Kochen mit Nikon

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Da ich für einen anderen Thread extra das Frankfurterbild raus gesucht habe,

hier das dazugehörige Rezept.

Man nehme:

1 Paar Frankfurter mit grenzwertigem Ablaufdatum /1/
1 ca. 2 Wochen alte Semmel /2/
1 beim Kühlschrankaufräumen gefundene halbleere Tube Estragonsenf /3/
1 Dialeuchtpult 80x60cm. Na gut, kann auch kleiner sein.

Zubereitung:

Würstel im heissen Wasser kochen. Wie lange? Weiss nicht. Nach Gefühl halt. Würstel heraus nehmen und auf trockener Unterlage etwa 1 Stunde trocknen lassen, um die feinschrumpelige Oberfläche zu erzeugen. Anschließend auf Leuchtpult anrichten. Beim Fotografieren etwa 50% Oberlicht geben. Ich habe dafür die gleichen Leuchtstoffröhren verwendet wie im Leuchtpult, um Farbsprünge zu vermeiden. Belichtung am besten auf die Semmel, das klappt am ehesten.

Übersetzung AT -> DE:

/1/ Frankfurter = Wiener
/2/ Semmel = Brötchen
/3/ Senf = Senf

Hab ich das Zeug damals eigentlich gegessen? Weiss nicht. Ist schon ewig lang her.
 
Kommentar
Anzeigen
Moin,

tengris schrieb:
Man nehme:

1 Paar Frankfurter mit grenzwertigem Ablaufdatum /1/
1 ca. 2 Wochen alte Semmel /2/
1 beim Kühlschrankaufräumen gefundene halbleere Tube Estragonsenf /3/

Geht das auch mit Puten-Döner aus Bayern?
 
Kommentar
Ramadan ist vorbei, sollte gehen.

P.S.:
Das ist vermutlich mein bestes Bild überhaupt. Ein Abzug davon wurde damals bei einer Ausstellung gestohlen. Damit ist es mein einziges Bild, welches einen Liebhaber gefunden hatte, welcher derart versessen darauf war, dass er Folter, Auspeitschung und Kerkerelend riskiert hat, um in seinen Besitz zu kommen.


P.P.S.:
Merke gerade, dass die Formulierung "im heissen Wasser kochen" halbwegs sinnfrei ist. Beim Kochen ist das Wasser so gut wie immer heiss.
 
Kommentar
Moin,

tengris schrieb:
Ramadan ist vorbei, sollte gehen.

Meine Bemerkung bezog sich nicht auf den Ramadan...
Übrigens kam bei der Aufarbeitung der Fleischskandale so nebenbei heraus, dass den Döner-Herstellern auch Schweinefleisch untergejubelt wurde.

tengris schrieb:
P.P.S.:
Merke gerade, dass die Formulierung "im heissen Wasser kochen" halbwegs sinnfrei ist. Beim Kochen ist das Wasser so gut wie immer heiss.

Auf dem Mt. Everest nicht.
 
Kommentar
Hi Forum,

dieser Thread zeigt, wie unappetitlich zubereitetes bzw. gekochtes Essen eigentlich aussieht (sorry, liebe Fotografen, ich weiß, es sind nur Demofotos), bzw. welche Kunst es sein muß, geniale Foodfotos zu stylen und appetitlich abzulichten. Und es gibt hierbei nur wenige Profis, die diese Kunst perfekt beherrschen, Reinhart Wolf war einer, Hans Hansen ist ein weiterer.

Grüße und nix für ungut, und trotzdem Guten Appetit

Nik
 
Kommentar
Wolle schrieb:
Auf dem Mt. Everest nicht.
Ich will jetzt keine akademische Diskussion entfachen, aber wenn wir den Siedepunkt in 9000m Seehöhe vereinfacht mit durchschnittlich 70°C annehmen und von einer Außentemperatur von selbst bei Prachtwetter unter 0°C ausgehen, wird der Griff aw: ins kochende Wasser trotzdem einigermaßen als heiss empfunden. Um kaltes bis handwarmes Wasser zum Kochen zu bringen, wird wohl eine Vakuumpumpe nötig sein und ich wüsste jetzt auf die Schnelle keinen Küchenausrüster, die sowas in seine Geräte integriert. Eher das Gegenteil ist der Fall. Zumal Siedepunkt und Garungstemperatur zweierlei Dinge sind.
 
Kommentar
tengris schrieb:
Ich will jetzt keine akademische Diskussion entfachen, aber wenn wir den Siedepunkt in 9000m Seehöhe vereinfacht mit durchschnittlich 70°C annehmen

Muss auch keine Diskussion geben, ich hatte einfach nicht nachgesehen, wo dort der Siedepunkt wirklich liegt.

tengris schrieb:
wird wohl eine Vakuumpumpe nötig sein und ich wüsste jetzt auf die Schnelle keinen Küchenausrüster,


Küchenausrüster
nicht...
 
Kommentar
NIK_ON schrieb:
... geniale Foodfotos ... es gibt hierbei nur wenige Profis, die diese Kunst perfekt beherrschen ...
Es liegt zwar auch, aber nicht ausschließlich daran, dass wir jämmerliche Fotografen sind. Essen und Food hat weit weniger gemeinsam als Essen und Bochum. Essen zum Essen sieht in den seltensten Fällen so gut aus wie Food zum Foddografieren. Mach dir mal ein Nasi Goreng aus der Tiefkühltruhe und vergleiche den erbärmlichen Papp auf deinem Teller mit dem appetitlichen Foto auf der Packung.

Ich nehme ja stark an, dass in Zeiten wie diesen auch hier der Computer die Arbeit erleichtert. Aber anno dazumal, als die Kameras noch Hasselblad und Sinar hießen und Chimping auf Polaroid betrieben wurde, war Foodfotografie ein Nebenzweig der Alchemie. Von Bier aus Getriebeöl mit einem Häubchen aus Rasierschaum war da die Rede. Gebratenes sah durch giftigen Glanzspray aus wie frisch aus der Pfanne. Lebensmittel wurden nur kurz überkocht oder leicht angebraten, um perfekt in Form zu bleiben, der Rest wurde geschminkt. Anschließend kam der Krempel in den Sondermüll, die Filme ins Labor und das Team ging zum Kebabstand. Auf Hochglanzpapier sah das Ergebnis dann so toll aus, wie es am Mittagstisch nie aussehen würde.

Oder kurz gesagt:
Wer perfekte Foodfotografie machen will, ist in der Küche an einem ziemlich falschen Ort.
 
Kommentar
tengris schrieb:
Wer perfekte Foodfotografie machen will, ist in der Küche an einem ziemlich falschen Ort.

War. Nicht ist. Hör Dir mal den Podcast an, den ich oben verlinkt habe.

Maik
 
Kommentar
Moin,

heute gab es bei uns Pizza. Hier der "Herstellungsprozess", Neudeutsch: "making-of".
Achtung, etwas länger.

350 g Mehl (550er) mit 20 g Hefe mit etwas warmen Wasser zum Vorteig
ansetzen. Warm stellen, abdecken.



Nach ca. 20 - 30 Minuten mit 3 EL Olivenöl, etwas Salz und Wasser nach Bedarf zu einem glatten Teig verkneten, noch einmal abdecken und gehen lassen.

Währenddessen die weiteren Zutaten zusammensuchen:



Zwiebeln in Ringe und Paprika in kleine Stücke schneiden:



Mozzarella in dünne Scheiben schneiden:



Auf Tellern bereit stellen.



Fertigen Hefeteig



auf vier mit Olivenöl gefettete Pizzableche verteilen, dünn auswalzen und an den Rändern hochziehen.
Tomatensauce verteilen.
Hier eine Mischung aus gewürzter Tomatensauce aus dem Glas und Pizzatomaten mit Basilicum.
Kann man auch ganz selber machen:
Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, pellen, in kleine Stücke schneiden.
Fein gehackte Zwiebel in einem Topf in Olivenöl anbraten, Tomaten dazugeben und weich kochen. Mit Zucker, Salz , Pfeffer, je nach Geschmack auch mit Knoblauch, Kräutern (Oregano, Rosmarin, Basilicum etc.) usw. würzen, mit Kartoffelstampfer durchmischen.

Belag auf der Pizza verteilen.
Hier: Zwiebeln, Paprika, Oliven, Kapern.
Salz, Pfeffer, Oregano, Rosmarin.
Mozzarella verteilen.
Für Milchallergiker: Salami statt Mozzarella.



Ab in den Ofen. Umluftherd, 200°C.
23 Minuten Später:



Guten Appetit!
 
Kommentar
Moin,

heute gibt es Auberginen mit Knoblauchjoghurt.

Auberginen waschen, in Scheiben schneiden und salzen, so mindestens 30 Minuten liegen lassen.



Aus Zitronensaft, etwas Salz, gepresstem Knoblauch und Joghurt in einer ausreichend großen Schüssel den Knoblauchjoghurt anrühren, ziehen lassen.



Auberginenscheiben in Olivenöl nicht zu heiß braten.



Nebenbei Reis kochen.
Gebratene Auberginenscheiben unter den Joghurt heben.
Reis auf einen Teller geben, Auberginenjoghurt darüber geben.

Guten Appetit.
 
Kommentar
Wolle schrieb:
Moin,

heute gibt es Auberginen mit Knoblauchjoghurt.

Nebenbei Reis kochen.
Gebratene Auberginenscheiben unter den Joghurt heben.
Reis auf einen Teller geben, Auberginenjoghurt darüber geben.

Guten Appetit.

Du wolltest uns Dein Endprodukt nicht zeigen und hast wohl alles alleine gegessen.
LG Rudi
 
Kommentar
Moin,

hier noch etwas:
Deftige Bratnudeln. Variante: Bratkartoffeln (o. Abb.)

Zwiebeln schneiden, in der Pfanne glasig braten, aus der Pfanne nehmen.



Gekochte Nudeln (Reste vom Vortag) in der Pfanne anbraten.
Variante: Pellkartoffeln (am Besten der Sorte "Linda) klein schneiden und scharf anbraten.

Mit kräftig Pfeffer, Salz und Paprika würzen. Zwiebeln dazu geben, pro Mitesser ein Ei darüber schlagen.



Durchrühren, mit Käse abdecken.



Deckel drauf, zur besseren Hitzeverteilung ein bisschen Wasser dazu, lässt den Käse schneller schmelzen und verhindert so das Anbrennen.

Wenn der Käse gut verlaufen ist, noch einmal kurz nachheizen.



Auf Teller geben.
Guten Appetit.

 
Kommentar
Moin,

newtonring schrieb:
Du wolltest uns Dein Endprodukt nicht zeigen und hast wohl alles alleine gegessen.

Das Problem war, dass es etwas schneller gehen musste und meine Frau schon beim Anblick der Kamera in der Küche nervös wurde...
 
Kommentar
Ein sehr schöner und unterhaltsamer Thread. Merci an alle Teilnehmer!
Mal schauen, ob ich am Wochenende dazu komme etwas konstruktives beizutragen. Derzeit kann ich nur mit einem Making of dienen:




Grüße
Stefan
 
Kommentar
Oje, mir ist übel geworden beim Anblick des hingerichteten Essens.

Bitte postet nur noch appetitliche Bilder, sonst muss ich den Thread meiden.
 
Kommentar
Hallo Zusammen,

dieses Wochenende schaffe ich es nicht zu kochen, aber nächste Woche geht wohl die Weihnachtsbäckerei los!

Dabei müßten doch wieder ein paar lustige Bilder rausspringen - mit Kerze und Klimbim - naja mal schauen!


Edit: Freue mich, das dieser Beitrag doch ganz gut angenommen wird - auch die Diskussion kommt nicht zu kurz! Klasse und Danke an Euch!
 
Kommentar
-Anzeige-