HDR

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lad das nef doch einfach in eine cloud, dann dürfen alle mitmachen.

Das NEF wird gerade an dich versandt. Das dauert etwas, die Internet-Verbindung ist langsam.


zu deinen ausführungen: die bezeichnung "fake-hdr" haben sich andere ausgedacht und sie ist andernorts die übliche. wir können auch gerne das ganze als "pseudo-hdr" bezeichnen. eine diskriminierung (der methode, nicht des anwenders!) soll damit nur insofern ausgedrückt werden, als dass dies eben kein "echtes" hdr als ergebnis hat, das über den tonwertumfang des originals hinausgeht.

Die Bezeichnung der Methode ist mir relativ egal. "Fake" ist sicherlich eher abwertend. Das ist das, was mich eigentlich stört. Denn diese Methode halte ich für durchaus wertvoll.

eine verständnisfrage frage habe ich noch: was ist denn deine methode anderes als ein etwas umständliches selektives tonemapping?

Sicherlich ist es Tonemapping, aber auf der Basis der ursprünglichen NEF-Informationen. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass es sonderlich umständlich sei. Und ich bin der Meinung, dass man gerade mit dieser Methode auf relativ leichte und präzise zu steuernde Weise eine Leistung erhält, die von dem üblichen Pixelmatsch von unübersichtlich zu steuernden HDR-Programmen weit entfernt ist und eben nicht die übliche HDR-Anmutung aufweist.

Die Überblendmethode ist übrigens auch für andere Anwendungen gut geeignet, beispielsweise, wenn in ein und demselben Bild unterschiedliche Farbtemperaturen ausgeglichen werden sollen.


das ist dann aber nicht die landläufig verwendete art zur erstellung eines "pseudo-hdrs", denn dabei sollen nach meinem verständnis zwei unetschiedlich hell entwickelte jpegs (aus einem nef!) durch die hdr-software gejagt werden, wobei erwartet wird, dass auf wundersame weise am ende mehr dynamik rauskommt als ein einfaches tonemapping aus dem original erzeugen könnte. du wirst zugeben, dass das unfug ist. alle tonwerte, die im ergebnis vorhanden sind, müssen ja schon im original (latent) vorhanden gewesen sein. der hdr-typische erhöhte (d. h. über die sensordynamik hinausgehende) tonwertumfang wird damit eben nicht erzeugt, auch wenn die anmutung des bildes dies eventuell vortäuscht (daher die bezeichnung "fake-hdr").

Wie andere das machen kann ich nicht beurteilen.

Schöne Grüße
Helmut
 
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ein erster blick in lightroom zeigt ausgefressene lichter in den fenstern, die ich nicht runterbelichtet bekomme. habe auch heute nachmittag wenig zeit, mich intensiver damit zu befassen.
 
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Sicherlich ist es Tonemapping, aber auf der Basis der ursprünglichen NEF-Informationen. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass es sonderlich umständlich sei. Und ich bin der Meinung, dass man gerade mit dieser Methode auf relativ leichte und präzise zu steuernde Weise eine Leistung erhält, die von dem üblichen Pixelmatsch von unübersichtlich zu steuernden HDR-Programmen weit entfernt ist und eben nicht die übliche HDR-Anmutung aufweist.

dann sind wir uns ja im prinzip einig und das ganze eher auf eine definitionsfrage reduziert. dass tonemapping (selbstverständlich auf basis der nef-aufnahmen) kein pseudo-hdr ist, war eigentlich klar. pseudo-hdr soll ja gerade eine "hdr-anmutung" erzeugen, ohne tatsächlich hdr zu sein. und das geht eben auch, wenn man das eine nef in einem hdr-programm bearbeitet, ohne vorher zwei unterschiedlich belichtete versionen zu erzeugen.
 
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ich habe keine hdr-programme und auch nicht die absicht hdrs zu erzeugen, und schon gar keine dieser künstlichen scheußlichkeiten mit sogenannter "hdr-anmutung".
 
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ich habe keine hdr-programme und auch nicht die absicht hdrs zu erzeugen, und schon gar keine dieser künstlichen scheußlichkeiten mit sogenannter "hdr-anmutung".

Das ehrt Dich nun wieder. Deine Hypothese, dass es mit einem solchen Programm gehen würde, bleibt damit natürlich (noch) unbewiesen ...


Schöne Grüße
Helmut
 
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diese hypothese stammt ja von hape, den ich in beitrag #13 zitiert hatte. und hape ist ja nun unbestritten sehr kompetent in sachen hdr. ich glaube, er hat sogar mal beispielbilder gezeigt, hab aber grade keine zeit zum suchen.
 
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Hallo Freunde!

Bezugnehmend auf mein erstes Posting in diesem Thread, wo ich versucht hatte, dem Themensteller eine, wie ich meine, eher einfache Möglichkeit für eine mögliche Lösung seines Problems zu geben, erlaube ich mir nach Rücksprache mit Helmut (danke!) sein Bild als "pseudo HDR-Scheußlichkeit" zu präsentieren.

Vorgang: NEF in CNX2 einmal original (0 EV) und einmal mit -2 EV entwickelt, dabei Lichterregler total "nach rechts", sonst keine Änderungen. Die beiden Bilder in "EasyHDR" mit minimalen Änderungen "zusammengefügt" (Schärfung; Lichter nochmals versucht zu reduzieren). Wieder in CNX2 auf Forenmaße hin bearbeitet.

Ich weiß, die Lichter in den Fenstern sind noch immer etwas zu viel überstrahlt. Ansonsten kein weiterer Kommentar von mir. Arbeitsaufwand etwa drei Minuten.

Nebenbei habe ich einige weitere Versuche mit mehr Bildern und feineren EV-Abstufungen gemacht; und "etwas aufwändiger an den Reglern gedreht", wobei die Ergebnisse nicht soviel anders - sage absichtlich nicht besser - geworden sind und ich daher nur diese Minimallösung anbiete.

picture.php


LG, Gerhard
 
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Hier 'ne klassische Quick&Dirty-Lösung ausschließlich mit Nikon Capture NX2:

comp__20140903_141005_edit.jpg

Bearbeitungsschritte in CNX2:

1. Picture Control-Profil "Neutral" ausgewählt. Ich will schließlich kein Pseudo-HDR, das wie ein quietschbuntes Bonbonpapier aussieht.

2. Belichtung um -2 LW korrigiert. Die Details in den Fenstern sind wieder sichtbar, aber noch nicht perfekt.

3. Per U-Points die Fenster negativ selektiert, per D-Lighting HQ die Helligkeit erhöht. Das Gesamtbild ist wieder heller, mit Ausnahme der Fenster.

4. Per U-Points die Decke selektiert, per D-Lighting HQ die Helligkeit der Deckenpartien noch etwas erhöht.

5. Per U-Points die Fenster selektiert und die Tonwertkurve etwas weiter nach unten gezogen. Nun sind die Fensterdetails gut erkennbar, sofern nicht derartig überstrahlt, dass keine Details mehr vorhanden sind, die man noch sichtbar machen könnte.

6. Tonwertkontrast des Gesamtbildes minimal angehoben.

7. Mit Hochpassfilter das gesamte Bild minimal nachgeschärft. Fertig.

Dauer: keine drei Minuten, denn dank der U-Point-Technik geht das Auswählen sehr schnell und präzise. Das Ergebnis als JPG zu exportieren, per JPGCompressor zu verkleinern, in meine Dropbox hochzuladen und diesen Beitrag hier zu schreiben hat deutlich mehr Zeit beansprucht als die Bearbeitung der NEF in CNX2. ;)
Persönlich hätte ich das Foto unten um ca. 30 % beschnitten, aber das tut nichts zur Sache, was die Rettung der Details in den Fenstern angeht.
 
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Moin, ich würde mit keiner Methode ein brauchbares Ergebnis hinkriegen... aber spannend finde ich das jetzt ja schon (ich meine, ich bin gespannt, was die Ein-RAW-genügt-Fraktion aus dem Bild zaubert). Sans Ear grüßt
 
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da scheint ein missverständnis vorzuliegen: es gibt hier keine "ein raw genügt fraktion". im gegenteil, es gibt viele, die sagen, ein (pseudo)hdr aus einem raw ist kein (echtes) hdr und ein hdr benötigt immer mehrere unterschiedlich belichtete ausgangsbilder. und zum anderen kann aus verschieden entwickelten bildern aus einem raw nicht mehr entstehen als eben in diesem einen raw schon von anbeginn enthalten war. unterschiedliche auffassungen gibt es nur, wie die im raw enthaltene dynamik am besten oder einfachsten in ein fertiges bild umgesetzt werden kann.
 
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Ist Euch eigentlich mal aufgefallen, dass der Themenstarter sich anscheinend schon lange ausgeklinkt hat und auch den Bitten nach einem ansatzweisen Bild seiner Vorstellungen nicht nachgekommen ist? :fahne:

Und er sprach ja auch nicht von solchen HDR Fotos sondern von Hunden in Bewegung. :fahne::fahne:
 
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Moin, ich würde mit keiner Methode ein brauchbares Ergebnis hinkriegen... aber spannend finde ich das jetzt ja schon (ich meine, ich bin gespannt, was die Ein-RAW-genügt-Fraktion aus dem Bild zaubert). Sans Ear grüßt

da scheint ein missverständnis vorzuliegen: es gibt hier keine "ein raw genügt fraktion". im gegenteil, es gibt viele, die sagen, ein (pseudo)hdr aus einem raw ist kein (echtes) hdr und ein hdr benötigt immer mehrere unterschiedlich belichtete ausgangsbilder. und zum anderen kann aus verschieden entwickelten bildern aus einem raw nicht mehr entstehen als eben in diesem einen raw schon von anbeginn enthalten war. unterschiedliche auffassungen gibt es nur, wie die im raw enthaltene dynamik am besten oder einfachsten in ein fertiges bild umgesetzt werden kann.

Amen, Bruder, kein Missverständnis, ich folge Deiner Lehre (Entstehung, Anbeginn - große Worte ;)), ist ja nachvollziehbar, dass "aus einem raw nicht mehr entstehen" kann, als "von anbeginn" enthalten war... ich habe hier nur noch kein Ergebnis gesehen, dass praktisch mit dem Bild nach der "Helmut Elicker-Lehre" :)hehe:) mithalten kann. Sans Ear grüßt

Edit: Hupps, ich hatte die Quick&Dirty-Lösung mit NX2 von Happy Day989 übersehen, die enthält tatsächlich reichlich Details
 
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Bei so Kirchenbildern ists meist kein Problem, wenn die Sonne nicht volle Kanne auf ein Fenster knallt. Das Ding hier war auch duster, wie die Nacht vor der Entwicklung:

picture.php
 
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Edit: Hupps, ich hatte die Quick&Dirty-Lösung mit NX2 von Happy Day989 übersehen, die enthält tatsächlich reichlich Details
Auch bei meiner Q&D-Lösung fehlen die letzten Details in den Fenstern. Das liegt daran, dass CNX2 nach meinen Erfahrungen bei der Rettung der Highlights mit LR bzw. PS nicht ganz mithalten kann, dafür aber mehr aus den Schattenpartien rausholt. Daher belichte ich im Zweifelsfall immer etwas knapper und helle die Schatten auf als umgekehrt reichlicher zu belichten und dann zu versuchen, die Lichtspitzen zu retten. (Das kenne ich aber genau so aus der Zeit, als ich noch mit Farbdiafilmen unterwegs war; auch dabei galt es, im Zweifel etwas knapper zu belichten. ;))
 
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