Liebe Gemeinde,
nach den vielen guten Tipps des Forums und meiner nicht kompletten Unfähigkeit, mich in fremden Regionen zu bewegen, habe ich eine sehr interessante Tour durch Jordanien erlebt und möchte mich hiermit bedanken und natürlich in Form von Eindrücken und Bildern revanchieren und möglicherweise den einen oder anderen inspirieren, dieses Land auch einmal zu besuchen.
Jordanien ist ein Land voller einmaliger Örtlichkeiten, die man auf jeden Fall mal gesehen haben sollte. Für den geschichtsinteressierten Reisenden bietet sich eine sehr umfangreiche Auswahl an Einzigartigkeiten, die man in 2 bis 3 Wochen ob der geringen territorialen Ausdehnung problemlos erforschen kann.
Land und Leute
Das einzigste Vorurteil, dass man den Arabern bzw. den Jordaniern gegenüber gelten lassen kann, ist die fast bedingungslose Gastfreundschaft bzw. Hilfsbereitschaft, die für den Europäer fast schon pathologisch scheint. Bei einigen Gelegenheiten, als ich mit Einheimischen speiste bzw. ausging wurde es mir schlicht verboten zu zahlen. So wurde ich mehrmals eingeladen und mir der Griff zur Börse jedesmal mit dem Hinweis auf meinen Gaststatus verwehrt. Einzig als ich mich explizit mit einer Einladung revanchierte, durfte ich unter kurzem Widerstand letztlich die Zeche begleichen.
Interessant ist auch, dass ich es nicht einmal schaffte, mich alleine in ein Cafe oder Restaurant zu setzen, ohne das einer meiner Nachbarn mich ansprach und interessiert nach dem woher und wohin fragte. Dies ist im übrigen offenbar nicht nur auf männliche Besucher zutreffend. Eine Französin erzählte mir, dass sie nach ihrer Ankunft am Flughafen einen Mann um die eine oder andere Information bat, worauf selbiger ihr das Gepäck zum Taxi trug, dem Fahrer des selbigen Anweisungen für den Zielort der Dame gab und auch gleich das Taxi im Voraus zahlte.
Bei meiner Reise mit dem Auto auf dem Highway ergab es sich u.a, dass ich einmal in eine Radarfalle rauschte. Nachdem die Polizei mich stoppte und meine Papiere kontrollierte stellte sie natürlich fest, dass ich kein Einheimischer war und gab mir Papiere zurück und lies mich ohne Strafe und Ermahnung mit einem freundlichen „Welcome“ passieren. Das Mitnehmen zweier älterer Herren, die per Anhalter ins Nachbardorf wollten brachte mir einen Besuch in einer Moschee bei einem religiösen Fest des Dorfes samt Führung und Bewirtung ein. Vorbehalte gegen Nichtmuslime verspürte ich weder da noch generell irgendwo in Jordanien. Für die Freundlichkeiten könnte ich noch viele Beispiele anführen, man kann also durchaus sagen, dass dies ein generelles Phänomen ist und die Araber sich gerne mit Stolz von ihrer besten Seite zeigen.
Das Land selbst ist im wesentlichen eine Wüste mit einer handvoll mittlerer Städte und einer großen Stadt, der Hauptstadt, nämlich Amman. Zumeist sind diese Städte von Norden nach Süden angeordnet, was den historische Handelsstraßen bzw. der Pilgerstraße nach Mekka und Medina entspricht. Diese Städte sind durch zwei größere Straßen, nämlich dem schnellen aber eher langweiligen Deserthighway und der einer Landstraße gleichenden King's Road verbunden.
Das Klima entspricht damit auch dem der Wüste. Tagsüber sind die Temperaturen von Mitte 30°C bis Anfang 40°C im Sommer zu finden, dafür kühlt es sich aber nachts angenehm ab. Lediglich im Bereich des Toten Meeres ist auf Grund der Tallage auch nachts eine drückende, feuchte Hitze.
Sehenswürdigkeiten
Derer gibt es in Jordanien ausreichend, ganz im Norden wäre da z.B. Umm Qais, eine römisch-byzantinische Ruinenstadt, die durch Erdebeben gebeutelt dennoch eindrucksvoll einen Eindruck vom damaligen Leben wiedergibt. Ajlun etwas südlicher ist eine Burganlage, die wohl zur Abwehr der Kreuzfahrer von einem Neffen Saladins errichtet wurde. Jerash, ebenfalls nördlich gelegen ist wohl eine der beeindruckendsten römischen Ruinenstädte. Auch hier sind die Schäden im wesentlichen auf die Erdbeben zurückzuführen. Dennoch braucht man hier nicht viel Phantasie, um sich das damalige Leben vorzustellen. Teilweise hat man auf Grund des guten Zustandes der Stadtreste den Eindruck, dass die Römer erst vor einigen hundert Jahren abgezogen sind. Tatsächlich gibt es in Jordanien Gegenden, wo noch heute die Bewässerungsanlagen der Nabatäer bzw. Römer benutzt werden. Ich denke, Bauwerke von solcher Beständigkeit hat unsere heutige Kultur eher nicht vorzuweisen. Amman selbst hat ein gut erhaltenes Amphitheater sowie eine Zitadelle samt Tempel, die einen Besuch sehr lohnen. Südwestlich von Amman erstreckt sich das Tote Meer, wo das Klima auf Grund der tiefen Lage und der hohen Luftfeuchtigkeit nahezu unerträglich ist. Das Wasser ist sehr warm, hat fast Körpertemperatur und auf Grund seines hohen Salzgehaltes eine fast ölige Konsistenz. Östlich von Amman in Richtung Irak sind einige Wüstenschlösser zu bewundern, die mehr oder weniger nur für den historisch interessierten etwas bieten, da sie zum einen nicht annähernd mit europäischen Schlössern etwas gemein haben und zum anderen auch nur Reste übrig sind. Dennoch vermitteln sie meiner Meinung nach eindrucksvoll das damalige Leben. Im Süden besichtigte ich Kerak, eine Kreuzfahrerburg, die dem einen oder anderen vielleicht aus dem Film „Königreich der Himmel“ als Burg Krak des Burgherrn Rainald de Chatillon bekannt sein dürfte. Ein imposanter Zweckbau, der mächtig auf einem Hügel thront. Petra ist sicherlich eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten. Die alte Nabatäerstadt ist zu Recht eines der neuen Weltwunder und bedarf wenigstens zwei Tage Besichtigung.
Die Wüste Wadi Rum letztlich bietet eindrucksvolle Wüstenlandschaft, die wegen des Wechsels zwischen rotem Sand und Felsen einmalige Aussichten garantiert.
Es gibt noch einiges mehr, allerdings sind das sicherlich mit die eindrucksvollsten Dinge, von denen ich Euch einige Bilder zeigen möchte. Das Auswerten der Bilder samt Bearbeitung wird sicherlich noch einiges an Zeit brauchen, dennoch habe ich schon einmal eine bescheidene Auswahl zusammengestellt. Geotags sind meist auch vorhanden, so dass der geneigte Betrachter in etwa sehen kann, wo die gemachten Bilder entstanden sind.
Bilder Impressionen Jordanien
In diesem Sinne,
viele Gruesse
Andreas
Edit
Was ich ja ganz vergaß, ist den Strassenverkehr zu erwähnen. Holla die Waldfeh, das ist für den Deutschen wahrlich eine Herausforderung. Auf den Überlandpisten und Kleinstädten ist es auf Grund des niedrigen Verkehrsaufkommens noch relativ übersichtlich, aber in Amman ist es der Wahnsinn. Auf den Straßen herrscht absolute Anarchie, das ist eine komplett andere Welt. Ein stetes Hubkonzert ist allgegenwärtig. Wobei das Hupen eine Art Kommunikation ist und keine Aggression. Es wird vorm Überholen gehupt, es wird beim Spurwechsel gehupt, es wird gehupt wenn man zu schnell oder zu langsam ist. Zweispurige Straßen werden vierspurig befahren und jeder Centimeter Platz wird ausgenutzt. Ich habe selbst gesehen, wie ein Polizeiwagen zusammengehupt wurde, weil selbiger etwas langsamer als der Rest war. Ein schwer bewaffneter Militärkonvoi zog es sogar vor, rechts ran zu fahren, um die Autoansammlung vorbei zu lassen, die sich lautstark über das Tempo beschwerte. Blinkersetzen ist auf den Straßen Jordaniens eher eine Art Selbstgespräch oder Erinnerungsstütze. Zumindest wird plötzliches Spurwechseln ohne Blinken erledigt. Es nimmt einem dadurch aber auch keiner krumm, wenn man selbst ohne Blinker die Spur urplötzlich wechselt. Lediglich hupen sollte man mal vorher, danach kann man auch über vier Spuren durchwechseln. Der "Schulterblick" ist im arabischen Wortschatz gewiß nicht vorhanden.
Parkplatzpobleme gibts da auch eher nicht. Es sind zwar kaum welche angelegt, aber man läßt das Auto halt einfach am Straßenrand fallen, wo es beliebt. Ich sah durchaus mal ein Halteverbotsschild, allerdings wohl mehr aus dekorativen Gründen, zumindest war der Platz dort vollgeparkt.
Ansonsten wird mit Verkehrszeichen sehr sparsam umgegangen, einzig an manchen, wenigen kritischen Stellen sind Ampeln.
Sehr schwierig ist die Orientierung in Amman, da die Jordanier kein Adressystem kennen. Für die Post gibts Postboxen, einzig reguläre Adressen im Sinne von Straße und Hausnummer gibts scheinbar nicht, so dass selbst ein Hotelbesitzer mir nicht sagen konnte, in welcher Strasse sein Hotel ist. Die einzigsten Orientierungsstützen sind die Ortsteile, die auch ausgeschildert sind, die 8 Circle (größere Kreisverkehre) und die Himmelsrichtung. Lediglich die größeren Straßen besitzen wirklich Straßennamen.
nach den vielen guten Tipps des Forums und meiner nicht kompletten Unfähigkeit, mich in fremden Regionen zu bewegen, habe ich eine sehr interessante Tour durch Jordanien erlebt und möchte mich hiermit bedanken und natürlich in Form von Eindrücken und Bildern revanchieren und möglicherweise den einen oder anderen inspirieren, dieses Land auch einmal zu besuchen.
Jordanien ist ein Land voller einmaliger Örtlichkeiten, die man auf jeden Fall mal gesehen haben sollte. Für den geschichtsinteressierten Reisenden bietet sich eine sehr umfangreiche Auswahl an Einzigartigkeiten, die man in 2 bis 3 Wochen ob der geringen territorialen Ausdehnung problemlos erforschen kann.
Land und Leute
Das einzigste Vorurteil, dass man den Arabern bzw. den Jordaniern gegenüber gelten lassen kann, ist die fast bedingungslose Gastfreundschaft bzw. Hilfsbereitschaft, die für den Europäer fast schon pathologisch scheint. Bei einigen Gelegenheiten, als ich mit Einheimischen speiste bzw. ausging wurde es mir schlicht verboten zu zahlen. So wurde ich mehrmals eingeladen und mir der Griff zur Börse jedesmal mit dem Hinweis auf meinen Gaststatus verwehrt. Einzig als ich mich explizit mit einer Einladung revanchierte, durfte ich unter kurzem Widerstand letztlich die Zeche begleichen.
Interessant ist auch, dass ich es nicht einmal schaffte, mich alleine in ein Cafe oder Restaurant zu setzen, ohne das einer meiner Nachbarn mich ansprach und interessiert nach dem woher und wohin fragte. Dies ist im übrigen offenbar nicht nur auf männliche Besucher zutreffend. Eine Französin erzählte mir, dass sie nach ihrer Ankunft am Flughafen einen Mann um die eine oder andere Information bat, worauf selbiger ihr das Gepäck zum Taxi trug, dem Fahrer des selbigen Anweisungen für den Zielort der Dame gab und auch gleich das Taxi im Voraus zahlte.
Bei meiner Reise mit dem Auto auf dem Highway ergab es sich u.a, dass ich einmal in eine Radarfalle rauschte. Nachdem die Polizei mich stoppte und meine Papiere kontrollierte stellte sie natürlich fest, dass ich kein Einheimischer war und gab mir Papiere zurück und lies mich ohne Strafe und Ermahnung mit einem freundlichen „Welcome“ passieren. Das Mitnehmen zweier älterer Herren, die per Anhalter ins Nachbardorf wollten brachte mir einen Besuch in einer Moschee bei einem religiösen Fest des Dorfes samt Führung und Bewirtung ein. Vorbehalte gegen Nichtmuslime verspürte ich weder da noch generell irgendwo in Jordanien. Für die Freundlichkeiten könnte ich noch viele Beispiele anführen, man kann also durchaus sagen, dass dies ein generelles Phänomen ist und die Araber sich gerne mit Stolz von ihrer besten Seite zeigen.
Das Land selbst ist im wesentlichen eine Wüste mit einer handvoll mittlerer Städte und einer großen Stadt, der Hauptstadt, nämlich Amman. Zumeist sind diese Städte von Norden nach Süden angeordnet, was den historische Handelsstraßen bzw. der Pilgerstraße nach Mekka und Medina entspricht. Diese Städte sind durch zwei größere Straßen, nämlich dem schnellen aber eher langweiligen Deserthighway und der einer Landstraße gleichenden King's Road verbunden.
Das Klima entspricht damit auch dem der Wüste. Tagsüber sind die Temperaturen von Mitte 30°C bis Anfang 40°C im Sommer zu finden, dafür kühlt es sich aber nachts angenehm ab. Lediglich im Bereich des Toten Meeres ist auf Grund der Tallage auch nachts eine drückende, feuchte Hitze.
Sehenswürdigkeiten
Derer gibt es in Jordanien ausreichend, ganz im Norden wäre da z.B. Umm Qais, eine römisch-byzantinische Ruinenstadt, die durch Erdebeben gebeutelt dennoch eindrucksvoll einen Eindruck vom damaligen Leben wiedergibt. Ajlun etwas südlicher ist eine Burganlage, die wohl zur Abwehr der Kreuzfahrer von einem Neffen Saladins errichtet wurde. Jerash, ebenfalls nördlich gelegen ist wohl eine der beeindruckendsten römischen Ruinenstädte. Auch hier sind die Schäden im wesentlichen auf die Erdbeben zurückzuführen. Dennoch braucht man hier nicht viel Phantasie, um sich das damalige Leben vorzustellen. Teilweise hat man auf Grund des guten Zustandes der Stadtreste den Eindruck, dass die Römer erst vor einigen hundert Jahren abgezogen sind. Tatsächlich gibt es in Jordanien Gegenden, wo noch heute die Bewässerungsanlagen der Nabatäer bzw. Römer benutzt werden. Ich denke, Bauwerke von solcher Beständigkeit hat unsere heutige Kultur eher nicht vorzuweisen. Amman selbst hat ein gut erhaltenes Amphitheater sowie eine Zitadelle samt Tempel, die einen Besuch sehr lohnen. Südwestlich von Amman erstreckt sich das Tote Meer, wo das Klima auf Grund der tiefen Lage und der hohen Luftfeuchtigkeit nahezu unerträglich ist. Das Wasser ist sehr warm, hat fast Körpertemperatur und auf Grund seines hohen Salzgehaltes eine fast ölige Konsistenz. Östlich von Amman in Richtung Irak sind einige Wüstenschlösser zu bewundern, die mehr oder weniger nur für den historisch interessierten etwas bieten, da sie zum einen nicht annähernd mit europäischen Schlössern etwas gemein haben und zum anderen auch nur Reste übrig sind. Dennoch vermitteln sie meiner Meinung nach eindrucksvoll das damalige Leben. Im Süden besichtigte ich Kerak, eine Kreuzfahrerburg, die dem einen oder anderen vielleicht aus dem Film „Königreich der Himmel“ als Burg Krak des Burgherrn Rainald de Chatillon bekannt sein dürfte. Ein imposanter Zweckbau, der mächtig auf einem Hügel thront. Petra ist sicherlich eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten. Die alte Nabatäerstadt ist zu Recht eines der neuen Weltwunder und bedarf wenigstens zwei Tage Besichtigung.
Die Wüste Wadi Rum letztlich bietet eindrucksvolle Wüstenlandschaft, die wegen des Wechsels zwischen rotem Sand und Felsen einmalige Aussichten garantiert.
Es gibt noch einiges mehr, allerdings sind das sicherlich mit die eindrucksvollsten Dinge, von denen ich Euch einige Bilder zeigen möchte. Das Auswerten der Bilder samt Bearbeitung wird sicherlich noch einiges an Zeit brauchen, dennoch habe ich schon einmal eine bescheidene Auswahl zusammengestellt. Geotags sind meist auch vorhanden, so dass der geneigte Betrachter in etwa sehen kann, wo die gemachten Bilder entstanden sind.
Bilder Impressionen Jordanien
In diesem Sinne,
viele Gruesse
Andreas
Edit
Was ich ja ganz vergaß, ist den Strassenverkehr zu erwähnen. Holla die Waldfeh, das ist für den Deutschen wahrlich eine Herausforderung. Auf den Überlandpisten und Kleinstädten ist es auf Grund des niedrigen Verkehrsaufkommens noch relativ übersichtlich, aber in Amman ist es der Wahnsinn. Auf den Straßen herrscht absolute Anarchie, das ist eine komplett andere Welt. Ein stetes Hubkonzert ist allgegenwärtig. Wobei das Hupen eine Art Kommunikation ist und keine Aggression. Es wird vorm Überholen gehupt, es wird beim Spurwechsel gehupt, es wird gehupt wenn man zu schnell oder zu langsam ist. Zweispurige Straßen werden vierspurig befahren und jeder Centimeter Platz wird ausgenutzt. Ich habe selbst gesehen, wie ein Polizeiwagen zusammengehupt wurde, weil selbiger etwas langsamer als der Rest war. Ein schwer bewaffneter Militärkonvoi zog es sogar vor, rechts ran zu fahren, um die Autoansammlung vorbei zu lassen, die sich lautstark über das Tempo beschwerte. Blinkersetzen ist auf den Straßen Jordaniens eher eine Art Selbstgespräch oder Erinnerungsstütze. Zumindest wird plötzliches Spurwechseln ohne Blinken erledigt. Es nimmt einem dadurch aber auch keiner krumm, wenn man selbst ohne Blinker die Spur urplötzlich wechselt. Lediglich hupen sollte man mal vorher, danach kann man auch über vier Spuren durchwechseln. Der "Schulterblick" ist im arabischen Wortschatz gewiß nicht vorhanden.
Parkplatzpobleme gibts da auch eher nicht. Es sind zwar kaum welche angelegt, aber man läßt das Auto halt einfach am Straßenrand fallen, wo es beliebt. Ich sah durchaus mal ein Halteverbotsschild, allerdings wohl mehr aus dekorativen Gründen, zumindest war der Platz dort vollgeparkt.
Ansonsten wird mit Verkehrszeichen sehr sparsam umgegangen, einzig an manchen, wenigen kritischen Stellen sind Ampeln.
Sehr schwierig ist die Orientierung in Amman, da die Jordanier kein Adressystem kennen. Für die Post gibts Postboxen, einzig reguläre Adressen im Sinne von Straße und Hausnummer gibts scheinbar nicht, so dass selbst ein Hotelbesitzer mir nicht sagen konnte, in welcher Strasse sein Hotel ist. Die einzigsten Orientierungsstützen sind die Ortsteile, die auch ausgeschildert sind, die 8 Circle (größere Kreisverkehre) und die Himmelsrichtung. Lediglich die größeren Straßen besitzen wirklich Straßennamen.