Danke für die RAW-Dateien.
Ich habe mich geirrt. Bei der d50 ist nichts übergelaufen, auch nicht der Rotkanal. Gründe für die unterschiedliche Wirkung der Bilder müssen die unterschiedliche Belichtung, die Charaktersitik von Kamera und Sensor, der Weißabgleich sowie die Voreinstellung des RAW-Konverters sein.
Den Grund für die fehlende Schärfe verkleinerten S5Pro-Aufnahmen sehe ich in der Wahrnehmung durch den Menschen. Der Kontrast ist schwächer, also wirken die Bilder weniger scharf. Sehe ich genau hin, dann erkenne ich, daß genau so viele Details vorhanden sind. Könnte das der Grund sein?
Vielleicht ist die S5Pro doch eine Kamera bei der man EBV benötigt.
Im d50-Raw steckt übrigens ziemlich viel drin. Hier ist meine Interpretation direkt aus dem Konverter, entstanden auf einem nicht kalibrierten Notebook mit miesem Bildschirm. Ich habe im großen und ganzen nur an der Tonwertkurve gedreht.
Die S5Pro-RAWs finde ich in ACR schwer zu bearbeiten. Ich kriege sie kaum in den Griff. Mit dem Ziehen an zwei Reglern und der Anpassung der Kurve ist es nicht getan. Drehe ich an Regler A und dann an Regler B, muss ich anschließend nochmal an Regler A ran, weil Regler B irgendwie das Gleichgewicht verändert hat. Nervig.
Mein Fazit bisher, und diese Bilder bestätigen es:
Wenn man in RAW arbeitet und der Dynamikumfang ausreicht, dann gibt es zwischen S5Pro-Bildern und Bildern aus anderen Kameras keinen Unterschied, sofern nicht viel menschliche Haut zu sehen ist.