Wir standen am Strand von Beechey Island, im Hintergrund liegt viel größere Insel Devon Island. Alles scheint hier nur noch aus kargem Schotter zu bestehen: die arktische Wüste par excellence, knochentrocken, so gut wie keine Vegetation. Hier hat die
Franklin Expedition 1845 ihren ersten Winter verbracht, vier Gräber zeugen davon, bevor die ganze Expedition dann verschwunden ist...

Ihre Lage an der Nordwest Passage zwischen dem
Lancastersund und dem
Wellington Channel machte sie offenbar für Sir
John Franklin geeignet, hier mit seinen Schiffen
Erebus und
Terror 1845–46 zu überwintern.
Seine Expedition errichtete hier ein Winterlager, das unter anderem aus einem Lagerhaus und einer kleinen Schmiede bestand, und begrub hier auch drei Mannschaftsmitglieder:
John Torrington, leitender
Schiffsheizer, 20 Jahre alt
William Braine,
Royal Marine, 32 Jahre alt
John Hartnell,
Matrose, 25 Jahre alt
Der kanadische Wissenschaftler
Owen Beattie gelangte durch die bei der Exhumierung festgestellten hohen Bleiwerte der Männer zu der Theorie, dass schadhafte
Verlötungen der mitgeführten
Konservendosen zu einer schleichenden
Bleivergiftung der gesamten Expedition geführt haben dürften.
Später kam noch eines dazu:
Grab des Seemanns Thomas Morgan, der zur Mannschaft der
Investigator unter dem Kommando von
Robert McClure gehört hatte. McClure suchte von 1850 bis 1854 von der
Beringstraße her nach der Franklin-Expedition, musste sein Schiff an der Nordküste der
Banksinsel aufgeben und erreichte mit seinen Leuten zu Fuß die Beechey-Insel, wo Morgan am 22. Mai 1854 (vermutlich an
Skorbut) verstarb.