Frage an analoge S/W Fotografen: Wie "seht" ihr?

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Eine etwas ketzerische Gegenthese: ist s/w das Mittel der Wahl für Männer, die wegen rot/grün-Blindheit Farben eh nicht richtig sehen (Männer deswegen, weil rot/grün-Blindheit bei Frauen nicht auftritt, hängt mit dem x/y-Chromosomen zusammen)? Für mich war in meiner "analogen Phase" s/w oft das einzige Mittel der Wahl, da zum einen Farbbilder einen wesentlich höheren Aufwand im Heimlabor verursacht hätten (allerdings hab ich auch viel mit E6 + Cibachrome gemacht), andererseits für Bilder, die in den Druck gingen, nur s/w möglich war (z.B. Zeitungsdruck). Ich denke, dass man durch diese intensive Beschäftigung dann auch lernt, schwarzweiß zu sehen (btw.: der Deutsche sieht eh nur schwarz ). Und man musste früher ja auch beim Fernsehen sich die Farbe dazudenken...
Wenn Stefan sagt, er hat nur einen schwarzweiß-Film verschossen und gemerkt, er könnte das nicht, ist das für mich, wie wenn sich jemand zum ersten Mal in ein Auto setzt und sagt, er könne nicht Auto fahren...

Dass schlechte Bilder durch s/w-Konvertierung nicht besser werden - einerseits eine Binsenweisheit, andererseits zu allgemein, weil dies von der Definition abhängt, warum ein Bild schlecht ist - gut, unscharf bleibt unscharf, aber ein Farbbild kann auch schlecht sein, weil Farben nicht zusammenpassen oder zu unruhig wirken - durch s/w ist das Problem unter Umständen gelöst.
 
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Erlaubt mir bitte einen weiteren Gesichtspunkt hinzuzufügen:

Wir Alten kommen noch aus den Zeiten des Schwarz-Weisz-Movies (ich benutzt hier das Wort "Movie", um eine Verwechslung mit den Schwarz-Weisz-Filmen in den Boxen und Balgenkameras unserer Eltern zu vermeiden).

Filme wie "Les enfants du Paradis" (Marcel Carné), "Jules et Jim" (Francois Truffot), "Ascenseur pour l'échafaud" (Louis Malle), ja selbst Filme wie "Les Vacances de Monsieur Hulot" (Jacques Tati) haben die Sehgewohnheiten meiner Generation nachhaltiger geprägt als selbst die schwarz-weisze Hobbie-Photographie unserer Altvorderen.

Und danach gab es ja noch viel Jahre Schwarz-Weiß-Fernsehen mit Edgar-Wallace-Filmen und so weiter.

Liebe Grüsze

Philipp
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Die "frühkindliche Prägung" hat vmtl. wirklich einen großen Einfluß. Ich kann mich nicht entsinnen jemals S/W-Bilder meines Vaters gesehen zu haben, der hatte immer einen Farb-Negativ-film in der einen und einen DIA-Film in der anderen Kamera. Zum Fernsehen ging ich zu Opa und Oma, die hatten nämlich schon einen Farbfernseher.

An der Rot-Grün-Schwäche kanns auch nicht liegen, die hab ich nämlich.

Trotzdem hoffe ich auf den ultimativen Tip, wie man S/W-Motive findet. :winkgrin:
 
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Als ich mit Fotograieren begonnen habe, war das sehr stark mit dem Wunsch verbunden, von der Idee bis zur Fertigstellung den gesamten Prozess in der eigenen "Hand" zu haben.

Am einfachsten war das mit der Schwarzweiss-Fotografie zu realisieren. Also habe ich mich intensiv mit Belichtungsmessung, Zonensystem und Filmentwicklung beschäftigt, um ein Gespür für die Technik zu bekommen. Gerade das Auseinandersetzen mit dem Zonensystem und den Möglichkeiten, Kontraste bei der Filmentwicklung zu beeinflussen, hat mir sehr viel gebracht.

Ich schaue in einer Szene heute sehr bewußt auf die bildwichtigen Stellen und versuche sie in Helligkeitswerten / Graustufen zu übersetzen und mir das Ergebnis in Grauwerten vorzustellen. Dabei sind Spotbelichtungsmessung und ein hellgelbes Kontrastfilter ergänzende Hilfsmittel. Über diese Betrachtung setzt man sich dann auch intensiv mit der Wirkung der Bildelemente zueinander und damit dem Bildaufbau auseinander.



Das gilt (leider, muss ich zugeben) in der Form heute nur noch so, wenn ich mit Film fotografiere. Die digitalen Möglichkeiten verleiten mich immer häufiger dazu, nicht mehr ganz so intensiv über Belichtung und Kontraste nachzudenken, sondern eher mittels Bracketing zwei oder drei Bilder zu machen.



Beim Bildaufbau versuche ich allerdings nach wie vor sorgfältig und überlegt zu arbeiten. Dabei spielen für mich Flächen, Relationen und Formen eine wichtige Rolle. Dinge, die in Farbe nichtssagend wirken können, bekommen u.U. in sw eine andere Wirkung. Dabei achte ich in der Landschaftsfotografie auf Bildvorder-, Bildmittel- und Bildhintergrund. In der Peoplefotografie auf Reduktion auf das Wesentliche und insbesondere auf die Lichtführung. Das wurde ja bereits von patel.djl und von Knut erwähnt.



Vielleicht kann ich zusammenfassend sagen, dass ich bei der sw-Fotografie wesentlich konzentrierter zu Werke gehe, vielleicht weil die Umsetzung in sw Gestaltungsfehler noch weniger verzeiht als Farbfotografie. Vielleicht aber einfach nur deshalb, weil mein Herz an sw hängt :ja:
Peter
 
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Sehr interessant,

ich hatte vor kurzem ein ansich gutes Bild. Bei der Durchsicht am PC mußte ich feststellen, dass die Hintergrundfarben doch zu stark vom eigentlichen Motiv ablenkten (wie bei dem Kinderfoto). An s/w habe ich nicht gedacht, sondern das Bild gelöscht.

Durch Eure Erklärungen habt Ihr mich neugierig auf s/w gemacht. Werde versuchen, diese Möglichkeit bei entsprechenden Motiven mit in meine Bildgestaltung einzubeziehen.

Danke Euch
Thorsten
 
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weil rot/grün-Blindheit bei Frauen nicht auftritt, hängt mit dem x/y-Chromosomen zusammen)?

Da muß der Biologe in mir widersprechen: s/nicht/"deutlich seltener". Es ist richtig, die Gene für die Opsine in den M- und L-Zapfen -also das Sehpurpur in den für "grün" und "rot" zuständigen Lichtsinneszellen - liegen auf dem X-Chromosom. Ist eines davon kaputt, ist das beim Mann, der nur ein X-Chromosom hat, fatal: Rot und Grün können nicht mehr unterschieden werden, ergo: "Farbenblind". Bei der Frau springt einfach das entsprechende Gen auf dem anderen Chromosom ein. Ist es da aber auch kaputt, ist die Frau auch "farbenblind".

Um wieder OnT zu kommen: Ganz davon abgesehen, daß Rot-Grün-Blindheit auch bei Männern vergleichsweise selten ist, halte ich diese These für nicht haltbar. Gerade Frauen stehen auf SW-Bilder, so zumindest die sicherlich nicht repräsentative Beobachtung in meinem Freundes- und Bekanntenkreis.

Gruß Erik
 
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Hallo SW-Fans!
Wie schon oben mehrfach erwähnt, war es vor 30 Jahren größtenteiles üblich, in SW zu fotografieren. So holte ich mir auch damals die Kenntnisse der SW-Technik und machte alles selbst, was man so in SW machen kann. Das war die Technik. Natürlich gab es parallel auch Farbe. So wurde mir sehr schnell bewußt, wann ich ein Bild in SW u. wann in Farbe machte. Bei Farbe fiel mir die Entscheidung wesentlich leichter, da FARBE für mich zum Bildinhalt und zur Aussage gehört, ohne der das Bild nicht funtionieren würde. Bei SW ist die Entscheidung ob ein Bild funktioniert oder nicht wesentlich schwieriger, da SW von vornherein abstrakt ist und in der Realietät und Natur sehr selten vorkommt, da Licht nun einmal bunt ist. Das war die Theorie. So entschied ich mich entweder nur in SW oder nur in Farbe zu fotografieren, da die Voraussetzungen nun einmal anders sind und man eine andere Sehgewohnheit bekommt wenn man nur die eine oder andere Art alleine verwendet. Auch mit der digitalen Technik kann es so funktionieren, wenn man obige Theorie anwendet. Ist aber nicht so. Man geht mit einer Kamera, die sowohl SW als auch Farbe kann, auf die fotografische Reise. Und wenn man dann so wie ich Sekundenbilder aus der Realität macht, bleibt keine Zeit zum denken, ah SW! oh Farbe! So muß ich mich schon von vornherein für SW od. Farbe entscheiden. Trotzdem passiert es mir des öfteren, daß farblich gedachte Bilder letztendlich in SW enden.

Ein Beispiel: auf der Fahrt von Montenegro die lange Küstenstraße durch Kroatien, tolle farbliche Lichtstimmungen und dann ein Foto durch die getönte Busscheibe





hier noch ein Bild aus analogen Zeiten, Kodak Tri-x, 400 ASA, Kodak D76 (1:1) vom Neg. gescant, Original auf Agfa Record Rapid RR2 special. Wie mir manchmal scheint, weisen analog aufgenommene Fotos mehr Dichte auf, digitale wirken flacher.



Grüsse Gerhard
 
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Ist die Antwort heutzutage nicht einfach?

In der digitalen Welt liegen farbiges und S/W-Bild doch nur ein paar Klicks auseinander. Wer es etwas raffinierter mag kann Freware benutzen. Ich hatte vor geraumer Zeit mal eine kleine Review einer kostenlosen Software gepostet, die nicht nur klassische S/W-Filme emuliert sondern auch noch Filmkorn und die für die S/W-Fotografie gängigen Filter.

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=68282

Hier kann man Bild für Bild experimentieren und wenn man möchte, sein S/W-Auge schulen.

Gruß
Knut
 
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Andy,

vielen Dank für dieses Thema, da es auch bei mir ein emotional besetztes Thema ist.

Als "Oldie" Jg. 60 habe ich es in der Schule erleben dürfen, wie ein SW Bild aus der Schale mich förmlich ansprang, wenn ich es mal richtig gemacht habe.

In der Foto AG wurde mir das Rüstzeug ein Stück weit vermittelt und das war die Basis für die Liebe zu SW.
SW ist mehr als nur das Weglassen farbiger Informationen. Es ist das bewusste Gestalten des Bildes mit Strukturen. Portraits fangen an zu leben, weil der Betrachter nicht abgelenkt wird von gezielt gesetzter Farbe im Gesicht genannt Make-up... welches häufig einfach übertrieben wird.

Strassenszenen und auch Architekturaufnahmen wirken fast schon abstrakt, alleine durch Weglassen der Farbe. SW lebt davon, dass der Betrachter durch das Bild wandert und dabei überhaupt nicht das Gefühl verspürt, überfordert zu sein von der Fülle an Eindrücken, die natürlich Farbaufnahmen auch noch vorhalten und wo der Betrachter immer gezwungen ist, zu entscheiden, ob die Farbkombination passt oder nicht.

Für mich ist ein beruhigendes SW-Bild nur noch dadurch zu steigern, in dem ich es quadratisch aufnehme oder vergrößere. Das bringt den Betrachter unweigerlich und ganz konzentriert auf das Motiv und dem für den Fotografen bildwichtigsten Teil, ohne das man als Betrachter lange durch das Bild wandern muss.

SW ist für mich noch immer problematisch, wenn ich es digital fotografiere, denn früher bin ich ganz bewusst losgezogen mit einem SW-Film in der Kamera und meistes einem Gelbgrün oder Orange-Filter. Ein Schalter hat da einfach Klick gemacht und ich habe mich auf kontrastreiche, strukturorientierte Motive konzentriert.
Warum auch immer, mit der Digi klappt das noch nicht so - einfach aus dem Bewusstsein heraus, das die Kamera in Farbe aufnimmt. Zwischenzeitlich helfe ich mir insoweit, dass ich RAW-Aufnahmen mache und vorgebe, diese Monochrom zu machen. Damit habe ich schon mal das Kontrollbild in SW und immer noch die Reserve, je nach Motiv das RAW Bild in NX wieder zum Farbbild zu konvertieren. Durch das schwarzweiße Kontrollbild helfe ich mir aber selber, mich wieder auf althergebrachte Lerninhalte zu konzentrieren und mein Sehen wieder für SW zu schärfen.

Die digitale Entwicklung ist auch kein Vergleich zum SW-Fotolabor (hatte auch Farbe aber das war schon etwas anderes mit der Jobo-Trommel). Das orangefarbige Licht der Ilfordleuchte fehlt, der Geruch der Chemikalien und die Haptik des Fotopapiers - nicht zuletzt das optische Entstehen des Bildes in der Entwicklerschale nach 60 bis 90 Sekunden... Das Ticken meiner Belichtungsschaltuihr - eine Information, die man heute nicht mehr braucht, die aber einfach dazu gehört. Wobei ja zuvor der Film in der Jobodose entwickelt wurde und nach dem Netzbad das erste Mal gegen das Licht gehalten wurde um zu sehen, ob er gut geworden ist. Agfapan 1000 und später T-MAX und HP-5 waren meine High-Iso-Filme und ansonsten wurde vorrangig Agfapan eingesetzt.

Besonders schöne SW-Bilder habe ich mit einem passenden Rahmen versehen, indem ich einfach am Dunco Vergrößerungsrahmen die Ränder entsprechend einstellte und wenn das Bild auch bei Tageslicht noch meinen Zuspruch fand, dann habe ich mit schwarzem Filzstift am unteren, etwas breiteren Rand den Bildtitel und mein Namenskürzel mit Datum notiert.

All das ging mit Digital für mich erst einmal verloren und ich frage mich schon lange, ob ich nicht mal meine Rolleimagic II wieder reaktivieren sollte...

Helmut
 
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Trotzdem hoffe ich auf den ultimativen Tip, wie man S/W-Motive findet.
Tja, da gibts nicht viel zu sagen. Die Bilder mit Sorgfalt gemacht und sich dabei eingeprägt, wie es vor dem Objektiv ausgesehen hat als der Verschluß klickte. Auch noch versucht eine Idee zu haben, wie das fertige Bild aussehen soll.

Anschließend genau überprüft, wie nahe man der eigenen Vorstellung gekommen ist. Bei Nichtgefallen das ganze von vorn.

Das kostet natürlich Zeit. Aber es könnte sich lohnen.
 
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Hallo Andy,

erstmal danke für dieses schöne Thema.

Ich (Jg ´64) beschäftige mich erst seit relativ kurzer Zeit mit s/w.

Zugang dazu habe ich durch eine 22 Jahre alte Leica M6 gefunden. Damit fotografiere ich fast ausschließlich in s/w. Neben der Ausprobiererei verschiedener Filme kam und kommt dabei immer wieder die Frage hoch: Was macht eigentlich ein gutes s/w-Bild aus?

Viele gute Tipps habe ich jetzt hier gefunden. Weitere erhoffe ich mir von der fleißigen Lektüre eines neu erworbenen, aber noch nicht gelesenen Buches zum Thema und meinem Abo der Zeitschrift SCHWARZWEISS und natürlich vom üben, üben, üben.

Mit der D200 Bilder zur Umwandlung in s/w zu machen, reizt mich irgendwie nicht. Ich kann gar nicht mal genau sagen, warum das so ist. Für mich paßt Digital und s/w nicht so recht zusammen.

Für die M6 habe ich mir jetzt erstmal ein Gelbfilter und einen Graufilter bestellt. Auch hiermit (gelb) muß ich sicher erstmal üben. Den Graufilter möchte ich bei manchen Motiven tagsüber benutzen, um die Schärfentiefe zu verringern.

Aus meinem bisherigen Erfahrungen kann ich aber sagen, daß ich deutliche Fortschritte im s/w-Sehen mache. Ich achte tatsächlich zunehmend auf Struktur, Kontrast, Bildaufbau etc. Das hilft mir auch digital sehr weiter.

Eine Patentlösung, mit der man plötzlich gute s/w-Aufnahmen macht, gibt es bestimmt nicht. Wichtig finde ich aber neben dem Üben den Austausch mit anderen, erfahrenen Fotografen (z.B. in diesem Thread) und auch die Lektüre einschlägiger Bücher (meist Bilderbücher z.B. von Henri Cartier-Bresson, Jürgen Schadeberg, Sebastiao Salgado oder Lehrbücher)

Und hier noch ein Bild von mir:
Gent, Belgien mit Leica M6 auf Kodak T-Max400



Gruß aus HAnnover
Steffen
 
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Ich fotografiere erst seit kurzer Zeit in SW, das einzige was ich sagen kann ist, dass ich mich seit dem mehr für Licht, Kontraste und Formen interessiere.
 
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Ich habe aus meiner "analogen" Zeit noch einen Filter, der in einem Gehäuse wie eine Klapplupe untergebracht ist. Lässt sich an einer Kordel um den Hals tragen. Beim Betrachten der Szene durch den Filter kann man sehr gut erkennen, welche Tonwerte noch durch den SW Film wiedergegeben werden. Ist eine sehr gute Hilfe!:up:

Gibt es bei Mono Chrom, nennt sich Tiffen SW Ansichtsfilter.
 
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Einstellungen in Photoshop. In CS3, was ich leider noch nicht habe, funktionierten die Umwandlungen besser. Daher arbeite ich z.Z. lieber mit Capture NX...............!

Film Type R G B Film Type R G B

AGFA 200X 18 41 41 Ilford Pan F 33 36 31
Agfapan 25 25 39 36 Ilford SFX 36 31 33
Agfapan 100 21 40 39 Ilford XP2 Super 21 42 37
Agfapan 400 20 41 39 Kodak T-Max 100 24 37 39
Ilford Delta 100 21 42 37 Kodak T-Max 400 27 36 37
Ilford Delta 400 22 42 36 Kodak Tri-X 400 25 35 40
Ilford Delta 3200 31 36 33 Normal Contrast 43 33 30
Ilford FP4 28 41 31 High Contrast 40 34 60
Ilford HP5 23 37 40 Generic B/W 24 68 8

Die Summe aller Kanäle sollte 100 ergeben.

Gruß Gunter
 
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Ich habe es mal ausprobiert mit dem ETTR.

Einstellungen:

Programm M - Blende: 3,8 bei 1/30s und 34mm Brennweite
Messung: Spot auf das Lampenlicht
Belichtungskorrektur: +5
ISO: 1600
(es war abends, drinnen bei Kunstlicht, deshalb ISO und die
Belichtungskorrektur so hoch, damit das Bild hell genug wird)

Man möge mir dieses Motiv und mangelnde Bildgestaltung verzeihen,
es dient rein zu Testzwecken.

Im RAW-Converter habe ich dann die Sättigung verringert und den
Schwarzregler so weit nach rechts gezogen, bis die Tonwerte auch
ganz links im Histogramm vertreten waren.

War meine Vorgehensweise nun richtig oder hab ich was falsch
gemacht?

 
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Hallo,
S/W sehen ! Na klar sehe ich manchmal SW, aber dann bekomm ich meistens einen auf den Deckel, jedenfalls hier im Forum
Nein zum Thema, wie die meisten bin auch ich mit SW zu analogen Zeiten angefangen, und hab mich durch die ganze Lernphase hindurchgekämpft, mit Dunkelkammer und allem was dazu gehört. Irgendwann bin ich umgezogen, han den ganzen Krempel ein-und nie wieder ausgepackt, doch einmal um das meiste wegzuschmeissen und den Rest zu verhökern.
SW sehen, ich glaube das habe ich nie, wie sollte das auch gehen ? Meistens bin ich mit zwei Gehäusen unterwegs gewesen, die Nikkormat mit SW-Film, die FE mit Dia oder Farbfilm. Meistens habe ich mich dann für SW entschieden, in dem ich mir vorgestellt habe, wie das Bild in 30x40 an der Wand aussehen könnte. Aber einen Schalter am Kopf hatte ich nicht, den ich mal eben von SW auf Farbe umstellen konnte.


Harald
 
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Ich mag grafische Strukturen, Bilder aus zusammengesetzten geometrischen Formen etc. Diese abzubilden funktioniert (für mich) überwiegend eben in s/w.
Ich muß also eine ziemlich genaue Vorstellung haben, wie das Motiv in s/w aussieht. Letztendlich ist es egal, ob ich einen Sensor oder einen FP4 in der Kamera habe. Ich versuche einfach so zu fotografieren, als wäre es ein s/w-Film. Ich habe glaube ich noch nie ein Bild, welches nicht s/w "gedacht" war, nachträglich durch die s/w-Konvertierung "besser" gemacht.
Ich fotografiere allerdings auch erst seit einem 3/4 Jahr wieder und möchte gar nicht wissen, an was für Motiven ich seitdem vorbeigelaufen bin, weil mein "Sehen" immer noch so untrainiert ist. Ich versuche dies, durch Praxis und Theorie (Bauhaus, Portfolios in Zeitschriften, Bildtheorie mit Schwerpunkt s/w) zu verbessern. Manchen fällt diese Kunst des "Sehens" in den Schoß, solche armen Nasen wie ich müssen sich so etwas eben hart erarbeiten. Aber es macht Spaß.

Zwei Fotos von mir, die ich mag und die in Farbe nie funktionieren würden (habe ich hier auch schon mal gezeigt).



 
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Hallo Robert,

wirklich sehr schöne Beispiele, die den Vorteil SW zeigen..

Helmut
 
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