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Fotomensch

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Ich gedenke mir einen Gelbfilter zu zulegen, genauer einen Hoya K2.

Ist der in ordnung oder git es an dem etwas auszusetzen?
Einsetzen möchte ich ihn für knackigere Himmel auf Landschfts- und Naturfotos.
Hat der K2 einfluss auf die Belichtung, d.h. nimmt er spürbar Licht weg, das wäre vllt. für Freihand-Tele-Knipserei (AI 4/200) nachteilig.
 
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Gelb kenne ich ist eingentlich nur für sw.
Ja dafür wird er auch gedacht sein...

Hat der K2 einfluss auf die Belichtung, d.h. nimmt er spürbar Licht weg, das wäre vllt. für Freihand-Tele-Knipserei (AI 4/200) nachteilig.

Hast Du keine TTL-Belichtungsmessung?

Er nimmt Licht weg, aber vorwiegend blaues.
Und da Du den Himmel dunkler willst würde ich vielleicht an der Belichtung bei manueller Einstellung nix verändern.
(Hier spricht meine Logik, die Erfahrung liegt lange zurück...)
 
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Hätte ich vllt. erwähnen sollen, ist natürlich für sw.
TTL Messung hatta, ist halt die Frage, ob ein Gelbfilter so viel Licht schluckt wie ein Rotfilter z.B. das wäre ja dann bei der Auswahl des Films wichtig.
 
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Du könnest ja positiv oder negativ fotografieren, scannen und den Filter elektronisch einsetzen, also in LR zb ? Was hält dich davon ab ? Oder möchtest du Dia´s auf Dia-Show zeigen ? Das wäre für mich der einzige plausible Grund, das nicht nachträglich am Rechner zu erledigen mit den preset Filtern oder in den einzelnen Farbkanälen die Sättigung und Luminanz zu varrieren.
 
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Eine Antwort findest Du möglicherweise hier:
http://www.achtung-analog.de/farbkonv.html (Die Wirkungsweisen und Verlängerungsfaktoren -Tabelle- unten auf der Seite schauen.)

Die Wirkung von Kontrastfiltern bei Schwarzweiß sind unter Tageslichtbedingungen
von der Lichtfarbe und so von der Tageszeit abhängig. Um eigene Versuche wird man nicht herumkommen. Gelbfilter um den Himmel dunkler wiederzugeben und Wolken besser hervortreten zu lassen wirken um so besser, je blauer der Himmel ist. Für dramatische Effekte und bessere Fernsichten benötigt man dunkle Rotfilter. Freihand-Landschaftsfotografie mit Farbfiltern vor Telebrennweiten kann man sich schenken, da die Belichtungsverlängerungen gerade mit Rotfiltern erheblich sind und man stärker abblendet um mehr an Schärfentiefe zu gewinnen. Im Seitenlicht hat man da die besten Effekte.
Da Gelb- und Rotfilter blaues Licht fressen, passiert es leicht, dass Schattenpartien im Nahbereich völlig unterbelichtet und so zeichnungsfrei werden. Das sieht dann sehr "bescheiden" aus....

Viele Grüße
Herbert
 
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Hätte ich vllt. erwähnen sollen, ist natürlich für sw.
TTL Messung hatta, ist halt die Frage, ob ein Gelbfilter so viel Licht schluckt wie ein Rotfilter z.B. das wäre ja dann bei der Auswahl des Films wichtig.

Es gibt hunderte von Tönungen und stärken bei Filtern, deshalb ist es nich möglich allgemeingültig eine Aussage zu machen, wieviele Blende die Farbe XY schluckt.


Hier siehst du meine 39mm Leica Filter, dabei viermal Gelb und zweimal Grün. Die Gelbfilter werden mit 0,5 - 1 - 1,5 - 2 Blenden korrigiert, der Orangefilter schluck 2 bis 2,5 Blenden und ein Rotfilter schluckt 3 bis 4 Blenden, wenn er denn richtig rot und nicht nur rosa ist. Der Unterschied zwischen orange und rot ist am Himmel übrigens nicht wirklich sichtbar. Rot macht aber auch das hellste Gras und Laub tiefschwarz, wohingegen Orange noch etwas Leben in diesen Farben lässt.
 
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Der link erklärt das ausreichend gut:

http://www.badenhausen.net/rolf-badenhausen/Pixelmania.htm

Ich meinte schon, dass er mit Negativ-SW Film oder Positiv (DIA) fotografiert (ich hatte auch immer gerne SW Dia fotografiert mit zb Agfa Scala) und das dann scannt. Den Scan in LR bearbeitet, mit den Filtern, die es dort gibt, als presets im Netz verfügbar sind oder manuell mit den Farbreglern. Nö, ich meinte, Farbe oder SW, egal, in LR kann man ja jedes Farbfoto, dass nach dem scan auf jeden Fall eine andere Bildwirkung zeigt als ein digitales in SW schnell umwandeln oder das gescannte SW mit den genannten Filtern bearbeiten.

Hochauflösend beim Film verstand man ja immer darunter, wie wenig empfindlich ein Film ist, also der mit dem kleinsten Korn und beim Druck dann das passende Papier, beim scan, der scanner, der am besten auflöst. Also am Ende der ganzen Kette, wobei wir wieder beim Thema sind. Was braucht man wirklich ? - für ein gutes Foto. Ich meine: ziemlich viel, zuviel, und ziemlich teuer
 
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Ich meinte schon, dass er mit Negativ-SW Film oder Positiv (DIA) fotografiert ...
Nö, ich meinte, bunt oder SW, egal, ....

Ich verstehe nicht ganz was du sagen willst.

Fakt ist:
Man kann bunt fotografieren und nachher bei der SW Umwandlung digital filtern.

Oder man kann SW fotografieren, dann muss man bei der Aufnahme gelb oder rot filtern, das kann man nachher nicht mehr elektronisch nachholen.

SW löst vermutlich feiner auf, und ausserdem will der TE vielleicht selber entwickeln was bei BW einfacher ist.
 
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Fakt ist:
Man kann bunt fotografieren und nachher bei der SW Umwandlung digital filtern.

Oder man kann SW fotografieren, dann muss man bei der Aufnahme gelb oder rot filtern, das kann man nachher nicht mehr elektronisch nachholen.
.

Warum kann man das nicht nachholen ? Rot oder gelb filter analog wurden als Farbkorrekturfilter eingesetzt oder zum verstärken vom Himmelblau etc, auch Kontraste wurden verstärkt oder und.... Da wurde aber das analoge Foto auch als solches eingesetzt zb bei Dia-Shows, auch mit SW Dia.

Egal was er scannt, den scan kann er x-beliebig bearbeiten, wenn ich den Blauregler nach unten ziehe, wird der Himmel schwarz oder ich nehme einen orange/rot filter.

Warum muss er rot oder gelb filtern - natürlich, wenn er nicht scannt, dann schon, aber das hatte ich von Anfang an geschrieben.
 
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Kann das bitte mal ein Anderer beantworten, ich bin müde

Ich kann dir nicht folgen. Der TE frägt nach einem Gelbfilter für einen knackigen Himmel.

Du meinst, das geht nachträglich in LR zb nicht mehr, selbst wenn er einen Himmel belichten würde, bei dem die Graustufen zur Landschaft sich kaum unterscheiden ?
 
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Es geht nicht mehr wenn man BW Film fotografiert hat, denn dann kriegt Lr nur noch grau zu sehen und kann keinen blauen Himmel selektiv abdunkeln.
 
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Ein Farbfilter filtert Farben (daher übrigens auch der Name "Bratkartoffel" ...). In einem SW Bild/Negativ herrscht ein gewisser Mangel an Farben. Der Farbfilter kann also nur wirken, solange noch farbiges Licht durch ihn hindurch fällt.

Das ist der Fall, wenn du mit der Knipskiste vor dem Motiv stehst. Hier fällt Licht verschiedener Wellenlänge (Farbe) durch das Objektiv auf den Datenträger (Film oder Sensor). Mit einem Filter im Strahlengang kannst du beeinflussen, welcher Art Farbe du wie stark blockieren willst. Was durch geht, fällt auf den Datenträger.

Ist der Datenträger ein SW Film und der Filter orange, so wird zB jeder Blau-Anteil stark geblockt (dunkler Himmel, dunkles Gras), Gelb- und Rottöne konnen jedoch quasi unbeeindruckt durch den Filter. Die Sonnenblumen haben also weisse Blütenblätter auf schwarzen Stengeln.

Scannst du jetzt dieses Negativ und willst die Farben in der EBV bearbeiten, so wird das ein kurzes Unterfangen. Es gibt keine Farben. Es gibt nur S und W. Nur Kontrast und Abstufung.

Anders herum könntest du ein Farbbild aufnehmen, und dies dann in der EBV bearbeiten. Hier kannst du jetzt bei der Konvertierung nach SW genauso Farben blockieren oder durchlassen, wie du es mit dem Filter vor dem Objektiv der Kamera mit SW-Film gemacht hast. Legst du hier einen Blaufilter auf, sähen die Stiele der Sonnenblumen hellgrau aus, als wäre Rauhreif auf ihnen (es ist viel Blau im Grün, also guter Durchgang) - und die Blütenblätter wären fast Schwarz (in Gelb ist nämlich eher kein Blau).

Wenn du das so konvertierte Bild dann abspeicherst und erneut öffnest, kannst du zwar weiter an den Kontrasten und der Sättigung arbeiten, aber auch hier hast du keine Farbkanäle mehr, die du individuell beeinflussen kannst. Es gibt nur noch S und W.

Deshalb braucht man Farbfilter BEVOR die Konvertierung in SW passiert. Beim SW Film oder einer Leica M Monochrom wäre das, bevor das Licht die Filmschicht erreicht (also als Filter am Objektiv), in der EBV bedeutet das, bevor die softwaremässige SW Konvertierung passiert (also im Programm). Der Effekt ist gleich, der Weg ein Anderer.
 
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Einen gescannten Farbfilm per EBV zu "filtern" stoesst rasch an Grenzen. Koernigkeit und Farbprobleme. Kein Vergleich mit Raw. Daher ist es besser, einen SW-Film zu verwenden und das Filtern schon bei der Aufnahme zu machen.
 
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Der Lichtverlust bei einem normalstarken Gelbfilter ist nicht dramatisch, zudem hat der SW Film einen gewissen Belichtungsspielraum.

Wenn Du es genau wissen willst, dann nimmst Du einen Handbelichtungsmesser, eine Graukarte und gleichmäßiges und gleichbleibendes Tageslicht (ca. 5500° Kelvin) und misst Deine Filter aus.
Aber eine halbe Blende offener sollte - falls Dir das zuviel Arbeit ist - ausreichend sein (Erfahrungswert bei der MM).

Ein Orangefilter, der den Himmel schon etwas mehr abdunkelt, nimmt sich bei der MM deutlich mehr Licht (1 bis 1,5 Blenden), ein kräftiger Rotfilter, der tiefblauen Himmel fast schwarz werden lässt, schluckt 2-3 Blenden.

Wenn Du den Filter standardmäßig drauflassen willst, kannst Du auch überlegen, ein leichtes gelbgrün zu verwenden. Es dunkelt einerseits Blautöne etwas ab und gibt Grüntönen mehr Zeichnung. Da viele SW Filme im Grünbereich eine Sensibilisierungslücke haben tut das bei Landschaften häufig gut.
 
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