Ich bin - wie alle hier- geflasht.
Und ich erstmal!
Sooo viele Kommentare, vielen Dank dafür an alle!
Und natürlich dir, Bettina, für die Aufnahme auf die Portalseite!
Du warst vorher echt noch nie im Elbi!? Sowas! Ist schon eine tolle Gegend. Ich habe bisher leider kein solches Glück mit dem Wetter gehabt, es blieb einfach entweder blau oder grau. Eigentlich gar kein Wetter.
Ich war schon einmal im Elbi, aber das war vor 10 Jahren, und damals ohne Kamera...
Auch ich war mächtig beeindruckt: auf den Wanderungen durch die engen Schluchten kam ich kaum aus dem Staunen heraus, überall umgestürzte Bäume, moosbewachsene Steine, Fliegenpilze, alles dampfte und triefte - der Wahnsinn.
Wer nicht vorher das Licht "riecht" und seine Klamotten bereit hält, muss sich mit dem Sensorglühen zum Vorzeigen begnügen...
...einmal mehr ein Beweis dafür, daß nur derjenige, der draußen ist, auch Bilder macht.
Danke schön euch beiden, und ja: es gehört etwas Spürsinn dazu. Ich würde nicht behaupten, die Lichtsituation richtig einschätzen zu können, ein wenig "gerochen" habe ich sie schon. Die Wettervorhersage sprach von Regen und Schauern, aber auch Wolkenlücken, dazu kalte Temperaturen - der perfekte Mix für wechselhaftes Wetter. Mit Glück ergeben sich eben kurze Lichtmomente, der Rest ist dann "abräumen".
Wenn Daniel einen Thread eröffnet, wird meine Erwartungshaltung an die gezeigten Bilder sehr nach oben gehängt.
Danke Bernd, auch wenn du mich damit (einmal mehr) in die unangenehme Position bringst, mich wiederum zu steigern.
Landschaftsfotografie ist eine sehr emotionale Sache, mit viel Ausdauer, spezifischen Wissen und auch Zufall verbunden. Es ist eine zutiefst befriedigende Beschäftigung.
Da sprichst du einen wichtigen Aspekt an, Karl.
An der Makrofotografie reizt mich die Spannung, wieder etwas "neues" zu entdecken, neue Motive ablichten oder Motivideen umsetzen zu können. In der Landschaftsfotografie hängt vieles vom Zufall, aber auch dem richtigen Gespür ab. Dieses Genre ist wie ein Strategiespiel - welchen der möglichen Spots wähle ich zuerst, wann steht die Sonne wo, werden die Wolken wie angeleuchtet?
Wenn dann die "Vorhersage" stimmt, freue ich mich umso mehr.
Unabhängig von den hier gezeigten Bildern möchte ich an dieser Stelle unbedingt auch erwähnen, dass mir Deine (neuen?) Bilderrahmen sehr gut gefallen!
Danke Axel, ich freue mich, dass dir die Rahmung bzw. Präsentation gefällt!
Eine Frage an dich (und die anderen): stimmt der Rahmenhintergrund mit der Forenfarbe überein? Ich habe den Thread gestern in einem (veralteten) Internet Explorer betrachtet, dort war der Forenhintergrund viel heller, die Bilder hatten dem entsprechend einen zu dunklen Rahmen?
Wir ließen den Abend bei einem zünftigen böhmischen Knödelessen ausklingen und fuhren nach Dresden zurück. Noch einen Whiskey auf das Licht, oder zwei, und um halb 2 fielen mir die Augen zu... Nach einer kurzen Nacht (der Wecker klingelte um 5) steuerten wir wieder gen Südosten - wir hatten uns für diesen Morgen die Bastei ausgesucht. Schon während der Fahrt hatte ich "so eine Ahnung", denn oberhalb der dicken Nebelsuppe konnten wir einige Sterne erkennen. Unten Nebel, darüber klarer Himmel, dazu etwas Wind, das wird was!
#6 Der Basteifels fällt knapp 200 m zur Elbe hin ab und wurde schon vor Jahrhunderten als Bollwerk gegen feindliche Angriffe genutzt. Als wir den Standort im Halbdunkel erreichten, sahen wir bis auf ein über Nacht geklebtes, ekliges Pegida-Banner - das nach 5 min. nicht mehr klebte - zunächst nicht sehr viel.
Allmählich begannen die Wolken zu leuchten...
#7 Es war ziemlich kalt und ein eisiger Wind wehte über das Plateau. Meine Handschuhe hatte ich im Auto vergessen, und schon lange nicht mehr so kalte Finger. Als die Sonne aber schließlich ihre ersten wärmenden Strahlen schickte, war das alles nebensächlich...
#8 Eigentlich kann ich solche Spots nicht ausstehen: tausend mal fotografiert, nur noch nicht von jedem? Letztlich unterscheiden sich die Bilder nur unwesentlich hinsichtlich ihrer Perspektive, der einzige markante Unterschied liegt im Licht - und das muss passen.
Wer genau hinschaut, erkennt in der Mitte eine Treppe, die nach unten zu einem abgesperrten Plateau führt. Außerhalb der Absperrung steht ein rotes Männchen, das ein Selfie macht. Vielleicht hat es seinen Verstand im Auto gelassen, ich weiß es nicht, denn jedes Jahr stürzen Besucher bei solchen Aktionen in den Tod...
#9 Man muss früh vor Ort sein, am besten 1 Stunde vorher, denn der bekannteste Aussichtspunkt auf den Basteifelsen (Ferdinandstein) bietet nur Platz für 2 Stative in erster Reihe. Kurz nach unserer Ankunft reihten sich weitere Fotografen ein, und wir wechselten uns immer mal kurz ab. Letztlich war es dann doch ein rücksichtsvolles Miteinander, aber das ist nicht selbstverständlich.
#10 Direkt am Ferdinandstein steht auch diese bekannte Kiefer.
#11 Erstaunlich, wie sich die Landschaft im Hintergrund im Laufe von nur 5:35 min. ändert, die höher stehende Sonne streicht über den Nebel und lässt ihn leuchten.
#12 Der Bodennebel wurde vom Wind die Hänge hinauf getrieben, die Lichtstimmungen änderten sich tatsächlich im Sekundentakt. Auf der hinteren Nadel, dem sog. Mönch, steht eine blecherne Wetterfahne, die auch tatsächlich wie ein Männchen aussieht.
#13 Zusammenfassend darf ich festhalten, dass dieser Morgen für mich wohl zu einem der schönsten und fotografisch ergiebigsten überhaupt zählt. Und ich konnte verstehen, warum dieses Natur- und Kulturdenkmal so oft fotografiert wurde - wer auf der zugigen Aussichtsplattform steht und so weit in das Tal blickt, ist schlicht überwältigt. Die Staffelung der Felsen im Nebel, die Herbstfärbung, dieses steinernde Bollwerk, das Caspar David Friedrich nicht besser hätte erfinden können, all das hat mich tief beeindruckt. Ich hoffe, dieses Panorama (3 x 5 Hochformataufnahmen) kann die Dimensionen annähernd wiedergeben...
#14 Noch ein letztes Bild, dann wurde die Ruhe jäh durchbrochen: ein Reisebus hatte eine Gruppe Chinese ausgespuckt, die sich, mit einer Armada von Selfie-Sticks bewaffnet, lautstark ihren Weg über das Gelände bahnten.