Ich nutze GIMP seit der Version 1.2 und finde die Oberfläche von PS vollkommen unergonomisch und gewöhnungsbedürftig. Allein schon, dass man alles in einem Fenster unterbringt und dadurch niemals entspannt in mehreren Instanzen oder Bildern gleichzeitig arbeiten kann ... pffffffft! Beim Gimp hat man eine Säule für Werkzeuge, eine weitere für deren Eigenschaften, und dazwischen Platz für 1, 10 oder 100 Objekte; wie man es gerade braucht (oder besser: bis der Rechner in die Knie geht).
All das kannst du doch in PS genauso machen? Hier ein Screenshot:
Auf meinem guten, kalibrierten Schirm (rechts) ist das Foto, ringsrum ein paar Werkzeuge und Ebeneneinstellungen, auf dem alten Schirm (links) weitere Aktionen, Kanäle, Plugins. Das kannst du dir anordnen wie du willst, als Benutzeroberfläche speichern, in Presets einfügen, etc...
Lightroom ist eine Bilderdatenbank. Damit Du die verwalteten Bilder auch angucken kannst, ist ACR beigelegt. Was Lightroom nicht ist, ist ein Bildbearbeitungsprogramm. Sowas wäre bspw. PS oder Gimp.
Lightroom ist eine Datenbank, kombiniert mit dem RAW-Konverter ACR.
Schon ACR ist, integriert in BRIDGE, ein umfangreicher Bildbearbeiter.
Und ACR mit Lightroom ist noch einmal deutlich umfangreicher und nicht umsonst der wohl meistgenutzte Bildbearbeiter überhaupt. Was Lighroom fehlt, ist z.B. die Ebenenfähigkeit. Aber die Möglichkeiten allein dieses Programms übersteigen wahrscheinlich die Fähigkeiten der meisten hier (mich sicher eingeschlossen).
Gimp oder PS sind noch einmal viel komplexer und weit mehr als Bildbearbeitungs-, sondern Grafikprogramme. Wer nutzt von uns 32 Bit? Wer Pfadwerkzeuge, die ganzen Retuschefunktionen, den LAB-Modus, macht Composings? Zusätzlich kann es Panorama, HDR, Focus Stacking, etc...
Mark, ich persönlich würde dir LR als deinen primären RAW-Konverter und Bildbearbeiter empfehlen. Für die Collagen, die du nutzt, könntest du auch gratis Adobe PS2 nutzen, das ist seit einigen Monaten gratis erhältlich. Gimp kann sicher mehr, hier weiß ich jedoch nicht, ob es genauso viele Anleitungen und Tutorials im Netz gibt. Letztlich wirst du aber nicht umhin kommen, ein paar Abende in einige Tutorials zu der grundlegenden Arbeitsweise zu investieren.
Die Vorschläge zu anderen RAW-Konvertern gehen für meine Begriffe am Thema vorbei, sorry.