gedruckte Bilder dunkel

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Hallo zusammen,

vor kurzem habe ich ein Fotobuch bei Saal Foto bestellt und als es ankam, war ich etwas überrascht, dass die Bilder dunkler sind als auf meinem Monitor.

Ich habe keine kalibrierten Monitor und das wird wahrscheinlich schon mal ein Hauptproblem sein. Aber dennoch verstehe ich die Ursache für die dunkleren Bilder noch nicht vollständig.

Die Bilder habe ich mit Lightroom 5 bearbeitet und dort habe ich mich auch am Histogramm orientiert. Mit dem schwarz und weiß Regler habe ich darauf geachtet, dass es möglichst keine über- oder unterbelichteten Bereiche gibt. Selbst wenn mein Monitor zu hell oder zu dunkel eingestellt ist, müsste ich bei der Warnung von Lightroom doch die problematischen Stellen erkennen können. Oder etwa nicht?
Weiterhin habe ich mir mal den Punkt Softproof + entsprechendes Farbprofil von Saal Foto etwas angeguckt. Aber hier wird doch - soviel ich verstanden habe - die Farben angezeigt, die nicht gedruckt werden können. Wenn so etwas vorkam, lagen die nicht druckbaren Farben aber eher im hellen stark gesättigten Bereich.


Ein Beispielfoto hierzu:
Auf meinem Monitor kann ich links noch sehr gut die Strukturen des Reichtagsgebäudes erkennen. Die Säulen oder auch der Fenstersturz (heißt doch so ) sind für mich sehr gut sichtbar. Laut Histogramm sind nur links unten Teile der Büsche wirklich schwarz.
Auf dem ausgedruckten Bild mit genauem Hinschauen die Details des Gebäudes. Laut Softproof + Farbprofil von Saal Foto können auch alle Farben gedruckt werden, also erwarte ich hier auch keine Probleme. Könnt ihr denn auf euren Monitoren die Strukturen gut (also ohne Anstrengung) erkennen?



Generell kann ich bei dunklen Bildern, wie dem obigen, auf meinem Bildschirm selbst in dunklen Bereichen noch gut bis sehr gut Strukturen erkennen. Und wie gesagt, laut Lightroom sind diese Bereiche auch nicht schwarz. Nur beim Ausdruck erkenne ich kaum noch etwas, selbst wenn ich mir die Stellen sehr genau anschaue.
Ist so etwas normal, dass ein Druck dunkler ist und dunkle Bereiche weniger Zeichnung zeigen?
Was kann ich nun dagegen machen? Sollte ich die Bilder nach dem Bearbeiten immer +1ev hoch regeln? Oder muss ein guter Monitor her? Das ist wahrscheinlich die beste (aber teurere) Möglichkeit oder? Mein Monitor ist halt ein einfacher mit TN Panel...

Gruß

Alexander
 
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Ich kalibriere alle 2-3 Monate meinen iMac mit dem DTP94 und basICColor display und meine Ausbelichtungen zeigen mir, dass das Ergebnis korrekt ist. Den Hokuspokus mit wechelndem Umgebungslicht ignoriere ich großzügig. Man merkt schon selbst, dass abends die Bilder brillanter aussehen als tagsüber, wenn noch irgendwo schräg die Sonne in den Raum fällt... ist dann der Erfahrungswert.

Die pauschale Antwort auf deine Überlegung:
also ich bin immer mehr am überlegen 120€ für ein Spyder4pro zu bezahlen.
lautet: du gibst zig Euros für Kamera und Objektive und Bildbearbeitungsprogramme aus, da sollten dir die 120 Euro für farb- und kontrasttreue Bildwiedergabe nicht weh tun
 
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Eigentlich ist das keine Kalibrierung des Monitors, denn an diesem wird überhaupt nichts verändert, ausser dass man ihn beim Einmessen in die Grundeinstellung zurücksetzten soll.

Beim Einmessen mit dem Colorimeter wird die Differenz zwischen Soll und Ist festgestellt und diese Information in Form einer Profildatei im Computer abgelegt. Nach dem Einschalten korrigiert der Computer anhand der Profildatei über die Grafikkarte die Farben, die Helligkeit und den Gammawert, man sieht das deutlich wie sich dann der Bildeindruck sprunghaft verändert und anpasst.

Die Profilierung ist also nur dann wirksam, wenn der Monitor an dem Computer angeschlossen ist, mit dem auch profiliert wurde.

Man kann mit dem PC mehrere Monitore profilieren und auch paralell damit arbeiten. Er kann die einzelne Profildatei dem jeweiligen Monitor zuordnen. Bei Windows 7 gibt es die Monitorverwaltung, wo man so einiges einstellen kann. Genaueres kann ich dazu jetzt nicht sagen, kann man aber sicher irgendwo nachlesen.

Ich selbst habe einen alten Siemens Monitor und habe mir schon vor Jahren Spyder Express2 gekauft, die damalige Version. Für mich völlig ausreichend, die permanente Berücksichtigung der Lichtquellen beim Arbeiten halte ich für mich nicht so wichtig, da ich keine professionellen Anforderungen brauche. Aber wenn es dabei ist bei der aktuellen Version und der Sensor nicht stört ist es auch o.k.

Viele Grüsse
Leo
 
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Nachdem dieser Thread nun zu einem "Du musst Deinen Monitor kalibrieren"-Thread abgedriftet ist, möchte ich aber doch noch einmal meinen obigen Punkt unterstreichen und vielleicht besser erklären.

Ich sagte:
Ich kenne das Problem.
Druck kann die Mitten und Tiefen nicht mehr so darstellen.
Da muss man das Gamma erhöhen.


Ausführlicher:
Mein Monitor ist kalibriert.
Ich habe auch Proofingprofile heruntergeladen, um meine Kalenderbilder noch softzuproofen. Dennoch war ich schon mehrfach enttäuscht von zu dunklen Farben und wenig Detail im unteren Tonwertdrittel.

Kalibrieren und Proofen hin oder her: ein Monitor leuchtet, ein Kalender nicht.
Ich scheine ja nicht der Einzige zu sein:
Auch mit kalibriertem Monitor muß ich für die Saal-Fotobücher die Tiefen ordentlich anheben, damit die Bildwirkung ungefähr die selbe ist, wie auf dem Monitor. Bei mir sind das (in den Tiefen bis leicht in die Mitten) ca. 2/3 Blenden.

Global die Belichtung/Helligkeit erhöhen wollte ich nicht, denn dann sind die Höhen zu farblos.
Also bin ich bei Aperture auf den Gamma Regler gestoßen.
Den drehe ich jetzt bei der Ausgabe ein gutes Stück hoch, und siehe: die Kalenderbilder kommen weitaus besser heraus!

Fazit:
Kalibrieren alleine löst das Problem etl. noch nicht!
 
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[MENTION=34971]betti[/MENTION]:
Klar sind 120€ gegenüber des Wertes der Gesamtausrüstung nicht so viel, aber ein Spyder soll mir auch etwas bringen

@Leo:
Ich werde es dennoch mal weiter Kalibrieren nennen, selbst wenn es eigentlich nicht korrekt ist.

@ Frank und @alle anderen:
Das ist einfach der Punkt, der mich halt noch etwas stört. Mir geht es in erster Linie gar nicht um die Darstellung am Monitor selbst, da ich das Bild immer so anpassen kann, dass es mir an diesem Monitor gefällt. Und selbst wenn dieser Monitor kalibriert ist und ich dann die Bilder an einem anderen Monitor zeigen will, müsste dieser ebenfalls kalibriert sein (oder kalibriert werden).
Kurz gesagt, ich brauche keinen kalibrierten Monitor, nur um einen kalibrierten Monitor zu haben. Ich benötige einen Monitor, der mir ermöglicht die Bilder so zu bearbeiten, dass es dann beim Druck passt.
Aber dieser Punkt scheint deutlich schwerer zu realisieren, eben aufgrund des Selbstleuchtens des Monitors. Wofür hat man dann einen kalibrierten Monitor, dass dann die Ausrucke doch nicht ganz stimmen und man nur mit Erfahrungswerten gewisse Parameter nach der Bearbeitung anpassen muss?
Dann könnte ich mir das genaue Kalibrieren auch sparen und das Testbild von Saal Foto (das bereits bestellt ist) nutzen um die Farben halbwegs zu treffen und dann auch die Helligkeit halbwegs einzustellen. Damit könnte ich doch schon mal bessere Ergebnisse erzielen als jetzt und wahrscheinlich auch gute Ergebnisse im Vergleich zu einem kalibrierten Monitor auf den man sich blind verlässt.

Wäre ja schon blöd, wenn ich mir ein Spyder kaufe und dann einfach sage: "Jetzt muss es mit dem Ausdruck passen." Dann kommt ein weiteres Fotobuch, aber das Problem ist das selbe geblieben....
 
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was heißt hochdrehen? die kontraste der mittleren werte reduzieren? wenn ja, welchen wert nimmst du dann in etwa?
 
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was heißt hochdrehen? die kontraste der mittleren werte reduzieren? wenn ja, welchen wert nimmst du dann in etwa?

Sorry, mit der Theorie bin ich hier nicht sicher.
Aperture-Handbuch:

Das ist ein Schieber, den ich auf einen mittleren Wert geschoben habe (müsste nachsehen). Das Druckergebnis ist dann viel besser geworden.
Wo dann das resultierende Gamma liegt kann ich momentan gar nicht sagen.
 
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Hallo,

ich werde wohl jetzt folgendes versuchen.

Zuerst einmal warte ich auf das Testbild von Saal Foto, um dann zu sehen wie groß die Abweichung der Farben etwa ist.

Danach werde ich das obige Beispielbild verschieden bearbeiten. Ein paar Änderungen wie Belichtung in 0.5eV Schritten und dann senke ich den Weißregler.
Oder ich hebe die Tiefen (sofern möglich) noch mehr an oder den Schwarzregler.

Das mache ich vielleicht mit zwei weiteren Fotos und dann bestelle ich die Fotos bei Saal und schaue welches Bild meiner ursprünglichen Bearbeitung am nächsten kommt. Kosten sollten dann sehr gering sein (so 10€) und ich sehe, ob mir das Ergebnis reicht oder ob ich doch ein Spyder kaufen muss.

Nur wird mir ein Spyder wahrscheinlich vor dem obigen Testdurchgang nicht bewahren können, da ja scheinbar die Helligkeit trotz Kalibrierung nicht zu 100% stimmt.
 
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Nur wird mir ein Spyder wahrscheinlich vor dem obigen Testdurchgang nicht bewahren können, da ja scheinbar die Helligkeit trotz Kalibrierung nicht zu 100% stimmt.

Sehe ich auch so. Aber der Testdurchgang bewahrt dich nicht vor dem Kalibrieren, vor allem wenn es dir auf Farbtreue ankommt.
 
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Klar Farbtreue geht nur mit einer richtigen Kalibrierung und dem Softproof. Aber wie oben geschrieben versuche ich erst mal mittels des Testbildes von Saal Foto heraus zu finden, wie sehr überhaupt die Farben zwischen Bild und Monitor abweichen. Das gleiche kann ich auch nochmal mit meinem Fotobuch machen. Ohne direkten Vergleich sind mir bei den gedruckten Bildern nicht sofort ein auffälliger Grün-, Blau oder Rotstich aufgefallen. Im direkten Vergleich wird das wahrscheinlich anders aussehen, aber da mir von den Farben das Fotobuch gut gefällt, ist das für mich aktuell nicht so kritisch.
 
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Wofür hat man dann einen kalibrierten Monitor,
Man könnte zB. in Fotoforen unterwegs sein und Bilder anderer Leute betrachten und diese diskutieren
dass dann die Ausrucke doch nicht ganz stimmen und man nur mit Erfahrungswerten gewisse Parameter nach der Bearbeitung anpassen muss?
Letztendlich ist alles eine Frage der Erfahrung, gerade bei Dingen, die sich nicht ausschließlich berechnen lassen sondern bei denen auch eine gute Portion subjektives Empfinden oder auch "Geschmack" einfließen. Gerade bei so Sachen, die eigentlich gar nicht zusammenpassen, wie zB.: selbstleuchtendes RGB und reflektierendes CMY.

Mit einem guten, kalibrierten Monitor ist es wie mit guten Objektiven oder einem guten Kamerabody: Wenn dabei Mist herauskommt, liegt der Fehler schonmal nicht an der Technik.
 
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Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber auszugsweise und nachdem es noch kein finales Fazit zu geben scheint gibt's noch meinen Senf dazu

Ich sitze hier an einem Kalibrierten Grafikmonitor, und sehe die Struktur gut. Bisher haben das was mein Quato anzeigt und das was im Druck raus kommt immer überein gestimmt.
Struktur müsste also im Druck auf jeden Fall vorhanden sein. Allerdings empfinde ich es auch als viel zu dunkel, daher ist es gut möglich dass dein Monitor zu hell ist und obendrein ist der eine emitierende Oberfläche während Papier reflektiert, bei günstigen Monitoren ist daher immer ein Gewaltiger Unterschied vorhanden und falls dein Monitor den Schwarzton nicht schafft (was sehr wahrscheinlich ist) musst du mit Luminanzwerten Arbeiten.

Alternativ hast du eventuell eine Option für Automatische Bildkorrekturen aktiviert? Da werden die Kontraste immer hoch gezogen und das Schwarz sauft ab.

Als Colorimeter möchte ich noch eine Alternative einwerfen, das i1 Display Pro wäre meine Wahl. Meine Erfahrungen mit Spyder liegen schon weit zurück weshalb ich die heutigen Produkte nicht mehr vergleichen will. Die X-Rite Sachen sind aber sehr sehr gut, gibt es z.B. hier:
http://www.monochrom.com/Farbmanagement.htm?websale8=mono-c&ci=000899
 
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Hallo zusammen,

ich habe eine "Belichtungsreihe" des obigen Bildes bei Saal Foto bestellt, welche gerade Gestern angekommen ist.
Dabei habe ich die Belichtung immer etwas angehoben und dann den Weiß- und ggf. Schwarzwert angepasst.
Belichtung +1 sieht schon deutlich besser aus, +1.5 noch mal ein wenig mehr.
Bei den entsprechenden Einstellungen ist der größte Teil des Histogramms (hoffentlich klar, was ich damit meine ) nicht mehr in dem Bereich der von Lightroom als "Schwarz" markiert wird.
Für mich heißt das jetzt, dass ich darauf achten muss, dass dieser Bereich nicht so stark vom Histogramm gewichtet wird.

Aber mir ist halt jetzt bei dem Bild deutlicher aufgefallen, dass die Farben wirklich nicht richtig passen. Der Ausdruck hat einen deutlich stärkeren Rot-Orange-Stich, die Mauern sind bei meinem Monitor nur leicht Gelb-Weiß, beim Druck schon Orange. Und der Himmel ist bei den heller belichteten Bildern beim Ausdruck auch etwas Rot-Braun-Grau.

Das Farbproblem müsste sich ja dann mit einer Profilierung des Monitors regeln lassen.
Aber welches Kolorimeter ist denn nun gut?

Es gibt ja Spyder4 express, da kann man nur einen Monitor (pro PC???) profilieren und auch die restlichen Funktionen sind eingeschränkt. Dafür ist es halt mit ca 70€ nicht so teuer.

Dann gibt es den Spyder4 pro, der schon 120€ kostet. Klar hat das Teil mehr Funktionen, aber braucht man die als Privatanwender?
So wie ich das verstehe, kann verschiedene Weißtemperaturen und Gamma Werte wählen --> für was braucht man das genau? Und braucht man dann nicht auch Monitore, die dies unterstützen?
Dann kann das Teil noch die Umgebungshelligkeit messen und passt den Monitor dynamisch darauf an. Aber deswegen passen die Ausrucke wohl dennoch nicht ganz. Den Punkt hatten wir hier im Thread ja bereits. Also das wäre ein teurer Bonus.

Und natürlich x-rite ColorMunki Smile, bei dem ich nicht weiß, wie ich es einordnen soll. Vom Umfang klingt es ähnlich wie Spyder 4 express, kein wählbares Gamma, keine Messung der Umgebungsbeleuchtung, aber für mehrere Monitore verwendbar??? Der Preis ist mit 75€ ebenfalls sehr ähnlich zum Sypder 4 express.

Kurz gesagt: Lieber ein günstiges Gerät für 70€ oder macht der Mehrpreis von 50€ für den Sypder 4 pro sinn? Wenn ja, warum und wofür.
 
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Die Farben stimmen im Druck zumindest, so wie du das beschreibst sieht es hier auch aus.

Ich habe auf der vorigen Seite noch mitbekommen dass du einen recht günstigen Monitor hast. Da ist ein Colorimeter dann auch verschwendete Liebesmüh. Das ergibt erst ab der ~500€ Klasse Sinn. Meine Empfehlung sind die Büro Eizos.
Ideal ist es wenn man möglichst viel am Monitor selbst einstellen kann, und die Software nur noch gering eingreifen muss.

Gute Monitore gehen von 5000K (D50) bis 6500K (D65) im Printbereich gilt D50 als Normumgebung, also die Komplette Kette ist darauf abgestimmt. D65 entspricht aber eher dem Tageslicht weshalb es Stimmen gibt die sich dafür aussprechen darauf um zu stellen. D55 wäre dann die Farbtemperatur die am ehesten an Studioblitze ran kommt. Für dich hat das alles wohl wenig Relevanz. Ich Persönlich mag D65.

Edit: willst du die Fotos Korrekt betrachten kaufe dir eine Lampe mit entsprechender Farbtemperatur für den Schreibtisch. LED gibt es schon recht günstig mit 5000K oder auch 6500K dann sollte Licht mit Monitor übereinstimmen. Wichtig ist hierbei ein sehr guter CRI der Lampe, auf die Augedruckten Werte ist dabei leider kein Verlass, jeder schreibt da min. 80 drauf vollkommen egal wie gut die Lampe dann tatsächlich ist. Mit Just normlicht fange ich lieber nicht an

Das kann man genau wie Gama, die RGB Verteilung und Helligkeit im Idealfall direkt am Monitor einstellen. Bei den Hardwarekalibrierbaren Monitoren geht es auch komfortabel über die Software welche direkt den Monitor einstellt. Bei den Softwarekalibrierbaren deshalb am Monitor da bei der Messung davon abweichendes über die Ausgangskurve der GPU geregelt wird und damit das Signal beschnitten.

Umgebungsheligkeit Einstellen können ist dann wichtig wenn man den Monitor an einem Platz hat an dem die Sonne auch mal gut rein scheint. Ist er an einem dunklen schattigem Fleck der auch Tagsüber nicht zu hell wird stelle ihn einfach auf 120 Cadela und gut ist's.

Ja mal so ein kleiner Crashkurs zum Thema Kalibration. Wie alles in der Fotografie kosten gute Monitore Geld, aber so einen Monitor hast du dann auch leicht über 5 oder mehr Jahre (bei 8 Stunden Täglichem Betrieb gerechnet). Auch wird das Panel sehr viel besser sein. Bedenke IPS ist nicht gleich IPS, die gibt es in einer Preisklasse von 300-4000€

Fotografie ist nicht ein teurer Beruf, sondern auch ein teures Hobby
 
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Hallo,

danke für die vielen Infos.

Einen teuren Monitor möchte ich mir nicht leisten, da dort für mich das Verhältnis aus Preis zum persönlichen Bedarf nicht stimmt. Ich fotografiere recht gerne - komme aber eher wenig dazu... - und die Bildbearbeitung spielt für mich nur zwischendurch eine Rolle. Verstärkt natürlich dann, wenn ich die Bilder für ein Fotobuch oder anderen Ausdruck vorbereite.
Das sind also bei weiterem keine 8 Stunden pro Tag. Mein Heimmonitor ist max. 2 Stunden pro Tag an (am Wochenende etwas mehr) und nur ein Bruchteil eben davon für die Bildbearbeitung.

Klar ist, dass mein aktueller Monitor recht günstig und sicherlich nicht optimal für die Bildbearbeitung geeignet ist. Daher würde ich diesen einfach mal mit einem Kolorimeter profilieren und dann schauen, wie viel vom sRGB er eigentlich abdeckt.
Sollte es nicht reichen wäre ich ggf. bereit mir einen günstigen IPS Monitor, wie die oben von mir genannten, zu kaufen. Laut Prad sind diese als gut getestet und decken beide einen recht großen Anteil (ca 95% + ) des sRGB Farbraums ab. Klar sind diese ebenfalls nicht die absolut besten Monitore für die Bildbearbeitung, aber laut Prad schon sehr gut brauchbar. Und dass es nur FullHD Monitore sind, stört mich eigentlich auch nicht.

Die aktuelle Frage für mich ist nur, teures Kolorimeter (man ich will immer Kalorimeter schreiben....) oder reicht auch eine günstigere Variante?

Ein teures Kolorimeter hat halt Funktionen, die ich aktuell wohl gar nicht nutzen kann. Nicht mal, wenn ich mir einen der IPS Monitore kaufen würde. Auf der anderen Seite ist es halt "nur" 50€ teurer (ok 70% teurer als die günstigen Kolorimeter ) und die Option mehrere Monitore an einem PC zu profilieren ist zwar schick, aber nur notwendig wenn man bei allen Monitoren die farbechte Wiedergabe braucht.
Die Helligkeitsmessfunktion ist ebenfalls ein nettes Gimmick, aber wohl auch nicht zwingend notwendig. Und wenn ich es jetzt richtig verstehe, macht die Wahl der Farbtemperatur und des Gammawertes nur bei richtig teuren Monitoren Sinn und wenn man diese Funktionen auch nutzen will/muss.

Kurz gesagt, wenn ich es richtig sehe, würde mir auch ein günstiges Kolorimeter reichen. Oder gibt es irgendwelche Gründe doch das teurere zu kaufen?


Nachtrag: Habe gerade gelesen, dass des Colormunki Smile ebenfalls für mehrere Monitore verwendbar ist. Dann wäre der Hauptunterschied zum Spyder 4 pro, dass dieser die Helligkeit misst und die Punkte mit Farbtemperatur und Gammawert. Ok zur Qaulität der Software und der eigentlichen Profilierung kann ich nichts sagen.
 
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Hi!
Einen teuren Monitor möchte ich mir nicht leisten, da dort für mich das Verhältnis aus Preis zum persönlichen Bedarf nicht stimmt.
Die aktuelle Frage für mich ist nur, teures Kolorimeter oder reicht auch eine günstigere Variante?
Meine persönliche Erfahrung:
Ich habe vor etwa 6 Jahren damit angefangen, "ernsthaft" Bildbearbeitung zu betreiben und dafür relativ bald einen Spyder2express gekauft, um meine 3 PCs mit Röhren-Monitor zu kalibrieren.
Der Unterschied war deutlich!
Vor einem guten Jahr schließlich habe ich mir für den Haupt-PC einen DELL U2711 TFT-Monitor geleistet, der vom Werk her schon auf sRGB und Adobe RGB kalibriert ist.
Und damit habe ich einige Tage lang die alten Fotos an geschaut und war schlicht verblüfft, wie viel mehr an Details (war zu erwarten - die 19"-Röhrenmonitore hatten 1280x960 Pixel, der 27"-TFT hat 2560x1440 Pixel), an Farben und in Schattenbereichen sichtbar war.
Mir fiel allerdings eine rotbraune Verfärbung dunkler Bildbereiche auf - da habe ich den Spyder2express wieder installiert, und siehe da: Jetzt erst passt alles!
Daher mein Rat: Kauf dir ein Kalibrierungstool - auch das für 50 Euro (mein Spyder2express war nach meiner Erinnerung teurer, das war aber vor 5 Jahren) ist viel besser als keines!
 
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Hallo zusammen,

auch wenn ich nochmal ein paar Sachen wiederhole, nur um auf Nummer sicher zu gehen und auch wenn es langsam zur Kaufberatung wird, welches Kolorimeter würdet ihr mir empfehlen?

Was soll gemacht werden:
Erst mal halt nur der einfache Benq E2200 kalibriert werden. Dann will ich mit dem Kolorimeter auch überprüfen können, welchen Farbraum der Bildschirm wiedergeben kann. Laut Anandtech schafft der Benq bis zu 96& des sRGB, was für mich erst mal reichen und mich positiv überraschen würde.
Ansonsten soll ggf. ein einfacher IPS Monitor gut kalibriert werden können, maximal irgendwann mal ein Bildschirm für 400-500€, wie ein Dell UltraSharp U2713HM (Prad Test)

Spyder4 Express, ca 70€
- ist sehr einfach vom Umfang, aber was mich stört: Man kann nur einen ein Monitor pro PC kalibrieren, ggf. sogar nur ein Monitor absolut (laut Amazon Kritik) --> eigentlich fällt dieses Gerät schon mal raus
- gibt dieses Gerät die Farbwiedergabe des Monitors an? --> Falls nicht, ist das noch ein weiterer Grund gegen dieses Gerät

X-Rite Colomunki Smile ca 75€
- hier kann man schon mehrere Monitore kalibrieren
- ich bin mir aber nicht sicher, ob auch eine Auswertung (Farbraumwidergabe des Monitors usw.) angezeigt wird. Wenn nicht (und so sieht es für mich aktuell leider aus), fällt dieses Gerät eigentlich auch raus. Denn wie gesagt, würde ich auch gerne die Qualität der Monitore einschätzen können und nicht nur ein "vorher" - "nachher" Vergleich bekommen

Spyder4 pro 120€
- kann eigentlich alles und noch viel mehr
- kostet dafür auch schon etwas mehr
- irgendwelche Nachteile, die ich nicht kenne?

X-Rite i1 Display 180€
- hat noch ein paar mehr Funktionen wie das Spyder4. Da ich aber die Funktionen des Spyder4 pro nicht vollständig nutzen würde, brauche ich die erweiterten Funktionen erst recht nicht.
Und dafür ist dieses Gerät auch schon deutlich teurer.

Was haltet ihr davon? Könnt ihr mir hier weiter helfen?


Daher mein Rat: Kauf dir ein Kalibrierungstool - auch das für 50 Euro (mein Spyder2express war nach meiner Erinnerung teurer, das war aber vor 5 Jahren) ist viel besser als keines!

Ja das günstigste ist besser als keines. Da ich aber auch lese, dass dein Gerät 5 Jahre hält und wohl auch noch weiter halten wird, wäre es ggf. auch nicht unbedingt falsch etwas mehr auszugeben oder? Natürlich nur, wenn man die erweiterten Möglichkeiten der teureren Geräte auch nutzen kann. Daher oben die Auflistung, die ich gerade so im Kopf habe

Grüße

Alexander
 
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Da ich aber die Funktionen des Spyder4 pro nicht vollständig nutzen würde, brauche ich die erweiterten Funktionen erst recht nicht.
"Der Appetit kommt beim Essen". Und da man gerade bei einem neuen Hobby/einer neuen Thematik nicht so richtig weiss, wo die Reise hingeht bzw. hingehen kann, habe ich persönlich lieber ein paar Knöppges/Funktionen mehr als ich im Moment absehen kann. Der Express käme daher für mich auch gar nicht in Frage (kann z. B. nur 6.500K).

Aus diesem Gedanken heraus habe ich mir den Spyder 4 Elite schenken lassen . Zumal in den 4-ern keine organischen Materialien mehr verbaut sein sollen und dadurch hoffentlich länger zu benutzen sind.
 
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Bedenke auch dass der Farbraum keinesfalls die absolute Qualität des Monitors wieder gibt. Ebenfalls bedeutend sind die Kontrast-/Schwarzwerte, Blickwinkelstabilität, und auch dass die Fläche möglichst homogen ausgeleuchtet wird ist wichtig.

Wenn du beim Monitor schon sparen willst, denke ich nicht dass ein 2. Monitor für dich interessant wird. Und wenn mal 2 Monitore dran hängen sollten ist der bessere zur Bearbeitung und der schlechtere für die Paletten da und gut.

Ich mag wie gesagt die X-Rite Produkte. Ob du jemals etwas anderes als D65 brauchst ist fraglich. Ich denke mal nicht dass du z.B. eine D50 Normlichtumgebung einrichten wirst. Da sind wir bei mehreren tausend Euros.
Und auch das mit der Umgebungslichtmessung ist so eine Sache, Tagsüber wenn die Sonne rein scheint sicher sehr wichtig. Ansonsten gibt es die Faustregel bei wechselnden Lichtbedingungen 120 Candela und damit trifft man es schon sehr gut.
 
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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Informationen und Ratschläge.

Ich werde mir demnächst ein Spyder4 express kaufen. Ich habe mich nun für dieses Einsteigergerät entschieden, da die von mir oben aufgeführten Punkte nicht zutreffend sind.
Die Amazon Kommentar zu dem Gerät war falsch. Man kann beliebig viele Bildschirme kalibrieren, aber nur einen pro PC. Das ist aber ausreichend für mich, da ich selbst bei einem Multi-Monitor-Setup nur einen davon für die Bildbearbeitung nutzen würde. Eben wie von M_L_ dann den besten Monitor.
Der andere Punkt ist, dass auch bei Spyder4 Express die Farbraumwiedergabe des Monitors angezeigt wird.
Beide Infos habe ich aus einem offiziellen Video von Datacolor.

Den Rest der Funktionen brauche ich in absehbarer Zeit wirklich nicht (Gamma und co), da ich aktuell nicht mal weiß, wofür ich es brauchen könnte. Und das macht eher mit einer speziellen Ausrüstung Sinn, so dass ein neues Kolorimeter sicherlich auch nicht mehr so sehr ins Gewicht (finanziell) fällt.

Und die Messung der Umgebungshelligkeit von Spyder4 pro ist scheinbar auch nicht so brauchbar, da das Gerät nicht auf die Helligkeit des Monitors zugreifen kann, sondern einen nur warnt, wenn die Helligkeit nicht mehr passt. Ist zwar nett, aber für mich nicht nötig.

Klar ist natürlich, dass der Farbraumumfang des Monitors nicht alles ist. Aber um einen Monitor genauer zu analysieren bräuchte ich schon mindestens ein Spyder 4 elite. Aber der Farbraumumfang ist schon mal guter Hinweis, ob der Bildschirm überhaupt zu was zu gebrauchen ist
 
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Hallo,

so das (der?) Spyder4 Express ist nun angekommen und ich habe mich mal an eine Kalibrierung+Profilierung mittels Dispcalgui gemacht. Dispcalgui habe ich gewählt, da ich mich erst mal nicht bei datacolor registrieren wollte und Dispcalgui laut Amazon Rezension sehr gut (oder gar bessere) Ergebnisse liefern soll.

Ok zuerst hatte ich die falschen Einstellungen, dann habe ich die Profilierung nach über 60 Minuten abgebrochen.
Die schnellere Kalibrierung hat noch immer 30 Minuten gedauert.

Und was muss ich sagen, der Monitor ist wie zu erwarten noch immer recht hell. Aber was mich jetzt mehr stört, irgendwie passen die Farben noch immer nicht. Die gedruckten Bilder sind alle noch deutlich gelb-rötlicher als auf dem Monitor. Das Bild hier im Thread, aber auch das Brandenburger-Tor oder Sonnenuntergänge und co.

Woran liegt das nun? An meinem sehr einfachen Monitor? Komisch finde ich, dass nach der Kalibrierung das Programm angibt, dass der Monitor 97% sRGB abdeckt, aber wenn man mit Dispcalgui eine Kalibrierüberprüfung (Measurement Report) sieht es viel schlechter aus. Bei
So wie ich den Report verstehe, weicht der Monitor insbesondere im dunklen Bereich vom Zielwert ab. Aber auch Blau passt nicht wirklich gut und Grün könnte auch etwas besser sein.
Kontrast ist nur 243:1 usw.

Es ist leider etwas schwer zu erklären, da ich leider von der Materie nicht so viel Ahnung hat.

Glaubt ihr, ein 150€ Monitor würde es besser machen? Ach ich weiß, viele hier würden einen so günstigen Monitor nicht mal mit Handschuhen anfassen. Aber wie geschrieben, kann/will ich nicht 500€ + für einen Monitor ausgeben. Und die von mir hier im Thread mal genannten Monitore sind laut Prad sogar recht gut für die Bildbearbeitung.

Oder ist der Fehler ganz wo anders zu suchen, da ein kalibrierter/profilierter Monitor zumindest gute Ergebnisse liefern sollte. Selbst ein so günstiger Monitor wie meiner.
 
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