Habe es wieder einmal versucht......

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Hallo und guten Tag, Antwort zu mhensche.
Erst einmal danke für deine ausführliche Erklärung. Also Bild3 gefällt mir auch sehr gut , aber eigentlich gefallen mir alle Bilder die ich in diesem thread eingestellt habe, aber sie sind halt fachlich total daneben. Deshalb war ich heute ganz früh noch einmal an diesem See, ich wollte das umsetzen was ich mir gestern abend noch aus meinem neuen Buch angelesen habe. Doch leider war das Wetter nicht gerade optimal für solche Aufnahmen. Ich war jetzt schon drei mal an dieser Stelle , doch an zwei Tagen war es trüb und an einem Tag kamen nur ab und zu ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken.Es ist also nicht so , dass ich zum See fahre , die Kamera heraus hole und los knipse. Ich hatte mir von einem Bild welches ich schon gemacht hatte , drei bestimmte Ausschnitte heraus gesucht welche ich heute abgearbeitet habe.Es war einmal der Blick über den See mit den drei Masten, dann der Blick auf das am Baum hoch gestellten Boot mit dem Rettungsreif im Hintergrund, dann noch den Blick auf das Ufer mit dem kleinen Häuschen.Bei diesem Bild ging es mir hautsächlich um das Spiegelbild im Wasser.
Ich habe festgestellt , es ist garnicht so einfach hier an diesem See , der leider nur von einer Seite her begehbar ist ein perfektes Bild zu machen. Entweder man bekommt das Spiegelbild nicht komplett auf das Bild oder man muß einen Baum halbieren usw.
Ich habe heute wieder neun Bilder gemacht, die mir auch alle neun gefallen. Die Bilder sind mit verschiedenen Einstellungen gemacht worden, zum Beispiel
mit Mittenbetontmessung , Spotmessung und Matrixmessung. Auch habe ich beim Weißabgleich verschiedene Einstellungen benutzt zB Bewölkter Himmel,Schatten und Auto. Außerdem sind alle Bilder im Modus Manuel und Blende 8 gemacht.
Mfg Drossel
Meiner Meinung nach ist Bild 14,15 und 16 fachlich am Besten,auf jeden Fall stimmt da das Licht.

Bild8
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Bild9
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Bild10
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Bild11
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Bild12
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Bild13
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Bild14
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Bild15
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Bild16
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Hallo Drossel,

Bild 3 aus der 6er Serie gefällt mir schon mal ganz gut. Es ist auf jeden Fall ein deutlicher Fortschritt zu den beiden ersten Bildern Deines Eingangsposts.

Bei Landschaftsfotografie gibt es die 3 großen L: Landschaft, Licht und Linien (siehe dazu z.B. auch den aktuellen Thread "Grüne Toscana im Herbst"). Schau Dir mal die Bilder im verlinkten Thread an und überlege, warum Dir welches Bild gefällt.

Licht und Linien sollen helfen, den Blick des Betrachters zu lenken und die Bildkomposition unterstützen. Eine Möglichkeit ist z.B. einen Blickfang im Bild einzubauen. Der kann dann besonders beleuchtet sein oder mit den Linien im Bild so betont werden, dass das Auge dorthin geführt wird.

Ich bin auch nach vielen Jahren noch froh darüber, dass ich damals die Reihe "Besser Fotografieren" von Time Life abonniert hatte. Auch wenn sich die Technik heute deutlich veändert hat, so gelten die kompositorischen Gesetze immer noch. Und das wurde in den Büchern sehr gut in einer Schritt für Schritt Anleitung erklärt. Falls es Dich interessiert und Du es noch bekommen kannst: Natur- und Landschaftsfotografie ISBN 90-5390-632-0

Viele Grüße
Peter

p.s.: ich habe mich mal an dem allerersten Bild zu schaffen gemacht und durch Beschnitt, Kontrast und Farbanpassung einen Vorschlag erarbeitet, der daraus kein preiswürdiges Bild macht, aber es mMn etwas aufwertet. Wenn Du einverstanden bist, stelle ich es gerne hier ein und sage, warum ich was gemacht habe.
 
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Hallo PeterTaylor selbstverständlich kannst du das Bild einstellen, es hilft uns ja allen, ich denke es gibt bestimmt noch viele die das interessiert...danke.
Mfg Drossel
 
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Hallo Drossel,

wie gesagt, es macht jetzt kein tolles Bild daraus, aber die Linienführung gewinnt mMn dadurch.

picture.php


Die Farben sind etwas weniger knackig, wie ich sie in Photoshop sehe, aber das liegt wahrscheinlich an irgendeiner Farbraumkonvertierung...

Meine Gedanken dazu:
Beschnitt: Die untere rechte Ecke trägt für mich nichts zum Bild bei. Zu wirr, zu dominant. Ich hatte erst überlegt, eine Art Panorama zu croppen, da der rechte Baum noch näher steht als die Trauerweide und damit schon Tiefe im Bild bringt. Ein Betrachter könnte mit dem Baum ggfs. noch mehr in die Tiefe gezogen werden (von rechts außen nach links zur Halbinsel). Habe mich dann aber doch dagegen entschieden, weil das Format ja in etwa Deinem Aufnahmeformat entsprechen sollte. Der einzig mögliche Blickfang ist die Spitze der Halbinsel mit dem Steg. Dorthin sollte der Blick des Betrachters gelenkt werden. Toll wäre es natürlich, wenn dort auch etwas passiert, z.B. ein Mensch stünde. Mit meinem jetzigen Beschnitt ergibt sich ein angedeuteter Bogen vom rechten Drittel des unteren Bildrandes hin zum Steg, was ich angenehmer finde als es vorher war. Der Schatten der Bäume hilft, den Bogen zu formen.

Farben: Ich habe die Sättigung und den Kontrast ein wenig erhöht, weil ich es so gefälliger finde. Das macht die fehlende Lichtstimmung nicht wett, wirkt aber für mich ansprechender.

Sicher hat da jeder eine andere Sicht der Dinge und ich bin zugegebenermaßen kein Landschaftsfotograf. Aber vielleicht helfen Dir meine Gedanken dazu ein wenig...

VG
Peter
 
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... Entweder man bekommt das Spiegelbild nicht komplett auf das Bild oder man muß einen Baum halbieren usw.

...

Meiner Meinung nach ist Bild 14,15 und 16 fachlich am Besten,auf jeden Fall stimmt da das Licht.
...

Hallo Drossel,

vielen Dank für deine Erläuterungen.
Zu deinem ersten von mir zitierten Satz würde ich dann irgendwann einfach zur Kenntnis nehmen, dass das Bild einfach nix ist. Und es lassen.
Eine beeindruckende Spiegelung alleine macht eben leider noch kein Bild aus, und in Wirklichkeit ist für meinen Geschmack auf diesen Spiegelungen viel zu viel drauf. Wenn so viel drauf ist, sollte die Gesamtkomposition etwas bieten. Also z. B. als grafisches Element wirken, oder so.
Das tun die Bilder einfach nicht, dadurch ergibt sich nirgendwo Harmonie, die das Auge festhält.

Zu dem zweiten Zitat, da stimme ich dir zu. Die gefallen mir aus der neuen Serie auch am besten.
Wahrscheinlich, weil sie wieder konzentrierter sind, eben nicht einen großen Ausschnitt ohne Ordnung zeigen, sondern eine in sich geschlossene Szene.
Zudem wird wieder durch die Uferlinie zum Boot geführt, der Baum rahmt die Szene schön ein und das Schilf gibt ein Vordergrundmotiv. Dadurch hast du insgesamt wieder Tiefe im Bild.
Ich würde unten noch etwas wegnehmen, weil das "leere" Gras wie schon in meinen Kommentaren zuvor für meinen Geschmack zu viel unbedeutenden Platz einnimmt.
Wenn du knapp oberhalb der gelben Pflanzen unten links schneidest, dabei das Format 2:3 beibehältst, so dass der linke Rand entsprechend proportional verschwindet, das Schilf aber vollständig belässt, finde ich es noch etwas gefälliger.
Dann liegt noch mehr Konzentration auf Schilf und Boot. Das Boot und die "Horizontlinie" vom Seeufer links kommen etwa auf die Hilfslinie des Goldenen Schnitts.

Ich habe auch mal ein Beispiel gebastelt, das das entsprechende Hilfsgitter mit einblendet. Vielleicht hilft das als Erläuterung.
Außerdem habe ich die Farbtemperatur etwas wärmer gemacht. Vielleicht zu viel, Geschmackssache :fahne:

drossel1.jpg
 
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Hallo mhensche , ich habe gestern in meinem Buch "Einfach besser fotografieren" gelesen , dass gerade die Landschaftsfotografie von vielen unterschätzt wird. Man denkt schnell das ist ganz einfach , aber das Gegenteil ist der Fall. Mein größter Fehler war , das ich von Anfang an nicht bei einer Sache geblieben bin, bis ich sie richtig beherrsche. Nein ich habe gleich alles versucht, Wildlive, Makro,Wassertropfen,Studio usw.
Übrigens , wenn mich nicht alles täusch hast du mir einmal einen Trick verraten, es ging damals um einen Dia Rahmen den man vor das Auge hält.
Ich finde das bei mir nicht mehr, könntest du mir das noch einmal erklären.....danke
Mfg Drossel
 
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Hallo Michael

Ich möchte dir für deine Anwort an Drossel Danke sagen.
Es hat mir jetzt richtig gut gefallen, wie du Drossel geantwortet hast.
Das nenne ich Motivation.

Wenn man den fotografischen "Leidensweg" von Drossel seit Anbeginn verfolgt, kann man gut feststellen, was mit beidseitigem "good will" alles möglich ist.
Aus (der) Drossel wurde unterdessen ein regelrechter Papagei. Natürlich fotografisch und vor allem positiv gemeint.

Gruss Lothar
 
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Hallo Michael

Ich möchte dir für deine Anwort an Drossel Danke sagen.
Es hat mir jetzt richtig gut gefallen, wie du Drossel geantwortet hast.
Das nenne ich Motivation.

Wenn man den fotografischen "Leidensweg" von Drossel seit Anbeginn verfolgt, kann man gut feststellen, was mit beidseitigem "good will" alles möglich ist.
Aus (der) Drossel wurde unterdessen ein regelrechter Papagei. Natürlich fotografisch und vor allem positiv gemeint.

Gruss Lothar
Hallo, bitte erkläre mir was ein fotografischer Papagei ist...danke
 
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Ich denke, Lothar wollte Dir ein Kompliment machen, wie gut Du Dich entwickelt hast. Analog zum häßlichen Entlein aus dem ein Schwan wird, würde aus einem kleinen, unscheinbaren Vogel ein schöner Papagei (also vom Knipser zum Fotograf). [emoji6]


Viele Grüße
Peter
 
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Hallo

Sorry, wenn das jetzt ein wenig plump rüberkommt.

Da der Singvogel Drossel, z. B. die Walddrossel "Hylocichla mustelina" nicht die Farbenpracht eines Gelbbrustaras "Ara ararauna" aufweist, wollte ich mit diesem Vergleich nur deinen fografischen Werdegang beschreiben.
Also vom eher farblosen (Anfänger) zum farbigen (fortgeschrittenen) Fotografen.
Mir ging/geht es ja ähnlich. Ich konnte durch deine Beispielbilder und die darauffolgenden Antworten auch vieles profitieren.

Also, nochmals sorry, wenn ich da jetzt ins Fettnäpfchen getreten sein sollte.
 
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Hallo

Sorry, wenn das jetzt ein wenig plump rüberkommt.

Da der Singvogel Drossel, z. B. die Walddrossel "Hylocichla mustelina" nicht die Farbenpracht eines Gelbbrustaras "Ara ararauna" aufweist, wollte ich mit diesem Vergleich nur deinen fografischen Werdegang beschreiben.
Also vom eher farblosen (Anfänger) zum farbigen (fortgeschrittenen) Fotografen.
Mir ging/geht es ja ähnlich. Ich konnte durch deine Beispielbilder und die darauffolgenden Antworten auch vieles profitieren.

Also, nochmals sorry, wenn ich da jetzt ins Fettnäpfchen getreten sein sollte.
Keine Ursache, ich habe es auch so aufgefasst. Aber ich kann auch verstehen ,dass der ein oder andere meinen auf und ab Werdegang nicht versteht, aber es ist alles ehrlich, da ist nichts vorgetäuscht oder falsch. .... Mit freundlichem Gruß Drossel
 
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Landschaftsfotografie von vielen unterschätzt

Hallo Drossel,

mir geht es zumindest ebenfalls so, dass ich nur mit wenigen meiner Landschaftsbilder wirklich glücklich bin. Ich meine immer, Landschaftsfotografie sei natürlich einfach, wenn man schöne Gegenden besucht. Und dann macht jemand bei mir "um die Ecke" tolle Bilder. Also liegt es wohl doch an mir :)

Und das verrückte ist, dass ich bei meinen Bildern ähnliche "Analysen" mache, wie hier bei deinen. So bin ich dann sicher Stück für Stück auch besser geworden. Aber das heißt ja nur, dass ich vorher so *richtig* schlecht war :)

Übrigens , wenn mich nicht alles täusch hast du mir einmal einen Trick verraten, es ging damals um einen Dia Rahmen den man vor das Auge hält.

Der Gedanke ist, sich auch ohne Kamera das fotografische Sehen in vielerlei Situationen zu ermöglichen. Und dafür brauchst du nicht einmal einen Diarahmen, es reicht schon, aus Daumen und Zeigefinger beider Hände einen Rahmen zu bilden.
In beiden Fällen kannst du so "künstlich" einen Bildausschnitt ansehen, wenn du durch den Rahmen schaust, der einen Eindruck eines Fotos vermitteln kann. Du blendest sozusagen Bildteile aus, die auch auf einem Foto später nicht zu sehen wären und kannst so deinen Blick für Proportionen, Linien, etc., schulen.

Nicht ohne Grund ist das englische Wort für "Rahmen" -> "Frame" im englischen ein üblicher Begriff für die Auswahl des Bildausschnitts.
 
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Was würdest du hier vorschlagen?

Mir haben diese beiden Bücher geholfen, sind aber in Englisch:

-Mastering Photographic Composition, Creativity, and Personal Style
ISBN-13: 978-1933952222

-Mastering Landscape Photography: The Luminous-Landscape Essays
ISBN-13: 978-1933952062
beide von Alain Briot
 
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