Entrauschungsmöglichkeiten in Lightroom nicht mal ansatzweise an die Qualität der Prime-Entrauschung von DXO heranreichen.


Viele Grüße

von

departure69
 

Metalhead

Sehr aktives Mitglied
Das Problem ist, der TS hat die Nik Collection von DXO gekauft und nicht DXO PhotoLab 2 separat. Denn bei der Nik Collection ist nur die abgespeckte Essential Variante von PhotoLab dabei. Da hat er u.a. Clear View nicht dabei und vor allem das allseits gelobte Prime Entrauschen fehlt darin. Da wäre also die Elite Version deutlich besser, aber die kostet halt auch wieder reichlich extra. Aber grundsätzlich könnte er das Abo nach Erwerb von Affinity Photo und DXO PhotoLab (inzwischen ist Version 3 auf dem Markt) durchaus kündigen und damit monatliche Gebühren sparen.
 

K73

NF Mitglied
Danke für deine Ausführungen. Das mit der Entrauschfunktion hatte ich auch schon gehört. Klingt ja alles sehr ermutigend.
Der große Vorteil von LR scheint ja im Wesentlichen die Verwaltung zu sein. Für mich hat sich jedoch heraus gestellt, dass ich bis auf das Vergeben von Sternen nichts dergleichen nutze. Im Gegenteil, ich empfinde das Importieren der Fotos etc. als äußerst nervend. Die ganze Geschichte läuft bei mir auch nicht zuverlässig, sodass ich LR bereits viermal neu installiert habe.

Falls ich Adobe kündige wäre ich auch bereit die separate PL Version zu kaufen, darauf kommt es dann auch nicht mehr an.
 

Metalhead

Sehr aktives Mitglied

spurensucher

Aktives NF Mitglied
Ich bin vor 3 Jahren auf Affinity umgestiegen und habe es nicht bereut, selbst der RAW-Konverter, der zum Programm gehöhrt ist inzwische sehr gut! Natürlich muss man sich etwas einarbeiten, da die Nomenklatura etwas anders ist, aber das hat man schnell im Griff. meine Raws entwickel ich in LR 6.4 wei ich dieses Programm habe. Mit DxO werde ich mich in den nächsten Wochen intensiver beschäftigen.
 

Early Bird

Nikon-Clubmitglied
Es hängt natürlich von der eigenen Arbeitsweise ab und wie oft du größere Bildretuschen machst, die sicherlich mit einer der Photoshop Möglichkeiten sehr groß sind. Ich habe über die Jahre festgestellt das für mich DXO völlig ausreichend ist, 95% meiner Bildbearbeitung kann ich schnell und gut damit machen. Das liegt aber auch am DXO Ansatz der viele Automatiken anbietet, da muss jeder selber entscheiden wie er arbeiten möchte. DXO weicht hier vom Ansatz von allen anderen RAW Konvertern ab. DXO ist über die Jahre immer besser geworden (als Elite Version), allerdings ist die Bildverwaltung immer noch in den Kinderschuhen, auch wenn es besser geworden ist. Falls aufwändige Bildretuschen nötig sind verwende ich als nicht-Berufsfotografierender Photoshop Elements. Das ist für mich ausreichend, die große Photoshop Version überfordert mich ohnehin. Elements gibt es nach wie vor als Kaufversion, das Abo könnte entfallen. Als Fazit: DXO ist für mich nach wie vor ein hervorragender RAW Konverter der die wichtigsten Funktionen hat.
 

K73

NF Mitglied
Bildbearbeitungen möchte ich schon machen. Der Unterschied zwischen Affinity Photo und Photoshop ist da garnicht so groß wie es scheint. Es unterscheiden sich oft nur die Bezeichnungen der Werkzeuge, sagen jedenfalls die Tests. In DxO werde ich mich einarbeiten, denke ich. Im Moment habe ich ja noch etwas Zeit, wenn ich das Adobe Abo vor Ablauf eines Jahres kündige würde ich zuviel Geld verlieren. Also läuft es ersteinmal weiter parallel.
 

ObjecTiv

Registrierte Benutzer_B
So hat man mir z.B. erzählt das die Lichter / Schatten - Entwicklung der RAW-Dateien in Affinity nicht immer gute Ergebnisse bringt und deshalb Lightroom noch die Nummer eins diesbezüglich ist.
Das könnte auch von mir stammen :), denn diese Erfahrung habe ich tatsächlich auch gemacht. Bislang ist es mir nicht gelungen, einen RAW-Entwickler zu finden, der im Punkt Belichtungskorrekturen und speziell Lichter-und Schatten-Korrekturen qualitativ an die Ergebnisse von LR heranreicht. Ich nutze LR in der nicht-ABO Variante 6.14 und bin mit der Funktion als RAW-Entwickler damit hoch zufrieden. Meine derzeitigen Kameras werden glücklicherweise alle noch von dieser Version unterstützt. Die Verwaltungs-Funktionen von LR nutze ich eigentlich kaum.

Auf der Suche nach einer Alternative für die Zukunft bin ich vor längerer Zeit auch auf DXO gestoßen und habe es dann auch in der Elite-Version gekauft, in erster Linie habe ich es dann jedoch nur für die Prime-Rausch-Reduktion genutzt, da ich damit in schwierigen Fällen meist bessere Ergebnisse erziele wie mit LR.
Das war noch zu Zeiten von DXO PL 1.x. Seinerzeit hatte ich mir die Komplettversion incl. Viewpoint und Filmpack für weit über 200 € gekauft. Als nach etwas über einem Monat das Update auf PL2.x erschien hat mich die Update-Politik doch sehr verärgert, da sollte ich doch glatt sofort schon wieder den vollen Update-Preis (damals um die ca. 60-80€) bezahlen. Das war es mir weder aus Prinzip noch wegen der spärlichen tatsächlichen Neuerungen wert. Ich bin bis heute noch bei der Version 1.x und nutze es nur noch hin und wieder, da ich zum einen mit dem RAW-Entwickler von LR bessere Ergebnisse in einfacheren Schritten erreiche (ist wahrscheinlich einfach eine subjektive Präferenz wegen der Gewöhnung an LR) und zum anderen für das Entrauschen mittlererweile eine qualitativ extrem bessere Software-Lösung (Topaz) gefunden habe.
Bei Interesse kann ich dazu ein paar mehr Details und Beispiele geben (wenn das von Interesse ist dann bitte kurze Info).

Für die reine RAW-Entwicklung würde ich persönlich Stand heute jedenfalls nicht mehr auf DXO wechseln, und wegen Prime-Entrauschen erst recht nicht.

Zu Affinity-Photo kann ich auch was beitragen, da ich das sehr gerne und häufig nutze. Meiner Meinung nach ein zumindest für den Hobby-Gebrauch ganz hervorragendes Programm mit einem unschlagbaren Preis/Leistungs-Verhältnis - besser geht's eigentlich nur mit Freeware.
Ich nutze das eigentlich seit dem Erscheinen der Software, Anfangs hatte das Programm kleinere Schwächen in Sachen Performance, speziell beim RAW-Import. Ungefähr seit Version 1.7x ist die Sofrtware auch in diesem Punkt stark verbessert worden, und Stabilitätsprobleme hatte ich damit nie.
Insbesondere die Stempel- und Korrekturfunktionen sind denen von LR haushoch überlegen.
Der RAW-Konverter hat leider auch Schwächen bei der Belichtungskorrektur (ähnlich wie DXO, insbesondere Lichter/Schatten), sonst wäre dies meine Alternative für Lightroom. Als Bildbearbeitungs-Ersatz von PS jedenfalls von mir eine uneingeschränkte Empfehlung.

Kurz noch zur NIK-Kollektion: die benutze ich auch (hin und wieder), jedoch in der älteren Freewäre-Variante. Diese läßt sich sowohl in LR als auch in Affinity sehr gut als Plugin einbinden und unterstützt ja auch schon die U-Point-Technik. Reicht für viele Sachen völlig aus, und persönlich nutze ich solche Effektfilter ohnehin eher selten.

Zusammenfassend könnte man sagen, die Kombi LR6.14 + Affinity-Photo + Topaz sind für mich derzeit die perfekte Lösung.

Da du diese Software-Produktre ja eh schon beseitzt, kannst du ja ganz einfach mal testen, ob die Qualität Lichter/Schatten-Bearbeitung für dich mit DXO/Affinty ausreicht. Einfach mal ein Bild mit unter- und über-belichteten (aber nicht ausgefressenen) Bildbereichen nehmen und mal ordentlich an den Reglern ziehen - und dann die Ergebnisse vergleichen...

lg Peter
 
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Klaus Harms

Administrator
Teammitglied
Du kannst die aktuelle photolab 3 Version in keinster Weise mehr mit der Einser vergleichen. Beide haben so viel Ähnlichkeit miteinander, wie ein Pferdekarren mit einem modernen Auto.
 

K73

NF Mitglied
@ObjecTiv

Danke für deine Einschätzung, sehr interessant zu lesen. Im Moment möchte ich mich nicht mit noch einem Programm beschäftigen (Topaz). Ich denke da würde ich mich dann verzetteln.

@Fiesta1
Ich dachte an Infos zu Dingen die man nicht auf den ersten Blick bemerkt weil man vielleicht nicht täglich braucht, die aber trotzdem wichtig wären.
 

ObjecTiv

Registrierte Benutzer_B
Du kannst die aktuelle photolab 3 Version in keinster Weise mehr mit der Einser vergleichen.
Das ist richtig !
Es hat sich viel getan, seit der Einser-Version. Allerdings mehr in Richtung der ganzen Zusatzfunktionen und Bedienbarkeit, jedoch weniger an der Grundfunktionalität. Versteh mich nicht falsch - DXO Photolab ist ein hervorragendes Programm, insbesondere in der aktuellen Version. Smart-Lighting und die anderen Smart-Funktionen könne die RAW-Entwicklung und Bearbeitung stark vereinfachen und beschleunigen. Die Objektiv-Profile finde ich hervorragend.

In Sachen Output-Qualität hat sich seit der Einser allerdings wenig bis gar nichts verändert, zumindest nicht, was grundsätzliche Entwicklungs-Optionen und das Entrauschen angeht. Natürlich hab ich die Version 3 (uneingeschränkte Elite-Demo) installiert und getestet. In Dem Punkt kann ich bei "Problembildern" keine sichtbaren Fortschritte erkennen, -> kein Unterschied zur Version 1.2.2.

Bei mir ist es eben so, dass ich mit MFT fotografiere - und auf Grund des kleineren Sensors ist eben eher und mehr Rauschen in den Bildern vorhanden als z.B. mit KB-Equipment. Und gerade da, also wenn ich mit der ISO wirklich höher gehen muss (ISO6400 bis 25600), kommt DXO - auch mit Prime - nicht ansatzweise an die Ergebnisse ran, die ich mit LR+Topaz-Plugins erziele. Das ist für K73 jetzt erst mal nicht relevant, da er ja schon LR+PS+DXO+Affinity hat. Es geht ja mehr um die Frage, LR+PS abgeschafft werden soll.
Ich würde das an Stelle von K73 einfach selber testen, ob die Ergebnisse der Entwicklung (insbesondere bei den angesprochenen Schwachstellen) ausreichend sind. Wenn ja, dann spricht doch nichts dagegen, LR+PS aus zu sortieren.

lg Peter
 

K73

NF Mitglied
So werde ich vorgehen. Ich habe noch etwa ein halbes Jahr Zeit bis ich ohne finanzielle Einbußen Adobe kündigen könnte. In der Zeit werde ich mich intensiver mit DxO und Affinity Photo beschäftigen. Die langen Winterabende bieten sich für so etwas ja an - hoffe ich wenigstens.
 
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