Challenge Giannis EXIF-Peepshow – Oder: Die Hohe Kunst des Zen Funk

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manche wollen einfach nicht verstehen, daß es verschiedene arten zu lernen gibt. einer machts übers lesen >systematisch<wurde es gerade genannt, der andere über anschauungsmaterial. selbstüberzeugung betreffs der eigenen lernmethode ist schwierig für ordentliche kommunikation und voraussetzung für ein fass ohne boden, zudem intolerant. :cool:
 
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Ein Grund dafür, dass manche Profis hier sich nicht in die Karten schauen lassen, ist gewiss auch - wie in einem Forums-Beitrag schon zugestanden wurde - dass man nicht mit seinem teuren Equipment den Neid anderer hervorrufen möchte.

Dafür habe ich sogar ein gewisses Verständnis - andererseits scheut sich ja auch niemand, mit seinem Auto öffentlich umherzufahren, das vielleicht mehrfach so teuer war wie die Leica- oder Hasselblad-Ausstattung des Betreffenden oder wie sein 10.000 Euro teures Nikkor-Teleobjektiv.

Mein Appell also: Habt Mut, euch zu eurer Foto-Ausstattung zu bekennen!

Mir als Foto-Anfänger würde jedenfalls schon die übliche Nennung von Kamera, Objektiv, Verschlusszeit, Blende und ISO nützlich sein.

Gruß
Gianni
 
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Ein Grund dafür, dass manche Profis hier sich nicht in die Karten schauen lassen, ist gewiss auch - wie in einem Forums-Beitrag schon zugestanden wurde - dass man nicht mit seinem teuren Equipment den Neid anderer hervorrufen möchte.

Der deutlich wahrscheinlichere Grund dürfte aber sein, dass diese User ihre Bilder in PS nachbearbeiten und hier dann einfach einstellen. Denen ist dann auch völlig egal, ob dann im eingestellten Bild noch EXIF-Daten der Kamera zu finden sind.
 
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Das sehe ich auch alsproblematisch an.

Seitdem ich mich intensiver mit Lightroom beschäftigt habe, weiß ich, wie aussagekräftig Belichtungsdaten von RAW-Dateien sind. Leider schreiben Photobearbearbeitungsprogramme nicht die geänderte Belichtung ins EXIF. Der Blickwinkel kann durch Croppen verändert werden usw.

Ich verstehe aber auch Giannis Wunsch - geht mir ja auch so.

Am besten wäre wohl einfach, die Wahrheit zu sagen und mitzuteilen, welche Art von Nachbearbeitung durchgeführt wurde - es müssen ja nicht gleich alle Reglereinstellungen aufgezählt werden.

Ab und an findet man das hier schon, leider aber eher selten.
 
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Mir als Foto-Anfänger würde jedenfalls schon die übliche Nennung von Kamera, Objektiv, Verschlusszeit, Blende und ISO nützlich sein.
Bist Du da sicher? Wenn Du Dir diesen Beitrag hier ansiehst, wirst Du feststellen, dass manches Bild allein mit den Exifdaten für Dich eher irreführend als weiter bringend ist und einer Erklärung bedarf. Wenn Du jetzt "wieso'n des?" fragst, dann beantworte Dir selbst die Frage, warum die Schärfentiefe in den Beispielbildern im verlinkten Beitrag bei stärkerer Abblendung deutlich kleiner ist als bei weiter geöffneter Blende - selbe Brennweite, selbe Kameraposition. :)

CB
 
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Das muss man gar nicht so absolut sehen. Irgendetwas kann man aus den Exifs immer mitnehmen ;) Z.B. in Rainer Martinis Marrakesh-Thread war ich verblüfft, wieviele Bilder er mit dem 24-120/4 gemacht hat. Das ist für mich eine Hassliebe - ich mag die (auch in besagtem Thread) gelieferte Qualität, aber ich hasse das Gewicht. Trotzdem halten mich solchermaßen gewonnene Erkenntnisse von einem Spontanverkauf ab ;)
 
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Das muss man gar nicht so absolut sehen. Irgendetwas kann man aus den Exifs immer mitnehmen ;) Z.B. in Rainer Martinis Marrakesh-Thread war ich verblüfft, wieviele Bilder er mit dem 24-120/4 gemacht hat.

Da muss man nicht verwundert sein, denn das 24-120/4 ist eine relativ gute Alltags- & Reise-Scherbe ;).

Unter anderem sind die Bilder aus meinem "Zwangsweise auf Usedom" Thread damit zu 100% entstanden, die Gianni ja als "besonders scharf" eingeordnet hat. Warum ich den anderen Kram im Kofferraum herum gefahren habe -> keine Ahnung :fahne:.
 
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Das muss man gar nicht so absolut sehen. Irgendetwas kann man aus den Exifs immer mitnehmen ;) Z.B. in Rainer Martinis Marrakesh-Thread war ich verblüfft, wieviele Bilder er mit dem 24-120/4 gemacht hat. Das ist für mich eine Hassliebe - ich mag die (auch in besagtem Thread) gelieferte Qualität, aber ich hasse das Gewicht. Trotzdem halten mich solchermaßen gewonnene Erkenntnisse von einem Spontanverkauf ab ;)

und genau DA sehe ich die Gefahr!....Die Linse tritt in den Vordergrund!....die Qualität der Bilder und die Geschichte dahinter ist da nicht zu lesen!.....Rainer hätte das Foto auch mit einem Objektiv XY machen können....ging aber nicht, weil er damit fotografiert, womit er unterwegs ist.....:fahne:

...da ist noch keine "fotografisch wirklich wichtige Info herauszulesen"...:fahne:

...wenn ich eine wichtige Info lesen möchte, dann nur bei Motiven, die von einer Kameraeinstellung "Leben" bekommen haben, die ich nicht kenne....eine Stimmung durch Bewegung oder anderem...was aber nie 1:1 funktionieren kann, es ist nur ein Wert, für eigene Erfahrungen!

Grüße,
Jan



Grüße,
Jan
 
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aber das lernen setzt sich eben aus vielen details zusammen.

ich erwarte von keinem, daß er die exifs mit einstellt, aber wenn ich doch mal schauen mag, und sie sind zu finden freue ich mich. :) [MENTION=62181]Telewatt[/MENTION]
 
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Ich schliesse mich einigen Vorrednern an. Mich haben noch nie die EXIFs von fotografisch guten Bildern interessiert, wohl aber Komposition, Licht, Schattenstärke, Unschärfen, Tonwertgebung etc. Dinge, die man direkt im Bild sieht.

Hinzu komt, dass ich oft -- wenn bei einem Bild die EXIFs direkt daneben stehen -- häufiger sehe, dass das Bild gelungen ist, obwohl die Parameter augenscheinlich wenig günstig gewählt waren. Oft gibt es eine gewisse Toleranz gegenüber falschen Einstellungen und auch Profis verwenden nicht immer optimale Einstellungen. Oder konzentrieren sich aufs Wesentliche, das Bild.

Insofern finde ich, sollten gerade Anfänger mit den Kameraeinstellungen spielen und aus den Ergebnissen lernen. Und nicht per Abschauen und Nachmachen! Nur wer spielt, kann diese Dinge wirklich beherrschen, statt von ihnen beherrscht zu werden.

P.S.
Ich kenne dies auch aus meiner beruflichen Erfahrung, wenn ich Programmierer einschätze. Gute Programmierer haben ihren eigenen Stil und eine Programmiersprache bottom-up gelernt, meist per Lektüre der Spezifikation. Schlechte Programmierer suchen sich den Programmcode für ein ähnliches Problem und wandeln ihn irgendwie ab, bis er läuft, oft ohne zu verstehen, warum eigentlich. Letzteres gilt als gefährlich (hohe Fehlerdichte) und vor allem, die letzte Gruppe wird nie souverän ihre Materie beherrschen lernen. Das "Kopieren" von EXIF-Einstellungen ist dieser Situation gar nicht so unähnlich ...
 
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Moin
ob man aus lesen der Exif von einem Bild das einen beeindruckt für das eigene
fotografieren wirklich was lernen kann lasse ich mal offen.
Mich interessieren bei den Exifs eigentlich nur Kamera/Objektiv/ und teilweise die ISO/Belichtungszeit (hängt von der Tageszeit ab, wann das Bild gemacht wurde)
Zum Teil gibt es da Überraschungen, das wirklich beeindruckende Bilder mit
relativ bescheidenen Mitteln gemacht wurden und total vergeigte Aufnahmen mit
sündhaft teuren Gedöns:D
Wenn man hier so querliest kann man zu dem Eindruck gelangen das die Exif
nichts aussagt.......:)
Dann ist es aber um so erstaunlicher, wenn ein "Anfänger" ein Bild mit Fragen "hier" einstellt, mindestens 10 bis 15 mal kommt, "ohne Exif kann man nichts sagen" :D
 
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Mich interessieren bei den Exifs eigentlich nur Kamera/Objektiv/ und teilweise die ISO/Belichtungszeit (hängt von der Tageszeit ab, wann das Bild gemacht wurde)

Genau das interessiert mich auch.

Es hat wohl schon einen Sinn und Zweck, wenn zu Fotos, die in diesem Forum in persönlichen Alben der Teilnehmer eingestellt werden, sowohl die Kamera, die Brennweite des Objektivs und die Exif-Daten nachzulesen sind.

Natürlich kann man durch Lesen dieser Angaben allein kein Fotokünstler werden, aber sie geben doch eine zusätzliche nützliche Information.

Auch die Nachfrage vieler User nach Beispielbildern zu neuen Kameras und Objektiven zeigt, dass hier ein Informationsbedürfnis besteht. Das kann man doch nicht bestreiten.

Gruß
Gianni
 
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Ich schliesse mich einigen Vorrednern an. Mich haben noch nie die EXIFs von fotografisch guten Bildern interessiert, wohl aber Komposition, Licht, Schattenstärke, Unschärfen, Tonwertgebung etc. Dinge, die man direkt im Bild sieht.
wieso sollten exif-interessenten das nicht auch tun? :D
...

Insofern finde ich, sollten gerade Anfänger mit den Kameraeinstellungen spielen und aus den Ergebnissen lernen. Und nicht per Abschauen und Nachmachen! Nur wer spielt, kann diese Dinge wirklich beherrschen, statt von ihnen beherrscht zu werden.
auch das kann man neben exiflesen tun.
...
Das "Kopieren" von EXIF-Einstellungen ist dieser Situation gar nicht so unähnlich ...
es geht doch ums verstehen, ums lernen und nicht um das kopieren.

ich komme nicht klar damit, daß das so hochgeschaukelt wird. ist doch nur ein teil des lernens :nixweiss: und mir hat es jedenfalls viel gebracht besonders in der ersten zeit.
 
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Dann ist es aber um so erstaunlicher, wenn ein "Anfänger" ein Bild mit Fragen "hier" einstellt, mindestens 10 bis 15 mal kommt, "ohne Exif kann man nichts sagen" :D
Das ist deswegen nicht erstaunlich, weil eine (erbetene) Fehleranalyse die Kenntnis aller relevanten möglichen Einflussfaktoren erfordert. Wenn hier ein unscharfes Bild eingestellt wird mit der Frage "warum...?!?", muss der Analysierende schon die Belichtungszeit wissen, um was Qualifiziertes antworten zu können...

Die Szenarien sind also gar nicht vergleichbar.

CB
 
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Ich schaue auch öfter mal in die EXIF Daten. Einmal um zu sehen, welches Eqipment dahinter steckt aber auch um Blende, Belichtungszeit und ISO Einstellung zu sehen. Ich denke schon, daß man daraus was lernen kann.

Meine Vorgehensweise dabei ist folgende:

Ich sehe ein beeindruckendes Bild, dann stelle ich mir die Frage, welche Einstellung ich wählen würde um ein solches Bild auf die Speicherkarte zu bekommen und dann schaue ich in die Exifs. In vielen Fällen passt es, in einigen Sachen bin ich dann überrascht. Bringt mir aber auch etwas, um andere Alternative Lösungen aufgezeigt zu bekommen. Klar gibt es Situationen, bei denen ich mit den Informationen nichts anfangen kann, aber dann handelt es sich meistens auch um Bildthemen (z.B. Konzertfotografie. Ich finde jazzmasterphoto Bilder richtig klasse und beeindruckend, ist aber kein Thema mit dem ich mich bisher beschäftigt habe), die nicht meins sind.

Aber denke jeder hat seine eigene Methode zu lernen oder sein Wisen zu erweitern.
 
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Das ist deswegen nicht erstaunlich, weil eine (erbetene) Fehleranalyse die Kenntnis aller relevanten möglichen Einflussfaktoren erfordert. Wenn hier ein unscharfes Bild eingestellt wird mit der Frage "warum...?!?", muss der Analysierende schon die Belichtungszeit wissen, um was Qualifiziertes antworten zu können...

Die Szenarien sind also gar nicht vergleichbar.

CB

Moin würde ich jetzt nicht so sehen
denn vom Prinzip ist es schon vergleichbar, nur mit anderen Vorzeichen.
Wenn man(ich) z.B. ein beeindruckendes Foto sieht, das z.B. von der Schärfe oder Lichtstimmung besonders ist, interessieren eine schon die "Technischen Werte" wie Kamera/Objektiv/Blende/Belichtungszeit/Iso..usw.
 
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Lässt sich also festhalten, dass es mehr als einen Weg nach Rom gibt?

Irgendwie dreht sich die Diskussion im Kreis, denn trotz aller Argumente wollen einige nicht von ihren Exifs lassen... ;)
 
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Moin würde ich jetzt nicht so sehen
denn vom Prinzip ist es schon vergleichbar, nur mit anderen Vorzeichen.
Wenn man(ich) z.B. ein beeindruckendes Foto sieht, das z.B. von der Schärfe oder Lichtstimmung besonders ist, interessieren eine schon die "Technischen Werte" wie Kamera/Objektiv/Blende/Belichtungszeit/Iso..usw.
Es gibt einen wesentlichen Unterschied:
- Zur Fehleranalyse ist die Kenntnis der EXIF-Daten notwendig.
- Zur Analyse eines gelungenen Bildes für Lernzwecke kann die Kenntnis hilfreich sein.

Zu Analogzeiten hat man in Bildbänden auch nicht unbedingt technische Details gefunden, sondern sich inspirieren lassen und über die Kenntnis der Grundlagen versucht, ähnliche Ergebnisse zu erzielen. Genau wie heute wusste man aber nicht, wie groß die Blitzanlage war und was alles in der Postproduktion mit dem Rohmaterial angestellt wurde. Und das ist der entscheidende Aspekt, der die Relevanz der nackten Aufnahmedaten stark verringert. Da ist dann allenfalls noch die Blende interessant, wobei der Unschärfeverlauf ebenfalls nach der Aufnahme modifiziert worden sein kann (in Photoshop mit einer sauberen Auswahl und "Tiefenschärfe verringern" recht simpel).

Ich freue mich auch über EXIF-Daten in Bildern, aber ich benutze sie nicht ohne genaue Analyse als Anregung. Für die Analyse muss man aber genug Wissen über die grundlegenden Zusammenhänge haben.

CB
 
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