Ich würde sagen es lag am Objektiv. Zu Lichtschwach. Kleinere Blende wählen. Unbedingt Stativ!!!
Sagt mal, habt Ihr alle den Text zum Bild nicht gelesen? Lauter Ratschläge, doch ein Stativ zu nehmen, dabei hat sie doch eins genommen. Ts ts...
Für die Reproduktion in der Zeitung ist an der D40 auch ISO 1600 in Ordnung. Das fällt da nicht auf.
Die Ratschläge, lichtstärkere Objektive zu kaufen, haben einen Denkfehler: das verwendete Objektiv wurde bei f/4 betrieben, und viel weniger Schärfentiefe will man da auch nicht haben. Allzu viel längere Verschlusszeiten auch nicht, also muß ISO hoch, das passt schon. Man hätte vielleicht einen lange ausgehaltenen Akkord abwarten und dann mit 1/30 und ISO 1000 davon kommen können, aber wenn das Stativ nicht ein wirklich solides ist (Alu-Klasse 200 Euro aufwärts, plus Kopf), steigt da auch schon wieder die Verwacklungsgefahr.
Ein SB-800 wäre auch nicht verkeht gewesen.
Auch dieser Hinweis ist, mit Verlaub, reichlich fehlgeleitet. Du hast sowas wohl noch nie gemacht. Erstens, ein starker Blitz von da oben irritiert die Ausführenden. Das stört und kommt einfach nicht in Frage. Das sag ich Dir als Fotograf
und Chorsänger. Zweitens, das Blitzlicht mischt sich ohne Filter schlecht mit den Baustrahlern und fällt außerdem vom Dirigenten bis zur letzten Reihe deutlich sichtbar ab, und es gibt fiese harte Schatten.
Der Ansatz, die Baustrahler rauszuretuschieren, sieht vielleicht ganz gut aus, aber derart manipulierte Bilder haben in einer Zeitung nichts verloren. Kommt auch nicht in Frage. Die Beleuchtung hätte von vornherein anders arrangiert werden müssen, aber das sagt sich leichter als es getan ist, denn die Musiker haben auch ihre Ansprüche an die Beleuchtung. Es gibt nichts Blöderes als zu wenige aber starke Lichtquellen aus dem falschen Winkel, weil dann ständig harte Schatten über die Noten huschen und Konzentration klauen.
Laß das Bild wie es ist, optimier höchstens noch den Weißabgleich, falls Du das in RAW gemacht hast. Den Kontrast paßt die Bildredaktion der Zeitung sowieso selber an.
Maik