Bei den einen Demos geht es um Freiheit und Gerechtigkeit.
Um was geht es bitte bei Pegida, ausser
darum Fremdenfeindlichkeit aufzubauen?
Nein. Charlie Hebdo hat
NICHTS mit Freiheit und Gerechtigkeit zu tun. Es handelt sich dabei um eine "satirische" Wochenzeitung von ganz, ganz, ganz linksaussen. Eine von den Publikationen, die immer noch einen Artikel auf der ersten Seite bringen, der Putins Weisheit und die Westliche Dummheit erklärt. Charlie Hebdo hat so oft Scheisse geschrieben und ist dabei erwischt worden, dass sie sich irgendwann selbst zum Satireblatt erklärt haben, um nicht mehr vor Gericht geschleppt zu werden. Sie haben seit langem eine Kultur der provokanten Karikatur, und pflegen diese auch, denn es ist ihr letztes Alleinstellungsmerkmal. Alberne Verschwörungstheorien gibt es im Internet für umme - dazu braucht kein Mensch Charlie Hebdo.
Frankreich ist auch nicht der Hort der Pressefreiheit. Nach dem letzten Ranking von RSF (Reporters Sans Frontières) belegt es irgendwo um Rang 50 von 190 den letzten Platz im "alten" Europa. Finnland liegt an erster, Deutschland an 12. oder 13. Stelle.
Die alte Aussage "ich bin absolut nicht deiner Meinung, aber ich werde jederzeit dafür kämpfen, dass du deine Meinung sagen darfst" ist Frankreich - und Charlie Hebdo im Besonderen - fremd.
Nichts davon - absolut GAR NICHTS - rechtfertigt die Tat der bekloppten Attentäter. Ungebildet, gesellschaftlich ausgegrenzt, Verlierertypen - die jetzt einmal Counterstrike im richtigen Leben spielen. Sie haben warscheinlich nie auch nur eine einzige Ausgabe von Charlie Hebdo in der Hand gehabt, nur immer wieder gehört "die beleidigen den Propheten" - und das war Ziel genug. Es fehlt jedes grundlegende Verständniss für Meinungsvielfalt oder gar Meinungsfreiheit.
In Frankreich leben knapp 10% Muslime - hauptsächlich Nordafrikaner (Tunesien, Algerien, Marokko), aber - dank ausufernder kolonialert Gelüste - auch aus fast allen anderen Ecken der Welt. Diese Leute wurden nie auch nur ansatzweise integriert und sorgen seit Jahrzehnten für ein extrem antisemitisches Klima im Land. Nirgendwo sonst in Europa gibt es so viele Übergriffe auf Juden oder jüdische Geschäfte, wie um Paris und Marseille herum. Die - nennen wir sie mal - "maghrebinische Kultur" mit starkem Hang zum religiösen Zusammenhalt, schwappt schon seit langer Zeit über die Ufer.
Wie falsch und gefährlich hier dennoch JEDE Art von Generalisierung ist, zeigt der Fall des Lassana Bathily
http://www.spiegel.de/politik/ausla...upermarkt-in-paris-wird-geehrt-a-1012449.html. Dieser junge, dunkelhäutige Flüchtling muslimischen Glaubens aus Mali hat mit Mut und Menschlichkeit viele Kunden eines koscheren Supermarkts gerettet.
Mich machen die terroristischen Taten traurig, ich denke an die Opfer und ihre Familien, aber ich bin nicht Charlie!
Bei Pegida liegt die Sache ganz anders: Das sind dumme, rechtextreme Ossis - der Bodensatz der Gesellschaft. Man könnte das sicherlich konsensfähiger formulieren, aber es ändert nichts daran, dass Pegida ein ostdeutsche Phänomen ist, und die Anhängerschaft mehrheitlich keinen höheren Bildungsabschluss aufweisen kann. Leute, die sich bei kaum 1% Muslimen in Sachsen, vor einer Islamisierung des Abendlandes (blos nicht in Kleinigkeiten verlieren - gleich mal "das Abendland" als Massstab) fürchten, haben eine seltsame Wahrnehmung ihrer Umwelt.
Lustigerweise scheint Pegida - Hüter der kulturellen Identität des Abendlandes - dort am stärksten, wo das Fundament der abendländischen Kultur - das Christentum als prägender Wertestifter - am wenigsten zuhause ist. Ich sage es dagher nochmal: Wirre, ungebildete Ossis - dort, wo auch die NPD immer mal wieder im Landtag sitzt. Man kann das Phänomen sicherlich ernst nehmen, aber nicht die Leute!