Vielen Dank für diese hochinteressante Reportage. :up:
Jetzt bin ich wieder ein klein wenig schlauer.
Obwohl - eigentlch bin ich ja schon etwas vorgebildet.
Letztes Jahr war ich in Antwerpen und habe die Auslagen einiger Diamanten-
Juweliere betrachtet. Wer ausgefallene Ideen sucht hat dort gute Chancen,
fündig zu werden.
Und 1991 bin ich zusammen mit einem Kanadier mit dem Fahrrad durch Zaire
gefahren, wobei wir auch in Tshikapa halt machten, einem Diamantenzentrum.
Dort wurden wir von einem belgischen Juden in sein Haus aufgenommen und
bekamen auch das kleine Aufkaufbüro für Roh-Diamanten gezeigt und uns
wurde erklärt, mit welcher Strategie man versucht hat, die Schürfer von sich
zu überzeugen, da es, soweit ich mich erinnere, insgesamt über 70 offizielle
Aufkäufer dort gab - fast alle belgische Juden, die mehrheitlich an De Beers
lieferten. Die Schürfer verkaufen natürlich nicht gleich dem ersten Aufkäufer
ihren Fund, da sie hoffen, noch ein besseres Angebot zu bekommen.
Die Aufkäufer hatten dort, quasi mitten im Busch, allen Luxus aus Belgien, da
es dort auch einen Flugplatz gibt. Zum Abschied bekamen wir dann noch
einige Konservendosen mit auf den Weg.
Wie sich wohl das Kimberley Process Certification Scheme dort auf die 'wilde'
Ausbeutung ausgewirkt hat?
Ob dort inzwischen auch Inder die Mehrheit der Aufkäufer stellen?