Jemand Erfahrung mit Helicon Focus Tube für Macro Photographie?

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Hallo Mike,
vorab: nein, ich habe keine Erfahrung damit. Aber für einen Einstieg in die Makrofotografie wäre mir das Teil auch zu teuer. Als Einstieg würde ich die Aufnahmen manuell tätigen und dann mit einer Software zusammenführen. Als günstigen Einstieg kann ich da aus eigener Erfahrung die kostlenlose Software Focus Projects Professional (z.B. hier) empfehlen. Wenn Du dann Spaß an der Thematik hast, kannst Du immer noch über die Hard- und Software von Helicon nachdenken.

Gruß,
Werner
 
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Ich habe auch mit einer Freeware Stacks probiert. Das geht ganz gut auch wenn mich das Thema dann doch nicht so gepackt hat. In den Hinweisen dazu wird oft empfohlen falls vorhanden die kamerainterne Stackingfunktion oder den Fokusring zu benutzen. Letzteres würde ich beim Nikon VR wegen des Focusbreathing nicht tun. Da verzweifelt man. Besser einen Schlitten mit feinem Vortrieb und dann durchfahren.
 
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Welches Makro-Gebiet möchtest Du denn beackern? Bei lebenden Insekten müssen diese schon lange still halten, damit Du stacken kannst. Blumen und non-nature wird gehen. Probier doch erstmal ohne und schau, was Du mit der (evtl. mangelden) Schärfentiefe anfangen kannst.
 
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Welches Makro-Gebiet möchtest Du denn beackern? Bei lebenden Insekten müssen diese schon lange still halten, damit Du stacken kannst. Blumen und non-nature wird gehen. Probier doch erstmal ohne und schau, was Du mit der (evtl. mangelden) Schärfentiefe anfangen kannst.
Ja, hauptsächlich Insekten. Ich werde Mal ohne anfangen, danke.
 
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Besser einen Schlitten mit feinem Vortrieb und dann durchfahren.
Das funktioniert? Wenn ich mit einem Schlitten durchfahre, bekomme ich doch viel verschiedene Bilder. Wie soll die Software das wieder zu einem zusammenrechnen? Bei diesem Versuch habe ich den Schlitten absichtlich nicht verwendet, sondern den Fokusring. Ich konnte mir nicht vorstellen, da0 das mit dem Schlitten funktionieren würde. 62 Bilder mit dem Fokusring und dann die Software damit arbeiten lassen. Oder was habe ich jetzt nicht verstanden?



(die eigentlichen Aufnahmen habe ich dann ohne Hozbrettchen und Plastikuntersatz erstellt) dabei ist dann das herausgekommen:

full


Nicht perfekt, aber das war auch der erste (von bisher drei) Versuchen mit Fokusstacking. Aber ich lerne gerne dazu :)

Gruß,
Werner
 
3 Kommentare
E
Emc2 kommentierte
Moin Werner,
elektronischer Einstellschlitten und Helicon Focus arbeiten wunderbar zusammen. Mit dem Lowa 25 mm 2,5 bis 5 machte ich von einem Insektenteil 400 Aufnahmen (Vergrößerungsmaßstab, Blende und gewünschte Schärfentiefe waren die bestimmenden Kriterien) - sie wurden hervorragend miteindander verrechnet. Ich habe es bis dato nicht gewusst: Eine lindgrüne Florfliege (oder Eintagsfliege?) hat tatsächlich Stacheln auf ihren Flügeln!
Gruß Emc2
 
M
#Motivklingel# kommentierte
Bei dem Foto ist aber nichts nur im Ansatz scharf :sick:
 
Wolfi_7000
Wolfi_7000 kommentierte
Ursprünglich war da schon mal der Hauch eines Ansatzes von Schärfe zu erkennen. Da ein 100%-Ausschnitt vom unbearbeiteten Ergebnis aus der Software. Möglich, daß der verwendete Filter "Sonnenlicht" was zermatscht hat, möglich, daß es was besseres als eine kostenfreie Software gibt, möglich daß ich beim Verkleinern was versaubeutelt habe, möglich, daß ich da auch kein Händchen zum Knippsen habe. Zum Reinschnuppern in die Thematik kann man die Software aber schon mal verwenden. Ich zitiere mich mal selber: Nicht perfekt, aber das war auch der erste (von bisher drei) Versuchen mit Fokusstacking. Aber ich lerne gerne dazu. Möglich, daß es ab dem vierten Versuch besser wird (falls es dazu kommt). ;)
 
Ich habe auch mit einer Freeware Stacks probiert. Das geht ganz gut auch wenn mich das Thema dann doch nicht so gepackt hat. In den Hinweisen dazu wird oft empfohlen falls vorhanden die kamerainterne Stackingfunktion oder den Fokusring zu benutzen. Letzteres würde ich beim Nikon VR wegen des Focusbreathing nicht tun. Da verzweifelt man. Besser einen Schlitten mit feinem Vortrieb und dann durchfahren.
Danke - allerdings habe ich einen Hinweis gefunden, dass die Helicon Software angeblich mit dem Thema Focusbreathing klarkommt. Mit der hohen Rate von Aufnahmen bei Cont. H einer D500 und zumindest ruhende Insekten wären sehr gute Ergebnisse erzielbar. Deswegen meine Frage, ob jemand damit wirklich Erfahrung hat. Aber ich denke ich schau Mal, wie mir dieses Objektiv schon Mal zusagt. Ich habe das Buch Große Schule der Makrophotographie von Björn Langlotz und die meisten - sehr tollen - Fotos sind mit der 105 VR gemacht
 
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Moin,
ich habe sehr viel Erfahrung mit dem Helicon FB-Tube. Ich benutze ihn seit 4 Jahren in Zusammenhang mit meiner D5 und dem 105-mm-Macro von Nikon.
Auf der Website von Helicon kannst Du sehen, ob der Tube mit Deiner Camera kommuniziert (Mit der D700 klappt es nicht, da die Objektivdaten nicht vollständig durchgereicht werden.) - da solltest Du Dich unbedingt informieren.
Der Tube muss programmiert werden; eingegeben werden muss u. a. die gewollte Blendenöffnung. Ich habe mich für Blende 4 entschieden. Geringe Tiefenschärfe per se, schöne Unschärfe für Unwesentliches. In der Regel komme ich mit 20 bis max. 40 Aufnahmen für einen Focus-Stacking-Satz aus. Macht bei mir eine Belichtungsdauer von 2 bis 4 Sekunden. Kann ich frei Hand gut hinbekommen und ist auch vollkommen ausreichend. Belichtungszeit längstens 1/250 sec. Willst Du eine andere Blende, muss der Tube auf den neuen Blendenwert per Smartphone oder Notebook darauf programmiert werden.
Mit dem Tube photographiere ich in der Regel Blumen und Insekten. Blumen sind einfach, weil unbeweglich. Insekten sollten sich still verhalten - machen sie meist auch. Aber ein Zittern der Fühler kann schon dazu führen, dass das Insekt nicht 2, sondern 4 Fühler hat. Nicht immer kann die Software von Helicon dies herausrechnen. Kleine Wackleien meinerseits (oder des Windes) verarbeitet die Software von Helicon Focus allerdings problemlos - da bin ich wirklich platt. Bin ich im Nachhinein mit der Schärfe immer noch unzufrieden, kommt Topaz Sharpener AI zum Einsatz; Verwacklungunschärfe ohne Halos zu korrigieren, das hat was.
Bin ich auf Reise, habe ich also wenig Zeit, ist der FB-Tube für mich die Wahl, wenn es darum geht, eine ordentliche Schärfentiefe hinzubekommen. Das Schöne: Man braucht zum Erreichen der Schärfentiefe kein Stativ und keinen Blitz; unerwünschte Schatten bzw. Spitzlichter an glänzenden Oberflächen entfallen - wunderbar. In diesem Zusammenhang: Ich nutze die ISO-Automatik; aber mehr als 400 ISO wurden es bei einer Anfangs-ISO von 100 nie.
Genutzt habe ich den FT-Tube im Vergrößerungsbereich von 1:4 bis 1:1 (Objektivangaben); und da er ja ein Zwischenring ist, bewegt sich der reale Vergrößerungsbereich an diesem Beispiel etwa zwischen 1:3 bis 1,2:1.
Der Helicon FB-Tube scheint auf eine Bildüberdeckung von ca. 50 % eingestellt zu sein - ein hinreichend guter Wert. Für höhere Ansprüche (höherer Vergrößerungsmaßstab, kleinere Details) ist eine Bildüberdeckung von 33 % oder besser 25 % sehr schön. Aber das ist ohne Stativ bzw. elektronischen Einstellschlitten nicht realisierbar und dauert - also für mich keine Option im Zusammenhang mit der Reisephotographie.
Das Gute am Helicon FB-Tube: Die Aufnahme startet sofort mit dem Auslösen der Camera. Im Sucher kannst Du sehen, welche Schärfeebene gerade angesteuert wird und Du kannst abbrechen, wenn es Dir reicht. Ich fange etwas früher an und höre etwas später auf. Am PC entscheide ich dann, welcher Schärfentiefenbereich zur Verrechnung kommen soll. Eine Programmierung der Camera ist nicht notwendig. Tube und Objektiv anschließen, die Blende auf 4 einstellen, den AF an der Camera deaktivieren - das war's.
Wenn Du mich fragst: Eine sehr gute Wahl.
Gruß Emc2
 
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Stefan Traumflieger halte ich bei der Makrofotografie für sehr kompetent, er hat viele interessante Videos zu Thema gemacht:


 
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Moin,
ich habe sehr viel Erfahrung mit dem Helicon FB-Tube. Ich benutze ihn seit 4 Jahren in Zusammenhang mit meiner D5 und dem 105-mm-Macro von Nikon.
Auf der Website von Helicon kannst Du sehen, ob der Tube mit Deiner Camera kommuniziert (Mit der D700 klappt es nicht, da die Objektivdaten nicht vollständig durchgereicht werden.) - da solltest Du Dich unbedingt informieren.
Der Tube muss programmiert werden; eingegeben werden muss u. a. die gewollte Blendenöffnung. Ich habe mich für Blende 4 entschieden. Geringe Tiefenschärfe per se, schöne Unschärfe für Unwesentliches. In der Regel komme ich mit 20 bis max. 40 Aufnahmen für einen Focus-Stacking-Satz aus. Macht bei mir eine Belichtungsdauer von 2 bis 4 Sekunden. Kann ich frei Hand gut hinbekommen und ist auch vollkommen ausreichend. Belichtungszeit längstens 1/250 sec. Willst Du eine andere Blende, muss der Tube auf den neuen Blendenwert per Smartphone oder Notebook darauf programmiert werden.
Mit dem Tube photographiere ich in der Regel Blumen und Insekten. Blumen sind einfach, weil unbeweglich. Insekten sollten sich still verhalten - machen sie meist auch. Aber ein Zittern der Fühler kann schon dazu führen, dass das Insekt nicht 2, sondern 4 Fühler hat. Nicht immer kann die Software von Helicon dies herausrechnen. Kleine Wackleien meinerseits (oder des Windes) verarbeitet die Software von Helicon Focus allerdings problemlos - da bin ich wirklich platt. Bin ich im Nachhinein mit der Schärfe immer noch unzufrieden, kommt Topaz Sharpener AI zum Einsatz; Verwacklungunschärfe ohne Halos zu korrigieren, das hat was.
Bin ich auf Reise, habe ich also wenig Zeit, ist der FB-Tube für mich die Wahl, wenn es darum geht, eine ordentliche Schärfentiefe hinzubekommen. Das Schöne: Man braucht zum Erreichen der Schärfentiefe kein Stativ und keinen Blitz; unerwünschte Schatten bzw. Spitzlichter an glänzenden Oberflächen entfallen - wunderbar. In diesem Zusammenhang: Ich nutze die ISO-Automatik; aber mehr als 400 ISO wurden es bei einer Anfangs-ISO von 100 nie.
Genutzt habe ich den FT-Tube im Vergrößerungsbereich von 1:4 bis 1:1 (Objektivangaben); und da er ja ein Zwischenring ist, bewegt sich der reale Vergrößerungsbereich an diesem Beispiel etwa zwischen 1:3 bis 1,2:1.
Der Helicon FB-Tube scheint auf eine Bildüberdeckung von ca. 50 % eingestellt zu sein - ein hinreichend guter Wert. Für höhere Ansprüche (höherer Vergrößerungsmaßstab, kleinere Details) ist eine Bildüberdeckung von 33 % oder besser 25 % sehr schön. Aber das ist ohne Stativ bzw. elektronischen Einstellschlitten nicht realisierbar und dauert - also für mich keine Option im Zusammenhang mit der Reisephotographie.
Das Gute am Helicon FB-Tube: Die Aufnahme startet sofort mit dem Auslösen der Camera. Im Sucher kannst Du sehen, welche Schärfeebene gerade angesteuert wird und Du kannst abbrechen, wenn es Dir reicht. Ich fange etwas früher an und höre etwas später auf. Am PC entscheide ich dann, welcher Schärfentiefenbereich zur Verrechnung kommen soll. Eine Programmierung der Camera ist nicht notwendig. Tube und Objektiv anschließen, die Blende auf 4 einstellen, den AF an der Camera deaktivieren - das war's.
Wenn Du mich fragst: Eine sehr gute Wahl.
Gruß Emc2
Super Danke!!! Werde mit meiner neuen 105mm Linse Mal gehen lernen aber dann scheint diese Erweiterung wirklich total interessant! (y)
 
1 Kommentar
E
Emc2 kommentierte
Moin,
ich vergaß zu erwähnen: Als ich seinerzeit den Tube erwarb, hatte ich ein dreimonatiges (!!!) Rückgaberecht. Ich konnte ihn während meiner Reise ausgiebig testen. Vielleicht gibt es ein solches oder ähnliches Angebot auch heute noch.
Gruß Emc2
 
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