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Der balinesische Hinduismus
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Pura Thana Lot, ein sehr heiliger Tempel.
Die indonsische Insel Bali ist die einzige Region außerhalb Indiens, Nepals und
Mauritius' mit einer hinduistischen Bevölkerungsmehrheit. Ca. 95% der Balinesen
bekennen sich zum Hinduismus, den die selbst "Hindu-Dharma-Religion" nennen, dem
balinesischen Hinduismus.
Pura Ulun Danu Bratan. Einer der heiligsten Tempel auf Bali.
Pura Luhur Uruwatur. Ebenfalls einer der wichtigsten Tempel, ganz im Süden
der Insel.
Der Hinduismus kam im 8. und 9. Jahrhundert nach Bali. Religiöse Riten und Feste
begleiten die Menschen von der Geburt bis zum Tod und über den Tod hinaus. Das
alltägliche Leben der Balinesen ist vom Hinduismus durchdrungen und Religion und
soziale Ordnung gehören untrennbar zusammen: Die Durchführung religiöser Rituale
nimmt eine zentrale Rolle im Alltagsleben der Balinesen ein, sie ist für die
Balinesen eine Pflicht.
Pura Tirta Empul. Ein Tempelkomplex, der um eine heiilge Quelle gebaut wurde. Ein
Bad im heiligen Wasser reinigt. Wirklich jede/r springt da rein.
Die Stimmung ist sehr friedvoll und fast familiär.
Dieser Herr hat sich einen kleinen Kanister heiligen Wassers gesichert, den er
respektvoll, d.h., nach oben tragend, nach Hause bringt.
Sie würden den göttlichen Schutz für sich und ihre Familie gefährden, wenn sie nicht
an den religiösen Zeremonien teilnehmen würden. Vom indischen Hinduismus übernommen
haben die Balinesen die hierarchische soziale Organisation und das Sanskrit. Zudem
glauben die Balinesen sehr stark an die “Beseeltheit der Natur” und sie nehmen auch
die Ahnenverehrung besonders wichtig.
An diesem Wasserfall wir jeden Tag (oder sogar mehrmals täglich?) ein Opfer für
die Götter und Dämonen der Natur dargebracht
Typisches Opferschälchen auf Bali. Sie stehen wirklich überall.
Weiterhin haben sie das Pantheon aus Göttern und Dämonen übernommen sowie die
brahmanischen Priester, die Pedandas. Diese sind Brahmanen aufgrund ihrer Geburt oder
durch Heirat zu ihrem Amt und sie sind auf Bali selbst irgendwie Gottheiten, da sich
ja Shiva während der Zeremonien in ihnen manifestiert.
Zeremonien sieht man auch ständig und überall.
Heilige Zeremonie im Tempel Gunung Kavi. Am Ende verteilt der Priester Reiskörner,
die sich die Leute auf die Stirn kleben, bis sie trocknen und abfallen.
Die hinduistische Trinität aus Brahma, Vishnu und Shiva nimmt eine zentrale
Stellung im balinesischen Hinduismus ein. Eine unzählbare Vielfalt an spirituellen
Aktivitäten und religiösen Handlungen huldigt diese Trinität und versucht so, die
die Kräfte des Guten und des Bösen auszubalancieren. Neben den Göttern sind auch
die Berge Mount Batur, vor allem der Vulkan "Gunung Agung" ein spiritueller
Mittelpunkt der Balinesen.
Mount Batur im Nordosten der Insel.
See, in dem sich der heilige Tempel Pura Ulun Danu Bratan befindet.