Kaiser-Wilhelm-Stollen durch EBV gerettet...

Thread Status: Hallo In diesem Thread gab es keine Antwort mehr seit 30 Tagen.
Es kann lange dauern, bis Sie eine aktuelle Antwort erhalten oder Kontakt mit den relevanten Benutzern aufnehmen werden.

69er_piano

Nikon-Clubmitglied
NF Club
Registriert
Kaiser-Wilhelm-Stollen im Deister, Bild vor 1900​

Vor EBV (Photoshop, Scan mit Epson Perfection v330 Photo):

picture.php



Nach EBV (Photoshop, Scan mit Epson Perfection v330 Photo):

picture.php
 
Anzeigen

Jakker

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Feine Sache, die EBV.
Bin selbst immer wieder überrascht, welch hübsche Bilder man aus uralten Abzügen zaubern kann.
 
Kommentar

chateaufort

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Ich mache gerade ein ganzes Buch aus solchen Bilddokumenten. Bei hunderten von oft stark geschädigten Dokumenten oft dürftiger technischer Qualität "eine Arbeit für einen, der Vater und Mutter erschlagen hat".

Ich kann mit dem allgemeinen Lob nicht so viel anfangen. Denn: die Bearbeitung hier ist zu pauschal und zu hart - der ganze Hintergrund links oben läuft schwarz zu, obwohl im Original viele Zwischentöne zu sehen sind. Jede Bildpartie bracht ihre eigene Bildbearbeitung.
Die Tonung des Originals ist auch weg, was aber tatsächlich schwierig zu erhalten ist: hier bietet sich übrigens die Bearbeitung mit Capture NX2 an, wer es noch hat. Da kann man die Gradation ändern, ohne dass sich die Sättigung verändert. Andere Möglichkeit: nach der Bearbeitung in Graustufen umwandeln und monochrom wieder einfärben.
Die Bearbeitung der Tonwerte muss grundsätzlich mit Vorsicht geschehen, denn das Ziel muss lauten; die Mitteltöne stützen, ideal ist ein Histogramm in Gestalt einer abgerundeten Pyramide.
Was recht viel bringt, aber noch viel mehr Arbeit macht, ist die händische Retusche winziger Fehlstellen. Besonders dort, wo Gesichter wichtig sind, aber im Halbdunkel untergehen und zudem Fehlstellen aufweisen.
Beste Grüße, Uwe
 
Kommentar

69er_piano

Nikon-Clubmitglied
NF Club
Registriert
@chateaufort

Hallo Uwe,

das wird sicherlich ein ganz tolles Buch!!

Vielen Dank für Deine umfassenden Hinweise und Tipps - Gott sei Dank ist die gezeigte Bearbeitung rein privat, ohne Anspruch auf Perfektion, und schon gar nicht auf dem hohen Niveau einer potentiellen Buchveröffentlichung. Übrigens - und das kannst Du natürlich nicht wissen - gibt es tatsächlich mehrere Varianten der Bearbeitung von diesem Bild, also tatsächlich weichere, mehr oder weniger original-nah getönte etc. etc.

Was ich letztendlich (als Foto-Amateur) hier zeige, ist immer irgendwie "aus der persönlichen temporären künstlerischen Befindlichkeit" heraus veröffentlicht, also durchaus absichtlich mal härter, weicher, greller, dunkler, heller usw. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass ich heute, also rund zweieinhalb Jahre später, eine andere Variante veröffentlichen bzw. auf der Basis Deiner wertvollen Tipps sogar einen kompletten Neustart der Bearbeitung angehen würde...

Mach' ich aber nicht ;):p
 
Kommentar

chateaufort

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Ich hoffe, dass es gelingt, schließlich geht es auch um das finanzielle Überleben.
Der Weg bleibt aber hart und steinig.
Danke für die positive Rückmeldung, ist keine Selbstverständlichkeit.

Noch eine Beobachtung: ich habe den Eindruck, dass ein Flachbettscanner nicht unbedingt die erste Wahl ist, weil Bildstörungen anscheinend bevorzugt abgebildet werden. Sehr "lustig" ist nämlich der Vergleich der Unterschiede zwischen dem ersten Scan und einem zweiten im 90° Winkel gedreht. Das möchte man lieber selbst digitalisieren mit der Digitalkamera bei weichem Licht als Backup.
Hilfreich wäre hier eine bessere Kentnis der Technik, über die ich auch nicht verfüge.

Eine Ergänzung: Nikon Capture NX2 bietet eine bessere Retuschefunktion als mein etwas angejahrtes Phoshop CS 5.1. Aber bei einem hochauflösenden Scan sind 16 GB Arbeitsspeicher ein Nichts. Keine Performance – nur ein auf den Knien um Gnade winselnder Rechner. So ist auch der LCD-Editor, der in einer seiner Gradationskurveneinstellung nur die Gradation korrigiert und nicht die Farbsättigung (das geht auch), nur mit Einschränkungen zu gebrauchen. Leider bleib dieses Computerprogramm unvollendet.

Bei dem Bild hätte ich die spezifische Farbcharakteristik nicht aufgegeben, sofern das Buch nicht in Schwarzweiß gedruckt werden muss. Ich tippe auf Albuminpapier. Das ist aber nicht immer so gelb.

Beste Grüße, Uwe
 
Kommentar
-Anzeige-
Oben Unten