Frage Kontrast AF unterschiedliche Ergebnisse

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Somit sollen mein Einstellungen falsch sein? Das verwirrt mich doch jetzt nur weiter.
Es ist möglicherweise nur ein Zufall, dass das bei deinen Objektiven so ist.
Schade das hier sonst keine weiteren an dem Thema interessiert sind, obwohl ja scheinbar viel so ein Sigma besitzen. Sind hier alle so elitär?
 
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Du wirfst hier einiges durcheinander unter anderem den Begriff elitaer.
Nein das bei mir ist kein Zufall, meine ich, immerhin habe ich schon einige Objektive angepasst und nicht nur Tamrons sondern auch Sigma und Nikon Linsen.
Das ein Objektiv im 10cm Abstaenden unterschiedliche Korrekturen benoetigt ist mir noch nie untergekommen.
Ich vermute du unterstellst einfach das jedes Autofokus Event immer perfekt scharf ist.
Dem ist aber ganz und gar nicht so im Gegenteil.
Selbst mit perfekter Mikrojustierung sitzen etliche Fokusevents immer noch deutlich daneben.

Einfach mal hier nachlesen.
https://www.lensrentals.com/blog/2012/07/autofocus-reality-part-1-center-point-single-shot-accuracy/

An deiner Stelle wuerde ich Kamera und Linse zu Sigma senden und justieren lassen.
 
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Danke so etwas hab ich nicht gewusst, und ich habe mir davor gewehrt das zu vermuten.
Ich werde nichts desto trotz mich noch mal sebst an der justage versuchen und schicke die Kombi dann wahrscheinlich doch ein
Gruß
Jörg
 
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Versuche doch einfach mal ein einfaches Target im Nahbereich.
Ich mach das als Endkontrolle nach dem Mikrofokus justieren.
Also Esstisch Lampe drueber schoen hell, ein Objekt das eindeutig etwas hat zu einstellen mit viel Kontrast.
Zur Not geht ein schraeg gestellter Zollstock im Winkel 45 Grad Kamera gerade.

Kamera aufs Stativ und Phasen AF, Objektiv jedesmal davor von Hand verstellen.

Wenn der Fokus in 8 von 10 Faellen sitzt dann stimmt die Fein Einstellung.
 
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fokusziele müssen eindeutig sein. dazu ist es nötig, dass sie planparallel zur sensorebene sind. kunstlicht kann den autofokus irritieren.
 
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Hanner, das Leben und seine Motive sind leider nicht plan zur Fokusebene. :D

Meine Erfahrung ist das ein 45 Grad Zollstock und eine horizontale Kamera bereits sehr gute Aussagen zur Treffsicherheit bringen. ;)

Ich behaupte ja nicht das dies die Nikon Servicewerkstatt Methode ist. :)

Es gehen auch andere Objekte wie ein simple Pflanze die z.B. etwas abstehendes hat das man anfokussieren kann ohne das davor oder dahinter etwas fehlfokussiert wird.

Ich hab als Referenzobjekt eine [matte] Porzellanfigur eine Maus die vollgefressen in einem angebissenen Apfel liegt.

Da laesst sich wunderbar auf das abstehende Ohr oder die Augen fokussieren und dann muss das wiederholbar passen.

Fuer mich zaehlt am Ende dass die Linse in der Praxis korrekt fokussiert die Testchart ist nur ein Hilfsmittel um erstmal eine Idee zu bekommen ob und wieviel man evtl. korrigieren muss.

Ich habe leider festgestellt, dass die Werte die ich mit dem sauteuren LensCal Tool ermittelt habe oft in der Praxis nicht funktioniert haben.

Und ich habe mich genauestens an die Anleitung gehalten.
 
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als molekularbiologe sollten dir die anforderungen an einen versuchsaufbau hinsichtlich der reproduzierbarkeit ebenso bekannt sein wie der unterschied zwischen experiment (fokustest) und beobachtung (real life).

dass planparallele fokusziele nicht den üblichen gegenbenheiten der fotografischen praxis außerhalb der reprofotografie entsprechen, befreit nicht von der notwendigkeit eines eindeutigen fokuszieles zur justage des AF, die du ja selbst in deinem vorletzten beitrag postuliert hast. bei einem ziel, das dieser bedingung nicht genügt, kann eingedenk der abweichungen von messfeld und sucheranzeige hinsichtlich position und ausdehnung ein eventueller fehlfokus nicht eindeutig bestimmt werden.

dies gilt insbesondere für den viel genannten zollstock. der lenscal mag unnötig und überteuert sein, zeigt seinen aufbau aber nicht ohne grund. eine einfache anordnung aus alltagsgegenständen, die diesen aufbau nachstellt, ist leicht gefunden, so dass auch praktische erwägungen nicht für den fehleranfälligen "45°-zollstocktest" oder andere nicht planparallele ziele sprechen.
 
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Hanner,
Da brauchen wir nicht zu streiten.
Der Zollstocktest ist ja nicht zum Einstellen gedacht sondern als Real Life Ueberpruefung sowie meine Maus im Apfel. :)

Ich stelle meine Linsen mit mehreren Aufloesungscharts die an einer Tuer kleben ein.
Die ist senkrecht und Stativ und Kamera dank Libelle auf dem Blitzschuh auch.
Da ich Parket mit Schattenfugen habe welches parallel zur Tuer verlegt ist faellt es mir auch leicht das Stativ parallel zum Ziel zu stellen.

Gluecklicherweise kann ich auch bis zu 10m von der Tuer weg fuer lange Brennweiten da das WZ so gross ist.

Letztlich gibt es dann noch einen einfachen Test ob der Versuchsaufbau stimmt naemlich das LiveView Fokus Bild.

Bisher fuer mich die beste und reproduzierbarste Methode zum fein Einstellen.

Seitdem bin ich sehr zufrieden mit der Ausbeute z.B. meines Tamron 24-70 oder des 85mm 1,8 beim Portrait shooten.
 
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picture.php


Ich will euch mein Testchart nicht vorenthalten.
Für das Lineal habe ich exakte 45 grad gesägt. Die Platte ist im Lot.
Schwierig war auf die Sensorebene genau parallel zu stellen.
Es sagt einem ja keiner wie genau man das realisiert, deswegen habe ich dabei erst auch einige Fehler gemacht!

Schlußendlich habe ich bei drei Abstanden zur Platte das Fokusviereck an exakt der selben Höhe auf der horizontalen gehabt, was mir als richtig erschien.

Ich habe eine alte gute Wasserwaage vorne an das Objektiv zum einstellen gehalten.
Vom Boden bis Objektivmitte zu messen hat aber dan wirklich gedauert.

Bis auf die Unendlich Messung habe ich damit gut hinbekommen und hab auch merklich bessere Ergebnisse als beim ersten Mal.
neue Werte:
30cm +3
40cm +3
60cm 0
unendlich teste ich try and error und bin gerade mit +5 manchmal zufrieden

mich juckt es aber trotzdem in den Fingern wie gut mir das Sigma einstellt
 
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Ich will euch mein Testchart nicht vorenthalten.
Für das Lineal habe ich exakte 45 grad gesägt. Die Platte ist im Lot.
Schwierig war auf die Sensorebene genau parallel zu stellen.
Es sagt einem ja keiner wie genau man das realisiert, deswegen habe ich dabei erst auch einige Fehler gemacht!

Schlußendlich habe ich bei drei Abstanden zur Platte das Fokusviereck an exakt der selben Höhe auf der horizontalen gehabt, was mir als richtig erschien.

Ich habe eine alte gute Wasserwaage vorne an das Objektiv zum einstellen gehalten.
Vom Boden bis Objektivmitte zu messen hat aber dan wirklich gedauert.

Bis auf die Unendlich Messung habe ich damit gut hinbekommen und hab auch merklich bessere Ergebnisse als beim ersten Mal.
neue Werte:
30cm +3
40cm +3
60cm 0
unendlich teste ich try and error und bin gerade mit +5 manchmal zufrieden

mich juckt es aber trotzdem in den Fingern wie gut mir das Sigma einstellt

Wird denn die Zahl 6 komplett unscharf auf 0?
Das wuerde mich interessieren.

Welcher Abstand war dieses Bild?

Also ich bezweifle das ein Festbrennweite einfach bei 60cm keine Korrektur braucht davor und danach aber schon, das ist sehr merkwuerdig.
Das sich die Verteilung der Unschaerfe vor und hinter dem Fokuspunkt, also der 6 aendert das ist normal und muss nicht korrigiert werden.
 
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Wird denn die Zahl 6 komplett unscharf auf 0?
Das wuerde mich interessieren.

Welcher Abstand war dieses Bild?

Also ich bezweifle das ein Festbrennweite einfach bei 60cm keine Korrektur braucht davor und danach aber schon, das ist sehr merkwuerdig.
Das sich die Verteilung der Unschaerfe vor und hinter dem Fokuspunkt, also der 6 aendert das ist normal und muss nicht korrigiert werden.

Das Bild ist bei 40cm entstanden. Ich finde es auch merkwürdig,nachdem was du geschrieben hast.

Ja bei 60 cm war die 5 scharf bei der Einstellung +3

@ Hanner B
Danke für den Link. Das wird aber dann wirklich ein sehr anspruchsvoller mechanische Aufbau. Vielleicht wage ich mich irgendwann an sowas ran.
In meiner Firma gibt es Optikentwickler die ich dazu befragen könnte.
 
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Danke fuer den Link!
Stimmst du mir zu das der Ausrichtungsfehler, wenn er denn da ist, von beiden Fokusmethoden die verglichen werden identisch repliziert wird?

Wenn die Zahl 6 also auf dem Bild des TE mit LiveView scharf ist dann sollte sie dies doch auch mit dem Phasenfokus sein, oder denke ich hier falsch?

das wäre nur der fall, wenn der exakt der gleiche zielbereich getroffen wird. das ist schon bei unterschiedlichen phasen-af-feldern dem zufall überlassen, eine kontrastmessung würde das problem vermutlich vergrößern. jedenfalls wäre die reproduzierbarkeit dahin.
 
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@ Hanner B
Danke für den Link. Das wird aber dann wirklich ein sehr anspruchsvoller mechanische Aufbau. Vielleicht wage ich mich irgendwann an sowas ran.
In meiner Firma gibt es Optikentwickler die ich dazu befragen könnte.

zum justieren einfach einen spiegel vor dein ziel kleben (oder mit gummiband fixieren) und für die messung wieder entfernen. das ist doch nicht aufwendig.
 
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Ok Danke, das mit dem Spiegel habe ich jetzt durchgedacht und halte es für umsetzbar.

Andere Frage, kenn jemand Image J mit dem plugin nquistMTF. Ein optikentwickler in der Firma hat den Tipp gegeben. Hiermit kann man sich die Auflösung am Kontrast zwischen schwarz und weiß errechnen lassen. Hat jemand das dafür genutzt?

Noch eine Frage, kann sigma eigentlich in noch feineren Schritten justieren, als ich es mit dem usb dock kann?
 
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Ok Danke, das mit dem Spiegel habe ich jetzt durchgedacht und halte es für umsetzbar.

Andere Frage, kenn jemand Image J mit dem plugin nquistMTF. Ein optikentwickler in der Firma hat den Tipp gegeben. Hiermit kann man sich die Auflösung am Kontrast zwischen schwarz und weiß errechnen lassen. Hat jemand das dafür genutzt?

Noch eine Frage, kann sigma eigentlich in noch feineren Schritten justieren, als ich es mit dem usb dock kann?

Die Antwort ist aus meiner Sicht du [und damit meine ich das AF Modul] kannst gar nicht so genau fotografieren wie Sigma deine Linse justiert.

Selbst unter optimalen Testbedingungen wie bei LensRental sehr deutlich beschrieben sind von 100 Autofokus Versuchen in aller Regel bestens 70% exakt die restlichen 30% weichen ab und einige sehr deutlich und erzielen nicht die optimale Aufloesung.

Zudem sind in der Realitaet Motive nicht ideale Kontrastvorlagen und oft bewegen sie sich auch noch, soll vorkommen.

Das verschlechtert deine Aufloesung mangels perfektem Fokus nochmals.

Also ich wuerde mich jetzt mal aufs Fotografieren konzentrieren und nicht auf Testcharts und Justierung.

Fotos die schlecht gestaltet sind werden auch durch allerhoechste Schaerfe nicht um einen fitzelchen besser.

Umgekehrt werden richtig gute Fotos nicht schlecht nur weil die Aufloesung nicht die theoretische deines Sensors erreicht.

Das nachfolgende Bild von mir ist eindeutig nicht optimal scharf da wo es sein soll naemlich auf der Pupille, dennoch finde ich es gelungen.


Irresistable
by Bernd Stoeckl, on Flickr
 
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Du hast recht , garkeine frage. Das Thema Optik interessiert mich halt nebenbei auch noch über das fotografieren hinaus. Ich arbeite mit Laserumlenksystemen,welche zum schweißen eingesetzt werden und da gibt es einige parallelen auf Fachbegriffebene.
Fotos habe ich mit dem sigma natürliche auch an die 1000 gemacht.
Hab für alle Entfernungen den wert auf +3 gesetzt und habe bei realen Bedingungen plötzlich bessere Ergebnisse.
Werde nun mein tamron 24-70 verkaufen um mir irgendwann noch eine schnellere Linse zu kaufen. Danke für dein Engagement!
Gruß
Jörg
 
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Hallo Joerg,
Dann vermute ich das +3 die richtige Einstellung ist.
Die Realitaet zaehlt.

Das schoene Tamron 24-70 f2.8 VC gibst du weg?
Schnellere Zooms gibts aber nicht.
Ich bin hin und weg von dem Teil habs seit Weihnachten.
 
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