Hallo Andy,
erstmal danke für dieses schöne Thema.
Ich (Jg ´64) beschäftige mich erst seit relativ kurzer Zeit mit s/w.
Zugang dazu habe ich durch eine 22 Jahre alte Leica M6 gefunden. Damit fotografiere ich fast ausschließlich in s/w. Neben der Ausprobiererei verschiedener Filme kam und kommt dabei immer wieder die Frage hoch: Was macht eigentlich ein gutes s/w-Bild aus?
Viele gute Tipps habe ich jetzt hier gefunden. Weitere erhoffe ich mir von der fleißigen Lektüre eines neu erworbenen, aber noch nicht gelesenen Buches zum Thema und meinem Abo der Zeitschrift SCHWARZWEISS und natürlich vom üben, üben, üben.
Mit der D200 Bilder zur Umwandlung in s/w zu machen, reizt mich irgendwie nicht. Ich kann gar nicht mal genau sagen, warum das so ist. Für mich paßt Digital und s/w nicht so recht zusammen.
Für die M6 habe ich mir jetzt erstmal ein Gelbfilter und einen Graufilter bestellt. Auch hiermit (gelb) muß ich sicher erstmal üben. Den Graufilter möchte ich bei manchen Motiven tagsüber benutzen, um die Schärfentiefe zu verringern.
Aus meinem bisherigen Erfahrungen kann ich aber sagen, daß ich deutliche Fortschritte im s/w-Sehen mache. Ich achte tatsächlich zunehmend auf Struktur, Kontrast, Bildaufbau etc. Das hilft mir auch digital sehr weiter.
Eine Patentlösung, mit der man plötzlich gute s/w-Aufnahmen macht, gibt es bestimmt nicht. Wichtig finde ich aber neben dem Üben den Austausch mit anderen, erfahrenen Fotografen (z.B. in diesem Thread) und auch die Lektüre einschlägiger Bücher (meist Bilderbücher z.B. von Henri Cartier-Bresson, Jürgen Schadeberg, Sebastiao Salgado oder Lehrbücher)
Und hier noch ein Bild von mir:
Gent, Belgien mit Leica M6 auf Kodak T-Max400
Gruß aus HAnnover
Steffen