gedruckte Bilder dunkel

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Hallo zusammen,

vor kurzem habe ich ein Fotobuch bei Saal Foto bestellt und als es ankam, war ich etwas überrascht, dass die Bilder dunkler sind als auf meinem Monitor.

Ich habe keine kalibrierten Monitor und das wird wahrscheinlich schon mal ein Hauptproblem sein. Aber dennoch verstehe ich die Ursache für die dunkleren Bilder noch nicht vollständig.

Die Bilder habe ich mit Lightroom 5 bearbeitet und dort habe ich mich auch am Histogramm orientiert. Mit dem schwarz und weiß Regler habe ich darauf geachtet, dass es möglichst keine über- oder unterbelichteten Bereiche gibt. Selbst wenn mein Monitor zu hell oder zu dunkel eingestellt ist, müsste ich bei der Warnung von Lightroom doch die problematischen Stellen erkennen können. Oder etwa nicht?
Weiterhin habe ich mir mal den Punkt Softproof + entsprechendes Farbprofil von Saal Foto etwas angeguckt. Aber hier wird doch - soviel ich verstanden habe - die Farben angezeigt, die nicht gedruckt werden können. Wenn so etwas vorkam, lagen die nicht druckbaren Farben aber eher im hellen stark gesättigten Bereich.


Ein Beispielfoto hierzu:
Auf meinem Monitor kann ich links noch sehr gut die Strukturen des Reichtagsgebäudes erkennen. Die Säulen oder auch der Fenstersturz (heißt doch so :) ) sind für mich sehr gut sichtbar. Laut Histogramm sind nur links unten Teile der Büsche wirklich schwarz.
Auf dem ausgedruckten Bild mit genauem Hinschauen die Details des Gebäudes. Laut Softproof + Farbprofil von Saal Foto können auch alle Farben gedruckt werden, also erwarte ich hier auch keine Probleme. Könnt ihr denn auf euren Monitoren die Strukturen gut (also ohne Anstrengung) erkennen?

picture.php


Generell kann ich bei dunklen Bildern, wie dem obigen, auf meinem Bildschirm selbst in dunklen Bereichen noch gut bis sehr gut Strukturen erkennen. Und wie gesagt, laut Lightroom sind diese Bereiche auch nicht schwarz. Nur beim Ausdruck erkenne ich kaum noch etwas, selbst wenn ich mir die Stellen sehr genau anschaue.
Ist so etwas normal, dass ein Druck dunkler ist und dunkle Bereiche weniger Zeichnung zeigen?
Was kann ich nun dagegen machen? Sollte ich die Bilder nach dem Bearbeiten immer +1ev hoch regeln? Oder muss ein guter Monitor her? Das ist wahrscheinlich die beste (aber teurere) Möglichkeit oder? Mein Monitor ist halt ein einfacher mit TN Panel...

Gruß

Alexander
 
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Ich habe den Thread nochmals durchgelesen, fand aber nirgends das Ergebnis dieses wichtigen Vergleichs. Wo habe ich es übersehen?

Heinz

Hallo Heinz,

du hast es nicht übersehen, ich hatte dazu noch nichts geschrieben.

Aktuell finde ich es recht schwer verlässliche Angaben zu machen, da das gedruckte Bild bei meiner aktuellen Raumbeleuchtung recht dunkel ist. Das ist das gleiche Problem wie bei den Bildern im Fotobuch, da es natürlich auch viel von der Raumbeleuchtung abhängt.
Ich werde aber mal eine möglichst genaue Beschreibung des Vergleichs zwischen gedrucktem Testbild und Monitorbild wagen.

Vom Farbton her fallen mir aber ein paar Sachen auf. Der blaue Stoff im unteren linken Bild ist bei meinem Monitor recht kräftig blau, beim gedruckten Bild eher dunkel-violett, also stärker ins Rote.
Die Hautfarbe ist bei meinem Monitor auch eher blasser und das Weiß der Oberteile finde ich etwas "schmutziger", also nicht so "weiß".

Beim Farbverlauf rechts gibt es aus meiner Sicht die größte Abweichung beim Blau. Diese ist wie beim Stoff bei meinem Monitor nicht so violett und dunkel/kräftig. Außerdem gibt es bei meinem Monitor keine so deutliche Farbstufe zwischen dem Gelb und Orange im Farbstreifen.

Ich habe es mal versucht, so gut wie möglich zu beschreiben. Hoffentlich konnte man mir folgen.

Viele Grüße

Alexander

Nachtrag:
Hab nochmal schnell über die Prad Tests geschaut. Jetzt verstehe ich etwas mehr die Angaben, die die Software zu meinem Monitor macht. Bei den Prad Tests betragen die Farbabweichungen nach der Kalibrierung maximal 2.9 (blau beim HP pavilion 22xi), delta C der Grauabstufungen ist maximal 0.5 und die Gammakurve passt auch recht gut zum gewünschten Verlauf. Bei meinem Monitor ist Blau um 3.99 verschoben (ist das viel?), delta C der Grauabstufungen ist grauenhaft, teilweise bis 5.9 hoch und die Gammakurve weicht im niedrigen % Bereich (also wohl dunklen Bereich) stark vom Zielwert ab.
Bei 10% beträgt Gamma nur 1.66 und nicht wie gewünscht 2

Ich hoffe das hilft euch etwas weiter, um mir weiter zu helfen :)
 
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Damit mal klar wird, wovon überhaupt die Rede ist,
gibt's hier das Fuji-Testbild, das auch Saal verwendet:


frontier_color57s.jpg



Beste Grüße,

Sven


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Auf dem Testbild von Saal ist zusätzlich links ein senkrechter Grauverlaufsbalken und rechts ein senkrechter Farbverlaufsbalken, und das Mädchenbild ist gespiegelt. Ich sage bewusst nicht seitenverkehrt, da ein T-Shirt ein seitenrichtiges Fuji-Label ziert.

Heinz
 
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Ok zuerst hatte ich die falschen Einstellungen, dann habe ich die Profilierung nach über 60 Minuten abgebrochen.
Die schnellere Kalibrierung hat noch immer 30 Minuten gedauert.
Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe. Hast Du nun die Profilierung und Kalibrierung korrekt und vollständig durchgeführt oder nicht?

Heinz
 
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Die schnellere Kalibrierung hat noch immer 30 Minuten gedauert.

Schräg, beim Quato Kolorimeter, der Hardwaremäßig identisch mit dem X-Rite ist dauert das gerade mal 5-10 Minuten.

Und was muss ich sagen, der Monitor ist wie zu erwarten noch immer recht hell.
Wie gesagt: stelle ihn auf 120 Candela, entweder Manuell durch die Tasten am Monitor, oder über das Profil per Software. Letzteres ist eher bei Notebook Monitoren notwendig, ersteres bei normalen Desktop Monitoren.

Aber was mich jetzt mehr stört, irgendwie passen die Farben noch immer nicht.
Hat dein Monitor ein Menü und Tasten mit denen du manuell am Monitor die Farben einstellen kannst? Wenn ja hast du ihn so eingestellt oder dich auf die Software verlassen? Wenn letzteres, hast du das Profil korrekt abgelegt und wurde es vom System übernommen?
Es kann auch am Monitor liegen aber zumindest die Farben sollten so halbwegs stimmen. Meine Erfahrung mit dem Spyder war aber dass er genau das nicht so gut hin bekommen hat. Umgekehrt habe ich zwei mal bei Saal bestellt, einmal war das Foto korrekt, das zweite mal die Identische unveränderte Datei noch mal geschickt und da hatte die Ausarbeitung einen Farbstich ins blaue, von daher kann es wieder alles sein.

Das ist dann auch genau das Problem welches man mit günstigen Geräten bekommt und weshalb sich ein Colorimeter bei denen oft nicht lohnt. Wenn es gut geht Glück gehabt, wenn nicht ist man kein bisschen schlauer als vorher.
 
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Hallo Alexander,

lt. Spyder-Software muss der erste Schritt sein, den Monitor auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen und den Farbraum - sofern möglich - am Monitor möglichst nahe an den Ziel-Farbraum einzustellen. Hast du das gemacht?

In dem Spyderprogramm wird auch gefragt, was am Monitor eingestellt werden kann (Helligkeit, Kontrast, Farbraum) und welches Backlight verwendet wird.
Wenn Spyder das alles weiss, geht es gefühlt max. 10 Minuten und eine Vollkalibrierung mit den gewählten Parametern ist durch.
So jedenfalls bei meiner SW-Version.
 
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Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe. Hast Du nun die Profilierung und Kalibrierung korrekt und vollständig durchgeführt oder nicht?

Heinz

Ich lese nur von
"nicht Registriert"
"andere Software benutzt"
"Kalibrierung abgebrochen"

Klingt irgend wie nach:
"Gerät vor Ablauf von 2 Wochen zurückgesendet"
...aber das steht nicht da. :p

Jedenfalls zeigt sogar mein unkalibrierter Büroschirm ein sattes Lila weswegen etwaige Kalibrierungsversuche vermutlich nicht gelungen sind.
 
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Hallo zusammen,

ich gehe mal auf schnell auf die paar Punkte ein.

Ich habe nicht die original Software verwendet, sondern die Open Source Software dispcalgui.
Grund hierfür war wie gesagt, eine sehr ausführliche Renzension zum Spyder4 Express bei Amazon. Diese Software ist recht umfangreich (zumindest ist das mein Eindruck). Und laut der Rezension liefert diese Software sogar bessere Ergebnisse als die original Software.
Es gibt bei Dispcalgui auch die Möglichkeit, zuerst eine Kalibrierung und dann eine Profilierung durchzuführen. Zuerst habe ich den Monitor auf Werkseinstellungen zurück gesetzt und dann die Kalibrierung durchgeführt. Also zuerst mit den einzelnen RGB Einstellung des Monitors möglichst genau die Vorgabe des Dispcalgui getroffen und ebenso die Helligkeit. Diese war aber auf etwa 55 cd/m^2 wenn ich mich jetzt nicht täusche. Und die Helligkeit konnte ich sowohl mit der Helligkeitseinstellung als auch mit dem Kontrast erreichen. Wobei die Helligkeit vom Monitor dann auf 100% stand und ich sogar den Kontrast noch erhöhen musste.
Die eigentliche Profilierung dauert bei diesem Programm deutlich länger als bei der Spyder4 Software. Den Grund kenne ich nicht, jedoch gehe ich davon aus, dass es dadurch zumindest nicht ungenauer als die original Software sein sollte.
Man kann bei Dispcalgui sogar eine sehr genaue Profilierung durchführen, die laut eines Youtubevideos über 3 Stunden dauert....

Eigentlich gehe ich auch davon aus, dass ich die Profilierung aktiviert habe. Zum einen habe ich "Profil übernehmen" geklickt, zum anderen habe ich es mit Aida64 überprüft, dass diese auch im Autostart aktiviert ist.

Naja, ich werde es heute Abend mal mit der Spyder4 express Software versuchen. Vielleicht klappt es besser.

Mir ist gerade etwas zum Testbild aufgefallen. Hier bei der Arbeit *hust* habe ich auch mal das Testbild von Saal Foto herunter geladen. Die jpg Datei hat aber einen ganz anderen Farbton als die von Sven hier hoch geladene Datei.
Also bei der jpg die ich auf dem Desktop habe ist der Stoff eindeutig kräftig Blau. Das Bild hier im Forum zeigt aber ein schönes Lila. Insgesamt sind bei der heruntergeladenen Datei die Farben kräftiger und der Kontrast scheint auch höher zu sein.
Woran liegt denn das?
Die Testdatei gibt es übrigens hier.

Viele Grüße

Alexander
 
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Auf dem Testbild von Saal ist zusätzlich links ein senkrechter Grauverlaufsbalken und rechts ein senkrechter Farbverlaufsbalken, und das Mädchenbild ist gespiegelt. Ich sage bewusst nicht seitenverkehrt, da ein T-Shirt ein seitenrichtiges Fuji-Label ziert.



Da hast Du recht, Heinz, aber ich kann auch anders:


DQ_Testbild.jpg


Original-Textbild von Saal Digital



Beste Grüße,

Sven


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Man kann bei Dispcalgui sogar eine sehr genaue Profilierung durchführen, die laut eines Youtubevideos über 3 Stunden dauert....
Man soll den Monitor durchaus ~2 Stunden warm laufen lassen bevor man ihn Kalibiert. Ansonsten ist das aber eher Voodoo denn nötig oder sinnvoll.

Probiere es mal mit der Originalsoftware und berichte dann.
Ansonsten hast du es allem Anschein nach schon richtig gemacht. Die Möglichkeit dass es der Monitor nicht besser schafft besteht jedoch. und auch ein 150€ Monitor bringt hier nicht unbedingt den erwünschten Erfolg.
 
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Wo steht etwas von LED?

Aber auch beim Quato LED ist eine ordentliche Warmlaufzeit vorgesehen, zumindest laut Anweisung im Handbuch.

Außerhalb von Monitoren ist der Thermische Unterschied zwischen LED und CFL auch nicht sonderlich groß, sondern besteht primär darin wo sich die Hitze entwickelt. Wie das bei Monitoren im Detail ist weis ich leider nicht.
 
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Sven, ich nehme an, Du darfst die Testbilder von Saar digital hier einstellen; auch wenn sie von der Größe grottig aussehen?

Wenn nicht oder wenn "wir" uns nicht sicher sind, ob die Bilder eingestellt hier gezeigt werden dürfen, bitte ich, sie zu entfernen und lediglich zu verlinken, nicht einzubetten.

Danke!
 
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Hallo zusammen,

wieder ein Update von mir, ich versuch es halbwegs verständlich und übersichtlich zu gestalten.

Bei jeder Kalibrierung war der Bildschirm mindestens 30 Minuten vorher an und ich habe mich, wenn nicht anders angegeben, an die Angaben des Herstellers gehalten.
Die Qualität der Profilierung habe ich mit dispcalgui+Spyder4 überprüft.

Chronologisch

1. Kalibrierung+Profilierung mittels discalgui:
RGB Regler und Helligkeit habe ich wie gewünscht vom Programm möglichst genau an die Zielwerte angepasst. Danach fand die Profilierung statt.
Ergebnis: Gamma bis 70% zu niedrig, große Abweichungen im dunklen Bereich, Kontrast nur 250:1, deutliche Abweichung im blauen

2. Profilierung mittels original Software:
Bildschirm wurde zuerst auf Werkseinstellungen zurück gesetzt.
Ergebnis: Gamma Kurve besser, aber noch immer mit deutlichen Abweichungen. Kontrast ist höher 550:1 und Grauabstufungen scheinen besser zu sein. Dafür werden die Farben noch viel weniger getroffen und die Farbtemperatur liegt eher bei 5500K.

3. Kalibrierung mittels den Einstellungen von discalgui und danach Profilierung mit original Software:
Bisher das technisch beste Ergebnis. Die geringsten Abweichungen bei der Gamma-Kurve, aber noch immer bei 10% zu niedrig (1.84 anstelle von Zielwert 2) und bei 90% deutlich zu hoch (2.64 anstelle 2.27)
Farbtemperatur passt jetzt ebenfalls wieder, Grauabstufungen und Kontrast mit 550:1 wohl auch ok. Aber der Blau-Wert wird wieder nicht erreicht.

Ok das war jetzt eher technisch, aber in keinem der Fälle hat die Farbe der gedruckten Bildern mit den Bildern am Monitor gepasst. Zum einen stimmt das Blau des Stoffes der Saal Test-Bilder noch immer nicht richtig, dieser ist bei mir zu wenig gesättigt, leuchtet deutlich mehr und aus meiner Sicht fehlt noch ein bisschen Rot.
Meine eigenen ausgedruckten Bilder haben weiterhin einen eher Rot-Orange Ton, das fällt mir besonders bei rötlichen Bildern auf, da diese ausgedruckt farblich noch deutlich kräftiger sind.

Und zurück zur Technik: Wenn ich mir hier den Prad Test zu einem der beispielhaft vorgeschlagenen günstigen Monitore anschaue, fällt auf, dass dort die Abweichungen viel geringer ausfallen. Selbst unkalibriert scheint dieser Monitor näher am Zielwert zu sein und kalibriert wird er sogar noch besser. Es könnte also durchaus an meinem günstigen Monitor liegen und selbst ein neuer IPS für nur 150€ schafft technisch gesehen wohl schon eine bessere Farbwiedergabe.

Ich werde am Wochenende mal den Monitor vom PC meiner Freundin kalibrieren und schauen, wie sich dieser schlägt. Vielleicht liefert mir diese Info einen Hinweis, ob das Problem an meinem Monitor liegt oder ob das Problem wo anders zu suchen ist.

Viele Grüße

Alexander
 
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Hi @ all,
Alexander, so großartig ich dispcalGUI auch finde, solltest Du das Programm zunächst deinstallieren. Es ist eine denkbar schlechte Idee, zwei Kalibrierungsprogramme gleichzeitig laufen zu lassen, weil die enthaltenen LUT-Loader sich gegenseitig in die Quere kommen. LUT-Loader sind dafür da, notwendige Gamma-Korrekturen beim Start des Rechners in die Grafikkarten-LUT zu schreiben. Und dabei gilt: „es kann nur Einen geben“.

Nach der Deinstallation von dispcalGUI, kalibrierst Du deinen Monitor mit der Spyder-Software neu. Dazu setzt du (wenn möglich) denn Gamma Wert im Menü deines Monitors auf 2,2. Wenn das Monitor-Menü zudem eine Auswahl für die Farbtemperatur bietet, setzt Du diese auf 6500K.
Ich weiß nicht, ob die Spyder4 Express Software eine Möglichkeit bietet, die gewünschte Monitorhelligkeit auszuwählen? Wenn ja, Werte um die 120 bis 130 cd/m^2 sind für nicht allzu helle Räume schon ganz gut. Unter 120 cd/m^2 würde ich in einem "normalen" Arbeitszimmer nicht einstellen.
Solltest du in der Spyder-Software die Möglichkeit haben, für die Helligkeit „nativ“ auszuwählen, so kannst Du die Helligkeit des Monitors im Display-Menü zunächst frei nach Schnauze einstellen. Eben so, dass Du der Meinung bist, dass helles Weiß (R=G=B=255) hell genug ist. Da die Software den dann gemessenen maximalen Helligkeitswert einfach übernimmt, fallen die notwendigen Anpassungen der Gammakurven in der Grafikarten-LUT geringer aus.

So, probiere das erstmal aus, dann sehen wir weiter. Auf jeden Fall war der Kauf eines Colorimeters die richtige Entscheidung :up:
 
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Hallo zusammen,

ich habe nun die Hauptursache meines Problems festgestellt, die falsche Raumbeleuchtung. Dieser Punkt wurde von M_L schon angesprochen und ich habe mich gestern mal eine Tageslicht LED 6500k gekauft.
Wenn ich mir mit dieser Lampe dann die ausgedruckten Bilder anschaue und mit den Bildern vom Monitor vergleiche, passt es sehr gut. Ich kann eigentlich keinen richtigen Unterschied mehr feststellen und wenn doch, dann ist es Einbildung.

Dennoch bin ich am überlegen, mir einen neuen Monitor zu kaufen. Ich habe auch mal, speziell zur Monitor Kaufempfehlung, in einem Computerforum nachgefragt.
Hier kam dann unter anderem der Vorschlag, einen gebrauchten HP 2475W (Prad Test) bei einem Händler zu kaufen ( ein Jahr Gewährleistung).
Der Monitor ist zwar etwas älter, aber ergonomischer als mein aktueller Monitor (den aktuellen kann ich nicht kippen oder in der Höhe verstellen). Der HP 2475W ist auch größer mit 24 Zoll, hat eine höhere Auflösung, bildet sogar AdobeRGB ab und besitzt ein IPS Panel. Und ist auch nicht teurer als die oben von mir genannten Monitore.
Über AdobeRGB habe ich mich informiert und ich sehe eigentlich nur Vorteile für mich, da ich meine Bilder nicht/kaum ins Internet stelle. Bzw. falls nötig könnte ich die Bilder noch immer in sRGB umwandeln.

[MENTION=72371]LuxStream[/MENTION]: So etwas dachte ich mir auch, aber eigentlich ging ich davon aus, dass das Farbprofil gewähl wird, das unter Windows 7 "Farbmanagement" angezeigt wird.
Ich habe nun aber die original Software deinstalliert, da der Funktionsumfang von der Spyder4 Express Software doch recht gering ist.
Man führt keinen einzigen Kalibrierungsschritt durch sondern nur eine Profilierung. D.h. es wird weder die Helligkeit noch die einzelnen RGB Kanäle des Monitors gemessen und man regelt dieses dann auch nicht mit dem Monitormenü nach. Stattdessen soll man vor der Profilierung einfach nur alles auf Werseinstellungen zurück setzen. Eigentlich nicht die optimale Ausgangssituation für eine Profilierung.
Bei Dispcalgui wird aber zuerst eine Kalibrierung mit Helligkeit und RGB durchgeführt und dann die Profilierung. Und mit dem Ergebnis bin ich jetzt - mit richtiger Raumbeleuchtung - auch zufrieden.
 
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Schön dass nun doch alles geklappt hat. Auch für mich ein interessanter Erfahrungsbericht zu günstiger Hardware.

Soweit ich mich korrekt erinnere war der HP 2475W zu seiner Zeit in den Fotoforen eine weit verbreitete Empfehlung als günstiger und dennoch guter Monitor zur Bildbearbeitung.

Ein Kollege hat ihn sich damals, als er mit der Fotografie angefangen hat gekauft und war anfangs zufrieden, hat ihn dann aber recht schnell durch einen Colorgraphic Eizo ersetzt, wobei ein Studiofotograf jetzt nicht unbedingt als Referenz für dich herhalten kann.
Vielleicht findest du auch einen gebrauchten Eizo S2433W, mit den besseren Grafikmonitoren kann der zwar auch noch nicht mit halten, ist aber schon sehr gut. Hat damals neu 800€ gekostet, bei einer Schnellen Google Suche habe ich auch ein Angebot für 200€ gefunden.
 
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Ein Kollege hat ihn sich damals, als er mit der Fotografie angefangen hat gekauft und war anfangs zufrieden, hat ihn dann aber recht schnell durch einen Colorgraphic Eizo ersetzt, wobei ein Studiofotograf jetzt nicht unbedingt als Referenz für dich herhalten kann.
Vielleicht findest du auch einen gebrauchten Eizo S2433W, mit den besseren Grafikmonitoren kann der zwar auch noch nicht mit halten, ist aber schon sehr gut. Hat damals neu 800€ gekostet, bei einer Schnellen Google Suche habe ich auch ein Angebot für 200€ gefunden.

Hallo,

kennst du den Grund, weshalb dein Kollege den HP Monitor verkauft/ersetzt hat? Oder sind seine Ansprüche einfach sehr gestiegen, zumindest verstehe ich den Hinweis, dass er Studiofotograf ist so.

Was spricht denn aus deiner Sicht für den Eizo?

Ein Vorteil vom HP 2475W ist, dass er gut in meinem Preisbudget für einen günstigen Monitor liegt (kostet unter 150€ und ist von einem Händler). Da ich jetzt ja sogar recht zufrieden mit dem Ergebnis meines günstigen Benq Monitors bin, bräuchte ich wahrscheinlich keinen Monitor für den professionellen Bereich.
Der Grund für ein Upgrade kommt jetzt eher daher, dass ich mich jetzt aufgrund der ursprünglichen Farbmanagement-Problematik über Monitor informiert und festgestellt habe, dass es für einen vernünftigen Preis einen größeren, ergonomischeren Monitor mit einer besseren Farbwiedergabe und insbesondere höheren Auflösung gibt.

Als ich vor Jahren meinen Benq gekauft habe, war FullHD gefühlt erst im kommen und ich war sogar am überlegen, einen Monitor mit geringerer Auflösung zu kaufen. Damals gab es noch "HD Ready", zumindest für Fernsehgeräte. Soo lange habe ich mir keine Gedanken mehr über Monitore gemacht.
 
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