Frage Fokus breathing? Vergleich Tamron 70-200 G2 vs. Sigma 70-200 Sports

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WörtherseeKnipser

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Hallo Leute, ich steh da irgendwie auf der Leitung - wahrscheinlich ist es eh einfach :)
Also ich habe mich für den Vergleich von Sigma S und Tamron G2 interessiert und Berichte durchgelesen. Die zwei scheinen für meine Ansprüche optisch top und die Unterschiede für mch nicht relevant.
Aber dann fand ich : "focus breathing".

Ich dachte immer das sei die "Luftbewegung" beim Fokusieren, sodass da mehr Staub durchgesaugt werden könnte und das Teil auch langsamer sei.
Dann fand ich aber wiederum zu "focus breathing" einen Bildervergleich dazu und siehe da: Bei 200mm und selber Distanz war der Abbildungsmasstab beim Tamron gut um 1/3 kleiner, alo keine echte 200mm?
TamronCanonSigma
Hier das Bild
BokehComparison.jpg

Es zeigt die Bilder bei gleicher Entfernung und gleicher Brennweite ??? Lese ich da was falsch.?

In einem anderen Testbericht und Vergleich (Dustin Abbott) ist es anders: da ist der Abbildungsmassstab unterschiedlich, sodass ich beim Sigma mit 200mm näher rangehen kann (verständlich), dann wäre obiges Bild falsch beschriftet (also 6ft Distanz nur bei einem Bild richtig).

Bekomme ich jetzt bem Tamron tatsächlich nur ein 70-150 oder so
ich vermute mal eher die Beschriftung bei dem Bären-Vergleich ist verwirrend...

Danke im Vorraus für eure Kommentare die für mich zur Erleuchtung fürhen :cool:
 
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Fokus breathing bedeutet dass sich der Abbildungsmaßstab (bzw. die Brennweite) mit der Entfernungseinstellung ändert.
Ist bei vielen Objektiven so. Ist bei normaler Fotographie nicht weiter schlimm, aber beim Filmen, in Szenen in den die Schärfeebene verlagert wird, kann es störend sein.
Allerdings wäre hier bei ca. 2 m Entfernung (nicht mehr besonders nahe für 200 mm - das Tamron geht bis 95 cm), der "Verlust" beim Tamron um ca. 1/3 schon recht hoch.

Grüße - Bernhard
 
Kommentar
Wie Bernhard schon geschrieben hat bedeutet Focus breathing, dass sich die Brennweite mit der Aufnahmedistanz abnimmt. Klassisches Beispiel dafür ist das Nikon 70-200/2,8 VRII, das am Nahpunkt in der 200mm Einstellung in Wirklichkeit nur mehr 125mm hat. Dadurch wird der max. ABM im Vergleich anderen Objektiven "schlechter" und der ABM verändert sich relevant durch Verlagerung der Fokusebene.
Das kann auch beim fotografieren Probleme machen wenn du schon am im Bereich des Nahpunkt bist aber der ABM nicht passt. Oder aber wenn sich der Bildausschnitt durch das Fokussieren verändert. Letzteres kann bei Makro-Objektiven auftreten und kann Probleme beim fokus-stacking machen wenn man keine Software hat, die das korrigieren kann. Das Nikon 105VR ist da so ein Kandidat.
 
Kommentar
Danke, dann hatte wohl ich zuviel Luft geatmet und nicht das Objektiv :)
Kann man das jetzt auf größere Entfernungen auch eruieren, also zB für 10m Abstand, oder irgendwie errechnen - ab wann habe ich echte 200mm??
 
5 Kommentare
shovelhead
shovelhead kommentierte
Ich habe das VRii mit dem bekannten Fokus-Breathing Problem und der Effekt verschwindet bei etwa vier oder fünf Metern Distanz zum Motiv. Auf eineinhalb Meter Entfernung würde ich allerdings auch nicht mit dem 70-200 arbeiten wollen. Für eine reines Kopf-Portrait würde ich eher das 85 1.8 verwenden, daher ist das "Problem" mit dem Focus Breathing in Wirklichkeit .... irgendwie inexistent.

Die Brennweite an der Naheinstellgrenze beträgt irgendwas um 125mm, bei gut drei Metern ist man aber schon bei 170mm und unendlich erreicht man die 192mm (nach Allem, was ich im Internet zum 70-200 finden konnte ist es eher ein 72-192 bei f2.6)

Ich gebe zu, dass mich das Wissen um diese Besonderheit seinerzeit auch beschäftigt hat - bis dann eben gesunder Menschenverstand die Oberhand gewann und ich ein kaum benutztes VRii zum Preis eines Sigma kaufen konnte. Und das ist heute quasi mein "Outdoor Immerdrauf". Alle Aufnahmen, die ich in den letzten Jahren am Strand und in den Dünen gemacht habe, sind mit dem 70-200 entstanden. Ich packe nicht mal mehr eine Kameratasche, wenn ich ein solches Shooting ansetze: Kamera, 70-200, Ersatzakku, Ersatzkarten. Das war's.
 
Zuletzt bearbeitet:
WörtherseeKnipser
WörtherseeKnipser kommentierte
Das beruihgt mich jetzt, will das Objektiv auch mehr für (Klein)tiere Katze Hase Hörchen usw die doch weiter weg sind als 2m und nur in Ausnahmefällen für Portraits verwenden.
 
T
Tom.S kommentierte
.... irgendwie inexistent.

Für dich. Wenn man Gelegenheiten hat wo man nicht näher ran kommt aber einen engeren Ausschnitt braucht dann ist das schon sehr lästig.
 
mhensche
mhensche kommentierte
hi, tut zwar nix zum Thema, aber wenn Hase nicht im Käfig und Katze nicht im Zimmer gemeint ist, empfehle ich eher ein 150-600 als ein 70-200.
 
WörtherseeKnipser
WörtherseeKnipser kommentierte
Das habe ich sowieso jetzt seit 4 Jahren schon, nur sind die halt 6.3... und manchmal verwende ich das Sigi 135er 1.8, aber ein bisserle mehr Brennweite und Flexibilität ist gefragt. Ein Hauptanwndungsgebiet auch Schwäne in der "Balzzeit" im Frühjahr.
Das 135 1.8 wird sozusagen eingetauscht.
 
ab wann habe ich echte 200mm??
Per Definition geben die Werksangaben die Brennweite/n bei der Unendlichstellung des Objektives an. Davon sind wieder gewisse "Toleranzen" abzurechnen. Messungen einer Fotozeitschrift haben in den 80er Jahren für das Tokina 80-200mm einen tatsächlichen Brennweitenbereich von 85-190mm ergeben. Das war guter Durchschnitt. Einige wenige Anbieter geben auch die tatsächliche Brennweite an, da hier Rundungen auf "gängige" Werte üblich sind und da kann ein 135er schon mal 127,8mm haben. Man kann also ziemlich sicher sein, dass "200mm" nicht auf 7 Kommastellen genau sind, sondern dass die Abweichung eher noch vor dem Komma liegt.
 
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Es zeigt die Bilder bei gleicher Entfernung und gleicher Brennweite ??? Lese ich da was falsch.?
Laut Bildtitel geht es bei dem Foto auch weniger um "Focus-Breathing", sondern um das Bokeh. Man kann aber deutlich erkennen, dass das Tamron das Testmotiv deutlich kleiner abbildet, als Sigma und Canon. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass die Objektive sich bei großer Entfernung im Bildwinkel nicht großartig unterscheiden, dann verkürzt sich beim Tamron die Brennweite im nahbereich deutlich.

Beim Nikon 70-200 2.8G VRII soll dies auch ein Problem gewesen sein.
 
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Das 70-200mm VRII hatte ich auch viele Jahre - das fokus breathing hat mich nicht im geringsten gestört. Bei begrenztem Platz war es sogar manchmal von Vorteil.
Mittlerweile habe ich auch das Sigma 70-200mm Sports, nachdem ich lange mit dem Tamron G2 verglichen habe.
Optisch geben sich die beiden nichts, das Sigma habe ich nur wegen dem Anfassgefühl vorgezogen.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass mich eine Eigenschaft des Sigma mehr nervt als gedacht: nämlich die umgekehrte Drehrichtung des Zooms gegenüber der üblichen Drehrichtung bei Nikon. Offenbar lässt sich mein "muscle memory" einfach nicht mehr umprogrammieren, nach den vielen Jahren mit dem VRII :(
Naja, Ende des Jahres kommt das Z 70-200, dann dreht's wieder richtig.
 
WörtherseeKnipser
WörtherseeKnipser kommentierte
Ich hab nur Sgma Linsen bis auf ein 10-20er AF-P ...
Hatte mal ein Nikon Zoom, das hat mich voll genervt :)
 
Jürgen Kuprat
Jürgen Kuprat kommentierte
Wenn du aber schon am Anschlag bist beim Rauszoomen...
 
T
Tom.S kommentierte


Du meinst wenn man schon bei 70mm ist und weniger Brennweite brauchen würde?
 
Jürgen Kuprat
Jürgen Kuprat kommentierte
T
Tom.S kommentierte
Ich habe es gerade ausprobiert aber bei 70mm hat das VRII praktisch gar keine Brennweitenverkürzung.
 
Die umgekehrte Drehrichtung ist schon gewöhnungsbedürftig, genau so wie der Tausch von Zoom und Focus-Ring, wobei das die neuen F-Nikkore ja auch haben.

Ob das Foucs-Breathing beim 70-200 VRII wirklich störend war, kann ich mangels eigener Erfahrung (ich habe das VRI) nicht sagen, habe das jedoch oft gelesen.
 
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Ich hatte das VRII schon, gestört hat mich daran nichts und ein Problem gibt es nur wenn man eines daraus macht.
War schon ein tolles Objektiv an der D700. Klasse Bokeh und sehr schneller AF.
 
1 Kommentar
Metalhead
Metalhead kommentierte
Das sehe ich ähnlich. Ich könnte jetzt nichtmal sagen in welche Richtung die einzelnen Zooms gedreht werden müssen für mehr Brennweite. Ich fasse es an und drehe dann einfach los. Wenn ich anfänglich falsch drehe sehe ich das ja sofort im Sucher und drehe halt andersherum. Blöder fand ich eher die damaligen Schiebezooms von Nikon, die am kleinen Ende die längste Brennweite besaßen und voll ausgefahren die kürzeste. Das hat mich schon anfänglich irritiert. Aber ich bin zugegeben auch kein Vielfotografierer, bei denen mag die falsche Drehrichtung vielleicht nervender sein. Aber nach meinen Verständnis auch nur ein kleines Ärgernis worüber man bei ansonsten guter Abbildungsleistung eigentlich hinwegsehen sollte. Wird aber merkwürdigerweise häufiger angeprangert bei Sigma Linsen.
 
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