Mitmachthema Insektenzeit - Makrozeit

Heute ist Libellentag :)
No. 2 und 3 dürfte ein Großer Blaupfeil (Weibchen) sein. Was ist mit dem linken Vorderflügel los? Ist sie gerade geschlüpft? Ich konnte keine Anzeichen (Exuvie) dafür finden.
Die Kleinlibellen kontte ich bislang leider nicht zuordnen.

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@ Reiner
Das gelb-schwarze Viech ist eine Schlupfwespe (Familie Ichneumonidae), vielleicht eine Amblyteles-Art. Schlupfwespen sind schwer zu bestimmen.

Goldwespen gibt es auch bei uns, in Mitteleuropa kommen rund 60 Arten vor. Einige davon sind nicht sonderlich selten. Alle Arten leben parasitisch bei Bienen oder Wespen, man findet sie deshalb zum Beispiel regelmäßig in der Umgebung von Wildbienen-Nisthilfen. Auch besonnte Klafterholzstapel im Wald oder am Waldrand nach Goldwespen abzusuchen lohnt sich. Sie sind, wenn sier auf Betriebstemperatur sind, sauschnell und schwierig zu fangen. Meine in #438 hatte eine Nacht im Kühlschrank hinter sich und hat sich deshalb morgens ganz gut fotografieren lassen. (Noch ein Tip: sie können übel stechen).


@ Tobi
Die große Libelle ist ein Blaupfeil-Weibchen (Orthetrum cancellatum). Der missratene Flügel ist das Ergebnis einer Schlüpfpanne; er hat beim Schlüpfen aus der Larvenhaut nicht frei herunterhängen können und ist in dieser Stellung ausgehärtet. Sie wird nie fliegen können.

Kleinlibellen: Das oberste Bild ist die Große Pechlibelle (Ischnura elegans). Die beiden unteren Kleinlibellen sind schwer zu identifizieren, weil die meisten Merkmale auf der Oberseite liegen.


Grüße

Wilfried
 
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Hallo Wilfried!
Meine Goldwespe in #438 hatte eine Nacht im Kühlschrank hinter sich und hat sich deshalb morgens ganz gut fotografieren lassen.
Das ist unfair!
Aber raffiniert :up:

Die große Libelle ist ein Blaupfeil-Weibchen (Orthetrum cancellatum). Der missratene Flügel ist das Ergebnis einer Schlüpfpanne; er hat beim Schlüpfen aus der Larvenhaut nicht frei herunterhängen können und ist in dieser Stellung ausgehärtet. Sie wird nie fliegen können.
Das glaube ich nicht auf's Erste.
Selbst mit nur drei Flügeln wird sie sich noch bewegen können, nur eben nicht so schnell wie ihre "unverkrüppelten" Artgenossen.
Allerdings wird sie vermutlich langsam verhungern, wenn sie sich nicht in einem Gebiet befindet, wo ein Nahrungsüberangebot herrscht...
 
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Ich war heute nochmals an derselben Stelle. Sie saß immer noch da, wo sie sich gestern niedergelassen hat. Ich war um ca. 11.30 dort. Zwei Stunden später konnte ich sie aber tatsächlich nicht mehr finden. Besonders beweglich erschien sie mir aber tatsächlich nicht. Alle "Flugversuche" sahen eher stümperhaft aus.

@Wilfried: Woher weißt du das mit der Großen Pechlibelle bzw. an welchem Merkmal siehst du das? Alle im Internet befindlichen Beispielbilder zeigen zwar diesen charakteristischen Farbverlauf über das Abdomen, allerdings habe ich noch auf keinem Foto diese Lilafärbung auf dem Thorax gesehen.
An dieser Stelle möchte ich mich mal ganz herzlich bei dir für die ganzen Bestimmungen bedanken, das ist wirklich klasse!
 
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... mit der Großen Pechlibelle bzw. an welchem Merkmal siehst du das?

Hallo Tobi,

die Pechlibellen sind die einzigen Kleinlibellen bei uns mit diesem charakteristischen himmelblauen "Schlusslicht" am Ende eines sonst schwarzen Hinterleibs (ähnlich ist diese Zeichnung nur bei den Granataugen, aber die haben auffällig rote Augen). Die Lila- (manchmal auch Rosa-, Grün- oder Orange-) Färbung der Thorax-Seiten tritt manchmal bei jungen Weibchen auf.

Grüße

Wilfried
 
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Hallo Tobi,

die Pechlibellen sind die einzigen Kleinlibellen bei uns mit diesem charakteristischen himmelblauen "Schlusslicht" am Ende eines sonst schwarzen Hinterleibs (ähnlich ist diese Zeichnung nur bei den Granataugen, aber die haben auffällig rote Augen). Die Lila- (manchmal auch Rosa-, Grün- oder Orange-) Färbung der Thorax-Seiten tritt manchmal bei jungen Weibchen auf.

Grüße

Wilfried

Alles klar, danke für die Erklärung.
Ich hatte auch gerade bei der wissenschaftlichen Quelle schlechthin entdeckt, dass es bei der Großen Pechlibelle wohl einige Farbvariationen gibt: Wikipedia :D
 
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Da hier gerade die Welt untergeht, habe ich ja Zeit noch ein Bild von heute hochzuladen. Wenn ich morgen Feierabend habe, kann ich mich wieder damit versuchen für meine Bilder die Arten zu bestimmen.
Meine Kollegen sagten heute, das sieht aus wie Holzkohle mit sechs Beinen.

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Platyrhinus resinosus - Breitrüssler

Grüße aus der Gewitterfront
Reiner
 
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Und ich dachte sie sehen sich nur ähnlich. Das die Blasenformen Milben sind wußte ich nicht.

Gruß Reiner
 
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Hallo Michael,

die Frontalansicht der Winzlinge, wie z.B. bei Deiner Libelle, sieht toll aus. Manchmal glaube ich zu wissen, woher manche Zeichentrickhersteller ihre Ideen haben. Zumindest besteht oft eine enorme Ähnlichkeit.

Gruß Reiner
 
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