Borobodur ist eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens. Die kolossale Pyramide befindet sich rund 25
Kilometer nordwestlich von Yogyakarta auf Java, sie wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Sie gilt als das
bedeutendste Bauwerk des Mahayana-Buddhismus auf Java.
Gebaut wurde sie ca. zwischen 750 und 850. Mit der Zeit geriet die Anlage in Vergessenheit und wurde auch von vulkanischer
Asche und wuchernder Vegetation begraben. 1814 wurde sie wiederentdeckt, aber erst im Jahr 1835 brachten Europäer sie wieder
ans Tageslicht. Ein Restaurierungsprogramm in der Zeit zwischen 1973 und 1984 brachte große Teile der Anlage wieder zu
früherem Glanz. Sie ganz auf ein Foto zu bannen war nur mit einem Panorama möglich. (Insgesamt neun Stockwerke türmen sich
auf eine quadratischen Basis von 123 m Länge.) Ansonsten war die Anlage schon früh morgens so dermaßen überfüllt, vor allem
mit Schulklassen, dass ein vernünftiges Fotografieren praktisch nicht möglich war.
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Bevor man in der Nähe von Yogyakarta zur größten hinduistischen Tempelanlage Indonesiens "Prambanan" gelangt, kann man ca.
einen Kilometer entfernt den "Plaosan Temple" besuchen. Diese Anlage wurde von Erbeben (das letzte war erst im Mai 2006)
ziemlich zerstört. Die zwei wichtigsten Tempel der Java-Hindu-Architektur sind aber komplett restauriert, drum herum
befinden sich beeindruckende Trümmerfelder mit losen Steinen, die darauf warten, von Puzzle-Profis wieder zusammen gesetzt
zu werden.
Puzzle
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Der hinduistische Tempelkomplex Prambanan wurde ab dem Jahr 850 errichtet, verfiel dann aber wohl im Lauf der Zeit und mit
dem Rückgang des Hinduismus auf Java, als sich der Islam immer mehr verbreitete. Der Wiederaufbau des Komplexes begann
(erst) 1918 und ist noch immer nicht abgeschlossen.
Die Anlage wurde ebenfalls 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Charakteristisch ist die hohe und spitze
Bauform, die typisch für hinduistische Tempel ist, sowie die strenge Anordnung zahlreicher Einzeltempel um das 47 m hohe
Hauptgebäude in der Mitte.
Die drei größten Schreine sind, wie üblich, den drei Göttern "Shiva dem Zerstörer", "Vishnu dem Bewahrer", und "Brahma dem
Schöpfer" geweiht. Das entspricht der Grundstruktur der Hindu-Göttertrinität (Trimurti), die sich in vielen hinduistischen
Tempelanlagen wiederfindet.