HDR

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ich hätte dann noch eine 100%-version, wieder mit acdsee pro. dabei kam es mir darauf an, die (mutmaßliche, ich war ja nicht da) lichtstimmung zu erhalten, also einen relativ dunklen innenraum und stahlendes licht durch die fenster zu erhalten, der kontrast ließe sich natürlich verringern. bei anderen bearbeitungen gefällt mir aber die mattigkeit, vergrauung der fenster nicht. ich stelle mir die einfach bunter und strahlender vor. dagegen ist mit vor allem bei helmut der innenraum zu weit aufgehellt und erscheint auch etwas rotstichig.

insgesamt fördern aber alle bearbeitungen unabhängig von der methode eine menge informationen aus den "ausgefressenen" lichtern hervor. ich kann in der gesamtschau keiner methode einen eindeutigen vorteil zusprechen. und eine letzte bemerkung zu diesem bild: eine weitere belichtungskorrektur (-2 statt -1ev) hätte meiner ansicht nach noch deutlich mehr der prächtigen fenster gerettet, ohne die schatten in rauschen untergehen zu lassen.


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und eine letzte bemerkung zu diesem bild: eine weitere belichtungskorrektur (-2 statt -1ev) hätte meiner ansicht nach noch deutlich mehr der prächtigen fenster gerettet, ohne die schatten in rauschen untergehen zu lassen.

Das ist die typische Sichtweise dessen, der plant, von vornherein nur mit einer Bildversion den Kontrastumfang so gut wie dann eben möglich darzustellen. Wenn Du von vorneherein Überblendungen planst, orientierst Du Dich eher an den Belichtungskorrekturmöglichkeiten der Kamera. Da dort ein Bereich von -5 bis +5 zur Verfügung steht (von weiteren Korrekturmöglichkeiten in M einmal abgesehen) und die vor Ort vorgefundenen Lichtverhältnisse in Kirchen oder ähnlichen Räumen häufig nahe -1 wie ursprünglich vorgefunden abgebildet werden, hat sich bei mir eine Belichtungsreihe von -1, -3 und -5 eingebürgert. Manchmal kommt 0 dazu, eher selten eine Pluskorrektur.

Schönbe Grüße
Helmut
 
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20140903_141009-PS.jpg



Und zum Abschluss noch die Q&D-Lösung mit PSE 12:

1. In PSE 12 mit ACR öffnen, Belichtungskorrektur auf -2,5 EV.

2. Alles auswählen.

3. Fensterglasbereich mit Schnellauswahl von der Auswahl abziehen.

4. Mit der Tonwertkorrektur die Schattenpartien aufhellen.

5. Kontrast geringfügig erhöhen.

6. Farbsättigung um ca. 10 % reduzieren.

7. Alles abwählen.

8. Mit Ebenenduplizierung und Hochpassfilter minimal nachschärfen.

9. Verkleinern und als JPG speichern. Fertig.

Dauer: trotz wenig Erfahrung in PS/PSE unter fünf Minuten.

Fazit: Auch ohne Pseudo-HDR gelangt man sowohl in CNX2 als auch in PS(E) schnell zu vorzeigbaren Ergebnissen.

[MENTION=6997]Helmut Elicker[/MENTION]: "Expose for the shadows, develop for the highlights", hieß es in der Zeit, als alle Welt nur mit Film fotografierte.
Bei der Digitalfotografie würde ich eher sagen, "Expose RAW files for the highlights, process them for the shadows." Denn aus den Tiefen lässt sich i. d. R. mehr herausholen als aus den Spitzlichtern.
 
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Das ist die typische Sichtweise dessen, der plant, von vornherein nur mit einer Bildversion den Kontrastumfang so gut wie dann eben möglich darzustellen.

wenn du eine reihe aufnimmst, ist das ja was anderes. wir gehen ja hier von den möglichkeiten eines einzelnen bildes aus. hast du denn vom gleichen motiv noch eine -3ev-version? die würde ich mir dann gerne mal vornehmen.
 
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helmut war so freundlich, mir auf anfrage hin die -3ev version zu mailen. damit sind dann die fenster in voller pracht zu bewundern. und obwohl die dynamik der d700 ja heutzutage nicht mehr als spitzenmäßig anzusehen ist, reicht sie immerhin aus, diese schwierige situation in vollem umfang ohne jegliche hdr-technik abzubilden - ohne dass die schatten in einem rauschteppich versinken. für alle, die sehen möchten, wie die fenster denn nun (mutmaßlich) wirklich ausgesehen haben, eine letzte bearbeitung des motivs von mir, nochmals mit acdsee pro (wobei ich mir erlaubt habe das format auf quadratisch zu beschneiden):

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damit sind dann die fenster in voller pracht zu bewundern. und obwohl die dynamik der d700 ja heutzutage nicht mehr als spitzenmäßig anzusehen ist, reicht sie immerhin aus, diese schwierige situation in vollem umfang ohne jegliche hdr-technik abzubilden - ohne dass die schatten in einem rauschteppich versinken. für alle, die sehen möchten, wie die fenster denn nun (mutmaßlich) wirklich ausgesehen haben, eine letzte bearbeitung des motivs von mir, nochmals mit acdsee pro (wobei ich mir erlaubt habe das format auf quadratisch zu beschneiden):

Nee, das ist zuviel des Guten. Soweit ich mich erinnere, waren die Fenster selbst nicht farbig. Ihr Glas hat eine unterschiedliche Helligkeit/Lichtdurchlässigkeit. Wenn ich das richtig erinnere, kommen die Farben lediglich durch Hintergründe hinter den Fenstern. Das sind Mauern, grüne Pflanzen, Himmel ... . Aber die Farbigkeit liegt nicht in den Fenstern selbst.

Der Rest des Raumes macht mir in dieser Bearbeitung auch eher einen etwas milchigen, unklaren Eindruck. Dieser Effekt kommt eben gerne, wenn nachrangig Pixel zu stark verbogen werden müssen. Was bei der Überblendmethode vermieden wird. :cool:

Aber bei dem kleinen Wettbewerb hier ging es ja nicht darum, die bestbearbeitete oder bunteste Variante zu liefern, sondern gleichzeitig in den hellen Bereichen Struktur und in den dunklen Farb- und Kontrastverschiebungen zu vermeiden.

Schöne Grüße
Helmut
 
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20140903_141013-PSl.jpg

Hier nochmal 'ne Q&D-Bearbeitung mit PSE 12, ähnlich der ersten, oben beschriebenen. Die Tiefen wurden etwas mehr aufgehellt und die Farben stärker gesättigt, um mehr dem vorherrschenden Zeitgeschmack zu entsprechen. ;)
 
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Einen halbwegs realistischen Eindruck der Gegebenheiten sollte dieses Bild vermitteln:

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Es handelt sich übrigens um das Refektorium des Klosters Maulbronn, erbaut im 13. Jahrhundert im Übergang von der Romanik zur Gotik. Die Fenster sind zwar schon licht und hoch, schließen aber noch mit Rundbögen. Kreuzrippengewölbe hielten Einzug. Interessant auch die Abwechslung bei den Säulen. Links die jetzt zugemauerte Durchreiche zur Küche, rechts hinten erhöht die Nische für den Vorleser, rechts vorne der Durchbruch zum Heizraum. Aber das mal nur so nebenbei.

Schöne Grüße
Helmut
 
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Soweit ich mich erinnere, waren die Fenster selbst nicht farbig. Ihr Glas hat eine unterschiedliche Helligkeit/Lichtdurchlässigkeit. Wenn ich das richtig erinnere, kommen die Farben lediglich durch Hintergründe hinter den Fenstern. Das sind Mauern, grüne Pflanzen, Himmel ... . Aber die Farbigkeit liegt nicht in den Fenstern selbst.

Aber die Rauten in den Fenstern sind wohl schon farbig, wenn auch nicht quitschbunt. Denn daß nur diese die Farben von draußen widerspigeln und der Rest der Fenster nicht, das wäre dann doch ein sehr seltener/seltsamer Effekt?

Ich habe, auf meine eigene Idee von oben hin, noch mal zwei Crops gemacht. Links die oben von mir genannten Einstellungen in Lightroom, rechts die von Michael Hensche. An der linken Mauer sieht man, daß ich die Schatten nicht so sehr aufgehellt habe (denn duster soll nicht wie 18 Prozent Grau aussehen, meine ich). Die Mitten sind gleich (Mauer rechts vom Fenster) und die Fenster selber sind etwas heller, bei Michael sind sie leicht grau, was man hier im Detail nicht so gut erkennen kann wie in der Gesamtansicht.

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Aber die Rauten in den Fenstern sind wohl schon farbig, wenn auch nicht quitschbunt. Denn daß nur diese die Farben von draußen widerspigeln und der Rest der Fenster nicht, das wäre dann doch ein sehr seltener/seltsamer Effekt?

Ganz sicher bin ich nicht, aber ich meine nicht, dass da was bunt war. Die Rauten waren, wie gesagt, aus dunklerem, aber nicht buntem Glas. Dadurch könnte durch die Bearbeitung der Hintergrund einen stärkeren Effekt bekommen haben.

Ist aber nur ne Vermutung. Ich fahr wieder hin und schau nach ...

Schöne Grüße
Helmut
 
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Billiger Fusel macht blind: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Methanol&redirect=no#Toxikologie :D

Im Ernst: Ob man den (geringen) Helligkeitsunterschied erkennt, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Darstellungsqualität des Bildschirms, Betrachtungswinkel, ... ... ... .

Also ich kann's erkennen, und ich sitze zur Zeit "nur" an einem Thinkpad T60 (einige Jahre alt). LR habe ich auf einem Thinkpad T420 laufen (noch Garantie), dessen Bildschirm hat ein LED-Backlight und ist wesentlich heller, da sehe ich den Unterschied auch recht deutlich. Ich habe es mir eben noch einmal angesehen, und stelle fest, daß bei meinem älteren Rechner der Unterschied nur links oben wirklich zu erkennen ist, beim T420 sieht man es besser. Aber es ist nicht viel.
 
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Billiger Fusel macht blind:

:hehe:

Ich hatte deinen Beitrag so verstanden, dass du zwei Beispiele zeigst, ein linkes, ein rechtes ... die sehe ich nicht.
Wenn da also keine sind, habe ich dich missverstanden.
Wenn da welche sind, sehe ich die nicht.

Auf das Mauerdetail hatte ich gar nicht angesprochen, sorry für missverständliche Lautäußerung :fahne:
 
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Gelöscht (Doublette / Mißverständnis /Redundanz)
 
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